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Die Städte und der Klimawandel

Das Urban Climate Change Research Network (UCCRN) hat kürzlich seinen zweiten Bewertungsbericht (ARC3.2) veröffentlicht. Dieser ist das Ergebnis eines ca. fünf Jahre währenden Prozesses, der mehr als 350 Autoren aus über 100 Städten weltweit vereinte, um Bürgermeister, städt. Beamte und politische Entscheidungsträger, Stadtplaner und ein breites Spektrum von Forschern und fortgeschrittenen Studenten in den Umweltwissenschaften über die Entwicklung und Umsetzung einer effektiven Stadtklimapolitik zu informieren, die laufende und geplante Investitionen für Städte in Entwicklungs-, Schwellen- und Industrieländern wirksam machen. Die ARC3.2-Zusammenfassung für Stadtpolitiker wurde bereits im Dezember 2015 auf einer Sitzung des UCCRN auf der 21. UNFCCC-Konferenz der Vertragsparteien (COP21) in Paris vorgestellt.

Das UFZ hat als Coordinating Lead Authors, Lead Authors und mit spezifischen Fallstudien zu Santiago de Chile, Dar es Salaam und Jena aktiv zu diesem Bericht beigetragen. Die Erfahrung, Teil dieser großen Initiative und eines langen Prozesses zu sein, war beeindruckend. Das aufgebaute Netzwerk bietet eine hervorragende Grundlage für die zukünftige Zusammenarbeit.

Am 18. September 2018 stellten Dr. Kerstin Krellenberg und Dr. Nathalie Jean-Baptiste, beide Gastwissenschaftler am Department für Stadt- und Umweltsoziologie am UFZ, die wesentlichen Ergebnisse des Berichts vor und sprachen über ihre persönlichen Erfahrungen als Coordinating Lead Author und Lead Author dieses Berichts:

Climate Change and Cities - Second Assessment Report of the Urban Climate Change Research Network

Kontakt:
Kerstin Krellenberg
Nathalie Jean-Baptiste

K. Krellenberg und N. Jean-Baptiste
Nathalie Jean-Baptiste und Kerstin Krellenberg. Foto: S. Kabisch, UFZ

Mit Symposien, Vorträgen und Poster auf der IAPS in Rom

Im Juli 2018 fand eine Woche lang die internationale und interdisziplinär geprägte IAPS Konferenz in Rom statt. IAPS steht für International Association of People-Environment Studies, bei der es um umweltbezogene Fragen globaler bis lokaler Ausprägung geht, stets bezogen auf die Bedürfnisse und Herausforderungen des Menschen in der von ihm geprägten Umwelt. Das UFZ war mit zwei Symposien und mehreren Einzelvorträgen sichtbar, die unsere Kernthemen urbane Transformationen, Grüne Infrastruktur mit Blick auf Wohlergehen und Diversifizierung der städtischen Bevölkerung, in den wissenschaftlichen Diskurs stellten und sehr gut besucht waren. Auch in dem der Konferenz vorausgehenden Young Researchers Workshop und während der Poster Session hatten junge Nachwuchswissenschaftler des UFZ Gelegenheit, sich mit erfahrenen internationalen Wissenschaftlern auszutauschen und ihre Forschungsfragen aus unterschiedlichen Blickwinkeln zu besprechen.

Kontakt:
Sigrun Kabisch
Ellen Banzhaf

Matthias Groß erhält den Frederick Buttel Preis 2018

Logo ISA Matthias Gross erhielt von der International Sociological Association ( ISA ) den Frederick Buttel International Award for Distinguished Scholarship in Environmental Sociology. Der Buttel Award ist die höchste Auszeichnung, die in diesem Fachgebiet verliehen wird. Der Preis wird von der International Sociological Association alle vier Jahre vergeben und ist laut ISA-Website vorgesehen für: "outstanding contributions of scholars to the study of environment-society relations". Der Preisträger Matthias Gross wurde auf dem World Congress of Sociology am 18. Juli 2018 in Toronto in einer Rede von Professor Stewart Lockie, ehemaliger Präsident des ISA-Forschungskomitees für Umwelt und Gesellschaft, bekannt gegeben.

