Forschung am Department Ökosystemleistungen

Research Topics

Themen

  • Raum-zeitliche Verteilungsmuster von Biodiversität und Ökosystemleistungen

  • Wechselseitige Abhängigkeiten von Biodiversität, Ökosystemleistungen und menschlichem Wohlbefinden

  • Operationalisierung des Ökosystemleistungsansatzes für effektives und effizientes Management natürlicher Ressourcen

  • Bewertung und Quantifizierung von Nutzungen kultureller und historischer Ökosystemleistungen durch Bürgerinnen und Bürger, Kinder und Jugendliche

  • Entwicklung von Kapazitäten für integrative Biodiversitäts- und Ökosystemforschung


Beteiligung an Integrierten Projekten (IP) am UFZ

IP Land Use Conflicts

IP Urban Transformations


Projekte (nach Themenbereichen)

Logo_ECOP

ECOPOTENTIAL ist ein Europäisches Horizont 2020 Projekt, das einen Fokus auf internationale Schutzgebiete legt, dabei verschieden Erdbeobachtungsdaten verknüpft, sowie Analysen und Modellierungen gegenwärtiger und zukünftiger Ökosystemleistungen durchführt. ECOPOTENTIAL betrachtet skalenübergreifende Wechselwirkungen der Geo-Biosphäre, um ökologische und umweltbezogene Herausforderungen zu adressieren.
Das Department ESS trägt innerhalb des Projektes zur Erarbeitung und Operationalisierung partizipativer Ansätze bei der Untersuchung von kulturellen Ökosystemleistungen von mind. 3 Nationalparks in Europa bei.

Projektwebseite

Ansprechpartner: Roland Krämer

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Ökosysteme, die Ökosystemleistungen bereitstellen, sind oft weit entfernt von den Nutzerinnen und Nutzern dieser Leistungen. Solche interregionalen Flüsse von Ökosystemleistungen können durch menschliche Aktivitäten oder Stoffflüsse verursacht werden. Durch die Nutzung dieser Ökosystemleistungen können Länder einen (negativen) Effekt auf Biodiversität und Ökosystemleistungen anderswo haben. Bisher haben jedoch nationale Berichte zu Ökosystemleistungen diese oft nur innerhalb der eigenen Grenzen berücksichtigt.

Zu diesem Thema leiten wir gemeinsam mit anderen die internationale Arbeitsgruppe sTeleBES. Das Ziel dieser Gruppe ist eine Synthese von Theorien, Methoden und Indikatoren von Ökosystemleistungsflüssen. Wir leiten auch, gemeinsam mit Partnern, eine internationale Arbeitsgruppe zu diesem Thema im Rahmen der Ecosystem Services Partnership (ESP). Desweiteren ist eine Sonderausgabe der Zeitschrift Ecosystem Services in Arbeit. Die wissenschaftliche Arbeit des Departments konzentriert sich auf die Erfassung und Bewertung von interregionalen Flüssen von Ökosystemleistungen mit einem Fokus auf Deutschland.

Ansprechpartner: Matthias Schröter

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Deutschland trägt eine besondere Verantwortung für seine national bedeutsamen Naturschutzflächen. Die Genese dieser Flächen sowie die Potenziale hinsichtlich einer zukünftigen nachhaltigen Entwicklung sind sowohl aus naturschutzfachlicher als auch kulturhistorischer Sicht von großem wissenschaftlichem aber auch gesellschaftlichem Interesse. Das Projekt zielt darauf ab, die historischen Nutzungsansprüche von ausgewählten – historischen Kulturlandschaften, hier Naturerbeflächen, zu untersuchen und dabei Methoden zu entwickeln und zu erproben, die aufweisen wie kulturhistorische und naturschutzfachliche Bedarfe an diese Räume zu vereinen sind. Dabei wird auf das Konzept der ökosystemaren Dienstleistungen zurückgegriffen und dieses weiterentwickelt.

