Neuigkeiten aus dem WTT


Dezember 2017

Ökotechnologischer Vertikalfilter II in Leuna, Foto: UBZ Ökotechnologischer Vertikalfilter II in Leuna, Foto: UBZ Am 21. November 2017 wurde die zweite Anlage zur naturnahen Reinigung von kontaminiertem Grundwasser in Betrieb genommen - ein weiterer Meilenstein bei der nachhaltigen Sanierung ökologischer Altlasten am Standort Leuna. Das Projekt steht für die erfolgreiche Anwendung eines Sanierungsverfahrens, das vom UFZ in den vergangenen zehn Jahren entwickelt und perfektioniert worden ist.

Basierend auf der Entdeckung und Charakterisierung von Bakterien, die MTBE und Benzol biologisch abbauen können, wurde ein Verfahren entwickelt, das die Selbstreinigungskräfte der Natur nutzt, um Grundwasserschadensfälle wirtschaftlich und ökologisch sanieren zu können.

Im Gegensatz zu klassischen physikalisch-chemischen Behandlungs-Technologien, die oft erhebliche Behandlungskosten verursachen, stellt der V-EcoTech-Filter (Vertikalfiltersystem) meist eine effektivere und kostengünstigere Alternative dar.

Dies wurde eindrucksvoll in den letzten drei Jahren durch erste Großanlage in Leuna unterstrichen. Dort werden täglich bis zu 600 Kubikmeter Grundwasser mit geringem Wartungs-, Steuerungs- und Energieaufwand behandelt. Ausgehend von diesen positiven Ergebnissen des drei jährigen Dauerbetriebs, wurde nun eine zweite Anlage in Betrieb genommen. Damit werden künftig über 1000 Kubikmeter Grundwasser täglich in Leuna wirtschaftlich und ökologisch saniert. Weitere Pilotanlagen stehen unter anderen in der Gemeinde Rositz.

Für weitere Informationen wenden Sie sich bitte an Dr. Manfred van Afferden, Department Umwelt- und Biotechnologisches Zentrum (manfred.afferden@ufz.de).

Foto: UFZ Böden sind unsere Lebensgrundlage, Foto: UFZ Vom 19.-28. Januar 2018 können Sie uns auf dem Erlebnisbauernhof der Internationalen Grünen Woche treffen und sich über die Ressource „Boden“ informieren. In der Halle 3.2 (Stand 106) präsentiert die BMBF-Förderinitiative „BonaRes“ zusammen mit der Aktionsplattform Bodenschutz (ABo), was unsere Böden alles leisten.

„BonaRes“ steht für „Boden als nachhaltige Ressource für die Bioökonomie“. Bei dieser vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) geförderten Förderinitiative steht die nachhaltige Nutzung der knappen Ressource Boden im Vordergrund. Ziel von BonaRes ist es, das wissenschaftliche Verständnis von Bodenökosystemen zu erweitern, Produktivität und Funktion der Böden zu verbessern sowie neue Strategien für eine nachhaltige Nutzung und Bewirtschaftung von Böden zu entwickeln.

Wir würden uns freuen Sie auf der Grünen Woche zu treffen. Weitere Informationen finden Sie aber unter www.bonares.de bzw. kontaktieren Sie Ute Wollschläger, Department Bodensystemforschung (ute.wollschlaeger@ufz.de).

November 2017

Autostampler, Foto: UFZ Autostampler, Foto: UFZ Zukünftig wird es leichter sein, Aussagen über die Grundwasserneubildung und der Einfluss des Niederschlags darauf zu treffen, wie der Stab für Pressen- und Öffentlichkeitsarbeit mitteilte. In wasserarmen Ländern wie dem Oman ist es besonders schwer, Wasservorräte und deren Qualität zu bestimmen. Dafür hat das UFZ in Zusammenarbeit mit der TU Darmstadt ein Gerät, einen sogenannten Autosampler, entwickelt. Dadurch werden Messungen über Grundwasser günstiger als in der Vergangenheit. Diese werden unter anderem mithilfe von Isotopenanalysen von Niederschlagswasser und Grundwasser erhoben. Die Einzelteile des Autosamplers sind auf dem Markt verfügbar und der Aufbau zeichnet sich durch wenig Elektronik und eine Low-Tech-Konstruktion aus. Dadurch ist das neue Gerät robuster und mit weniger Wartungsaufwand verbunden.

