Freilandforschung. Foto: André Künzelmann/UFZ

Girls' & Boys' Day am UFZ Magdeburg


Mädchen und Jungen aufgepasst:  Der 28. März 2019 ist Euer Tag!

  • Die Umwelt ist Euch wichtig?
  • Ihr möchtet erfahren, wie Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler dazu beitragen können, die natürlichen Lebensgrundlagen für kommende Generationen zu erhalten?


Dann herzlich willkommen zum diesjährigen Girls' Day und Boys' Day am Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung (UFZ).

Taucht für kurze Zeit in den Alltag der Umweltforscher ein und macht Euch ein Bild vom Berufsfeld der Naturwissenschaftler, Techniker und Laboranten.

Das Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung (UFZ) gibt es seit 1991. Es ist eine Forschungseinrichtung der Helmholtz-Gemeinschaft. An den UFZ-Standorten Leipzig, Halle und Magdeburg sowie den Versuchsstationen Bad Lauchstädt und Falkenberg arbeiten rund 1.100 Beschäftigte; davon 54 Prozent Frauen. In Magdeburg arbeiten insgesamt 90 Mitarbeiter/innen.

In der Zeit von 9:00 Uhr bis 15:00 Uhr könnt Ihr Forschung live erleben, selber mitmachen und alle Fragen zu Studium, Beruf und Karriere loswerden.

Bitte seid pünktlich 8:50 Uhr am zentralen Treffpunkt in der Eingangshalle des Magdeburger UFZ, Brückstraße 3a, damit Ihr von Anfang an alles miterleben könnt.

Bevor es in die Labore geht, möchten wir Euch erzählen, wer/was das UFZ ist, was in der Gewässerforschung untersucht wird und warum Umweltforschung für unsere Flüsse und Seen wichtig ist.


Eure Anmeldung erwartet Christiane Katterfeld gern
telefonisch
unter 0391/8109 - 101
oder per E-Mail unter
boysday-magdeburg@ufz.de
oder girlsday-magdeburg@ufz.de.


Doch zuvor müsst Ihr Euch entscheiden, welchen Experten Ihr bei der Arbeit zuschauen möchtet. Schaut Euch unsere Angebote weiter unten an.

Bitte nicht vergessen:
Für die Labore festes Schuhwerk anziehen. Schutzbrille und Laborkittel werden Dir vom UFZ gestellt.


UFZ-Standort Magdeburg UFZ Magdeburg
Logo Girls' Day

Pflicht für alle Teilnehmerinnen

09:00 - 09:50 Uhr

Begrüßung und Einführungsvortrag
"Warum sind Umwelt und Gewässerforschung wichtig?"


Foto: UFZ
Foto: André Künzelmann/UFZ


Als internationales Kompetenzzentrum für Umweltwissenschaften untersuchen wir die komplexen Wechselwirkungen zwischen Mensch und Umwelt unter dem Einfluss des globalen Wandels.

Mit unserer Forschung tragen wir zur gesellschaftlichen Entwicklung und zur langfristigen Sicherung unserer Lebensgrundlagen bei. Die biologische Vielfalt, sauberes Wasser und gesunde Böden sind unsere Lebensversicherung – und die unserer Kinder und Enkelkinder. Nutzen und verändern wir mit unserem Handeln diese limitierten Ressourcen, müssen wir wissen, welche Folgen das hat – für die Umwelt und für uns. Wir müssen die komplexen terrestrischen Umweltsysteme wie Flusseinzugsgebiete, ländliche und urbane Regionen, Wälder, Gewässer, Grundwasser, Moore, Felder oder Böden und die Prozesse in den Ökosystemen von der regionalen Skala bis auf die Ebene einzelner Organismen besser verstehen, um sie besser managen zu können.

Die Voraussetzungen dafür sind: Integrierte Umweltforschung, die disziplinäre Grenzen zwischen Natur- und Sozialwissenschaften überwindet und Entscheidungsträger aus Wirtschaft, Politik und Gesellschaft einbindet, innovative Forschungsinfrastrukturen, mit denen wir das komplexe System Umwelt erforschen können, und motivierte Spitzenforscher aus aller Welt.