Projektwebseite

Ansprechpartnerin: Andrea Büermann

BfN Logo

Der Klimawandel stellt sowohl für die biologische Vielfalt als auch die menschliche Gesundheit und das Wohlbefinden eine erhebliche Herausforderung dar. Zum Glück können Naturschutz, Restaurierung und Erhaltung den Klimawandel mildern und die menschliche Gesundheit und das Wohlbefinden fördern.
Von lokalen, nationalen und internationalen Regierungen und Organisationen
gibt es bereits ein großes Bewusstsein für den Einsatz natürlicher Umgebungen zur Steigerung menschlicher Gesundheit und Wohlbefinden. Darauf aufbauend wird die Bedeutung der Biodiversität für die menschliche Gesundheit und das Wohlbefinden zunehmend anerkannt. Das Verständnis der Auswirkungen der Biodiversität auf die menschliche Gesundheit und das Wohlbefinden ist erforderlich, um naturnahe Lösungen für die Anpassung an den Klimawandel und die öffentliche Gesundheit umzusetzen.

In diesem Projekt behandeln wir folgende Forschungsfragen:

  • Beeinflusst Biodiversität rund um unser Heimat die körperliche und geistige Gesundheit der Bürger?
  • Über welche Wege beeinflusst Biodiversität unsere Gesundheit?
  • Ist es möglich, "unser eigenes Wohlbefinden reifen zu lassen"? Gibt es einen Zusammenhang zwischen dem Wohlbefinden der Gärtner und der Biodiversität ihres Kleingartens?

Weblinks:

BfN - Website on Climate Change and Biodiversity

Conference Biodiversity and Health in the face of Climate Change

Contact: Melissa Marselle

Evaluating the new greening measures from Ecological and Socio-economic perspectives.

Agricultural intensification and expansion, combined with abandonment of extensively managed farmland, are leading to ongoing losses of biodiversity (BD) and ecosystem services (ESS). At the same time, rural employment is declining and farmers are facing major economic uncertainties. As I am investigating the EU’s Common Agricultural Policy (CAP) as a key factor shaping these processes but also offering tools to mitigate them. To this end, the (sDiv-funded) interdisciplinary project assesses how the CAP affects our environment, society and economy. We put particular focus on the recent “greening measures” installed in the CAP in its last reform. The assessment is part of a broader “Fitness Check” of the CAP, aiming to develop a set of robust, evidence-based recommendations for the next CAP reform.

Contact: Guy Peer

Wir arbeiten an einem Atlas für Ökosystemleistungen, der aktuelles Wissen im Bereich räumlicher Bewertungen von Ökosystemleistungen zusammenfasst. Der Fokus liegt auf Risiken für Ökosystemleistungen, und das Thema wird aus multidisziplinärer Sicht bearbeitet. Der Atlas wird verschiedene Komponenten von Ökosystemleistungen erfassen, Risiken und Gefährdungen analysieren, Nutzen von Ökosystemleistungen und Optionen für politische Entscheidungen darlegen. Der Atlas ist für ein breites Publikum geschrieben, sowohl aus der Politik als auch aus der Praxis und für verschiedene wissenschaftliche Disziplinen. Der räumliche Fokus liegt auf Europa.

Ansprechpartner: Matthias Schröter

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Trotz des hohen Stellenwertes von Biodiversität in der Gesellschaft fehlt es in Deutschland an einem stringenten nationalen Konzept zur Erfassung und Bewertung von Veränderungen des Artenreichtums. Allerdings gibt es viele Datensätze, die für diese dringend benötigten Analysen in Frage kommen.

Ziel der Arbeitsgruppe sMon ist es, exemplarische Datensätze zu ausgewählten Taxa aus verschiedenen Bundesländern zusammenzuführen und die Möglichkeiten für Analysen dieser heterogenen Datentypen auszuloten.

Aus der Evaluierung der vorhandenen Daten, Erfassungsprogramme und Analysemethoden sollen Perspektiven für die systematische Datenerfassung und zukünftige Monitoringprogramme in Deutschland abgeleitet werden. Ein Schwerpunkt liegt hierbei auf der Anpassung und Weiterentwicklung von Analysemethoden.