Jetzt können auch weitläufige und entlegene Gebiete mit Proben überwacht werden. Nachdem der erste Praxistest abgeschlossen wurde, läuft nun der Feldtest für den Prototyp unter Realbedingungen im Oman. Ein Wissenschaftler-Team um Dr. Jan Friesen (UFZ) herum installierte sieben Autosampler - sechs in den semiariden Nebelwäldern der Dhofar Gebirge und einen in der Sandwüste Rub al-Khali. Der Feldversuch dauert noch bis Ende des Jahres an.

Für weitere Informationen wenden Sie sich bitte an Dr. Jan Friesen (jan.friesen@ufz.de; 0341 235 1082).

Autostampler, Foto: UFZ Schema der Trap-Ox®-Anwendung: I) Aufbau einer Sorptionsbarriere durch Partikelinjektion und II) Abbau adsorbierter Schadstoffe durch Injektion von Oxidationsmittel Das UFZ arbeitet gegenwärtig an der Optimierung sogenannter Eisen-Zeolithe zur Wasserreinigung. Das dabei entwickelte Material Trap-Ox® Eisen-Zeolith ist eine Partikelfamilie von kolloidalen Eisen-Zeolithen, die organische Verbindungen wie Trichlorethen oder das ehemalige Benzinadditiv Methyl-tertiär-butylether (kurz MTBE) sehr gut adsorbieren und durch katalytische Oxidation abbauen.


Im EU-Projekt NanoRem haben UFZ Wissenschaftler um Frau Dr. Anett Georgi aus dem Department Technische Umweltchemie herausgefunden, wie aus kolloidalen Eisen-Zeolithen stabile Suspensionen herstellbar sind, die durch einfache Techniken, wie direktes Einspritzen in Injektionsbrunnen, in kontaminierte Grundwasserleiter eingebracht werden können. Nach Ablagerung auf dem Aquifersediment bilden Trap-Ox® Fe-Zeolithe eine Sorptionszone, die die weitere Ausbreitung von Schadstoffen mit dem Grundwasser verhindert. In Kombination mit der Injektion von Wasserstoffperoxid können Eisen-Zeolithe neue Klassen von Schadstoffen binden und abbauen, die mit anderen Materialien in der Vergangenheit nicht zugänglich waren. Trap-Ox® Eisen-Zeolithe haben deshalb ein großes Potenzial bei der in-situ-Sanierung von Grundwasser.

Aber auch unter Verwendung entsprechender Festbettreaktoren bietet das Material eine interessante Alternative zu herkömmlichen Aktivkohleadsorbern bei der Reinigung industrieller Abwässer. Diese Aktivkohleadsorber müssen üblicherweise thermisch regeneriert werden und damit oft nicht vor Ort. Im Gegensatz dazu kann der Eisen-Zeolith-Adsorber, bei vergleichbaren Adsorptionseigenschaften, kostengünstig vor Ort durch Spülen mit Wasserstoffperoxidlösung wieder regeneriert werden.

Die Marke TrapOx® wurde nun als Produktgruppe vom UFZ angemeldet. Mit als Partner dabei, ist die Intrapore GmbH, die als Spezialist für Nanoremediation eine Kommerzialisierung übernehmen wird und die Firma Clariant, als Hersteller des Ausgangsmaterials. Die ersten Pilotversuche im Feld werden gegenwärtig geplant.

Für weitere Informationen wenden Sie sich bitte an Dr. Anett Georgi (anett.georgi@ufz.de).

