HuMI - Hummel-Monitoring und Information 

ein Verbundprojekt mit dem Partner Deutsche Wildtier Stiftung

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Projektmanagement: Christian Lichtenau, Alexander Harpke
Bearbeitung: Christian Lichtenau, Alexander Harpke, Thomas Misera, Michael Voigt, Jette Michalski (DWS)
Förderung durch: Bundesamt für Naturschutz, aus Mitteln des Bundesministeriums für Umwelt, Klimaschutz, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMUKN)
Projektlaufzeit: 01.04.2026 - 31.03.2032 

Projektbeschreibung

Im Projekt „HuMI“ arbeiten die Deutsche Wildtier Stiftung (DWS) und das Helmholtzzentrum für Umweltforschung (UFZ) zusammen, um ein bundesweites, standardisiertes Hummel-Monitoring mit Bürgerbeteiligung aufzubauen und zugleich das Bewusstsein für die Bedeutung wildlebender Bestäuber zu stärken. Das Projekt startet 2026 mit einer Pilotphase in Berlin und Brandenburg und wird ab 2028 bundesweit ausgeweitet.

Kern des Vorhabens ist ein Citizen-Science-Monitoring zur Erfassung der Bestandssituation und -entwicklung von Hummeln auf repräsentativen Flächen der Normallandschaft. Geschulte Freiwillige erfassen die Daten mithilfe standardisierter Transektbegehungen, die regelmäßig zwischen März und September stattfinden. So entsteht ein langfristiger Datensatz, der belastbare Aussagen zur Entwicklung von Hummelpopulationen auf lokaler, regionaler und nationaler Ebene ermöglicht. Ergänzend wird ein Expert*innen-Monitoring auf ökologisch besonders wertvollen Flächen eingerichtet, um Wissenslücken zur Verbreitung seltener und gefährdeter Hummelarten zu schließen.

Ein weiteres Ziel ist der Aufbau eines langfristigen Netzwerks freiwilliger Hummel-Kenner*innen. Dieses sichert nicht nur die Datenerhebung, sondern wirkt als Multiplikator in die Gesellschaft. Die Teilnahme am Monitoring steht allen Interessierten offen und wird durch Schulungen sowie fachliche Begleitung unterstützt.

Parallel etabliert die DWS mit „Hummeln machen Schule“ ein Bildungs- und Informationsprogramm, das Wissen über Hummeln, Wildbienen, ihre Lebensräume und ihren Schutz vermittelt. Die Angebote stärken unter anderem Kompetenzen für eine bestäuberfreundliche Gestaltung und Pflege von Grünflächen. Zudem vernetzt das Projekt bestehende Initiativen im Wildbienenschutz und fördert den Austausch zwischen Wissenschaft, Naturschutz, Behörden und Bürgerinnen. Im Rahmen einer „Spezies-Botschafter-Initiative“ übernehmen Politikerinnen aus Landes- und Bundesparlamenten Patenschaften für ausgewählte Hummelarten und werben öffentlich für deren Schutz.

HuMI verbindet wissenschaftlich fundiertes Biodiversitätsmonitoring mit Umweltbildung, Vernetzung und gesellschaftlicher Beteiligung. Das Projekt schafft die Grundlage für ein langfristiges Hummel-Monitoring in Deutschland und stärkt zugleich Wissen, Wertschätzung und Engagement für den Schutz wildlebender Bestäuber und der biologischen Vielfalt.

Dateninfrastruktur (BioMe-Framework)

Im Hummel-Monitoring erfassen ehrenamtliche Transektzählende ihre Daten über ein Online-Portal in einer zentralen Datenbank. In dieser Datenbank werden neben den Beobachtungszahlen auch die Lage der Transekte sowie die von den Transekten abgedeckten Lebensräume erfasst. Für die Datenerfassung und Verwaltung wird eine auf dem BioMe-Framework basierende Plattform eingesetzt. BioMe bietet ein modulares, generisches Framework zur Datenerfassung und Datenkuration mit auf individuelle Bedürfnisse anpassbare räumliche und zeitliche Skalierung. Dadurch wird eine dauerhafte Bereitstellung und Pflege der Softwarekomponenten und Infrastruktur deutlich vereinfacht. BioMe umfasst zudem eine App für die Erfassung von Daten im Gelände.


eine Projektwebseite ist in Arbeit 


Förderprojekt des des Bundesamtes für Naturschutzes (BfN) im Bundesprogramm Biologische Vielfalt, das mit Mitteln des Bundesministeriums für Umwelt, Klimaschutz, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMUKN) gefördert wird 

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