Neuigkeiten aus dem WTT


März 2019

Abteilung Wissens- & Technologietransfer stellt UFZ-Forschung vor und vermittelt Themen und Kontakte

Die European Chemistry Partnering in Frankfurt am Main ist eine wichtige Kontaktbörse für die Chemiebranche in Deutschland und darüber hinaus. Für das UFZ wiederum ist der Sektor ein bedeutender Partner in Bezug auf die Entwicklung und tatsächliche Anwendung umweltfreundlicherer Prozesse und Produkte sowie die Vermeidung oder Beseitigung von Umweltschäden durch bereits existierende Verfahren.

Vor diesem Hintergrund nahmen Vertreter der Abteilung Wissens- und Technologietransfer (WTT) am 26.02.2019 an insgesamt 13 jeweils 20minütigen Eins-zu-eins-Gesprächen im Stil eines „Speed datings“ teil.

Ausgewählte Themen und Forschungsarbeiten aus dem Themenbereich „Umwelt- und Biotechnologie“ wurden dabei vorgestellt und gemeinsame Interessen herausgearbeitet. Im Nachgang wurden zu fast allen Gesprächen weitere Informationen ausgetauscht und Kontakte zu UFZ-Wissenschaftlern vermittelt, so dass dieser erste Versuch mit dem genannten „Partnering“-Format als erfolgreich bewertet und sicherlich zu gegebener Zeit wiederholt wird.
Für Rückfragen und Hinweise: Abt. WTT

Bei Fragen können Sie sich gerne an Karen Görner, Abteilung Wissens- und Technologietransfer am UFZ, karen.goerner@ufz.de , wenden.

März 2019

Februar 2019

RW-Technologie, Foto: UFZ Entwicklung der Radiowellentechnologie in der Arbeitsgruppe von Dr. Ulf Roland, Dep. TUCHEM. Foto: André Künzelmann/UFZ
EXIST-Forschungstransfer ist ein Förderprogramm des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWi), welches herausragende forschungsbasierte Gründungsvorhaben unterstützt.

Kurz vor Weihnachten 2018 erhielt das UFZ den Zuwendungsbescheid für das RWInnoTec-Projekt im Rahmen des EXIST-Forschungstransfer-Förderprogramms. Aufbauend auf langjährigen Forschungs- und Entwicklungsarbeiten zur Radiowellen-Technologie wird ab März 2019 ein vierköpfiges interdisziplinäres Team am UFZ die Möglichkeit erhalten, die Ausgründung konzeptionell und fachlich fundiert vorzubereiten und schließlich das Unternehmen zu gründen.

Dr. Markus Kraus ist Physiker und leitet das Projektteam. Dr. Ulf Trommler ist Chemiker, Martin Arlt studierte Bauingenieurwesen und Maria Kraus wird das Team mit ihrer betriebswirtschaftlichen Expertise komplettieren. Dr. Ulf Roland als Leiter der Arbeitsgruppe Angewandte Umweltphysik, die die Radiowellen-Technologie seit vielen Jahren erforscht und bis zur Anwendungsreife in der Praxis entwickelt hat, wird seitens des UFZ das Mentoring übernehmen.

Nachdem im Januar letzten Jahres der schriftliche Antrag eingereicht wurde, konnte das Gründungsteam im Mai das Expertengremium in Berlin bei der Projektvorstellung von seiner Idee überzeugen und somit eine Förderempfehlung erwirken.

Eine gute Grundlage bildeten, neben dem positiv bewerteten Projektantrag, die zahlreichen Forschungsprojekte, die im Rahmen des Innovationsnetzwerkes RWTec (www.ufz.de/rwtec) erfolgreich durchgeführt wurden. Sie demonstrierten das breite Anwendungspotenzial der Radiowellen in der Umwelt- und Energietechnik sowie im Bauwesen.

Das zu gründende Unternehmen wird sich in erster Linie auf die Sanierung von Straßenschäden konzentrieren und dafür die adäquate Gerätetechnik entwickeln. Andere Anwendungsgebiete wie z.B. die Bauwerkstrocknung bleiben auf Grund der hohen Nachfrage und des damit verbundenen Potenzials zusätzlich im Fokus des Gründerteams.

Die enge Zusammenarbeit mit der HTWK soll die Etablierung von innovativen Verfahren und Produkten wesentlich unterstützen und die Erfahrungen des UFZ im Bereich der Umwelttechnologien durch die Expertisen der HTWK besonders im Bauwesen und in der Automatisierungstechnik ergänzen. Zudem wird das zu gründende Unternehmen in das Innovationsnetzwerk RWTec eingebunden sein, um den Unternehmen des Verbundes für ihre Anwendungen maßgeschneiderte Radiowellen-Technik und Serviceleistungen anbieten zu können. Dadurch kann die derzeit noch existierende und bekannte technologische Lücke optimal geschlossen werden.

Bei Fragen können Sie sich gerne an Milina Rochelle Alber, Abteilung Wissens- und Technologietransfer am UFZ, milina.alber@ufz.de , wenden.