Foto: Fotolia, Gorodenkoff Foto: Fotolia, Gorodenkoff Leipziger Wissenschaftseinrichtungen unterstützen gemeinsam Unternehmensgründungen

Die Selbstmanagement Initiative Leipzig (SMILE) wird auch künftig Unternehmensgründer aus der Wissenschaft auf ihrem Weg in die Selbstständigkeit unterstützen: Die Europäische Union und der Freistaat Sachsen fördern die gemeinsame Initiative der Universität Leipzig, der HHL Leipzig Graduate School of Management, des Helmholtz-Zentrums für Umweltforschung (UFZ) und des Deutschen Biomasseforschungszentrums (DBFZ) für weitere drei Jahre mit 1,4 Millionen Euro.

Mit dieser Förderung wird die SMILE-Initiative Studierenden, Absolventen sowie wissenschaftlichen Mitarbeitern fächer- und institutionenübergreifend zur Seite stehen. "Ihnen wird dabei eine Lernumgebung geboten, die es ermöglicht, die eigenen Potenziale und Fähigkeiten zu entdecken, diese zu erweitern und einzubringen. SMILE prüft gemeinsam mit den Gründern die Idee auf Herz und Nieren und entwickeln sie in einem individuellen Coaching weiter. Dieses Coaching begleitet sie auf dem Weg von der Geschäftsidee bis zum Markteintritt", sagt Prof. Dr. Utz Dornberger von der Universität Leipzig, der das Projekt gemeinsam mit Prof. Dr. Helge Löbler leitet.

Besonderes Anliegen des SMILE-Kooperationspartners UFZ ist es, im Rahmen seines Personalentwicklungskonzeptes das unternehmerische Denken von Forschern zu entwickeln und sie für das unternehmerische Handeln zu begeistern. So wurde am UFZ das sogenannte Lean-Canvas Modell weiterentwickelt, um komplexe Ausgründungsideen aus der Wissenschaft innovativ und ganzheitlich zu betrachten, zu strukturieren und Erfolg bringend umzusetzen. Ein spezielles Kursangebot im Rahmen der Graduiertenschule HIGRADE soll darüber hinaus junge Forschende für Ausgründungen als eine mögliche Karriereoption sensibilisieren.

Für Fragen oder weitere Informationen steht Ihnen Milina Alber (Abteilung Wissens- und Technologietransfer; milina.alber@ufz.de ) gern zur Verfügung.

Oktober 2017

Projekt DE-US.net UFZ-Wissenschaftler aus dem Projekt DE-US.net waren auf den Konferenzen „Smart Cities Asia“ (2-3. Oktober in Kuala Lumpur) und „Smart Cities Week“ (2.-7. Oktober in Washington) vertreten. Jetzt steht noch die „National Brownfields Training Conference – Brownfields 2017“ (4.-9. Dezember in Pittsburgh) an.

Nach der erfolgreichen Teilnahme an dem Scientific Networking Event "Smart Cities & Urban Development" in New York partizipierte das UFZ auch noch an den Konferenzen „Smart Cities Asia“ und „Smart Cities Week“. Dabei stand die Etablierung des Netzwerks im Vordergrund. Im Dezember wird noch einmal auf der National Brownfields Training Conference das Unternehmensnetzwerk vorgestellt und der Netzwerkaufbau weitergeführt.

Das DE-US.net ist nach dem Vorbild Linkedin ein Expertise-Netzwerk für Fachleute und Interessierte zur „Zukunftsstadt – Future City“, dessen Aufbau im Rahmen eines BMBF-geförderten Projektes vom UFZ koordiniert wird. Es unterstützt den Transfer von Ideen sowie den Zugang zu Fachwissen und Märkten in Deutschland und den USA. Die Mitglieder tauschen sich in diesem Netzwerk aus, um Lösungen für ein nachhaltiges und besseres Leben in der Stadt der Zukunft voranzubringen oder sich im Rahmen von gebildeten Konsortien an internationalen Ausschreibungen zu beteiligen. Dazu werden auf der neu etablierten Internetplattform http://DE-US.net Webinars durchgeführt und Partnering-Offerten veröffentlicht.

