BioCas – Multi-Level-Governance von CDR mit Biomassenutzung in Kaskade


Ziel des Projekts BioCas ist, einen effektiven Governance-Rahmen für die nachhaltige Entwicklung und Ausweitung von biomassebasierten CDR-Kaskaden (bioCDR-Kaskaden) zu schaffen. Zu diesem Zweck wird das Projekt die Weiterentwicklung von bioCDR-Kaskaden mit einer interdisziplinären Analyse aktueller Multi-Level-Governance-Prozesse kombinieren. Dabei kommen Methoden des transdisziplinären Co-Designs, ganzheitliche Bewertungsansätze, Politikanalysen, Fallstudien sowie Optimierungsmodelle zum Einsatz.

Weiterführende Informationen

Biomassebasierte CO2-Entnahme (bioCDR) spielt eine Schlüsselrolle bei der Erreichung des deutschen Netto-Null-Ziels. Die Kaskadennutzung von Biomasse zur CO2-Entnahme wird von Akteur*innen aus Forschung, Politik und Gesellschaft als besonders vielversprechend betrachtet, da sie mit geringeren Umweltbelastungen verbunden ist und potenziellen Zusatznutzen bietet. Die Implementierung und Skalierung von bioCDR-Kaskaden stellen jedoch eine komplexe Herausforderung dar. Und obwohl Biomassekaskaden als Kombination aus Wertschöpfungsketten, Materialströmen und Geschäftsnetzwerken in politischen Strategien gefordert werden, sind sie in der Forschung, insbesondere in den Bereichen CDR-Bewertung, Governance-Forschung und Modellierung, bislang unterrepräsentiert. Ziel des Projekts BioCas ist die Entwicklung eines Governance-Rahmens für die nachhaltige Entwicklung und den Ausbau von bioCDR-Kaskaden. Dazu wird die konkrete Ausgestaltung von bioCDR-Kaskaden mit einer interdisziplinären Analyse aktueller Multi-Level-Governance-Prozesse kombiniert. Es kommen Methoden des transdisziplinären Co-Designs, ganzheitliche Bewertungsansätze, politische Analyseinstrumente, Fallstudien sowie Optimierungsmodelle zum Einsatz. BioCas basiert auf einem umfassenden Governance-Verständnis, das von der internationalen bis zur lokalen Ebene reicht und verschiedene Dimensionen der Governance berücksichtigt: ökonomische Governance zwischen selbstorganisiertem Markt und staatlicher Regulierung, nichtstaatliche Governance von Agenturen oder Organisationen, die Standards oder Zertifikate etablieren, sowie Beratungen zu Regulierungsfragen, die verschiedene gesellschaftliche Gruppen, Expert*innen und Laien einbeziehen. BioCas wird proaktiv Biomasseanbieter, Biomasse verarbeitende Unternehmen (z. B. für Biokohle) sowie Industrieverbände und gesellschaftliche Gruppen einbeziehen. Als Ergebnis wird das Projekt eine Roadmap für einen effektiven Multi-Level-Governance-Rahmen für bioCDR vorschlagen.


Projektpartner

Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung GmbH (UFZ)
Deutsches Biomasseforschungszentrum gemeinnützige GmbH (DBFZ)
Institut für ökologische Wirtschaftsforschung GmbH, gemeinnützig (IÖW)
Hochschule Zittau/Görlitz (HSZG)

Projektleitung

Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung GmbH (UFZ)

Kontakt: Prof. Dr.-Ing. Daniela Thrän (daniela.thraen@ufz.de)


Projektlaufzeit

November 2025 - Oktober 2028


Zuwendungsgeber

Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR)