Arbeitsgruppe Citizen Science

FLOW: Fließgewässer erforschen - gemeinsam Wissen schaffen

Flow

Kurzbeschreibung

Pflanzenschutz- und Düngemitteleinträge, Begradigungen des Gewässerverlaufs und Veränderungen der Ufervegetation wirken sich negativ auf den ökologischen Zustand von Fließgewässern aus. Insbesondere aquatisch lebende Insekten(-larven) und wirbellose Kleinlebewesen (sogenannte Makroinvertebraten) werden durch diese menschlichen Aktivitäten deutlich reduziert. Wichtige Ökosystemleistungen wie der Abbau von organischem Material und die Selbstreinigungsfähigkeit der Fließgewässer werden dadurch beeinträchtigt.

Vielerorts sind die Pestizidbelastung und Strukturgüte von Fließgewässern jedoch noch unerforscht.

FLOW ist ein Citizen-Science-Projekt zum ökologischen Monitoring von kleinen Fließgewässern und Bächen, das im Frühjahr 2020 startet. Ziel des FLOW-Monitorings ist es, gemeinsam mit interessierten Bürgerinnen und Bürgern den ökologischen Zustand von Bächen zu erforschen und zu beurteilen. Mit Ihnen zusammen wollen wir folgende Fragen beantworten:

Wie lässt sich die Pestizidbelastung einzelner Bäche in Mitteldeutschland durch die Analyse des Vorkommens wirbelloser Zeigerarten einstufen und bewerten?
Wie ist die Gewässerstrukturgüte (u.a. Gewässerverlauf, Uferstruktur, Gewässersohle, Strömungsbild, umgebende Landnutzung) der untersuchten Bäche ausgeprägt?

Die mit den Freiwilligen erhobenen Gewässerdaten fließen in ökotoxikologische und ökologische Studien ein. Darauf aufbauend sollen lokale und regionale Strategien zum Gewässerschutz abgeleitet werden.

FLOW ist ein Projekt des Deutschen Zentrums für integrative Biodiversitätsforschung (iDiv), des Helmholtz-Zentrums für Umweltforschung (UFZ, Leipzig), der Friedrich-Schiller-Universität Jena und der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU).