Neuigkeiten aus dem WTT


Juni 2019

Wirtschaftsgespräch des Clusterteams Umwelt mit Schwerpunkt Südamerika

Zum mittlerweile achten Mal trafen sich am 17. Mai 2019 Interessierte aus Wirtschaft, Wissenschaft und Verwaltung, um sich im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Wirtschaftsgespräche im Clusterteam Umwelt des NEU e.V.“ auszutauschen, neue Kontakte zu knüpfen und Projektideen zu generieren.

Auf eine kurze Einführung folgten vier Vorträge, die sich mit ganz unterschiedlichen Aspekten der internationalen Zusammenarbeit mit Fokus auf die Region Lateinamerika befassten, von der Präsentation der wirtschaftlichen und politischen Voraussetzungen für (Netzwerk-) Aktivitäten in Chile über die Vorstellung eines neuen, für die Bergbauregionen relevanten Verfahrens zur Gewinnung von Brauchwasser und Rohstoffen aus den entsprechenden Abwässern und Erfahrungen mit der Umsetzung von Biogasprojekten in Ecuador bis hin zur Einführung in das Expertennetzwerk Zukunftsstadt, DE-USnet. Alle Vorträge waren von ausgiebigen Diskussionen gefolgt, die schließlich in einen intensiven, formlosen Austausch weitere Erfahrungen und Ideen mündeten. Wir hoffen, dass daraus weitere erfolgreiche Projekte erwachsen!

Das nächste Wirtschaftsgespräch im Clusterteam Umwelt im Herbst 2019 stattfinden. Momentan können noch Interessensbekundungen für Themen eingebracht werden.

Das vom UFZ geleitete Clusterteam Umwelt im Netzwerk Energie und Umwelt (NEU e.V.) der Stadt Leipzig richtet sich an Unternehmen im Bereich Umwelttechnologien, die in Leipzig und Region aktiv sind oder werden wollen. Ziel des Clusterteams ist es, diese Unternehmen regional zu vernetzen und den Austausch mit Wissenschaft und Verwaltung zu fördern.

Bei Fragen oder Interesse an kommenden Wirtschaftsgesprächen kontaktieren Sie bitte karen.goerner@ufz.de

Juni 2019

Screenshot of FishInspector Software Version 1.03, Graphic UFZ Screenshot of FishInspector Software Version 1.03, Graphic UFZ Mit zunehmender Anzahl an Chemikalien und Chemikalienmischungen einerseits und der wachsenden Vielfalt an Schutzzielen andererseits ist der Ansatz, jede Chemikalie im Detail, insbesondere mit aufwendigen Tierversuchen, zu testen, um das gesellschaftliche Ziel einer "ungiftigen Umgebung" zu erreichen (EU Dec 1386, 2013), nicht länger tragfähig. Das Fischembryomodell erlaubt im Rahmen des sogenannten AOP- (adverse outcome pathway) Konzepts die Analyse möglicher Schadwirkungen durch Verknüpfung mit einer Reihe von Schlüsselereignissen. So können etwa neurotoxische Wirkungen durch das Bewegungsverhalten in Fischembryonen identifiziert werden. Einen besonderen Nutzen stellt auch die Analyse phänotypischer Veränderungen und Genexpression dar, da diese die diagnostische und prognostische Kapazität des Testsystems erhöhen.

Im Rahmen des vom BMBF geförderten Forschungsprojektes "ZFminus1" (FKZ 031A582) hat das UFZ mit Unterstützung von Sanofi eine Software entwickelt, die durch automatische Bildanalyse toxische Effekte auf die Embryonalentwicklung von Fischen erkennt. Diese Software ist jetzt zum Herunterladen verfügbar und wird unter einer Copyleft Lizenz der GNU General Public License Version 3 der Free Software Foundation (www.fsf.org) bereitgestellt. Begleitend dazu erschien eine wissenschaftliche Publikation in „Toxicological Sciences“. Regelmäßige Nutzer-Workshops komplettieren das Angebot und helfen, die Software weiter zu entwickeln. Auch ein mit L'Oréal gemeinsam organisiertes, zweijährliches Symposium "Fisch- und Amphibienembryonen als alternative Modelle in Toxikologie und Teratologie" unterstützt die Anwendung des Testverfahrens im Screening und in Prüfverfahren zur Regulierung von Chemikalien.

Bei Fragen und Hinweisen wenden Sie sich bitte an stefan.scholz@ufz.de .

