GONASIP – Steuerung von multiskaligen Heterogenitäten zur Aktivierung von natürlichen Kohlenstoffsenkenpotenzialen


Bearbeitung

Department Ökonomie
Prof. Dr. Erik Gawel (Projektleitung)
Klaas Korte

Department Umwelt- und Planungsrecht
Dr. Romina Luz Schaller



Laufzeit

01.02.2022 − 31.01.2025

Status

BMBF


Kurzbeschreibung

Das Projekt GONASIP analysiert ein Cluster ausgewählter landwirtschaftlicher Methoden und die kommunale Aufforstung als Maßnahmen zur Entnahme von CO2 aus der Atmosphäre (engl.: carbon dioxide removal, CDR-Maßnahmen). Der Fokus liegt dabei auf gesellschaftlichen Mehrwerten und Kosten, die durch ihren Einsatz entstehen. Die Umsetzung der untersuchten CDR-Maßnahmen geht mit Kosten für ihre Implementierung sowie mit Opportunitätskosten der Landnutzung einher. Diesen stehen ihr Klimaschutzbeitrag sowie die Bereitstellung weiterer gesellschaftlicher Mehrwerte (Co-Benefits) in Form von Ökosystemleistungen (z. B. Verbesserung der Gewässerqualität, Schaffung von Erholungsräumen) gegenüber. Diese Co-Benefits können die Bereitschaft zur Umsetzung der CDR-Maßnahmen begünstigen. Allerdings variieren sowohl die Co-Benefits als auch die Opportunitätskosten der Landnutzung zwischen den CDR-Maßnahmen und infolge räumlicher oder akteursbezogener Faktoren der Maßnahmen (wie z. B. Bodeneigenschaften oder die Bewertung der Co-Benefits durch die Akteure). Angesichts dieser heterogenen Eigenschaften stellt sich die Frage, wie begrenzte Landressourcen so für die Umsetzung der untersuchten CDR-Maßnahmen genutzt werden können, dass sie den gesellschaftlichen Nutzen erhöhen.

GONASIP hat zum Ziel, zur Beantwortung dieser Frage beizutragen. Hierzu soll im Rahmen des Projekts mithilfe eines interdisziplinären Ansatzes, der ökologische, ökonomische und juristische Expertise umfasst und dabei auch auf Stakeholder-basierte Ansätze zurückgreift, insbesondere untersucht werden

  • welche CO2-Entnahmepotenziale, Co-Benefits, Kosten und trade-offs mit der Implementation der untersuchten CDR-Maßnahmen verbunden sind,
  • wie (unterschiedlich) die Co-Benefits und Kosten der CDR-Maßnahmen durch betroffene Akteursgruppen bewertet werden
  • und wie sich diese Erkenntnisse für eine effizienzorientierte Weiterentwicklung des regulatorischen Rahmens für den Einsatz der CDR-Maßnahmen nutzen lassen.
Ehemaliger Güterbahnhof Plagwitz, Leipzig
Aufforstungsmaßnahmen auf den Flächen des ehemaligen Güterbahnhofs Leipzig-Plagwitz.
Foto: Tobias Hametner / UFZ