Ansprechpartner: David Eichenberg

Ziviles Engagement spielt zunehmend eine wichtige Rolle, nicht nur in der Gesellschaft, sondern auch in der Wissenschaft und Forschung. Die Bürgerwissenschaft (Citizen Science) umfasst das Engagement von Menschen in wissenschaftlichen Prozessen, die nicht an Institutionen in diesem Bereich der Wissenschaft gebunden sind. Auch wenn zahlreiche Potenziale von Citizen Science bereits bekannt sind (Verweis auf GEWISS) und bundesweit ein intensiver Austausch darüber bereits stattgefunden hat (GEWISS), bestehen sowohl auf Seiten der Wissenschaft, als auch auf Seiten der Bürgerinnen und Bürger Bedenken über die Möglichkeiten von Citizen Science. Die Befürchtungen reichen von »billigen Hilfswissenschaftlerinnen und Hilfswissenschaftlern« bis hin zu »unzureichender Datenqualität« und »fehlender Kenntnis wissenschaftlicher Standards«. Die Überwindung dieser Vorbehalte benötigt weiterhin den Dialog und eine bessere Vernetzung der Akteure von Citizen Science und Interessierten aus Wissenschaft, Gesellschaft und Politik. Wir etablieren Netzwerke, die die Verankerung von Citizen Science in der Wissenschaft stärken und einen Beitrag zur Professionalisierung von Citizen Science in Deutschland leisten.

Ansperechpartnerin: Anett Richter


Abgeschlossene Projekte

Climate change has significant impacts on society and biodiversity. People are likely to experience climate change impacts most directly in cities and urban areas. Technical solutions are only one aspect of climate adaptation and mitigation, while nature-based solutions can foster functioning ecosystems as essential backbone to climate mitigation and adaptation. Management that focusses on green infrastructure as measure towards greening cities has the potential to meet several goals across sectors and may also be cost-effective and sustainable. Nature-based solutions to adaptation can therefore help to address both the 2020 targets of the Convention on Biological Diversity (CBD) as well as those of the Framework Convention on Climate Change (UNFCCC).

Building on the international conference 'Climate change and Nature Conservation in Europe - an ecological, policy and economic perspective' held in Bonn in 2013, the research project BioClim (European Conferences on Biodiversity and Climate Change, project duration 11.2014-09.2017) addresses research on nature-based solutions and ecosystem based adaption in urban areas with special focus on biodiversity, climate adaptation & mitigation and its linkages to social cohesion. In cooperation with the BfN (Federal Agency for Nature Conservation) and ENCA (European Network of Heads of Nature Conservation Agencies), BioClim will bring together scientists, practitioners and policy makers to discuss the links of nature-based solutions to important urban challenges related to climate change. The aim is to showcase and explore good practice of nature-based solutions to climate change mitigation and adaptation in Europe’s urban areas and their surrounding landscapes, and to analyse challenges and identify indicators of success. An explicit goal is to assess how the concept of nature-based solutions can help conservation to work across sectors in collaboration with e.g. urban planning, architecture, forestry, water and health.

Reference to Kabisch et al. 2016

In November 2015 a joint BfN/ENCA European Conference on Nature-based Solutions to Climate Change in Urban Areas and their Rural Surroundings 17-19 Nov. took place held in Bonn/Germany (conference presentations).

Synthese aus Endbericht:

Das Bausteinprogramm „BürGEr schaffen WISSen – Wissen schafft Bürger (GEWISS)“ hat bundesweit einen offenen Dialog zur Entwicklung von Citizen Science in Deutschland mit Akteuren aus Wissenschaft, Gesellschaft und Politik von August 2014 bis Dezember 2016 koordiniert und wissenschaftlich begleitet. Im Fokus standen die Entwicklung eines Grünbuchs für die Citizen Science Strategie 2020 für Deutschland, die Vernetzung von Akteuren aus Wissenschaft, Gesellschaft und Politik, sowie die Bereitstellung von praktischen Ressourcen zur Entwicklung von Citizen Science Kapazitäten. Zentrale Ergebnisse des Projektes sind a) der Ausbau und die Etablierung der Citizen Science Gemeinschaft und b) ein gemeinsam durchgeführter Diskurs zu Citizen Science mit der Identifizierung von Möglichkeiten und Potenzialen von Citizen Science in Deutschland.