Publikation:
Teixido, E., Kießling, T.R., Krupp, E., Quevedo, C., Muriana, A., Scholz, S., 2018. Automated morphological feature assessment for zebrafish embryo developmental toxicity screens
Tox. Sci. accepted.
View full text (open access)

Download der Software:
Windows installation file and source code of FishInspector are available via Github

Juni 2019

Maria Braune (Mitte links) und Dr. Heike Sträuber (Mitte rechts), Foto: Innovationskongress Maria Braune (Mitte links) und Dr. Heike Sträuber (Mitte rechts),
Foto: Innovationskongress
Biogas-Innovationspreis der Deutschen Landwirtschaft geht an Leipziger Kooperationsprojekt

Im Rahmen des 12. Biogas-Innovationskongresses in Osnabrück wurden am 22. Mai erneut Preise in den Kategorien Wissenschaft und Wirtschaft verliehen. Den mit 10.000 Euro dotierten Wissenschaftspreis erhielten in diesem Jahr die Forscherinnen Maria Braune vom DBFZ und Dr. Heike Sträuber vom UFZ für ihr gemeinsames Projekt "Von der Biogasanlage zur Bioraffinerie - kombinierte Produktion von mittelkettigen Fettsäuren und Biogas".

Link zur Pressemitteilung

Für nähere Informationen wenden Sie sich bitte an Dr. Heike Sträuber, Department Umweltmikrobiologie, heike.straeuber@ufz.de

Juni 2019

Mai 2019

Grafik UFZ Das Prinzip des V-Eco Tech-Filters, Grafik: UFZ
Am 15.04.2019 nahm am Standort Kupferhammer die 3. Großanlage den Betrieb auf

Der V-EcoTech -Filter entwickelt sich immer mehr zu einem „Verkaufsschlager“ des UFZ. Nach einer Reihe erfolgreicher Pilotversuche sowie zweier Umsetzungen in den Großmaßstab in Leuna wird das Verfahren nun am Standort Kupferhammer angewandt, um Phenole und BTEX aus dem Grundwasser zu entfernen. Betreiber ist wieder die LMBV, wie auch bei den beiden Anlagen in Leuna.

Der V-EcoTech-Filter ist ein zur Grundwasserreinigung entwickeltes, naturnahes Bodenfiltersystem, das aus einem oder mehreren vertikalen Grobfiltern und einem nachgeschalteten vertikalen Feinfilter besteht. Es entfernt kostengünstig und effizient ein breites Spektrum von Kohlenwasserstoffen aus belasteten Grundwasserleitern. Die Technologie wurde auch im Rahmen des Deutschen Umweltpreises 2018 mit ausgezeichnet.

Für weitere Informationen wenden Sie sich bitte an: manfred.afferden@ufz.de

Mai 2019

Forschungsplattform im Kivusee Foto: Bertram Boehrer Forschungsplattform im Kivusee
Foto: Bertram Boehrer
Der Kivusee liegt in Ostafrika auf der Grenze zwischen Ruanda und der Dem Rep. Kongo. Dort lagern im Tiefenwasser neben ca. 250 Milliarden Kubikmeter Kohlendioxid gegenwärtig auch über 30 Milliarden Kubikmeter Methan. Dieses Vorkommen stellt insbesondere für Ruanda eine bedeutende und günstige Energieressource dar und wird seit Ende des Jahres 2015 im kleinen Umfang industriell ausgebeutet, um zum einen den gewaltigen und offenbar nachwachsenden Methanvorrat zu nutzen, zum anderen aber auch die Gefahr eines Gasausbruchs abzuwenden. Aufgrund ihrer umfangreichen Kompetenz und Erfahrungen auf den Gebieten der Limnophysik, Meromixis, extremen Gasladungen in Seen und spontanen Ausgasungen wurden UFZ-Wissenschaftler in ein internationales Beratungsgremium berufen, das diese Ausbeutung begleitet und Empfehlungen für einen verantwortungsvollen Umgang mit der Ressource entwickeln soll. Adressaten sind sowohl nationale Wissenschaftler als auch die zuständigen Ministerien beider Länder.

In einem ersten Schritt bildete das UFZ Wissenschaftler aus Ruanda fort, indem letztere in die benötigten Techniken beim Gewässermonitoring eingewiesen wurden. Zentraler Punkt ist dabei die Messung der Gasladung im Kivusee. Dazu wurden in der Vergangenheit mehrere Methoden mit teilweise widersprüchlichen Ergebnissen eingesetzt. In einer vergleichenden Messkampagne im Jahr 2018 zeigte sich, dass die UFZ-Methode (in-situ Probennahme mit Probebeuteln und Gaschromatographie) die exakteste und verlässlichste ist. Sie benutzt nur wenig kalibriertes Equipment, und diese Kalibrierungen sind selbst im entlegenen Teil Ruandas gut durchführbar.