Für weitere Informationen sprechen Sie Dr. Stephan Bartke direkt an: stephan.bartke@ufz.de

Das Projekt wird vom BMBF unterstützt.

http://www.smartcitiesasia.com/
http://smartcitiesweek.com/2017-Washington/
https://www.brownfields2017.org/

Foto: André Kehrer, Chemiepark Bitterfeld-Wolfen GmbH v.l.n.r.: Dr. Joachim Nöller (UFZ), Max Fuhr (Chemiepark), Dr. Jürgen Ude (Staatssekretär Wirtschaftsministerium Sachsen-Anhalt), Prof. Angela Kolb-Janssen (Landtagsabgeordnete Sachsen-Anhalt) sowie Dr. Michael Polk (Chemiepark), Foto: André Kehrer, Chemiepark Bitterfeld-Wolfen GmbH Erstmalig fand am 18. Oktober 2017 das Chemiepark-Forum, eine Fachmesse für industrienahe Dienstleistungsunternehmen, statt. Über 60 Unternehmen präsentierten ihr Leistungsportfolio den Top-Entscheidern der am Standort angesiedelten Chemiefirmen und legten so eine gute Basis um sich zu vernetzen und neue Geschäftsbeziehungen zu knüpfen.

An seinem Stand informierte das UFZ über die 25-jährige Forschungstätigkeit mit seinen zukünftigen Schwerpunkten sowie die Erfolge im Wissens- und Technologietransfer an Beispielen aus dem Bereich Biotechnologie und Sanierungsforschung.

Ein Highlight war der Besuch von Staatssekretär Dr. Jürgen Ude (Wirtschaftsministerium Sachsen-Anhalt), Prof. Dr. Angela Kolb-Janssen (Landtagsabgeordnete der SPD in Sachsen-Anhalt), Geschäftsführer Dr. Michael Polk und Max Fuhr (beide Chemiepark Bitterfeld-Wolfen GmbH). Hierbei konnte Dr. Joachim Nöller die besondere Beziehung des UFZ zum Chemiepark Bitterfeld hervorheben und am Beispiel der Großfiltrationsanlage in Leuna aufzeigen, wie Forschungsergebnisse in eine praktische Nutzung überführt werden können. In dieser Anlage werden heute täglich bis zu 550 m³ verunreinigtes Grundwasser preisgünstig gereinigt.

Gesprächsthema waren aber auch das zukünftigen Technologiefeld „Nachhaltige Produktionsverfahren für Chemikalien“ mit Aspekten einer modernen Kreislaufwirtschaft, die bereits zu neuen Kontakten mit ansässigen Unternehmen im Chemiepark geführt haben. In Zusammenarbeit mit der Chemiepark Bitterfeld-Wolfen GmbH werden diese Kontakte zukünftig konsequent weiter ausgebaut.

Falls Sie Fragen zum Wissens- und Technologietransfer am UFZ haben, kontaktieren Sie uns bitte unter wtt@ufz.de .

September 2017

Um erfolgreich aus der Wissenschaft auszugründen, benötigen Wissenschaftler nicht nur exzellentes Fachwissen sondern auch gute betriebswirtschaftliche und vor allem soziale Kompetenzen (Management- und Führungsfähigkeiten). Das Fachwissen bringt der Wissenschaftler in der Regel durch die jahrelange und intensive Forschungsarbeit mit. Betriebswirtschaftliche Kompetenzen können problemlos durch den Besuch von verschiedenen Seminaren, Workshops und anderen Weiterbildungsangebote, die bereits über SMILE* am UFZ angeboten werden, abgedeckt. Der soziale Aspekt dagegen wird zur größten Herausforderung- für gründungsinteressierte Wissenschaftler, denn viele erkennen ihre soziale Kompetenzen nicht oder schätzen sie sogar falsch ein.

