Kollaborationen and Projekte

Das Department Zelltoxikologie wirkt innerhalb des Helmholtz-Zentrums für Umweltforschung an den integrierten Projekten „Exposome“ und „Healthy Aquatic Ecosystems“ mit.

iPiE

EU-Projekt "Intelligence-led Assessment of Pharmaceuticals in the Environment (iPiE)"

Pharmazeutische Wirkstoffe (acitve pharmaceutical ingredients = APIs) können während des Herstellungsprozesses, bei der Arzneimittelanwendung indirekt über die menschliche Ausscheidung, als auch durch die unsachgemäße Entsorgung von nicht verbrauchten Medikamenten in die Umwelt gelangen. APIs sind biologisch aktive Verbindungen und daher wurden Bedenken über die möglichen Auswirkungen von APIs auf die menschliche Gesundheit und die Umwelt geäußert. In den letzten 25 Jahren wurde ein erheblicher Arbeitsaufwand betrieben, um das Vorkommen, die Bedeutung und die Effekte von APIs in der Umwelt und der daraus resultierenden Risiken abzuschätzen. Des Weiteren wurden für die Zulassung neuer Arzneimittel EU-weit abgestimmte Vorgaben für die einheitliche Durchführung einer Umweltrisikobewertung erstellt (Europäische Arzneimittel-Agentur, 2006). Für die meisten APIs, die derzeit schon im Einsatz sind, stehen nur begrenzt Daten über die Umweltrisiken zur Verfügung und für neue APIs sind die standardisierten Testabläufe nicht immer optimal. Das Ziel in iPiE ist es daher, die Informationen von toxikologischen Untersuchungen, pharmakologischen Wirkungsweisen und In-silico-Modellen zu nutzen, um „Intelligenz-basierte“ Umwelt-Prüfungen von Arzneimitteln in der Entwicklung zu unterstützen und ältere Arzneimittel für die gezielte Umweltverträglichkeitsprüfung und / oder Umwelt (bio) Monitoring zu priorisieren.

Das Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung (UFZ) leitet das Arbeitspaket 4. In dem Arbeitspaket beschäftigen wir uns mit der Entwicklung von In-silico-Methoden zur Vorhersage von Effekten von APIs auf Umweltorganismen. Ein besonderer Schwerpunkt der UFZ-Aktivitäten liegt darauf, die Rolle der Spezifierung von organischen Säuren und Basen in den Vorhersagemodellen für die Toxizität von Umweltorganismen und des Fisch-Plasma-Modells zu betrachten.

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EU-Projekt SOLUTIONS

Wir sind Partner des EU-Projekts SOLUTIONS im Rahmen einer NHMRC-EU-Förderung an der Universität von Queensland. Dr. Peta Neale arbeitet als Postdoktorandin in diesem Projekt an der Anwendung von bioanalytischen Werkzeugen für die Überwachung der Wasserqualität, mit einem besonderen Fokus auf Biotestverfahren mit dem Schwerpunkt der adaptiven Stressantworten. Wir werden auch Extraktionstechniken für Biota, Modelle für die Mischungstoxizität und Techniken zur kumulativen Risikobewertung (CRA) in das Projekt einbringen.

LRI

Paving the way for QIVIVE: from nominal to free to cellular concentrations in in vitro assays

The project "Paving the way for QIVIVE: from nominal to free to cellular concentrations in in vitro assays” is running from 2017 to 2019 and funded by the CEFIC Long-range Research Initiative under the RFP LRI-ECO36 "Building improved in vitro exposure assessment capability”. The objective of this project is to progress exposure assessment in in vitro bioassays used for high-throughput screening (HTS). The expected outcomes are experimentally validated models to predict the freely dissolved and cellular effect concentrations for existing in vitro toxicity data, including ToxCast and published data that were based on nominal effect concentrations only, which will then make them amenable for QIVIVE. The long-term benefit of the project will be routine analytical tools that will improve exposure assessment in HTS tests in the future and could revolutionise the application of HTS in risk assessment. Project partners are Dr. Nynke Kramer from Utrecht University and Prof. Philipp Mayer from Technical University of Denmark.

For more information, see http://cefic-lri.org/projects/paving-the-way-for-qivive-from-nominal-to-free-to-cellular-concentrations-in-in-vitro-assays/

CHEMO-RISK - Chemometers for in situ risk assessment of mixtures of pollutants

In 2016, the European Research Council (ERC) selected the proposal "CHEMO-RISK - Chemometers for in situ risk assessment of mixtures of pollutants" submitted by Celltox researcher Annika Jahnke for funding as a Starting Grant. The project runs between 2017 and 2022. Recruitment of the new research team, consisting of three PhD students, a postdoctoral fellow and a technician, is ongoing. The CHEMO-RISK team will work on different aspects of a novel scientifically based risk assessment paradigm of environmental pollutants that brings together the assessment of exposure and effects of a broad range of chemicals in a single procedure and delivers information of potential relevance for ecosystem and human health. CHEMO-RISK aims at replacing the current paradigm in risk assessment of single "indicator" chemicals that disregards bioavailability and the combined effects of environmentally relevant mixtures of pollutants. The subprojects cover (i) thermodynamic assessment of bioaccumulation of mixtures of organic pollutants in lakes, (ii) studying internal exposure and effects within different organs and body fluids of seals, (iii) developing polymer-based surrogates to study human exposure to mixtures of environmental pollutants that avoid invasive sampling of blood, and (iv) chemical analysis of the resulting extracts using GC/high resolution-ORBITRAP-MS with the aim of identifying yet unknown problematic compounds.

MICRO-FATE

MICRO-FATE

Im Rahmen des BMBF-geförderten Projektes MICRO-FATE (Charakterisierung des Verbleibs und der Effekte von Mikroplastikpartikeln zwischen Hotspots und abgelegenen Regionen im Pazifischen Ozean) beschäftigen wir uns mit der Identifizierung, Quantifizierung, Charakterisierung und möglichen Effekten von Plastikabfall im Pazifischen Ozean. Die Forschungsthemen in MICRO-FATE beinhalten dabei die folgenden Schwerpunkte: (i) Feldprobenahme von Plastikmaterial von der Wasseroberfläche, aus der Wassersäule und aus dem Sediment; (ii) Identifizierung und Quantifizierung des Plastikmaterials; (iii) Untersuchung der sich ändernden Partikeleigenschaften durch Verwitterung und Fragmentierung; (iv) Untersuchung von Effekten, die feldverwittertes Plastik hervorruft; (v) Charakterisierung der Rolle von plastikbesiedelndem Biofilm; (vi) Beschreibung des Einbaus von Mikroplastik in "marinen Schnee" und große Aggregate aus Diatomeen; und (vii) Öffentlichkeitsarbeit im Rahmen von "Science meets Society". Während der Forschungsfahrt SO268/3 auf dem deutschen Forschungsschiff SONNE haben wir im Pazifischen Ozean zwischen Vancouver und Singapur das sogenannte "Great Pacific Garbage Patch" durchfahren, um Proben aus dem Oberflächenwasser, der Wassersäule in verschiedenen Tiefen und vom Meeresgrund zu nehmen, die anschließend im Labor untersucht werden.