Für nähere Informationen wenden Sie sich bitte an: Dr. Bertram Böhrer, Department Seen-Forschung: bertram.boehrer@ufz.de

Mai 2019

Am 08.05.2019 besuchte eine Delegation von Unternehmen aus Chile, Kolumbien und Peru das UFZ, um sich über Schwerpunkte und mögliche Kooperationen zu informieren.

Die sieben südamerikanischen Teilnehmer kamen aus der Umwelt- und Energietechnik, der Abwasserbehandlung und der Lebensmittelindustrie; von UFZ-Seite nahmen vier Personen aus den Departments Technische Umweltchemie, Umwelt- & Biotechnologisches Zentrum, Umweltmikrobiologie sowie der Abteilung Wissens- & Technologietransfer teil. Begleitet wurde die Delegation von Vertretern der Wirtschaftsförderung Sachsen und dem Unternehmen Conoscope, die im Rahmen des Branchenbezogenen Absatzförderinstrumentes (BBA) die insgesamt viertägige Reise der Unternehmer durch Sachsen organisiert hatten. Sowohl auf UFZ- als auch auf Seite der Gäste war das Interesse an den Themen und Herausforderungen der jeweils anderen sehr groß und es wurden erste mögliche Anknüpfungspunkte identifiziert, auf die hoffentlich weitere Schritte folgen werden.

Für nähere Informationen wenden Sie sich bitte an Karen Görner, Abteilung Wissens- und Technologietransfer karen.goerner@ufz.de

Mai 2019

April 2019

Photo Source: TRC, Oman Photo Source: TRC, Oman Wasserknappheit wird größtenteils durch eine ungünstige Verteilung sowie Verschmutzung von Wasserressourcen verursacht. Deshalb spielt die Abwasserbehandlung eine Schlüsselrolle bei der Bekämpfung von Wasserknappheit. Ziel ist es, lokale Wasserkreisläufe zu schließen und durch eine sichere Sammlung und Behandlung Wasserverschmutzung zu vermeiden. Zugleich wird dabei aufbereitetes Wasser zur Wiederverwendung bereitgestellt.

Vor allem in den Trockengebieten der Welt sind Millionen Menschen von Wasserknappheit betroffen. Die Entwicklung neuartiger Lösungen für praktische Anwendungen ist Aufgabe des Institute of Advanced Technology Integration (IATI) im Oman. In Zusammenarbeit mit dem Research Council (TRC) des Oman und dem Department Umwelt- und Biotechnologisches Zentrum (UBZ) am UFZ entwickelten die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler ein innovatives System zur integrierten Abwasserbehandlung und -verwertung. Shamsa Al Saadi vom IATI, Oman, die derzeit im Department UBZ promoviert, präsentierte ihre Ergebnisse auf dem Water Research and Innovation Award Forum, das am 19. März 2019 in Muscat, Oman, stattfand. Dort wurde sie für ihre hervorragende Arbeit mit dem dritten Platz in der Kategorie „Innovation“ ausgezeichnet. Zurzeit wird die Anmeldung von Schutzrechten durch die omanischen Partner geprüft. Das entwickelte System wurde am deutschen Demonstrationsstandort im BDZ (Bildungs- und Demonstrationszentrum Dezentrale Infrastruktur) in Leipzig untersucht und soll nun im technischen Maßstab im Oman implementiert werden.

Für weitere Informationen wenden Sie sich bitte an: roland.mueller@ufz.de

April 2019

Quaesta Foto: A. Künzelmann/UFZ Wie kann man zuverlässig den mittleren Wassergehalt in der Wurzelzone einer großen Ackerfläche bestimmen? Im Rahmen einer langjährigen Kooperation mit der University of Arizona, mit der Universität Heidelberg und mit dem amerikanischen Unternehmen Quaesta Instruments Inc. wurde diese Frage untersucht und verschiedene wissenschaftliche Ansätze getestet. Ende 2018 ist daraus eine Gemeinschaftserfindung entstanden, die als Patentanmeldung beim amerikanischen Patentamt eingereicht wurde.

Die Erfindung dient der Erfassung des Wasser- oder Schneegehaltes nahe der Bodenoberfläche auf verschiedenen Skalen und ist angelehnt an bisherige Anwendungen des Cosmic-Ray-Neutron-Sensors der Firma Quaesta Instruments Inc., erhöht die Messgenauigkeit jedoch erheblich.

