Wiese auf Gelände des UFZ in Leipzig. Foto: Sebastian Wiedling/UFZ

Nachhaltigkeit am UFZ


Unternehmerische Verantwortung

Die vielfältigen ökologischen, sozialen und ökonomischen Zukunftsaufgaben zu bewältigen, ist eine Gemeinschaftsaufgabe. Nachhaltigkeit – verantwortungsvolles und zukunftsorientiertes Handeln, damit auch zukünftige Generationen gute Lebenschancen haben – ist dabei eines unserer Leitprinzipien. Wissenschaft spielt bei der Verwirklichung von Nachhaltigkeit eine zentrale Rolle. Das UFZ leistet wichtige Beiträge: Mit unserer Forschung zeigen wir Wege zur Vereinbarkeit einer gesunden Umwelt mit der gesellschaftlichen Entwicklung auf.

Das UFZ wendet die Prinzipien der Nachhaltigkeit auch auf sich selbst an. Als Arbeitgeber trägt es Verantwortung für die rund 1.200 Mitarbeitenden, für ihren ökologischen Fußabdruck und ihre gesellschaftlichen Einflussmöglichkeiten. Wir hinterfragen, was Nachhaltigkeit für unsere Arbeit bedeutet. Und wir engagieren uns seit vielen Jahren mit Überzeugung und Kreativität dafür, Nachhaltigkeit am UFZ in die Praxis umzusetzen.

Nachhaltigkeit ist also Kernaufgabe der Forschung und gelebte Kultur aller Mitarbeitenden im UFZ. Wir verstehen Nachhaltigkeit am UFZ nicht als stetigen integrativen Prozess.

Die Arbeit der Mitarbeitenden und die Infrastruktur, in und mit der sie arbeiten, erzeugen negative ökologische Umweltauswirkungen. Nicht alle lassen sich vermeiden. Doch sie können mit konsequenten und kontinuierlichen betrieblichen Umweltschutzmaßnahmen stetig verringert werden. Am UFZ nutzen wir dafür bereits seit 2005 das extern zertifizierte und partizipative Umweltmanagementsystem EMAS als systematisches Steuerungs- und Kontrollmedium. Mithilfe von EMAS betrachten und messen wir Nachhaltigkeit vor allem aus ökologischer Sicht und stellen sicher, dass Ressourcen geschont und Emissionen verringert werden.

Als Mitglied der Helmholtz-Gemeinschaft haben wir gemeinsam mit der Leibniz-Gemeinschaft und der Fraunhofer-Gesellschaft die Handreichung „Nachhaltigkeitsmanagement in außeruniversitären Forschungsorganisationen“ (LeNa) entwickelt.

Darüber hinaus sind wir als UFZ aktives Mitglied im Helmholtz-Arbeitskreis Forum Nachhaltigkeit. Gemeinsam mit den 17 anderen Helmholtz-Zentren wollen wir Synergien finden und nutzen, um die Helmholtz-Gemeinschaft zu einer nachhaltig agierenden Forschungsgemeinschaft zu entwickeln. So möchte beispielsweise das Netzwerk Helmholtz-Klimaneutral die nachhaltige Entwicklung aller Helmholtz-Zentren vorantreiben.


Die drei Dimensionen der Nachhaltigkeit

Nachhaltigkeit beinhaltet aber mehr als die ökologische Dimension. Nachhaltigkeit bedeutet auch, Verantwortung für ökonomische und soziale Dimensionen unseres Forschens und unternehmerischen Handelns zu übernehmen. Umweltschutz, wirtschaftliche Leistungsfähigkeit und soziale Verantwortung sind also so zusammenzuführen, dass Entscheidungen unter allen drei Gesichtspunkten dauerhaft tragfähig sind.

Die soziale Dimension spiegelt sich insbesondere in unserer Unternehmens- und Personalkultur wider. Wer sich mit komplexen Herausforderungen und drängenden Fragen der Gesellschaft auseinandersetzt und Lösungen finden will, braucht vielfältige Perspektiven, Erfahrungen, Fähigkeiten und Wissen. Diese Vielfalt wiederum kann nur unter Rahmenbedingungen entstehen und wachsen, die niemanden diskriminieren oder ausschließen. Für das UFZ sind deshalb Diskriminierungsfreiheit, Barrierearmut, Internationalität, Gleichstellung der Geschlechter und Vereinbarkeit von Fürsorge und Erwerbsarbeit wichtige Werte.

Die ökonomische Dimension unseres Forschens und Handelns geht vor allem mit unserem Anspruch einher, Steuermittel, die wir als öffentlich finanzierte außeruniversitäre Forschungseinrichtung vom Bund und von den Ländern Sachsen und Sachsen-Anhalt erhalten, stets zum Nutzen der Gesellschaft zu verwenden. Unser Kerngeschäft ist die Forschung für einen nachhaltigen Umgang mit unseren natürlichen Lebensgrundlagen – zum Wohle von Mensch und Umwelt. Dabei forschen und arbeiten wir so nachhaltig wie möglich.

Nachhaltigkeitskultur leben

Regelwerke, Instrumente und Rahmenbedingungen sind für eine nachhaltige Unternehmenskultur hilfreich und wichtig. Wichtiger aber ist, dass die Nachhaltigkeitskultur am UFZ gelebt und stetig weiterentwickelt wird – mit positiven Beispielen, kleinen und großen Maßnahmen in unterschiedlichsten Arbeits- und Forschungsbereichen.