Mehr als 1000 Akteure und Interessengruppen aus über 380 Organisationen und Einrichtungen brachten ihre Perspektiven zu Citizen Science in Deutschland ein. Die Teilnehmenden stammten aus universitären und außeruniversitären Einrichtungen (20-55% anteilige Beteiligung) sowie aus zivilgesellschaftlichen Organisationen, wie den Verbänden, Vereinen und Fachgesellschaften (25-70% anteilige Beteiligung). Ebenfalls am Entwicklungsprozess Beteiligte waren Bürgerinnen und Bürger und Vertreter aus den Bereichen der Politik und Wissenschaftskommunikation (17%-45% anteilige Beteiligung). Die Beteiligung von Bürgerinnen und Bürgern erfolgte hauptsächlich durch kürzere Veranstaltungsformate wie die Lange Nacht der Wissenschaft in Leipzig und Berlin und Diskussionsveranstaltungen in Zusammenarbeit mit den Wissenschaftsläden in Potsdam und Bonn. Die online Konsultation zum Rahmenpapier der Citizen Science Strategie 2020 für Deutschland wurde ebenfalls von Einzelpersonen durchgeführt. Vor allem die Fachveranstaltung zu Citizen Science auf der Woche der Umwelt mit Teilnahme des Bundespräsidenten a.D. Joachim Gauck auf dem Gelände des Schloss Bellevue in Berlin am 7. und 8. Juni 2016 war von zahlreichen Fachbesuchern und Bürgerinnen und Bürgern besucht. Die internationalen Citizen Science Konferenz am 18. Bis 21. Mai 2017, organisiert vom GEWISS- Team mit der European Citizen Science Association (ECSA) und internationalen Partnern, bot mit einer Citizen Science Disco, einem Citizen Science Thinkcamp und ein Citizen Science Fest offene Formate für Bürgerbeteiligung.

About the project

In order to facilitate the interaction between urban gardeners, Science and the public, the German Centre for integrative Biodiversity Research (iDiv) designed an educational showcase exhibition together with the Botanical Garden Leipzig and the Helmholtz - Centre for Environmental Research. Within the two year project volunteers from the different institutions will examine the effect of urban gardens on the functional and species diversity inside an urban ecosystem.

Background

With 270 allotment garden colonies, Leipzig features the highest density of urban gardens in Germany. The city is also the origin of the long allotment tradition that started in 1864 with the “SchreberMovement”. More recently, a movement born in England during the 1960s, known as community gardens, became more and more popular in Germany and introduced alternative methods like Permaculture into urban gardening. Besides selfsupply and recreation, urban gardens also play an important role when it comes to local climate and biodiversity – two aspects that are incredibly valuable in times of climate change and species loss / extinction crisis. The showcase will give an overview on different gardening techniques and shed a light on their visibility and effect on soil structure plant growth. Moreover, the project will serve as a platform for citizens, scientists and other stakeholders regarding urban gardening in public spaces.

The exhibition

The installations are divided into seven stations that address different (urban) gardening techniques as well as their effect on local climate, soil properties and plant growth. Four installations feature smallscale examples of gardening techniques such as irrigation, fertilizer, biodiversity and hydroculture. Within each technique a gradient of management intensity is shown and monitored. Additionally three more stations which are located outside the greenhouse premises, address other topics like balcony gardens, green rooftops and wild bees and their contribution for biodiversity. Additionally, one plot will be reserved for a collaboration with an adjacent kindergarten, thus providing an opportunity for visiting children to learn more about sustainable gardening methods.

Auf der Website zum Ausstellungsprojekt „Gartenwerkstatt Leipzig – Grüne Vielfalt erleben“ erhalten Sie alle wichtigen Informationen zur Ausstellung sowie zu aktuellen und kommenden Veranstaltungen:
https://gartenwerkstatt-leipzig.de/