Carbo-Iron

Arbeit am Carbo-Iron  Foto A.Künzelmann/UFZ
Iron on Activated Carbon Colloids  Foto: Wagner / Uni Leipzig
Mischbarkeit von Carbo-Iron mit DNAPL  Foto: R.Köhler / UFZ

Ein Schwerpunkt der Arbeiten unseres Departments liegt bei der Entwicklung neuer Verfahren zur Grundwasserbehandlung. Mit Carbo-Iron stellen wir ein neuartiges in-situ-geeignetes Reagenz zur Grundwasserreinigung vor. Die Kombination aus kolloidaler Aktivkohle und darauf geträgertem metallischen Eisen (10…25 Ma-% Fe) ergibt ein neuartiges umweltfreundliches Reduktionsmittel. Es eröffnet neue Wege sowohl zur Quellensanierung als auch aufgrund seiner relativ hohen Mobilität zum Aufbau von In-situ-Sorptions-Reduktions-Barrieren in mit halogenorganischen Verbindungen kontaminierten Aquiferen.
Die speziell gewählten Eigenschaften des Kompositmaterials, wie Partikelgröße, Oberflächenladung und Hydrophobie des Trägerkolloids sind günstige Voraussetzungen für verbesserte Transporteigenschaften und eine bessere Benetzbarkeit durch DNAPL im Vergleich zu ungeträgertem nano-Eisen. Carbo-Iron ist in der Lage, in gleicher Weise wie nano-Eisen ein breites Spektrum an halogenorganischen Verbindungen zu reduzieren. Die Aktivkohle unterstützt den Reinigungsprozess durch ihre Sammlerfunktion. Das Kompositmaterial ist dabei in der Lage, den sorptiv angereicherten Schadstoff auch der Reduktion am Eisen zur Verfügung zu stellen. Das Material ist also ganz besonders geeignet für Wässer mit niedriger Schadstoffkonzentration (µg/l bis mg/l), wie üblich für Grundwasserkontaminationen. Carbo-Iron ist quasi die bessere Alternative zu nano-Eisen.

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