News & Highlights

Mit Symposien, Vorträgen und Poster auf der IAPS in Rom

Im Juli 2018 fand eine Woche lang die internationale und interdisziplinär geprägte IAPS Konferenz in Rom statt. IAPS steht für International Association of People-Environment Studies, bei der es um umweltbezogene Fragen globaler bis lokaler Ausprägung geht, stets bezogen auf die Bedürfnisse und Herausforderungen des Menschen in der von ihm geprägten Umwelt. Das UFZ war mit zwei Symposien und mehreren Einzelvorträgen sichtbar, die unsere Kernthemen urbane Transformationen, Grüne Infrastruktur mit Blick auf Wohlergehen und Diversifizierung der städtischen Bevölkerung, in den wissenschaftlichen Diskurs stellten und sehr gut besucht waren. Auch in dem der Konferenz vorausgehenden Young Researchers Workshop und während der Poster Session hatten junge Nachwuchswissenschaftler des UFZ Gelegenheit, sich mit erfahrenen internationalen Wissenschaftlern auszutauschen und ihre Forschungsfragen aus unterschiedlichen Blickwinkeln zu besprechen.

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Sigrun Kabisch
Ellen Banzhaf

Matthias Groß erhält den Frederick Buttel Preis 2018

Logo ISA Matthias Gross erhielt von der International Sociological Association ( ISA ) den Frederick Buttel International Award for Distinguished Scholarship in Environmental Sociology. Der Buttel Award ist die höchste Auszeichnung, die in diesem Fachgebiet verliehen wird. Der Preis wird von der International Sociological Association alle vier Jahre vergeben und ist laut ISA-Website vorgesehen für: "outstanding contributions of scholars to the study of environment-society relations". Der Preisträger Matthias Gross wurde auf dem World Congress of Sociology am 18. Juli 2018 in Toronto in einer Rede von Professor Stewart Lockie, ehemaliger Präsident des ISA-Forschungskomitees für Umwelt und Gesellschaft, bekannt gegeben.

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Prof. Dr. Matthias Groß

Forschungsergebnisse zu Großwohnsiedlungen präsentiert

Am 18. Juni 2018 stellten Wissenschaftler/innen ihre neuesten Forschungsergebnisse in einer öffentlichen Veranstaltung im Rahmen des Grünauer Kultursommers im Stadtteiladen Grünau vor. Zunächst präsentierten die Herausgeber/innen das jüngst erschienene Buch „Großwohnsiedlungen im Haltbarkeitscheck“. Hierin werden Perspektiven und Herausforderungen ostdeutscher Großwohnsiedlungen differenziert und anhand von zahlreichen Beispielen dargestellt. Ein zentraler Beitrag befasst sich mit den Entwicklungschancen von Grünau auf der Basis der vom UFZ verantworteten Langzeitstudie „Wohnen und Leben in Grünau“. Veranstaltung mit Gästen Veranstaltung mit Gästen. © Raffaela Betz, UFZ
Wir konnten die polnischen und tschechischen Partner Eva Szafranska (Lodz), Michal Kohout und Filip Tittl (Prag) in Grünau begrüßen, die ebenfalls Beiträge für das Buch verfasst hatten. Mit ihnen diskutierten wir insbesondere die unterschiedlichen Eigentümerstrukturen in den jeweiligen Ländern. Zu diesem Thema in Leipzig-Grünau konnten von UFZ-Seite kartographische Auswertungen präsentiert werden. Rundgang durch Grünau Um einen Eindruck vom Leben in Grünau zu vermitteln, haben wir mit interessierten Gästen vor der Veranstaltung einen Spaziergang durch die Großwohnsiedlung unternommen.


Daran anschließend konnten die UFZ-Wissenschaftler/innen jüngste Forschungsergebnisse zu Leipzigs sogenannten 13 kleineren Großwohnsiedlungen aufzeigen. In Form einer jüngst erschienen UFZ-Broschüre werden hier die Entwicklungschancen dieser Gebiete des industriellen Wohnungsbaus beleuchtet. Mit Hilfe von mehreren Karten und Graphiken wird jedes einzelne Wohngebiet analysiert. Darauf basierend werden Spezifika und Potentiale abgeleitet. In einer Zusammenschau aller Befunde wird die Bedeutung der kleineren Großwohnsiedlungen im wachsenden Leipzig herausgestellt. Mit Vertretern der Stadtplanung und –politik sowie lokalen Akteuren aus verschiedenen Einrichtungen wurden die Ergebnisse diskutiert und gewürdigt. Am Ende der Veranstaltung stand für alle Anwesende eine Broschüre zur Verfügung.