Kontakt:
Prof. Dr. Matthias Groß

Forschungsergebnisse zu Großwohnsiedlungen präsentiert

Am 18. Juni 2018 stellten Wissenschaftler/innen ihre neuesten Forschungsergebnisse in einer öffentlichen Veranstaltung im Rahmen des Grünauer Kultursommers im Stadtteiladen Grünau vor. Zunächst präsentierten die Herausgeber/innen das jüngst erschienene Buch „Großwohnsiedlungen im Haltbarkeitscheck“. Hierin werden Perspektiven und Herausforderungen ostdeutscher Großwohnsiedlungen differenziert und anhand von zahlreichen Beispielen dargestellt. Ein zentraler Beitrag befasst sich mit den Entwicklungschancen von Grünau auf der Basis der vom UFZ verantworteten Langzeitstudie „Wohnen und Leben in Grünau“. Veranstaltung mit Gästen Veranstaltung mit Gästen. © Raffaela Betz, UFZ
Wir konnten die polnischen und tschechischen Partner Eva Szafranska (Lodz), Michal Kohout und Filip Tittl (Prag) in Grünau begrüßen, die ebenfalls Beiträge für das Buch verfasst hatten. Mit ihnen diskutierten wir insbesondere die unterschiedlichen Eigentümerstrukturen in den jeweiligen Ländern. Zu diesem Thema in Leipzig-Grünau konnten von UFZ-Seite kartographische Auswertungen präsentiert werden. Rundgang durch Grünau Um einen Eindruck vom Leben in Grünau zu vermitteln, haben wir mit interessierten Gästen vor der Veranstaltung einen Spaziergang durch die Großwohnsiedlung unternommen.


Daran anschließend konnten die UFZ-Wissenschaftler/innen jüngste Forschungsergebnisse zu Leipzigs sogenannten 13 kleineren Großwohnsiedlungen aufzeigen. In Form einer jüngst erschienen UFZ-Broschüre werden hier die Entwicklungschancen dieser Gebiete des industriellen Wohnungsbaus beleuchtet. Mit Hilfe von mehreren Karten und Graphiken wird jedes einzelne Wohngebiet analysiert. Darauf basierend werden Spezifika und Potentiale abgeleitet. In einer Zusammenschau aller Befunde wird die Bedeutung der kleineren Großwohnsiedlungen im wachsenden Leipzig herausgestellt. Mit Vertretern der Stadtplanung und –politik sowie lokalen Akteuren aus verschiedenen Einrichtungen wurden die Ergebnisse diskutiert und gewürdigt. Am Ende der Veranstaltung stand für alle Anwesende eine Broschüre zur Verfügung.


Nach der Veranstaltung erreichten uns bereits mehrere Anfragen zwecks Zusendung der Broschüre. Gerne schicken wir diese Interessierten zu: Hannah Kirschner

Kontakt:
Prof. Dr. Sigrun Kabisch

Broschürencover: Kleinere Großwohnsiedlungen im Blick
Titelseite "Leipzigs kleinere Großwohnsiedlungen im Blick"
Buchcover: Großwohnsiedlungen im Haltbarkeitscheck
Titelseite „Großwohnsiedlungen im Haltbarkeitscheck“

Gemeinsamer Workshop zum Thema Kindergesundheit

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Wissenschaftler der Themenbereiche Chemikalien in der Umwelt und Umwelt und Gesellschaft veranstalten am 29. Januar 2018 gemeinsam den Workshop:

„Soziale Einflussfaktoren auf Kindergesundheit im urbanen Raum verstehen“

Um umweltbezogene Gesundheitsbelastungen von Kindern umfassend bestimmen zu können, erlangen soziale Faktoren des Lebensumfeldes Bedeutung. Der interdisziplinäre Ansatz braucht gemeinsam getragene Konzepte und präzise Sprachverständnisse.
Als Grundlage für den Workshop wurde ein Literaturreview durchgeführt, der das Verständnis zu sozialen Einflussfaktoren auf Kindergesundheit systematisiert.

29.1.2018, 13.00 - 16.30 Uhr
Kubus, Saal 2A/B, Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung – UFZ, Permoserstraße 15, 04318 Leipzig

Kontakt:
Prof. Dr. Sigrun Kabisch
Juliane Schicketanz