Um dieses Problem anzugehen wurde ein Pilotversuch am UFZ gestartet. Das wissenschaftlich anerkannte Potenzialanalyseinstrument - DNLA-Management (Discovery of Natural Latent Abilities) - wurde eingesetzt, um das Potenzial von Gründerpersönlichkeiten am UFZ zu ermitteln. Sechs Wissenschaftler, aus unterschiedlichen Forschungsbereichen mit unterschiedlichem Bildungsniveau bei unterschiedlichem Reifegrad des Ausgründungsvorhabens, hatten die Möglichkeit dieses Instrument zu testen. So ließ sich erste Erkenntnisse über die Wirksamkeit des DNLA Instruments bei der Betreuung von Ausgründungsinitiativen am UFZ gewinnen.

Nach einer Onlinebefragung der Probanden wurde ein persönliches Kompetenzprofil erstellt, welches als Grundlage für ein Auswertungsgespräch mit dem Wissenschaftler diente. Basierend auf die zum Vorschein gekommenen individuellen Stärken die Schwächen, wurden für jeden Wissenschaftler ein persönliches Entwicklungsplan erarbeitet. Hierin wurden konkrete Maßnahmen zum Potenzialaufbau vorgeschlagen. Die empfohlenen Maßnahmen waren sehr unterschiedlich und konnten von den Wissenschaftlern selbst umgesetzt werden.

Um eine nachhaltige Entwicklung zu forcieren, werden ca. 6 bis12 Monaten nach dem Auswertungsgespräch mittels des JEC (Jahres-Erfolgs-Check) die Fortschritte der einzelnen Probanden überprüft. Dabei wird festgestellt, ob der Entwicklungsplan eingehalten wurde, welche Kompetenzen sich entwickelt haben und wo es weiterer Handlungsbedarf besteht.

Das Teilnehmer Feedback zur Einsatz und Wirksamkeit des DNLA Instruments war ausnahmslos positiv.

„Ich empfand die DNLA-Analyse und vor allem das Auswertungsgespräch als sehr hilfreich. Es bot in einem gut strukturierten Rahmen sehr viel Raum für Reflexion und bot konkrete Anregungen für Veränderungen und praktikable, nicht sehr aufwendige Hilfestellungen, um diese zu erreichen. Fast wichtiger aber war mir, dass mir im Zuge des Gesprächs einige Dinge klarer geworden sind, so dass ich meine Aktivitäten wieder neu priorisieren kann. In diesem Sinne hat das Gespräch, Klarheit geschaffen und mir wichtige Impulse für anstehende Entscheidungen gegeben.“ - Arbeitsgruppenleiter am UFZ

„Das DNLA Verfahren hat mich sehr bei der Verfolgung meiner Gründungsambitionen unterstützt. In den Bereichen Soziale Kompetenz, Management und Verkäuferisches Potenzial wurden sehr deutlich meine Stärken und Schwächen identifiziert. Und wichtiger noch, aufbauend auf der DNLA Auswertung wurden dann im persönlichen Gespräch auch konkrete Handlungsempfehlungen und Übungen besprochen. Insgesamt waren DLNA Verfahren und Coaching nicht nur inhaltlich unglaublich wertvoll, sondern auch eine starke Motivation, meine Gründungsambitionen weiterzuverfolgen." - Doktorand am UFZ

*SMILE ist ein Kooperationsprojekt der Universität Leipzig, der HHL Leipzig Graduate School of Management, dem Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung (UFZ) und dem Deutschen Biomasseforschungszentrum (DBFZ) und wird aus Mitteln der Europäischen Union, des Freistaates Sachsen und der beteiligten Institutionen finanziert.

Für Fragen stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung: Milina Alber (milina.alber@ufz.de, Tel. 0341/ 235-4782)

Foto: Julia Zimmerhäkel, UiZ Wirtschaftsgespräch im Clusterteam Umwelt zeigt Innovationen und Hindernisse auf

Am 23. August 2017 diskutierten die ca. 30 Teilnehmer des 4. Wirtschaftsgesprächs im Clusterteam Umwelt des NEU e.V., welchen Herausforderungen sich Akteure der Recyclingwirtschaft ausgesetzt sehen, und wie Innovationen in den Bereichen Forschung und Geschäftsmodelle einen nachhaltigeren Umgang mit Rohstoffen befördern können.  

