Die Gleichstellungsbeauftragte

Die Gleichstellungsbeauftragte hat die Aufgabe, die Gleichstellung von Frauen und Männern sowie die Beseitigung bestehender und die Verhinderung künftiger Diskriminierungen wegen des Geschlechts am UFZ zu fördern und zu überwachen.weiterlesen…

Sie wirkt bei allen personellen, organisatorischen und sozialen Maßnahmen mit, die die Gleichstellung von Frauen und Männern, die Vereinbarung von Familie und Erwerbstätigkeit sowie den Schutz vor sexueller Belästigung am Arbeitsplatz betreffen. In diesem Sinn hat sie auch Beratungs- und Unterstützungsfunktion für einzelne Beschäftigte.

Gleichstellung ist in jeglicher Hinsicht eine Selbstverständlichkeit. Faktoren und Prozesse, die die Gleichstellung einschränken, müssen identifiziert, kommuniziert und ihnen systematisch entgegengewirkt werden. Die Ursachen der Ungleichbehandlung sind jedoch fast immer unbewusst und unabsichtlich in unserem Denken und Handeln verankert und strukturell so stark in unseren Alltag eingebettet, dass sie von uns allen in unserem täglichen Umgang miteinander reproduziert werden.

Gleichstellungsarbeit befasst sich daher damit, sowohl gezielt und bedarfsorientiert auf unterschiedliche Hintergründe und Ausgangssituationen der Mitarbeiter*innen zu reagieren als auch Rahmenbedingungen und Prozesse so zu gestalten, dass wir am UFZ Ungleichbehandlungen reduzieren, Chancengleichheit anstreben und die Verschiedenheit der Mitarbeiter*innen positiv nutzen können.

Alle Mitarbeiter*innen, Männer und Frauen, können aufgrund ihrer Lebenssituation von Chancenungleichheit betroffen sein und somit von Gleichstellungsmaßnamen profitieren. Doch nicht nur in ihrer individuellen persönlichen und beruflichen Entwicklung profitieren Mitarbeiter*innen von Gleichstellungsmaßnamen: Für alle Arbeits- und Organisationseinheiten am UFZ ist es ein Gewinn, ein Arbeitsumfeld zu bieten, in dem Mitarbeiter*innen mit diversen Hintergründen Raum finden, sich weiterzuentwickeln und ihre vielfältigen und spezifischen Perspektiven einfließen zu lassen. 


Gleichstellung am UFZ

Gleichstellung


Grundlagen der Gleichstellungsarbeit am UFZ


Die Arbeitsgrundlage der Gleichstellungsbeauftragten ist rechtlich und institutionell verankert. Diese Grundlagen stellen die Basis meiner Arbeit da, auf die ich durch persönliche Schwerpunktsetzungen aufbaue.


Arbeitsschwerpunkte

  1. Unterstützen der Umsetzung und Evaluierung des UFZ-Gleichstellungsplans durch Gespräche, Beratung, Analyse, Prozessbegleitung, Anregung, Motivation und Argumentation.
  2. Sensibilisieren für die Relevanz und die Ursachen von Ungleichstellung; Sichtbarmachen der Bemühungen und Potenziale des UFZ zur Erreichung von Gleichstellung; Ausweiten der Gleichstellungsperspektive auf zwischenmenschliche Verschiedenheit über den Aspekt Geschlecht hinaus.
  3. Verantwortungsvolles Wahrnehmen regulärer Aufgaben wie der Mitwirkung in Auswahlkommissionen und individuelle Beratung, Berichterstattung und Statistik, Vernetzung und Austausch, Weiterbildung und Dokumentation meiner Arbeit.


Gleichstellungsplan und Gesetze

Grundlage der Gleichstellungsarbeit sind das Allgemeines Gleichbehandlungsgesetz und das Bundesgleichstellungsgesetz. Da das Bundesgleichstellungsgesetz für außeruniversitäre Forschungseinrichtungen nicht bindend ist, hat die Gemeinsame Wissenschaftskonferenz (GWK) eine Ausführungsvereinbarung für außeruniversitäre Forschungseinrichtungen beschlossen, die die Basis für die Gleichstellungsarbeit am UFZ darstellt (Vereinbarung zur Förderung der Chancengleichheit). Konkrete Ziele und Maßnahmen hat das UFZ im Gleichstellungsplan (Gleichstellungsplan_UFZ.pdf) beschlossen.

Der Arbeitskreis Chancengleichheit ist eine offene Gruppe interessierter Mitarbeiter*innen des UFZ, die sich mit den Möglichkeiten und Hindernissen von Chancengleichheit am Arbeitsplatz auseinandersetzt und sich mit Beiträgen und Ideen aktiv zur Verbesserung von Chancengleichheit am UFZ einbringt.

Der Arbeitskreis trifft sich einmal im Quartal, um zu Berichten, Projekte zu koordinieren und neue Tätigkeitsfelder auszumachen.

Bei Interesse an Mitarbeit oder Updates aus dem AK Chancengleichheit steht die Gleichstellungsbeauftragte des UFZ als Ansprechperson zur Verfügung.

Mitarbeit, Interesse und Anregungen sind stets willkommen!
Infos über aktuelle Mitglieder und Projekte folgen.


Was kann ich tun?

Puzzle

Was hat das mit mir zu tun? Wie schaffe ich gute Voraussetzungen für alle? Wer wird gesehen, wer nicht? Wie kann ich mich einbringen? Dies sind nur einige der Fragen, auf welche Sie hier Antworten finden können.

Weitere Informationen folgen.


Zur Sache

Prof. Dr. Katja Becker (© DFG, Möller)

Die erste Präsidentin der DFG

Mit Amtsantritt zum 1. Januar 2020 wurde mit Prof. Dr. Katja Becker zum ersten Mal eine Frau an die Spitze der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) gewählt. Die Biochemikerin und Medizinerin ist bereits seit 2014 als Vize-Präsidentin der DFG tätig.


Rechnerinnen bei der NASA, © wikicommons

Die Mondprogrammiererinnen

Ohne die Arbeit der "Human Computers" wäre die Mondlandung vor 50 Jahren nicht möglich gewesen. Lange wurde nicht beachtet, dass vor allem Frauen als Mathematikerinnen und Programmiererinnen daran beteiligt waren.


Studien, Artikel, Beiträge