Februar 2019

Eröffnungsveranstaltung CITEPro, Foto: S. Wiedling, UFZ Eröffnungsveranstaltung CITEPro, Foto: S. Wiedling, UFZ Prozesse von Verbleib, Stoffwandlung, Abbau und Wirkung von Chemikalien unter realen Umweltbedingungen besser zu verstehen und neue Konzepte für die Bewertung von Umweltchemikalien zu erarbeiten, ist Gegenstand der Forschung im UFZ-Themenbereich Chemikalien in der Umwelt. Die neue Technologie-Plattform CITEPro (Chemicals in the Environment Profiler) wird nun entscheidend dazu beitragen, die Analyse und Bewertung von Umweltchemikalien effizienter zu machen. Möglich wird das vor allem durch die Automatisierung von Teilprozessen bei der Probenvorbereitung, der Exposition von Zellkulturen und Wasserorganismen mit Einzelstoffen, Mischungen und Umweltproben sowie der chemischen Analyse.

Mit einem internationalen Workshop eröffnet das UFZ am 6. Februar 2019 die im Bereich der Umweltwissenschaften bundesweit einmalige Forschungsinfrastruktur. Rund vier Millionen Euro haben der Bund sowie die Bundesländer Sachsen und Sachsen-Anhalt insgesamt in den Aufbau von CITEPro investiert.

CITEPro–Website

Programm des Eröffnungsworkshop CITEPro

Februar 2019

Titelbild des e-books E-Book zum Forschungsprojekt "Lichtverschmutzung"

„Lichtverschmutzung“ kann als unangemessener oder übermäßiger Einsatz von künstlichem Licht in der Nacht beschrieben werden (siehe darksky.org).

In den letzten Jahren hat die Besorgnis der Öffentlichkeit über die Auswirkungen der Lichtverschmutzung auf die Umwelt und die Gesundheit zugenommen, insbesondere in Nordamerika, Europa und einigen asiatischen Städten. "Die nicht-visuellen Auswirkungen von Licht zu allen Stunden können sich auf unsere Stimmung, unser Verhalten und unseren zirkadianen Rhythmus auswirken", schreibt LUCI, ein globales Städtenetzwerk für den fachlichen Austausch über Stadtbeleuchtung.

Diese Besorgnis wird durch wissenschaftliche Erkenntnisse über die negativen ökologischen Auswirkungen von Lichtemissionen auf die Tierwelt und die Einführung von LED-Beleuchtung verstärkt, die hell und störend sein kann.

Bisher wurde die Lichtverschmutzung hauptsächlich als Problem der Industrieländer diskutiert, in denen die Beleuchtungsstärke bereits hoch ist. In den Entwicklungsländern steigt das Lichtniveau jedoch schnell an, da die leichte Armut bekämpft wird.

Das ForschungsProjekt "Lichtverschmutzung - eine globale Diskussion" basiert auf der Annahme, dass ein internationaler Expertenaustausch ein lehrreicher und konstruktiver Beitrag zu bestehenden Debatten und Kontroversen über Lichtverschmutzung sein kann. Es erforscht die Rolle von Lichtspezialisten, Forschern, Aktivisten, Politikern und anderen Experten und Akteuren im öffentlichen Raum. Das Projekt bringt Meinungen und Wissen aus vielen verschiedenen Ländern zusammen, um von dunklen Orten sowie von sehr dynamischen Lichtentwicklungen zu lernen.

Im E-Book „Light pollution – A Global Discussion“ werden drei Expertengruppendiskussionen und die Ergebnisse einer Online-Expertenumfrage vorgestellt und ausgewertet.
Seit Dezember 2018 is das e-book der Autoren Nona Schulte-Römer (UFZ), Etta Dannemann (Studio Dannemann) und Josiane Meier (TU Berlin) kostenfrei online verfügbar.

Weitere Informationen erhalten Sie hier.

Februar 2019

Januar 2019

Mit der Durchführung des letzten JEC (Jahres-Erfolgs-Check) im Januar 2019 wurde der Pilotversuch zur Ermittlung des Potenzials von Gründerpersönlichkeiten am UFZ erfolgreich beendet.

Für eine erfolgreiche Ausgründung benötigen Wissenschaftler nicht nur exzellentes Fachwissen, sondern auch gute betriebswirtschaftliche Kenntnisse und vor allem soziale Kompetenzen (Management- und Führungsfähigkeiten). Das Fachwissen bringt der Wissenschaftler in der Regel durch die jahrelange und intensive Forschungsarbeit mit. Betriebswirtschaftliche Kompetenzen können problemlos durch den Besuch von verschiedenen Seminaren, Workshops und anderen Weiterbildungsangeboten, die bereits über SMILE* am UFZ angeboten werden, abgedeckt werden. Der soziale Aspekt dagegen wird zur größten Herausforderung für gründungsinteressierte Wissenschaftler, denn viele erkennen ihre sozialen Kompetenzen nicht oder schätzen sie sogar falsch ein.

