Lange Nacht der Wissenschaften Halle

Wissenschaftsnacht in Halle


Jedes Jahr lockt das UFZ-Programm zur Langen Nacht der Wissenschaft in Halle viele Besucher an den Hallenser UFZ-Standort. Sie diskutieren mit Wissenschaftlern, suchen Antworten aufs Quiz und andere Fragen, lassen sich Aspekte aus der Forschung erklären, beteiligten sich bei Mitmachangeboten und hören sich spannende Vorträge zur Forschung am UFZ in Halle an.

Die nächste Lange Nacht der Wissenschaften am 6. Juli 2018 bietet unseren Besuchern wieder ein vielfältiges Programm aus Mitmachaktionen, Präsentationen, Vorträgen und Führungen.

Den UFZ-Standort finden Sie in der Theodor-Lieser-Straße 4. Über die Haltestelle "Weinberg-Campus" ist das UFZ gut mit der kostenlosen LNDW-Bahn zu erreichen.


Fahrplan LNDW-Bahn


Unser Programm für 2018



Was unsere Böden leisten

Susanne Döhler (Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, UFZ),  Dr. Ute Wollschläger (Department Bodensystemfroschung, UFZ)
18:00- 23:00 Uhr
Foyer

Interaktive Bodensäule. Foto: UFZ

Der Boden unter unseren Füßen ist genauso wichtig wie das Klima, sauberes Wasser und Artenvielfalt. Böden sind vielfältig und erfüllen wichtige Funktionen für Mensch und Umwelt. Welche das sind, erfahren Sie an unserer interaktiven Bodensäule.

Ein Gefühl für den Boden bekommen

Susanne Döhler (Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, UFZ)
18:00- 22:00 Uhr
Platz vor dem Gebäude

Tastboxen. Foto: Susanne Döhler/UFZ

Böden bilden den obersten, belebten Teil der Erdkruste. Sie sind Lebensgrundlage für Menschen, Tiere und Pflanzen. Da sie aus verschiedenen Gesteinen entstehen, unterscheiden sie sich in ihrer Zusammensetzung. Diese Unterschiede kann man erfühlen.


Malen mit Bodenfarben für Kinder ab sechs

Department Bodensystemforschung
18:00- 22:00 Uhr
Platz vor dem Gebäude

Malen mit Bodenfarben. Foto: Susanne Döhler/UFZ

Durch Verwitterung und Oxidation entstehen im Boden ganz unterschiedlich gefärbte Minerale. Fein gemahlen und mit Wasser vermischt kann man mit ihnen Bilder in den schönsten Erdtönen malen.


Fledermäuse in der Stadt und ihr Schutz

Alexander Vollmer, Steffen Hahn, Lisa Bunge, Torsten Rese, Thomas Bunge (Arbeitskreis Fledermäuse Sachsen-Anhalt e.V.)
18:00- 23:00 Uhr
Platz vor dem Gebäude

Fledermäuse. Foto: Doris Wolst/UFZ

Der Arbeitskreis Fledermäuse Sachsen-Anhalt e.V. stellt heimische Fledermausarten und deren Schutz vor. Besucher können das Vermessen und Beringen gefangener Fledermäusen beobachten. Die Fledermäuse werden anschließend wieder freigelassen.


Invasive Neophyten finden, erkennen, melden mit App oder Rallye

Katrin Schneider, Unabhängiges Institut für Umweltfragen (KORINA, UfU e.V.)
18:00- 23:00 Uhr
Platz vor Gebäude

Schmalblättriges Greiskraut. Foto: UFZ

Invasive Neophyten sind Pflanzen, die hier in Deutschland negative Auswirkungen auf die heimischen Arten, die menschliche Gesundheit oder die Wirtschaft haben. Kennen Sie solche Arten? Können Sie sie von den heimischen Arten unterscheiden?


Pilze – soziale Netzwerke unserer Böden

Dr. Kezia Goldmann, Dr. Anna Heintz-Buschart, Beatrix Schnabel, Luise Kaiser, Ricardo Schöps (Department Bodenökologie, UFZ) 18:00- 23:00 Uhr
Foyer

Pilzmycel. Foto: André Künzelmann/UFZ

Wie Pilze aus dem Boden schießen…“ – diese Redensart kennt fast jeder und doch beschreibt sie nur einen Zustand, in dem diese Wald- und Wiesenbewohner vorkommen können. Die eigentliche Größe und Vielfalt von Pilzen wird erst ersichtlich, wenn man in die unterirdische Welt des Bodens blickt. Dort existieren nämlich riesige Netzwerke von Pilzen. Diese bestehen unter anderem aus helfenden Symbiosepartnern, hungrigen Humusproduzenten oder auch gemeinen Parasiten.
Unsere Wissenschaftler präsentieren die Vielfalt und den Aufbau von Pilzen, sowie deren Bedeutung für Boden und Pflanzen. Das erworbene Wissen kann in einem Quiz getestet oder kreativ mit verschiedenen Materialien gestaltet werden.