Nach der Veranstaltung erreichten uns bereits mehrere Anfragen zwecks Zusendung der Broschüre. Gerne schicken wir diese Interessierten zu: Hannah Kirschner

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Prof. Dr. Sigrun Kabisch

Broschürencover: Kleinere Großwohnsiedlungen im Blick
Titelseite "Leipzigs kleinere Großwohnsiedlungen im Blick"
Buchcover: Großwohnsiedlungen im Haltbarkeitscheck
Titelseite „Großwohnsiedlungen im Haltbarkeitscheck“

Gemeinsamer Workshop zum Thema Kindergesundheit

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Wissenschaftler der Themenbereiche Chemikalien in der Umwelt und Umwelt und Gesellschaft veranstalten am 29. Januar 2018 gemeinsam den Workshop:

„Soziale Einflussfaktoren auf Kindergesundheit im urbanen Raum verstehen“

Um umweltbezogene Gesundheitsbelastungen von Kindern umfassend bestimmen zu können, erlangen soziale Faktoren des Lebensumfeldes Bedeutung. Der interdisziplinäre Ansatz braucht gemeinsam getragene Konzepte und präzise Sprachverständnisse.
Als Grundlage für den Workshop wurde ein Literaturreview durchgeführt, der das Verständnis zu sozialen Einflussfaktoren auf Kindergesundheit systematisiert.

29.1.2018, 13.00 - 16.30 Uhr
Kubus, Saal 2A/B, Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung – UFZ, Permoserstraße 15, 04318 Leipzig

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Prof. Dr. Sigrun Kabisch
Juliane Schicketanz

Neues Kompetenzzentrum Kinder-Umwelt-Gesundheit

Unterzeichnung des MoU durch Prof. Dr. Kiess und Prof. Dr. Teutsch Am 2. November 2017 wurde ein Memorandum of Understanding zur Gründung des Kompetenzzentrums Kinder-Umwelt-Gesundheit seitens der Universität Leipzig und des UFZ im Beisein der Sächsischen Staatsministerin für Wissenschaft und Kunst Eva-Maria Stange unterzeichnet. Seitens der Staatsministerin, der Rektorin der Universität Leipzig Beate Schücking und des Wissenschaftlichen Geschäftsführers des UFZ Georg Teutsch wurden die herausragenden Möglichkeiten interdisziplinärer Zusammenarbeit zur Förderung der Kindergesundheit und die damit begründete Alleinstellung des Leipziger Forschungsstandortes betont. Es wurde herausgehoben, dass neben den medizinischen und epidemiologischen Einflussfaktoren auch die Umwelteinflüsse und die sozialen Umweltbedingungen im Stadtquartier, in denen Kinder aufwachsen, in die Untersuchung einbezogen werden müssen. Dazu wird die stadt- und umweltsoziologische Forschung unseres Departments Beiträge liefern.

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Prof. Dr. Sigrun Kabisch

Chinesische Delegation zu Gast am UFZ

Gruppenfoto Vom 24.-25. Oktober 2017 war eine 7-köpfige Delegation der Zhejiang Universität Hangzhou vom Department of Land Management zu Gast am UFZ. Neben der Präsentation studentischer Arbeiten haben die Gäste sich über die aktuelle Arbeit im Department Stadt- und Umweltsoziologie informiert und mögliche Kooperationsfelder ausgelotet. Im Rahmen eines Workshops im Visualisierungszentrum wurden verschiedene interdisziplinäre Ansätze zur Stadtforschung am UFZ vorgestellt. Dr. Florian Koch gab eine Einführung zum IP Urbane Transformationen sowie, zusammen mit Prof. Dr. Uwe Schlink , einen Einblick in die mikrometeorologische Modellierung und deren 3D Visualisierung am Beispiel der Brachflächenrevitalisierung auf dem Gelände des Bayerischen Bahnhofs. Neben Untersuchungsergebnissen zur Luftqualität in Medellin, Kolumbien, von Dr. Andrea Müller , präsentierten außerdem die drei Doktoranden Jingxia Wang , Maximilian Ueberham und Daniel Hertel ihre jeweiligen stadtbezogenen Forschungsansätze. Damit wurde ein breites Spektrum, welches von Landnutzung über Urbanes Klima bis hin zu gesamtstädtischen und individuellen Gesundheitsauswirkungen reichte, abgedeckt. Präsentation im Visualisierungszentrum
Von chinesischer Seite gab der Leiter des Departments of Land Management Prof. Dr. Wu Yuzhe einen kurzen Überblick über die Universitätsstruktur und sein Department. Anschließend präsentierten vier Studenten die Ergebnisse ihrer Bachelorarbeiten aus dem Bereich des urbanen Landmanagement. Der Schwerpunkt lag dabei auf Einflüssen, die auf die Haus- und Wohnungssituation in Hangzhou einwirken. Diskutiert wurden insbesondere Verknüpfungsmöglichkeiten der Stadtforschung in Hangzhou und Leipzig. Nach dem Besuch am UFZ nutzte die Delegation die Möglichkeit weitere Teile des Wissenschaftsparks kennenzulernen, sowie Leipzig mit Vertretern der Stadtplanung zu besichtigen.