Um dieses Problem anzugehen wurde der Pilotversuch 2017 am UFZ gestartet. Mit dem wissenschaftlich anerkannten Potenzialanalyseinstrument DNLA-Management (Discovery of Natural Latent Abilities) kann das Potenzial von Gründerpersönlichkeiten ermittelt werden. Sechs Wissenschaftler, aus unterschiedlichen Forschungsbereichen, mit unterschiedlichen Bildungsniveaus und unterschiedlichem Reifegrad des Ausgründungsvorhabens, hatten die Möglichkeit dieses Instrument zu testen.

Nach einer Onlinebefragung der Probanden wurde ein persönliches Kompetenzprofil erstellt. Dieses diente als Grundlage für das persönliche Auswertungsgespräch mit dem Wissenschaftler. Basierend auf den individuellen Stärken und Schwächen, wurden dann für jeden Wissenschaftler persönliche Entwicklungspläne erarbeitet und konkrete Maßnahmen zum Potenzialaufbau vorgeschlagen. Die empfohlenen Maßnahmen waren sehr unterschiedlich und konnten von den Wissenschaftlern selbst umgesetzt werden.

Zur Forcierung einer nachhaltigen Entwicklung wurden ca. 8 bis 12 Monate nach dem Auswertungsgespräch mittels JEC die Fortschritte der einzelnen Probanden überprüft, um festzustellen, ob der Entwicklungsplan eingehalten wurde, welche Kompetenzen sich entwickelt haben und wo weiterer Handlungsbedarf besteht. Dabei hat sich herausgestellt, dass sich alle 6 Wissenschaftler hervorragend weiterentwickelt haben.

Das Teilnehmer-Feedback bezüglich Einsatz und Wirksamkeit des DNLA-Instruments war ausnahmslos positiv.

„Ich empfand die DNLA-Analyse und vor allem das Auswertungsgespräch als sehr hilfreich. In einem gut strukturierten Rahmen bot das Gespräch sehr viel Raum für Reflexion und konkrete Anregungen. Fast wichtiger aber war mir, dass im Zuge des Gesprächs einige Dinge klarer geworden sind. Ich priorisierte meine Aktivitäten neu. In diesem Sinne hat mir das Gespräch wichtige Impulse für anstehende Entscheidungen gegeben.“ - Arbeitsgruppenleiter am UFZ

„Das DNLA-Verfahren hat mich sehr bei der Verfolgung meiner Gründungsambitionen unterstützt. In den Bereichen Soziale Kompetenz, Management und verkäuferisches Potenzial konnte ich deutlich meine Stärken und Schwächen identifizieren. Und wichtiger noch - aufbauend auf der DNLA-Auswertung wurden im anschließenden persönlichen Gespräch auch konkrete Handlungsempfehlungen und Übungen besprochen. Insgesamt waren DLNA-Verfahren und Coaching nicht nur inhaltlich sehr wertvoll, sondern auch eine starke Motivation, meine Gründungsambitionen weiterzuverfolgen." - Doktorand am UFZ

*SMILE ist ein Kooperationsprojekt der Universität Leipzig, der HHL Leipzig Graduate School of Management, dem Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung (UFZ) und der Hochschule für Technik, Wirtschaft und Kultur Leipzig (HTWK) und wird aus Mitteln der Europäischen Union, des Freistaates Sachsen und der beteiligten Institutionen finanziert.

Für weitere Fragen kontaktieren Sie bitte Milina Alber ( milina.alber@ufz.de , Tel. 0341/ 235-4782)

Januar 2019

RA Prof. Klaus Gennen, Foto: Sebastian Wiedling RA Prof. Klaus Gennen, Foto: Sebastian Wiedling UFZ-Wissenschaftler*innen informieren sich über den rechtssicheren Umgang mit Open-Source-Software und Datenbanken.

Ein gedankenloser Umgang mit Daten, Datenbanken sowie Software kann für viele Wissenschaftler*innen aus urheberrechtlicher Sicht ungewollt zu einem juristischen Fallstrick führen. Relevante rechtliche Rahmenbedingungen müssen in besonderer Weise nicht nur innerhalb eines Forschungsvorhabens, sondern auch danach bei der Nutzung und Bereitstellung von resultierenden Erkenntnissen berücksichtigt werden.

Am 17.01.2019 führte RA Prof. Klaus Gennen, Fachanwalt für Informationstechnologierecht und Arbeitsrecht UFZ-Mitarbeiter*innen in die Thematik des Urheberrechts für Computerprogramme und Datenbanken ein und klärte über den Umgang mit Open-Source-Software und nicht kommerzieller Lizenzierung auf. Anhand anschaulicher Beispiele und vieler Diskussionsmöglichkeiten konnten die Teilnehmer wichtige Erkenntnisse über Nutzungs- und Verwertungsrechte sowie über die Rechtsfolgen im Falle eines Verstoßes dagegen gewinnen.

Bei Fragen zu dieser oder kommenden Veranstaltungen können Sie gerne Milina Rochelle Alber, Abteilung Wissens- und Technologietransfer am UFZ kontaktieren ( milina.alber@ufz.de ).

Januar 2019