Jeder der vier Impulsvorträge wurde von intensiven Diskussionen begleitet, aus denen sich beispielsweise die unterschiedliche gesetzliche Behandlung von Primar- und Sekundärrohstoffen als für eine Vielzahl von Akteuren und Themen problematisch herauskristallisierte.

Einige Teilnehmer nutzten daher direkt die Möglichkeit, über den Austausch untereinander neue Netzwerke zu knüpfen und Mitgestaltungsoptionen zu erschließen.

Das nächste Wirtschaftsgespräch im Clusterteam Umwelt findet in der zweiten Aprilhälfte 2018 statt und wird sich aufgrund zahlreicher entsprechender Interessensbekundungen theoretisch und praktisch dem Thema „Boden- und Grundwassersanierung“ widmen.

Das vom UFZ geleitete Clusterteam Umwelt im Netzwerk Energie und Umwelt (NEU e.V.) der Stadt Leipzig richtet sich an Unternehmen im Bereich Umwelttechnologien, die in Leipzig und Region aktiv sind oder werden wollen. Ziel des Clusterteams ist es, diese Unternehmen regional zu vernetzen und den Austausch mit Wissenschaft und Verwaltung zu fördern.

Bei Fragen oder Interesse an kommenden Wirtschaftsgesprächen kontaktieren Sie bitte Karen Görner (karen.goerner@ufz.de, Tel. 0341/ 235-4784)


August 2017

Grafik: Susan Walter, UFZ Neue online-Broschüre outcome 2016 zum Technologietransfer am UFZ

Für das UFZ ist eine herausragende Forschung mit breiter Themenvielfalt im Bereich der integrierten Umweltforschung kennzeichnend. Die Integration der wissenschaftlichen Erkenntnisse und technologischen Lösungen zum Erhalt unserer natürlichen Ressourcen in die Gesellschaft ist vorrangiges Ziel und Teil seiner Mission.

Ein wesentlicher Bestandteil unserer Aktivitäten ist dabei der Transfer von neuen Technologien und technischen Know-how in die Wirtschaft. Einblicke in diese Aktivitäten gibt Ihnen jetzt unsere neue Online-Broschüre outcome 2016. Die Broschüre informiert dabei über:

  • unseren UFZ-Technologietransferpreis 2016
  • herausragende Technologieforschungsleistungen vom UFZ
  • unsere innovativen Köpfe
  • News-Meldungen zu aktuellen Transferprojekten
  • Technologieplattformen des UFZ

Die Broschüre outcome 2016 ist auf den Seiten des Wissens- und Technologietransfers des UFZ im Internet unter downloads zu finden.

Für Fragen stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung: Dr. Joachim Nöller (joachim.noeller@ufz.de, Tel. 0341/ 235-1033)

Radiowellen Technologie Feldstandort, Foto: F. Holzer, C. Hoyer (UFZ HTWK) „Eines der großen Probleme nach jedem Hochwasser sind die feuchten Wände in den betroffenen Häusern und Unternehmen. Meist laufen monatelang die Heizlüfter. Eine neue Methode könnte da Abhilfe schaffen.“ - Dr. Ulf Roland, Department Technische Umweltchemie am UFZ, berichtete in einem Rundfunkbeitrag auf MDR Sachsen – Das Sachsenradio über die Mauerwerkstrocknung mit der im UFZ entwickelten Radiowellen-Technologie. Partner in dem Projekt sind neben der HTWK Leipzig, die Innovative Oberflächentechnologien GmbH und die Otto Richter GmbH.


Mit der Radiowellen-Technologie können feuchte Baukörper schnell und effizient getrocknet werden. Hohe Eindringtiefen, gleichmäßige Erwärmung großer Formationen im Kubikmeter-Maßstab, energieeffizienter Wärmeeintrag sowie eine große Flexibilität hinsichtlich der Aufheizrate, der Endtemperaturen und der zu erwärmenden Materialien sind typische Charakteristika des direkten Energieeintrages mit Hilfe von Radiowellen.