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Daniel Hertel

Gastwissenschaftler zu Besuch aus Chennai, Indien

Gangadhar Undi Swami (MS) Im September 2017 ist Herr Gangadhar Undi Swami (MS) vom Indian Institute of Technology Madras (IITM) in Chennai, Indien, zu Gast am Department Stadt- und Umweltsoziologie. Im Rahmen seines Promotionsprojektes untersucht er den Einfluss von Landnutzungsänderungen und Wetterbedingungen auf die urbane Luftqualität. Insbesondere verbindet er Messdaten, die an festen Stationen und von mobilen Individuen erhoben wurden mit mikro-meteorologischen Simulationen und analysiert den Zusammenhang zwischen urbaner Wärmeinsel und der Bildung sekundärer Luftschadstoffe, wie Ozon.

Kontakt:
Gangadhar Undi Swami
Prof. Uwe Schlink

Afrikanische Stipendiaten zu Gast am UFZ

Afrikanische Stipendiaten der VW Stiftung besuchten am 19. Juli 2017 das UFZ und unser Department. Sie waren Teilnehmer des Workshops „Africa Initiative“-Projekt: Knowledge for Tomorrow – Cooperative Research Projects in Sub-Saharan Africa“. Die 12-köpfigeDelegation, geleitet von Prof. Stützel von der Leibnitz-Universität Hannover, interessierte sich insbesondere für UFZ-Kooperationen mit afrikanischen Partnern.

Die Begrüßung verband Frau Prof. Kabisch mit einer Vorstellung der zentralen Forschungsschwerpunkte am UFZ. Danach ging sie auf Ergebnisse und Erfahrungen des Forschungsprojektes CLUVA ein, das sich mit Auswirkungen des Klimawandels im urbanen Afrika beschäftigt. Daran schloss sich ein Vortrag zu Methoden der Risikoforschung von Dr. Annemarie Müller an. Weitere laufende Projekte in Afrika wurden von Dr. Kathleen Hermans (CLE) zu Landnutzungswandel und Migration und von Dr. Gunnar Dreßler (ÖSA) zu Viehwirtschaft von Nomaden im Kontext von knappen Weideressourcen vorgestellt. Besonders interessant war in allen Präsentationen die Verbindung von sozial- und naturwissenschaftlichen Fragestellungen. Zentrale Inhalte betrafen dabei die Rolle von Migration, einerseits als Lösungsstrategie, andererseits als Herausforderung, sowie die Übertragbarkeit wissenschaftlicher Ergebnisse in die Praxis.

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Prof. Sigrun Kabisch

DAAD-Gastwissenschaftler zu Besuch aus dem Iran

Prof. Dr. Sadegh Salehi Von Ende Juni bis Mitte September 2017 ist Prof. Dr. Sadegh Salehi von der Universität Mazandaran (Iran) DAAD-Gastwissenschaftler in unserem Department. Er wird bei seinem Aufenthalt an Forschungen zu Konsummustern und erneuerbaren Energien sowie Abfallmanagement arbeiten. Zu den weiteren Plänen seiner Arbeit am UFZ gehört die Vorbereitung von Forschungskooperationen zwischen dem UFZ und verschiedenen iranischen Universitäten. Fachliche Schwerpunkte sind neue Methoden des Wassermanagements in Zeiten des Klimawandels.

Kontakt:
Prof. Sadegh Salehi
Prof. Matthias Groß

Gastwissenschaftler zu Besuch aus Santiago de Chile

Francisco de la Barrera Das Department hatte Herrn Francisco de la Barrera aus Santiago de Chile, Pontifícia Universidad Católica, Institut für Geographie, vom 18. bis 21. Juni 2017 zu Gast. Francisco de la Barrera arbeitet an der Schnittstelle von urbanen Wachstumsprozessen und dem damit zusammenhängenden Druck auf das natürliche Ökologiesystem vor allem entlang der Anden. Sein Aufenthalt diente zum einen der Fertigstellung gemeinsamer Publikationen als auch der Reflexion weiterführender gemeinsamer Arbeiten.

