Foto: Rainer Sturm / pixelio

Umwelt- und Nachhaltigkeitsgovernance

Wozu wir forschen

Wie lassen sich umweltpolitische Ziele angesichts komplexer sozio-ökologischer Probleme (z.B. Klimawandel, Biodiversitätsverlust) und in einer pluralistischen Gesellschaft erreichen?

Die Komplexität und Dynamik von und die Wechselwirkungen zwischen (globalen) Umweltproblemen erfordern neue politische Lösungsansätze und Governancestrukturen. Umwelt- und Nachhaltigkeitshandeln ist heute gekennzeichnet durch eine Ausweitung der Steuerungsansätze und instrumente, welche neben regulativen Ansätzen auch ökonomische, informationelle, kooperative und selbst-regulierende Koordinationsformen umfassen. Der Begriff der Governance – im Unterschied zur klassischen staatsbezogenen Perspektive auf Government – bildet dabei den Überbegriff für die verschiedenen Formen staatlichen und nicht-staatlichen Handelns, die auf unterschiedlichen Ebenen und in diversen Kontexten stattfinden. In den Blick genommen wird damit die Vielzahl der in umweltpolitisches Handeln involvierten Akteure ebenso wie das Mehrebenensystem von Umweltpolitik und die Verflechtungen zwischen den Ebenen.

Wie wir forschen

Der Fokus unserer Forschung liegt insbesondere auf dem Zusammenspiel folgender Elemente:

  • von unterschiedlichen Governance-Formen (regulativ, ökonomisch, netzwerkförmig etc.),
  • von unterschiedlichen Akteuren (in Staat, Zivilgesellschaft, Privatwirtschaft, etc.) über unterschiedliche Sektoren und Politikbereiche (Wasserwirtschaft, Naturschutz etc.) hinweg horizontal und
  • von Entscheidungsebenen vertikal: von der inter- und supra-nationalen Ebene, über nationale bis hin zur regionalen und lokalen Ebene.

Eines der zentralen Probleme besteht darin, dass in vielen Bereichen (z.B. nachhaltiges Landnutzungsmanagement, Klimaschutzpolitik und -anpassung, Verbraucherschutz, Schutz der Biodiversität) von verschiedenen Akteuren auf unterschiedlichen Ebenen gleichzeitig Maßnahmen ergriffen werden, die sich entweder positiv verstärken oder auch negativ aufeinander wirken können. In den Mittelpunkt unserer Betrachtung rückt damit die Analyse von Wechselbeziehungen zwischen Akteuren, politischen Zielen und Maßnahmen, ihren Wirkungen und den ggf. daraus resultierenden politischen und sozialen Konflikten. Ein weiter Schwerpunkt bildet die Untersuchung der Effektivität und Legitimität von neuen Governanceformen.



Projekte

Eine Übersicht über die aktuellen und abgeschlossenen Projekte dieses Forschungsschwerpunktes findet sich in unserer Projekteliste.


Partner (Auswahl)

  • Aarhus University
  • Drift – Dutch Research Institute for Transitions
  • Ecologic Institut
  • Finnish Environment Institute (SYKE)
  • Fundacao da Faculdade de Ciencias da Universidade de Lisboa (FFCUL)
  • ICLEI – Local Governments for Sustainability
  • SERI - Sustainable Europe Research Institute
  • TU-Delft – Delft University of Technology
  • Universität Oldenburg
  • University of Colorado
  • University of East Anglia
  • University of Exeter
  • University of Leeds