Forschungsschwerpunkte

Nachhaltige Stadtentwicklung 

Block
Demographie

Die umweltbezogene Stadtforschung des Departments untersucht das Zusammenwirken von Lebensqualität, Resilienz und Ressourceneffizienz im Sinne einer nachhaltigen Stadtentwicklung. Dabei steht die Analyse von Wechselbeziehungen sozialer und ökologischer Entwicklungen in urbanen Räumen im Vordergrund sowie deren Ursachen und Konsequenzen. Im Zuge des demographischen Wandels bzw. Klimawandels entstehen neue Dynamiken dieser wechselseitigen Beziehungen, die sich insbesondere in den Städten auswirken. Unsere Stadtforschung zeichnet sich durch eine hohe Interdisziplinarität aus und zielt darauf ab, Forschungsfragen und -ansätze auf unterschiedlichen räumlich-zeitlichen Skalen in enger Kooperation mit anderen Forschungspartnern sowie mit Politik und Praxis zu entwickeln.

Umweltrisiken und Extremereignisse 

UFZ Bilddatenbank
Gunnar Dressler

Unsere Forschung konzentriert sich auf die Interaktion zwischen Umweltgefahren (z.B. Überschwemmungen, Hitzewellen und Luftschadstoffen) und der Gesellschaft. Mit dem Ziel diese Wechselbeziehungen besser zu verstehen, werden die Auswirkungen dieser Gefahren auf Individuen, Gemeinschaften und ganze urbane Regionen betrachtet. Auf welche Weise institutionelle Steuerungs- und Planungsprozesse (Governance) sowie Alltagspraktiken Risiken und Vulnerabilitäten sowohl begegnen als auch möglicherweise verstärken steht dabei im Vordergrund. Unser methodisches Repertoire umfasst Interviews, Umfragen und andere sozialwissenschaftliche Methoden, aber auch Messungen, Computersimulationen und Geostatistiken. Wir arbeiten in engem Kontakt mit diversen Akteuren von der lokalen bis zur internationalen Ebene. Unsere Ergebnisse zielen auf die Entwicklung und Anwendung praxisrelevanter Strategien, die einen Beitrag zur Stärkung resilienter und lebenswerter Gemeinschaften leisten sollen.

Erneuerbare Energien 

Island
Demonstration „AKW abschalten”, 26.11.2011, Bundestag, Conrad Kunze

Die soziologische Energieforschung des Departments beschäftigt mit der Etablierung alternativer Energiesysteme (insbesondere im Bereich Geothermie). Hier interessieren die soziokulturellen Grundlagen der aktuellen Transformationsprozesse im Energiesystem, die Rolle von Nichtwissen in Entscheidungsprozessen, die Entwicklung von Umwelt- und Technikkonflikten die die Energiewende mit sich bringt und welche Akteure dabei auf welche Weise und warum aktiv werden. Damit soll ein Beitrag zum Verständnis gesellschaftlicher Prozesse bei der sozialverträglichen Implementierung innovativer und nachhaltiger Technologien geliefert werden. 


Diese Themen spiegeln sich auch stark in den Arbeitsgruppen wieder, in denen die Forschungsaktivitäten des Departments eingebunden sind:

        Energie
        Geomatik
        Governance und Institutionen    
        Klimawandel
        Sozialwissenschaftliche Wasserforschung
        Stadt- und Regionalforschung

Es besteht die Möglichkeit, mehrwöchige Praktika in den einzelnen Projekten des Departments zu absolvieren. Mehr Informationen dazu finden Sie hier.