Wir Magdeburger Gewässerforscher möchten Euch zeigen, wie man den Zustand von Flüssen und Seen einschätzen und beurteilen kann. Was wir dazu brauchen, zeigen und erzählen wir Euch in unseren Laboren und führen es Euch am Computer vor. Ihr lernt, wie Wasserproben aus Flüssen und Seen geholt und wie diese aufbereitet werden. Dazu dürft Ihr selber im Labor filtrieren, pipettieren und zentrifugieren. Und wenn wir dann gemeinsam analysiert haben, ob giftige Schadstoffe wie die Schwermetalle, Blei und Quecksilber, gelöste Salze wie Kochsalz, tierische oder pflanzliche Lebewesen wie Algen, Kleinkrebse, Rädertiere oder Bakterien zu finden sind, erfahrt Ihr, welche Bedeutung das für die Gewässer und unsere Umwelt hat und was die Ursachen sind.

Kann man in einem See baden, in dem giftige Blaualgen gefunden werden? Und warum wachsen die dort? Liegt das an den großen Mengen Düngemitteln wie Stickstoff oder Phosphor, die dort vor langer Zeit oder immer noch hineingelangen? Oder sind es die Mikroben, die am Grund des Sees im Sediment leben und durch Fäulnisprozesse diese Nährstoffe wieder in das Seewasser aufsteigen lassen?

Wir wollen Euch zeigen, wie man solche Fragen mithilfe der Gewässerforschung beantworten kann.


Bitte wähle Dir aus den folgenden Stationen eine aus
(Station 1, Station 2a oder Station 2b).

Dazwischen gibt es jeweils eine Mittagspause von
11:30 - 12:15 Uhr.


Station 1 (10:00 - 14:00 Uhr)
"Gewässerbiologie und Makrozoobenthos"

Zustand eines Flusses und "Biologische Invasion" (Gewässergüte und Biodiversität)


Foto: UFZ
Foto: UFZ
Wer: ab 7. Klasse
Anzahl: 2 Teilnehmerinnen
Betreuerin: Corinna Völkner

Der Lebensraum „Fließgewässer“ wird von vielen Faktoren beeinflusst. Einige davon sind durch den Menschen verursacht wie Klimaänderung, Nährstoffgehalt und Gewässermorphologie (Struktur des Flussbetts).

Um einen Eindruck vom Zustand und der Güte eines Flusses oder Baches zu bekommen, ist es möglich, anhand der im Gewässer lebenden Indikatororganismen eine Einstufung der biologischen Verfassung des Gewässers vorzunehmen (Saprobie).

Hierzu wird Euch Mario Brauns zunächst an die Alte Elbe führen, um dort mit Eurer Hilfe Krebse, Muscheln, Schnecken, Insektenlarven und andere interessante wirbellose Tiere zu sammeln, die anschließend von Euch im Labor unter dem Mikroskop bestimmt und ausgewertet werden. Im Laufe des Praktikums bekommt und erarbeitet Ihr Informationen zu invasiven Arten und deren oft sehr starken Einflüssen auf das ganze Ökosystem.


Station 2a (10:00 - 14:00 Uhr)
"Treibhausgas Kohlendioxid (CO2)"

Foto: UFZ
Foto: UFZ
Wer: ab 7. Klasse
Anzahl: 2 Teilnehmerinnen
Betreuer: Matthias Koschorreck

Gewässer setzen das Treibhausgas Kohlendioxid (CO2) frei. Ihr werdet lernen, wie man den CO2-Gehalt in Luft und Wasser messen kann. Im Labor werdet Ihr selber eine CO2-Sonde ausprobieren und die Luftqualität in verschiedenen Räumen messen.


Station 2b (10:00 - 14:00 Uhr)
"Quantifizierung von Blaualgen"

Foto: UFZ
Foto: UFZ
Wer: ab 7. Klasse
Anzahl: 2 Teilnehmerinnen
Betreuerin: Corinna Völkner

Um die Wasserqualität zu schützen, ist es wichtig, die Biologie von Blaulagen (Cyanobakterien) zu kennen. Für diese Untersuchungen haben wir Kulturen im Labor, deren Wachstum am Mikroskop überwacht werden soll. Oft lassen sich die Zellen nicht leicht zählen, weil sie Ketten oder Kolonien bilden. Deshalb macht Ihr zum Abgleich eine Bestimmung des in den Zellen enthaltenen Proteins. Dies wird mit einer Färbelösung am Photometer gemacht. Das Photometer ist ein Messgerät, um verschiedene Lichtintensitäten zu messen,


Pause von 14:00 - 14:10 Uhr


Quiz für alle Teilnehmerinnen (14:10 - 15:00)

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Hier könnt Ihr Euch das Programm auch downloaden!

Programm Girls' Day  

Logo Boys Day
Pflicht für alle Teilnehmer

09:00- 09:50 Uhr
Begrüßung und Einführungsvortrag
"Warum sind Umwelt und Gewässerforschung wichtig?"