Die Stärke der Kooperation zeigt sich darin, dass das Expertenteam mit Prof. Dr. Marek Zreda (University of Arizona) und Dr. Martin Schrön (UFZ) über umfassendes Know-how zur Messung kosmogener Neutronen im Feld verfügt – ersterer ist auch Begründer dieses Verfahrens zur Bestimmung der Bodenfeuchte, letzterer hat 2018 zusammen mit der Universität Potsdam und 6 weiteren Instituten die DFG Forschergruppe „Cosmic Sense“ eingeworben. Markus Köhli (Universität Heidelberg) und Martin Schrön haben darüber hinaus ein Computermodell für die skalenübergreifende Simulation kosmogener Neutronen entwickelt und neue Erkenntnisse über die physikalischen Grundlagen der Messmethode gewonnen, während Unternehmer Steven Hamann (Quaesta) die entsprechende Messtechnik entwickelt. Anwendungsmöglichkeiten liegen in der Beobachtung des Bodenwassergehaltes zur Verbesserung des hydrologischen Prozessverständnisses und zur Unterstützung von Klimamodellen und der Wettervorhersage, in der Agrarwirtschaft zur Verbesserung von Bewässerungssystemen, im Bauwesen zur Bewertung des Wassergehaltes verschiedener Böden sowie in der Schneemessung für Frühwarnsysteme und Bewertung der Lawinengefahr in der alpinen Hydrogeologie. Die Technologie kommt bereits in MOSES (Modular Observation Solutions for Earth Systems), Teilprojekt „Hitzewellen“, zum Einsatz und soll zukünftig in TERENO (Terrestrial Environmental Observatories) genutzt werden.

Quaesta übernimmt die Markteinführung des Geräts. Ein entsprechender Lizenzvertrag wurde abgeschlossen und erste Lizenzeinnahmen durch das UFZ erzielt.

Für nähere Informationen wenden Sie sich bitte an:
Dr. Martin Schrön, Department Monitoring- und Erkundungstechnologien: martin.schroen@ufz.de

April 2019

Messstation_Dach_UKL Thomas Hornick (UFZ/iDiv), Susanne Dunker (UFZ/iDiv), Regina Treudler (UKL) und Paul Remmler (UFZ/MET) vor der Messstation auf dem Dach der Uniklinik Leipzig
Foto: Dana Hildenhagen/UKL
Neues Verfahren zur Hochdurchsatz-Speziesanalytik

Das UFZ und das Deutsche Zentrum für integrative Biodiversitätsforschung (iDiv) haben ihre Kooperation mit der Medizinischen Fakultät der Universität Leipzig auf dem Gebiet der Allergologie und Atemwegserkrankungen ausgebaut.

Dazu wurde die Messstation auf dem Dach des Universitätsklinikums um zwei neue, gemeinsam betriebene Pollenfallen erweitert, um Pollen mit unterschiedlichen Methoden zu erfassen und neue Erkenntnisse über den Zusammenhang von Luftqualität, Pollendiversität und Allergenität in urbanen Räumen zu gewinnen ( PolDiv-Projekt ).

Das UFZ bringt in diese Kooperation sein Know-how auf dem Gebiet der Messung der Luftqualität (Feinstaub, NO2, SO2) und Umweltparametern wie Niederschlagsarten und UV-Strahlung ein (Dr. Jan Bumberger). Hier werden neuartige Konzepte der Datenintegration und des Datenmanagements in einem weiteren Projekt realisiert ( S2DES - Smart Sensor-based Digital Ecosystem Services) und machen die präzise Untersuchung der Zusammenhänge zwischen den verschiedenen untersuchten Komponenten möglich. Darüber hinaus kommt in der Studie ein vom UFZ entwickeltes und zum Patent angemeldetes Verfahren zur speziesgenauen Hochdurchsatzanalytik zum Einsatz, mit dem sowohl quantitative Eigenschaften wie die Anzahl unterschiedlicher luft- und insektenverbreiteter Pollen als auch qualitative Eigenschaften der Pollen, beispielsweise deren Stoffwechselaktivität, untersucht werden sollen.

Das Verfahren beruht auf der bildbasierten Zytometrie und erlaubt erstmals eine nicht-stationäre Probenahme mit anschließender teil-automatisierter Analyse mit hohem Durchsatz. Das Verfahren wird außerdem zur taxonomischen Analyse von Phytoplankton in Gewässern angewendet, da die Europäische Wasserrahmenrichtlinie vorgibt, dessen Zusammensetzung sechs Mal jährlich zu überwachen. Gemeinschaftlich identifizierten die Erfinderin Dr. Susanne Dunker und die Abt. Wissens- und Technologietransfer mit der Pollenanalyse ein weiteres Anwendungsfeld, sodass nun die Kooperation mit dem Uniklinikum gestartet wurde, um das Verfahren erstmals für eine Vielzahl von Pollenarten zu testen.