Für Fragen stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung: Dr. Ulf Trommler (ulf.trommler@ufz.de, Tel. 0341/ 235-4673)

Juli 2017

Teilnehmer INCOVER-Stakeholderworkshop / Foto: Mi-Yong Lee, UFZ Chancen für Wertstoffproduktion aus Abwässern auf 1. INCOVER Stakeholder-Workshop diskutiert


Das von der Europäischen Kommission geförderte Projekt INCOVER zielt darauf ab, biogene Abfälle und Abwässer in werthaltige Produkte zu verwandeln. Das Konsortium aus 18 Partnern hat vor einem Jahr damit begonnen, anhand von Fallstudien in Spanien und Deutschland verschiedene Konzepte zu untersuchen. Dieser erste Stakeholder-Workshop diente den Forschern dazu, zu prüfen, wie ihre Ansätze und Zwischenergebnisse „von außen“ bewertet werden und welche Ideen Externe, vor allem aus betroffenen Wirtschaftsbereichen, zur weiteren Entwicklung einbringen.

Der Schwerpunkt dieses Workshops lag auf einer am UFZ implementierten Fallstudie, bei der kohlenstoffreiche Abfälle und Abwässer aus der Lebensmittelindustrie zur biotechnologischen Herstellung von organischen Säuren, z.B. Zitronensäure, genutzt werden. Danach verbleibende Prozessrückstände werden zum Teil energetisch genutzt (Biogasproduktion) undzum anderen mittels hydrothermaler Carbonisierung zu Düngemitteln umgesetzt.

Die intensive Diskussion lieferte den Wissenschaftlern wertvolle Hinweise in Bezug auf weitere Versuche und mögliche Kooperationspartner.

Ein zweiter Stakeholder-Workshop soll folgen.

Titel Präsentationsfolie / Quelle: UFZ Szenarienanalyse für die holzbasierte Bioökonomie

Die Erforschung von Transformationsprozessen unseres gesamten Wirtschaftssystems ist ein Schwerpunkt unserer Arbeiten am UFZ. Diese Transformationsprozesse werden durch die ökologische Notwendigkeit ausgelöst, zukünftig weitgehend auf fossile Energieträger zu verzichten. Dies soll durch die Nutzung erneuerbarer Ressourcen sowie effizienter Produktions- und Konsumstrukturen ermöglicht werden.
Dabei wird die Bedeutung einer biobasierten Wirtschaftsweise wird wahrscheinlich weltweit zunehmen. In dem vom BMBF geförderten Spitzencluster „BioEconomy“ arbeiten Partner aus Forschung und Industrie (Holz- und Forstwirtschaft, chemische Industrie, Kunststoffindustrie und Anlagenbau) in einem mitteldeutschen Exzellenz-Cluster an der stofflichen und energetischen Nutzung von Non-Food-Biomasse, insbesondere Holz.

Die Arbeitsgruppe „Recht und Governance der Bioökonomie“ legte jetzt ihre Ergebnisse einer Szenarienanalyse in der Broschüre „Mögliche Zukünfte für die holzbasierte Bioökonomie: Eine Szenarienanalyse für Deutschland“ vor. Diese zeigt auf der Grundlage von Experteneinschätzungen nachvollziehbare Linien künftiger Entwicklungen der holzbasierten Bioökonomie in Deutschland auf und kann damit einen wichtigen Beitrag für die Strategieentwicklung sowohl des Spitzenclusters BioEconomy als auch der künftigen Bioökonomie-Politik leisten

Die vollständigen Ergebnisse der Szenarienanalyse finden Sie als Aufsatz-Veröffentlichung
in der Zeitschrift „Sustainability“:
HAGEMANN , N./GAWEL, E./PURKUS, A./PANNICKE, N./HAUCK, J.: Possible Futures Towards a Wood-Based Bioeconomy – A Scenario Analysis for Germany, in: Sustainability, Vol. 8 (2016), Issue 1, 98.

Der Beitrag ist frei zugänglich (open access) und kann direkt heruntergeladen werden unter
http://www.mdpi.com/2071-1050/8/1/98/pdf