Mikroorganismen - Die unsichtbare Vielfalt im Boden

Dr. Mika Tarkka, Claudia Breitkreuz, Yvonne Eckstein (Department Bodenökologie, UFZ)
18:00- 23:00 Uhr
Foyer

Platten mit Bakterienkolonien. Foto: Ute Meyer/UFZ

Böden beinhalten eine riesige Anzahl und Vielfalt von Mikroorganismen (Bakterien und Pilze), die wichtige Funktion übernehmen, z.B. die Zersetzung von komplexem organischem Material und die Freisetzung von Nährstoffen. Bakterien sind einzellige Lebewesen in der Größenordnung von wenigen Mikrometern Pilze bestehen dagegen aus winzigen Zellen, die sich zu schmalen, langen Strängen (Hyphen) von nur wenigen Mikrometern Durchmesser ausbilden und den Boden als Geflecht (Myzel) durchdringen. Was beiden Organismen an Größe fehlt, gleichen sie jedoch durch ihre Anzahl aus. So kann man in einer Fingerspitze Boden bereits mehrere Millionen dieser Organismen finden.

Wir ermöglichen mittels Mikroskopie und der Anzucht auf speziellen Kulturmedien einen Einblick in diese unsichtbare Vielfalt.


Beim KinderUmweltBus Boden untersuchen und kleine Tiere kennenlernen


Katharina Klauer (Sächsische Landesstiftung Natur und Umwelt, KinderUmweltBus), Melanie Heyde und Antje Enke
18:00- 22:00 Uhr
Platz vor dem Gebäude

KinderUmweltBus - Thema Boden. Foto: KinderUmweltBus/LANU

Was lebt denn da im Boden? Lernen Sie die Lebewesen in unseren Böden kennen. Kleine Experimente und Rätsel helfen, Zusammenhänge zu verstehen.




„Boden - Nur ein Haufen Dreck?„

Ausstellung
18:00- 23:00 Uhr
Foyer

Boden in Handfläche. Foto: André Künzelmann/UFZ

Häufig unterschätzen wir die Bedeutung von Böden für die Ernährung, die Grundwasserreinigung sowie das Klima. In einer kleinen Posterausstellung lernen Sie die Eigenschaften und Besonderheiten von Böden kennen.


Das Tote Meer: Umweltforschung am Rand der Extreme

Ausstellung
18:00- 23:00 Uhr
Foyer

Das Tote Meer im Nahen Osten. Foto: André Künzelmann/UFZ

Die Fotoausstellung gibt einmalige Einblicke in das wissenschaftliche Arbeiten am Toten Meer.


Die knappe Ressource Boden

Dr. Ute Wollschläger (Department Bodensystemforschung, UFZ)
20.00 Uhr
Vortragssaal im Erdgeschoss

Knappe Ressource Boden. Foto: André Künzelmann/UFZ

Derzeit leben 7,3 Milliarden Menschen auf der Erde. 2050 wollen 9,7 Milliarden Menschen ausreichend ernährt werden. Im Fokus der UFZ-Bodenforschung stehen daher die Fragen: Wie nutzen wir Böden nachhaltig und wie erhalten wir deren Fruchtbarkeit?


Boden ist Vielfalt

Prof. Dr. Francois Buscot (Leiter des Departments Bodenökologie, UFZ)
21.00 Uhr
Vortragssaal im Erdgeschoss

Buchkeimling. Quelle: Fotolia

Die biologische Vielfalt von Böden ist beeindruckend hoch. Warum ist das so und wie erfassen Wissenschaftler die biologische Vielfalt? Welche Dienstleistungen stellen Böden uns Menschen zur Verfügung und warum sind Böden extrem wichtig?

Computertomographie: Den Boden transparent machen

Maik Lucas und Julius Diel (Department Bodensystemforschung, UFZ)
Führungen um 20.00, 21.00 und 22.00 Uhr
Treffpunkt Foyer

Bodentomografie. Foto: André Künzelmann/UFZ

Böden sind eine lebensnotwendige Ressource. Einerseits ermöglichen sie Landwirtschaft und damit unsere Ernährung. Sie sind darüber hinaus notwendig für das Wachstum von Wäldern zur Deckung des Holzbedarfs, für Artenreichtum und Regulierung von Treibhausgasen. Böden filtern Schadstoffe und schützen damit das Grundwasser. Zu all diesen „Dienstleistungen“ sind Böden nur in der Lage, wenn sie intakt sind.

In der Röntgen-Computertomographie (CT) sehen wir das Netzwerk von Poren, durch das der Boden mit Luft, Wasser und Nährstoffen versorgt wird. Die CT ist damit eine wichtige Grundlage für Untersuchungen im Department Bodenphysik, um unter anderen folgende Fragen zu beantworten: Wie breiten sich Pflanzenwurzeln aus? Wie reagiert Boden auf Austrocknung? Wie wirken Poren auf Bodenwasser und gelöste Stoffe? Verändert sich die Bodenstruktur nach jahrzehntelanger Düngung?