Für nähere Informationen wenden Sie sich bitte an:

Dr. Susanne Dunker, Department Physiologische Diversität: susanne.dunker@ufz.de
Dr. Jan Bumberger, Department Monitoring- und Erkundungstechnologien: jan.bumberger@ufz.de

April 2019

März 2019

Drei Jahre CoKnow Consulting Foto: Dr. Jennifer Hauck „Eigene Entscheidungen treffen und viele verschiedene Dinge machen können“ - das waren die Hauptmotivationen von Dr. Jennifer Hauck als sie die Firma CoKnow Consulting vor drei Jahren gründete. Begleitet von der Abteilung Wissens- und Technologietransfer und unterstützt durch Teilzeitverträge bei DEVELOP und UPOL bis Ende 2018 hatte sie beim Sprung ins kalte Wasser zumindest Schwimmflügel an.

Seitdem unterstützt Frau Hauck mit einem wachsenden Team inter- und transdisziplinäre Projekte. „Moderation von inter- und transdisziplinären Prozessen“, „Methoden der Koproduktion von Wissen“, „Entwicklung sozialer Netzwerke“, „Promotionsplanung“ sind nur einige Themen aus ihrem aktuellen Trainingsangebot. Seit letztem Jahr bearbeitet das Team zunehmend Aufträge auch außerhalb der Wissenschaft. Moderationen, beispielsweise für die Landwirtschaftsministerin Thüringens oder für das Dialogforum Unternehmen biologische Vielfalt 2020, bereichern Frau Haucks Alltag genauso wie die Beratung und strategische Entwicklung des Vereins Freiimfelde e.V. Auch das Finanzamt, die neue Datenschutzrichtlinie und viele weitere Regularien sorgen stetig dafür, dass das Leben als Unternehmerin nicht langweilig wird …

2019 kommt ein neues Geschäftsfeld dazu: „Mediation von Konflikten“. Außerdem steht auf dem Plan: Vermarktung des umfassenden Trainingsprogramms und Start einiger neuer Projekte bei denen CoKnow Consulting als Kleinunternehmen dabei ist.

Frau Haucks Fazit nach drei Jahren: „Die Selbstständigkeit hält für mich noch viel mehr bereit als ich mir versprochen hatte und durch gemeinsame Projekte mit meinen Kolleginnen und Kollegen am UFZ muss ich noch nicht mal auf die Zusammenarbeit verzichten.“

Bei Fragen zum Unternehmen können Sie sich gerne an Frau Hauck wenden: Jennifer Hauck, jennifer.hauck@coknow.de oder ihre Website besuchen: www.coknow.de .

Für weitere Informationen zu unserer Arbeit im WTT: Milina Rochelle Alber, milina.alber@ufz.de (0341-2354782)

Wir freuen uns auf den Kontakt mit Ihnen!

März 2019

Abteilung Wissens- & Technologietransfer stellt UFZ-Forschung vor und vermittelt Themen und Kontakte

Die European Chemistry Partnering in Frankfurt am Main ist eine wichtige Kontaktbörse für die Chemiebranche in Deutschland und darüber hinaus. Für das UFZ wiederum ist der Sektor ein bedeutender Partner in Bezug auf die Entwicklung und tatsächliche Anwendung umweltfreundlicherer Prozesse und Produkte sowie die Vermeidung oder Beseitigung von Umweltschäden durch bereits existierende Verfahren.

Vor diesem Hintergrund nahmen Vertreter der Abteilung Wissens- und Technologietransfer (WTT) am 26.02.2019 an insgesamt 13 jeweils 20-minütigen Eins-zu-eins-Gesprächen im Stil eines „Speed-Datings“ teil.

Ausgewählte Themen und Forschungsarbeiten aus dem Themenbereich „Umwelt- und Biotechnologie“ wurden dabei vorgestellt und gemeinsame Interessen herausgearbeitet. Im Nachgang wurden zu fast allen Gesprächen weitere Informationen ausgetauscht und Kontakte zu UFZ-Wissenschaftlern vermittelt, so dass dieser erste Versuch mit dem genannten „Partnering“-Format als erfolgreich bewertet und sicherlich zu gegebener Zeit wiederholt wird.