Foto: UFZ
Foto: André Künzelmann/UFZ


Als internationales Kompetenzzentrum für Umweltwissenschaften untersuchen wir die komplexen Wechselwirkungen zwischen Mensch und Umwelt unter dem Einfluss des globalen Wandels.

Mit unserer Forschung tragen wir zur gesellschaftlichen Entwicklung und zur langfristigen Sicherung unserer Lebensgrundlagen bei. Die biologische Vielfalt, sauberes Wasser und gesunde Böden sind unsere Lebensversicherung – und die unserer Kinder und Enkelkinder. Nutzen und verändern wir mit unserem Handeln diese limitierten Ressourcen, müssen wir wissen, welche Folgen das hat – für die Umwelt und für uns. Wir müssen die komplexen terrestrischen Umweltsysteme wie Flusseinzugsgebiete, ländliche und urbane Regionen, Wälder, Gewässer, Grundwasser, Moore, Felder oder Böden und die Prozesse in den Ökosystemen von der regionalen Skala bis auf die Ebene einzelner Organismen besser verstehen, um sie besser managen zu können.

Die Voraussetzungen dafür sind: Integrierte Umweltforschung, die disziplinäre Grenzen zwischen Natur- und Sozialwissenschaften überwindet und Entscheidungsträger aus Wirtschaft, Politik und Gesellschaft einbindet, innovative Forschungsinfrastrukturen, mit denen wir das komplexe System Umwelt erforschen können, und motivierte Spitzenforscher aus aller Welt.
Wir Magdeburger Gewässerforscher möchten Euch zeigen, wie man den Zustand von Flüssen und Seen einschätzen und beurteilen kann. Was wir dazu brauchen, zeigen und erzählen wir Euch in unseren Laboren und führen es Euch am Computer vor. Ihr lernt, wie Wasserproben aus Flüssen und Seen geholt und wie diese aufbereitet werden. Dazu dürft Ihr selber im Labor filtrieren, pipettieren und zentrifugieren. Und wenn wir dann gemeinsam analysiert haben, ob giftige Schadstoffe wie die Schwermetalle, Blei und Quecksilber, gelöste Salze wie Kochsalz, tierische oder pflanzliche Lebewesen wie Algen, Kleinkrebse, Rädertiere oder Bakterien zu finden sind, erfahrt Ihr, welche Bedeutung das für die Gewässer und unsere Umwelt hat und was die Ursachen sind.

Kann man in einem See baden, in dem giftige Blaualgen gefunden werden? Und warum wachsen die dort? Liegt das an den großen Mengen Düngemitteln wie Stickstoff oder Phosphor, die dort vor langer Zeit oder immer noch hineingelangen? Oder sind es die Mikroben, die am Grund des Sees im Sediment leben und durch Fäulnisprozesse diese Nährstoffe wieder in das Seewasser aufsteigen lassen?

Wir wollen Euch zeigen, wie man solche Fragen mithilfe der Gewässerforschung beantworten kann.


Bitte wähle Dir aus den folgenden Stationen eine aus
(Station 3 inkl. 3a, 3b, 3c, 3d oder Station 4).

Dazwischen gibt es jeweils eine Mittagspause von
11:30 - 12:15 Uhr.


Station 3 (10:00 - 11:30 Uhr)
"Gewässerchemie"

Foto: UFZ
Foto: UFZ
Wer. ab 8. Klasse
Anzahl: 8 Teilnehmer
Betreuerinnen: Dorothee Ohlwein, Kerstin Lerche, Ines Locker, Heike Goreczka

Vormittags bei der Wasserprobenahme werden Euch Dorothee Ohlwein, Kerstin Lerche, Ines Locker und Heike Goreczka nach einem kurzen Fußweg zur Alten Elbe zeigen, wie die Proben zur Untersuchung von Huminstoffen, Kohlenstoffverbindungen, Schwermetallen und Chlorophyll aus dem Wasser geholt werden.

Bevor Ihr losgeht, wird Euch gezeigt, welche Probenflaschen man dafür mitnehmen muss. Ihr werdet die Proben dann ins Labor mitnehmen und erst einmal durch Filtrieren von den Schwebstoffen befreien.