Kontakt:
Dr. Ellen Banzhaf

Gastwissenschaftler zu Besuch aus Ecuador

Gruppenfoto mit P. Cabrera-Barona, E. Banzhaf, S. Kabisch, F.Koch Am 14. und 15. Juni 2017 war Herr Pablo Cabrera-Barona aus Ecuador, derzeit an der Universität Salzburg, im Department Stadt- und Umweltsoziologie zu Gast. Sein wissenschaftlicher Hintergrund liegt in der Kombination von Ökologie und Planung. In der AG Geomatik stellte er seine Forschungsmethode und die -ergebnisse zu „Health Inequalities with Emphasis on Deprivation and Healthcare Accessibility” vor. Im Integrierten Projekt Urbane Transformationen diskutierte er mit uns die Thematik „From the ‘Good Living‘ to the ‘Common Good’ – an economic-spatial perspective”.

Kontakt:
Dr. Ellen Banzhaf

Positionspapier Stadtgrün und soziale Gerechtigkeit veröffentlicht

Zusammen mit einem interdisziplinären Team internationaler Umwelt- und SozialwissenschaftlerInnen veröffentlichten MitarbeiterInnen des Departments Stadt-und Umweltsoziologie bzw. des IP Urbane Transformationen ein Positionspapier zum Thema Stadtgrün und soziale Gerechtigkeit (Quelle: Haase, D., Kabisch, S., Haase, A. et al. 2017. Greening cities – To be socially inclusive? About the alleged paradox of society and ecology in cities. Habitat International Volume 64, June 2017, Pages 41–48 DOI: 10.1016/j.habitatint.2017.04.005). Foto vom Workshop. Quelle: A. Haase Das Papier diskutiert aktuelle Herausforderungen einer nachhaltigen bzw. grünen Stadtentwicklung vor dem Hintergrund wachsender sozialräumlicher Ungleichheiten in Städten und ungelöster sozialer und Gerechtigkeitsfragen. Es werden sechs konkrete Voraussetzungen für eine sozial inklusive, grüne Stadtentwicklung formuliert, z.B. die Anerkennung existierender Zielkonflikte von sozialen und ökologischen Prozessen, die Einbeziehung diverser Meinungen, Bedarfe und Präferenzen, einen Fokus auf eine Multi-Akteurs-Governance sowie eine politische Kontextualisierung der Debatte. Basis der Veröffentlichung war ein internationaler Workshop am UFZ am 1.6.2015 mit 25 TeilnehmerInnen.

Haase et al 2017 - Abstract

Kontakt:
Dr. Annegret Haase

Neue DKN Future Earth Arbeitsgruppe (2017-2019)

DKN Logo

Im Januar 2017 hat das Deutsche Komitee für Nachhaltigkeitsforschung ( DKN ) Future Earth dem Vorschlag zur Einrichtung einer neue Arbeitsgruppe zum Thema „Urbane Nachhaltigkeitstransformationen – Integrative Stadtforschung” zugestimmt. Initiatoren und Leiter dieser Arbeitsgruppe sind Dr. Kerstin Krellenberg und Dr. Florian Koch. Die Arbeitsgruppe verfolgt einen Disziplinen übergreifenden Ansatz zur Stärkung der deutschen Forschungscommunity im Bereich der integrativen Forschung zu urbanen Nachhaltigkeitstransformationen. 

Forschungsobjekt der Arbeitsgruppe sind Städte, die sowohl Mitverursacher als auch Betroffene des Globalen Umweltwandels sind. Zum Erreichen der Sustainable Development Goals (SDGs) der Vereinten Nationen spielen urbane Räume deshalb eine wesentliche Rolle. Ziel der Arbeitsgruppe ist daher, durch einen neuen Zusammenschluss bestehender Stadtforschungsexpertise die deutsche Forschungscommunity im Bereich der integrativen Stadtforschung zur Umsetzung der SDGs stärker zu vernetzen, bestehende Forschungsansätze zusammenzubringen sowie die Anschlussfähigkeit an andere flankierende Communities aufzuzeigen. Dies knüpft direkt an die laufenden Arbeiten im Department Stadt- und Umweltsoziologie und dem IP Urbane Transformationen an und bietet eine gute Möglichkeit, auch mit der Arbeit am UFZ einen Beitrag zur Umsetzung der SDGs zu leisten.

Ansprechpartner am UFZ:
Dr. Florian Koch , Department Stadt- und Umweltsoziologie, Manager des IP Urbane Transformationen