Bei Fragen können Sie sich gerne an Karen Görner, Abteilung Wissens- und Technologietransfer am UFZ, karen.goerner@ufz.de , wenden.

März 2019

Februar 2019

RW-Technologie, Foto: UFZ Entwicklung der Radiowellentechnologie in der Arbeitsgruppe von Dr. Ulf Roland, Dep. TUCHEM. Foto: André Künzelmann/UFZ
EXIST-Forschungstransfer ist ein Förderprogramm des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWi), welches herausragende forschungsbasierte Gründungsvorhaben unterstützt.

Kurz vor Weihnachten 2018 erhielt das UFZ den Zuwendungsbescheid für das RWInnoTec-Projekt im Rahmen des EXIST-Forschungstransfer-Förderprogramms. Aufbauend auf langjährigen Forschungs- und Entwicklungsarbeiten zur Radiowellen-Technologie wird ab März 2019 ein vierköpfiges interdisziplinäres Team am UFZ die Möglichkeit erhalten, die Ausgründung konzeptionell und fachlich fundiert vorzubereiten und schließlich das Unternehmen zu gründen.

Dr. Markus Kraus ist Physiker und leitet das Projektteam. Dr. Ulf Trommler ist Chemiker, Martin Arlt studierte Bauingenieurwesen und Maria Kraus wird das Team mit ihrer betriebswirtschaftlichen Expertise komplettieren. Dr. Ulf Roland als Leiter der Arbeitsgruppe Angewandte Umweltphysik, die die Radiowellen-Technologie seit vielen Jahren erforscht und bis zur Anwendungsreife in der Praxis entwickelt hat, wird seitens des UFZ das Mentoring übernehmen.

Nachdem im Januar letzten Jahres der schriftliche Antrag eingereicht wurde, konnte das Gründungsteam im Mai das Expertengremium in Berlin bei der Projektvorstellung von seiner Idee überzeugen und somit eine Förderempfehlung erwirken.

Eine gute Grundlage bildeten, neben dem positiv bewerteten Projektantrag, die zahlreichen Forschungsprojekte, die im Rahmen des Innovationsnetzwerkes RWTec (www.ufz.de/rwtec) erfolgreich durchgeführt wurden. Sie demonstrierten das breite Anwendungspotenzial der Radiowellen in der Umwelt- und Energietechnik sowie im Bauwesen.

Das zu gründende Unternehmen wird sich in erster Linie auf die Sanierung von Straßenschäden konzentrieren und dafür die adäquate Gerätetechnik entwickeln. Andere Anwendungsgebiete wie z.B. die Bauwerkstrocknung bleiben auf Grund der hohen Nachfrage und des damit verbundenen Potenzials zusätzlich im Fokus des Gründerteams.

Die enge Zusammenarbeit mit der HTWK soll die Etablierung von innovativen Verfahren und Produkten wesentlich unterstützen und die Erfahrungen des UFZ im Bereich der Umwelttechnologien durch die Expertisen der HTWK besonders im Bauwesen und in der Automatisierungstechnik ergänzen. Zudem wird das zu gründende Unternehmen in das Innovationsnetzwerk RWTec eingebunden sein, um den Unternehmen des Verbundes für ihre Anwendungen maßgeschneiderte Radiowellen-Technik und Serviceleistungen anbieten zu können. Dadurch kann die derzeit noch existierende und bekannte technologische Lücke optimal geschlossen werden.

Bei Fragen können Sie sich gerne an Milina Rochelle Alber, Abteilung Wissens- und Technologietransfer am UFZ, milina.alber@ufz.de , wenden.

Februar 2019

Eröffnungsveranstaltung CITEPro, Foto: S. Wiedling, UFZ Eröffnungsveranstaltung CITEPro, Foto: S. Wiedling, UFZ Prozesse von Verbleib, Stoffwandlung, Abbau und Wirkung von Chemikalien unter realen Umweltbedingungen besser zu verstehen und neue Konzepte für die Bewertung von Umweltchemikalien zu erarbeiten, ist Gegenstand der Forschung im UFZ-Themenbereich Chemikalien in der Umwelt. Die neue Technologie-Plattform CITEPro (Chemicals in the Environment Profiler) wird nun entscheidend dazu beitragen, die Analyse und Bewertung von Umweltchemikalien effizienter zu machen. Möglich wird das vor allem durch die Automatisierung von Teilprozessen bei der Probenvorbereitung, der Exposition von Zellkulturen und Wasserorganismen mit Einzelstoffen, Mischungen und Umweltproben sowie der chemischen Analyse.