Station 3a (12:15 - 14:00 Uhr)
"Huminstoffe"

Foto: UFZ
Foto: UFZ
Wer: ab 7. Klasse
Anzahl: 2 Teilnehmer
Betreuer: Peter Herzsprung

Im Labor werdet Ihr nachmittags von Peter Herzsprung gezeigt bekommen, wie das Vorhandensein von Huminstoffen in natürlichen Gewässern sichtbar gemacht wird. Ihr dürft an einem Fluoreszenzspektrometer Messungen durchführen. Innerhalb von wenigen Minuten könnt Ihr auf einer Computergraphik sehen, ob eher Eiweißbestandteile von Bakterien oder lösliche Anteile von Pflanzenresten in der Probe zu finden sind.


Station 3b (12:15 - 14:00 Uhr)
"Gelöste Metallverbindungen"

Foto: UFZ
Foto: UFZ
Wer: ab 7. Klasse
Anzahl: 2 Teilnehmer
Betreuerin: Dorothee Ohlwein

Nachmittags im Labor wird Euch Dorothee Ohlwein zeigen, wie Ihr mit computergesteuerten Analysengeräten kleinsten Mengen von Metallen wie Quecksilber, Eisen oder Mangan auf die Spur kommt. Dort könnt Ihr sehen, wie viele verschiedene Stoffe in einem Analysenlauf gleichzeitig gemessen werden können.


Station 3c (12:15 - 14:00 Uhr)
"Chlorophyllbestimmung mit HPLC"

Foto: UFZ
Foto: UFZ
Wer: ab 7. Klasse
Anzahl: 2 Teilnehmer
Betreurin: Kerstin Lerche

Nachmittags im Labor wird Euch Kerstin Lerche zeigen, wie Ihr mit computergesteuerten Analysengeräten den Chlorophyllgehalt von Algen im Wasser auf die Spur kommt. Das Chlorophyll hat eine sehr große Bedeutung in der Natur, da es für die Photosynthese verantwortlich ist, also wie mit Hilfe von Sonnenenergie organisches Material in Pflanzen entsteht.


Station 3d (12:15 - 14:00)
"Gelöste Kohlenstoffverbindungen"

Foto: UFZ
Foto: Dr. Peter Herzsprung/UFZ
Wer: ab 7. Klasse
Anzahl: 2 Teilnehmer
Betreuerin: Ina Siebert

Nachmittags im Labor wird Euch Ina Siebert zeigen, wie Ihr mit computergesteuerten Analysengeräten den Gehalt von dem gesamten anorganisch und organisch gebundenen Kohlenstoff, der sich in der Wasserprobe befindet, untersuchen könnt. Die gelösten Kohlenstoffverbindungen haben eine sehr große Bedeutung für den Kreislauf des Lebens von Bakterien und Algen bis zu höheren Tieren.


Station 4 (10:00 - 14:00 Uhr)
"Gewässerphysik, Modelle am PC"

Foto: UFZ
Foto: UFZ
Wer: ab 7. Klasse
Anzahl: 4 Teilnehmer
Betruer: Muhammed Shikhani

Gemeinsam mit unserem Gewässermodellierer Muhammed Shikhani rechnet Ihr am Vormittag aus, wie lange ein Tsunami braucht, um weit entfernte Küsten zu überfluten. Dazu müsst Ihr lernen, im Labor mit der Stoppuhr umzugehen, um in einem Modellversuch die Wasserbewegung zu messen. Mit ein bisschen Begeisterung für mathematische Gleichungen seid Ihr hier richtig.

Nachmittags im Büro werdet Ihr von Muhammed Shikhani lernen, wie mit einem Computermodell die Veränderung des Seevolumens mit der Zeit sichtbar gemacht wird. Ihr werdet die Wasserbilanz berechnen und die Eingaben ändern, um die Auswirkungen auf den See zu sehen. Anschließend probiert ihr aus, wie das Wetter Veränderungen im See bewirkt, z.B. wie sich die Temperatur in verschiedenen Tiefen über das Jahr entwickelt. Ihr könnt das Wetter im Computermodell verändern, um zu sehen, welche Auswirkungen sich durch Änderungen des Klimas ergeben.


Pause von 14:00 - 14:10 Uhr


Quiz für alle Teilnehmer (14:10 - 15:00 Uhr)

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Hier könnt Ihr Euch das Programm auch downloaden!

Boys' Day Programm

Anfahrtsbeschreibung


Ihr findet das UFZ Magdeburg in der Brückstrasse 3a. Vom Hauptbahnhof (ab Brandenburger Straße) braucht Ihr etwa 10 Minuten mit der Sraßenbahnlinie 6, die in Richtung Herrenkrug fährt. Steigt an der Haltestelle Heumarkt/Brückstraße aus. Wegweiser führen Euch von da an zum UFZ.