07.2026 

Stadtrat beschließt Sanierung des Salbker See I

Auf seiner Sitzung am 18. Juni 2026 hat der Stadtrat der Landeshauptstadt Magdeburg die Sanierung des Salbker See I (Süd) beschlossen. Der Salbker See I war bis Ende der 1980er Jahre ein öffentliches Schwimmbad. In den vergangenen Jahren machte der See aber durch massenhafte Algenentwicklung mit Sichttiefen unter 30 cm, der Freisetzung von giftigem und übelriechendem Schwefelwasserstoff und vor allem durch Fischsterben Schlagzeilen.
Dem Beschluss des Stadtrats ging eine dreijährige öffentliche Diskussion voraus. Das UFZ hat sich daran mit Vorträgen in Ausschüssen des Stadtrats, auf Bürgerversammlungen im Stadtteil Südost und in der Stadtverwaltung beteiligt. Unsere Bewertung der Situation und unsere Empfehlungen beruhen auf einem umfangreichen Messprogramm, welches im Jahr 2022 begann und aktuell noch fortgeführt wird. Eine Zusammenfassung unserer Einschätzung vom Juni 2024 finden Sie hier. Kernpunkte sind die Anbindung an die Elbe als Bypass, die Entnahme des abgeleiteten Wassers aus der Tiefenschicht des Sees und ein Einstau im Frühjahr, damit in trockenen Sommern weiterhin Tiefenwasser abgeführt werden kann. 

Messprogramm >>

06.2026 

Untersuchung des Hartholz-Auenwalds - Staatssekretär Wünsch besucht die Kreuzhorst 

Staatssekretär Wünsch (re) besucht den Hartholz-Auenwald Kreuzhorst
Staatssekretär Wünsch (re)
besucht den Hartholz-Auenwald
Kreuzhorst. Foto: MWU Sachsen-Anhalt

Das Naturschutzgebiet Kreuzhorst ist in seinem Bestand gefährdet. Sinkende Grundwasserspiegel, verursacht durch den Klimawandel und die Eintiefung des Elbe-Flussbettes, machen ihr zu schaffen. Auenwälder sind auf hohe und schwankende Grundwasserstände angewiesen.

Im Januar 2026 startete das Forschungsprojekt um das ausgewiesene Naturschutzgebiet wissenschaftlich zu untersuchen, und daraus Handlungsempfehlung abzuleiten. Dazu wurden insgesamt 11 Grundwasser-Messstellen gebohrt.
Seit Anfang des Jahres nehmen wir hier regelmäßig Grund- und Seewasser-Proben. Zusätzlich beziehen wir auch Proben aus vorhandenen Brunnen in den nahen Ortslagen mit ein. Die Ergebnisse bilden später die Grundlage für Vorschläge zur Stabilisierung der Grundwasserstände.

Ziel ist die Erhaltung des Hartholz-Auenwaldes, der einer vielfältigen Flora und Fauna Lebensraum bietet und den Naherholungscharakter für die Menschen in der Region bewahren soll.

Im Juni 2026 besuchte Herr Staatssekretär Wünsch vom Ministerium für Wissenschaft, Energie, Klimaschutz und Umwelt die Kreuzhorst. Er informierte sich beim über den Stand der Untersuchungen und übergab den offiziellen Fördermittelbescheid in dieser attraktiven Naturumgebung. 

Das Umweltministerium fördert das Projekt über das Förderprogramm "Biodiversität, Schutzgebietssystem Natura 2000" sowie mit Mitteln aus dem Europäischen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raums (ELER).
Pressemitteilung des Ministeriums für Wissenschaft, Energie, Klimaschutz und Umwelt vom 10.06.2026 >>