Mit einem internationalen Workshop eröffnet das UFZ am 6. Februar 2019 die im Bereich der Umweltwissenschaften bundesweit einmalige Forschungsinfrastruktur. Rund vier Millionen Euro haben der Bund sowie die Bundesländer Sachsen und Sachsen-Anhalt insgesamt in den Aufbau von CITEPro investiert.

CITEPro–Website

Programm des Eröffnungsworkshop CITEPro

Februar 2019

Titelbild des e-books E-Book zum Forschungsprojekt "Lichtverschmutzung"

„Lichtverschmutzung“ kann als übermäßiger Einsatz von künstlichem Licht in der Nacht beschrieben werden (siehe darksky.org).

In den letzten Jahren hat die Besorgnis der Öffentlichkeit über die Auswirkungen der Lichtverschmutzung auf die Umwelt und die Gesundheit insbesondere in Nordamerika, Europa und einigen asiatischen Städten zugenommen. "Unsere Stimmung, unser Verhalten und unser zirkadianer Rhythmus kann durch die nichtvisuelle Wirkung von Licht zu allen Stunden beeinflusst werden", schreibt LUCI, ein globales Städtenetzwerk für den fachlichen Austausch über Stadtbeleuchtung.

Diese Besorgnis wird durch wissenschaftliche Erkenntnisse über die negativen ökologischen Auswirkungen von Lichtemissionen auf die Tierwelt und die Einführung von LED-Beleuchtung, die hell und störend sein kann, verstärkt.

Bisher wurde Lichtverschmutzung hauptsächlich als Problem der Industrieländer diskutiert, in denen die Beleuchtungsstärke bereits hoch ist. In den Entwicklungsländern steigt das Lichtniveau jedoch aufgrund der Bekämpfung dort herrschender Lichtarmut schnell an.

Das Forschungsprojekt "Light pollution – a global discussion" basiert auf der Annahme, dass ein internationaler Expertenaustausch ein lehrreicher und konstruktiver Beitrag zu bestehenden Debatten und Kontroversen über Lichtverschmutzung sein kann. Es erforscht die Rolle von Lichtplanern, Forschern, Aktivisten, Politikern und anderen Experten und Akteuren im öffentlichen Raum. Das Projekt bringt Meinungen und Wissen aus vielen verschiedenen Ländern zusammen, um von dunklen Orten sowie von sehr dynamischen Lichtentwicklungen zu lernen.

Im E-Book „Light pollution – a global discussion“ werden drei Expertengruppendiskussionen und die Ergebnisse einer Online-Expertenumfrage vorgestellt und ausgewertet.
Seit Dezember 2018 ist das E-Book der Autoren Dr. Nona Schulte-Römer (UFZ),  Dipl.-Ing. Etta Dannemann (Studio Dannemann) und Dipl.-Ing. Josiane Meier (TU Berlin) kostenfrei online verfügbar.

Weitere Informationen erhalten Sie hier.

Februar 2019

Januar 2019

Mit der Durchführung des letzten JEC (Jahres-Erfolgs-Check) im Januar 2019 wurde der Pilotversuch zur Ermittlung des Potenzials von Gründerpersönlichkeiten am UFZ erfolgreich beendet.

Für eine erfolgreiche Ausgründung benötigen Wissenschaftler nicht nur exzellentes Fachwissen, sondern auch gute betriebswirtschaftliche Kenntnisse und vor allem soziale Kompetenzen (Management- und Führungsfähigkeiten). Das Fachwissen bringt der Wissenschaftler in der Regel durch die jahrelange und intensive Forschungsarbeit mit. Betriebswirtschaftliche Kompetenzen können problemlos durch den Besuch von verschiedenen Seminaren, Workshops und anderen Weiterbildungsangeboten, die bereits über SMILE* am UFZ angeboten werden, abgedeckt werden. Der soziale Aspekt dagegen wird zur größten Herausforderung für gründungsinteressierte Wissenschaftler, denn viele erkennen ihre sozialen Kompetenzen nicht oder schätzen sie sogar falsch ein.

Um dieses Problem anzugehen wurde der Pilotversuch 2017 am UFZ gestartet. Mit dem wissenschaftlich anerkannten Potenzialanalyseinstrument DNLA-Management (Discovery of Natural Latent Abilities) kann das Potenzial von Gründerpersönlichkeiten ermittelt werden. Sechs Wissenschaftler, aus unterschiedlichen Forschungsbereichen, mit unterschiedlichen Bildungsniveaus und unterschiedlichem Reifegrad des Ausgründungsvorhabens, hatten die Möglichkeit dieses Instrument zu testen.

