AG Klimamodellierung

Experimentelle Bestimmung der Energiebilanz von Gründächern sowie deren Klimawirkung auf die Umgebungsluft unter variierenden Umgebungsbedingungen

Messtechnik zu Erfassung der Energiebilanzkomponenten: Lysimeter
Messtechnik zu Erfassung der Energiebilanzkomponenten: Lysimeter (Foto: N. Wollschläger)

Das Potenzial von Dachbegrünungen für die Klimaanpassung im urbanen Raum ist nicht vollständig geklärt, da Unterschiede in der Lufttemperatur nur bedingt ermittelt werden können. Dies gilt insbesondere für die durch Hitzewellen gekennzeichneten Zeiträume, in denen die meiste Kühlung benötigt wird.

Um das Potenzial von Gründächern zur Anpassung an den Klimawandel auf lokaler Ebene zu bewerten, werden Messungen der Energiebilanzkomponenten einschließlich Strahlung und turbulenter Wärmeströme auf dem Forschungsgründach durchgeführt. So wird das Kühlungspotential dieser verschiedenen Dächer auf die Umgebungsluft in Abhängigkeit von der Wasserverfügbarkeit und der Pflanzenvitalität ermittelt.

Ziel ist es, die Luftkühlung mit einem Minimum an zusätzlich zugeführter Bewässerung zu maximieren. In diesem Zusammenhang werden auch natürliche Wasserquellen wie die Bildung von Tau und Reif untersucht. Die experimentell ermittelten Ergebnisse werden zudem mit mikrometeorologischen Simulationen kombiniert, was Rückschlüsse auf das Anpassungspotenzial in größerem Maßstab erlaubt.

Messtechnik zu Erfassung der Energiebilanzkomponenten: Akustisches Sensoren und Lufttemperaturmessung
Messtechnik zu Erfassung der Energiebilanzkomponenten: Akustische Sensoren und Lufttemperaturmessung (Foto: N. Wollschläger)

Leitung Teilprojekt:

Prof. Uwe Schlink, Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung Leipzig, Department für Stadt- und Umweltsoziologie, AG Klimamodellierung