Nach einer Onlinebefragung der Probanden wurde ein persönliches Kompetenzprofil erstellt. Dieses diente als Grundlage für das persönliche Auswertungsgespräch mit dem Wissenschaftler. Basierend auf den individuellen Stärken und Schwächen, wurden dann für jeden Wissenschaftler persönliche Entwicklungspläne erarbeitet und konkrete Maßnahmen zum Potenzialaufbau vorgeschlagen. Die empfohlenen Maßnahmen waren sehr unterschiedlich und konnten von den Wissenschaftlern selbst umgesetzt werden.

Zur Forcierung einer nachhaltigen Entwicklung wurden ca. 8 bis 12 Monate nach dem Auswertungsgespräch mittels JEC die Fortschritte der einzelnen Probanden überprüft, um festzustellen, ob der Entwicklungsplan eingehalten wurde, welche Kompetenzen sich entwickelt haben und wo weiterer Handlungsbedarf besteht. Dabei hat sich herausgestellt, dass sich alle 6 Wissenschaftler hervorragend weiterentwickelt haben.

Das Teilnehmer-Feedback bezüglich Einsatz und Wirksamkeit des DNLA-Instruments war ausnahmslos positiv.

„Ich empfand die DNLA-Analyse und vor allem das Auswertungsgespräch als sehr hilfreich. In einem gut strukturierten Rahmen bot das Gespräch sehr viel Raum für Reflexion und konkrete Anregungen. Fast wichtiger aber war mir, dass im Zuge des Gesprächs einige Dinge klarer geworden sind. Ich priorisierte meine Aktivitäten neu. In diesem Sinne hat mir das Gespräch wichtige Impulse für anstehende Entscheidungen gegeben.“ - Arbeitsgruppenleiter am UFZ

„Das DNLA-Verfahren hat mich sehr bei der Verfolgung meiner Gründungsambitionen unterstützt. In den Bereichen Soziale Kompetenz, Management und verkäuferisches Potenzial konnte ich deutlich meine Stärken und Schwächen identifizieren. Und wichtiger noch - aufbauend auf der DNLA-Auswertung wurden im anschließenden persönlichen Gespräch auch konkrete Handlungsempfehlungen und Übungen besprochen. Insgesamt waren DLNA-Verfahren und Coaching nicht nur inhaltlich sehr wertvoll, sondern auch eine starke Motivation, meine Gründungsambitionen weiterzuverfolgen." - Doktorand am UFZ

*SMILE ist ein Kooperationsprojekt der Universität Leipzig, der HHL Leipzig Graduate School of Management, dem Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung (UFZ) und der Hochschule für Technik, Wirtschaft und Kultur Leipzig (HTWK) und wird aus Mitteln der Europäischen Union, des Freistaates Sachsen und der beteiligten Institutionen finanziert.

Für weitere Fragen kontaktieren Sie bitte Milina Alber ( milina.alber@ufz.de , Tel. 0341/ 235-4782)

Januar 2019

RA Prof. Klaus Gennen, Foto: Sebastian Wiedling RA Prof. Klaus Gennen, Foto: Sebastian Wiedling UFZ-Wissenschaftler*innen informieren sich über den rechtssicheren Umgang mit Open-Source-Software und Datenbanken.

Ein gedankenloser Umgang mit Daten, Datenbanken sowie Software kann für viele Wissenschaftler*innen aus urheberrechtlicher Sicht ungewollt zu einem juristischen Fallstrick führen. Relevante rechtliche Rahmenbedingungen müssen in besonderer Weise nicht nur innerhalb eines Forschungsvorhabens, sondern auch danach bei der Nutzung und Bereitstellung von resultierenden Erkenntnissen berücksichtigt werden.

Am 17.01.2019 führte RA Prof. Klaus Gennen, Fachanwalt für Informationstechnologierecht und Arbeitsrecht UFZ-Mitarbeiter*innen in die Thematik des Urheberrechts für Computerprogramme und Datenbanken ein und klärte über den Umgang mit Open-Source-Software und nicht kommerzieller Lizenzierung auf. Anhand anschaulicher Beispiele und vieler Diskussionsmöglichkeiten konnten die Teilnehmer wichtige Erkenntnisse über Nutzungs- und Verwertungsrechte sowie über die Rechtsfolgen im Falle eines Verstoßes dagegen gewinnen.

Bei Fragen zu dieser oder kommenden Veranstaltungen können Sie gerne Milina Rochelle Alber, Abteilung Wissens- und Technologietransfer am UFZ kontaktieren ( milina.alber@ufz.de ).

Januar 2019