"Niedrigwasser-Ampel"
Erprobung und Anpassung des bundesweit anwendbaren Bewertungssystems für Niedrigwasser in Fließgewässer
LFP-Vorhaben O-2.25 der LAWA
(https://www.laenderfinanzierungsprogramm.de/vergaben/)
Laufzeit 05/2025 – 09/2026
Im Projekt wird eine unabhängige und bundesweit einsetzbare Methode zur echtzeitnahen Beurteilung der ökologischen Niedrigwassersituation entwickelt ("Niedrigwasser-Ampel").
Durch Folgen des Klimawandels mit ausgeprägten Dürre- und Hitzeperioden, aber auch anthropogene Veränderungen und Nutzungen, wie z. B. Versiegelung, Wasserentnahmen usw. sind die Fließgewässer heute verstärkt von Niedrigwassersituationen, die bis zum Austrocknen des Gewässers reichen können, betroffen. Dies kann signifikante Auswirkungen auf die Gewässerökologie haben. Häufigkeit, Dauer, räumliche Ausdehnung und Intensität von Niedrigwasserperioden in einem Gewässer(abschnitt) spiegeln sich in ihren Auswirkungen auf die Gewässerökologie, insbesondere in Veränderungen der Lebensgemeinschaften des Makrozoobenthos oder der Fischfauna wider. Auch in Abhängigkeit von der gewässerstrukturellen Ausstattung eines Fließgewässers reichen die Auswirkungen von Veränderungen von Artenzahlen oder Abundanzen, über Veränderungen des typgemäßen Arteninventars, hin zu schlechteren Bewertungen von Zustands- bzw. Potenzialklassen in der Systematik der EU-Wasserrahmenrichtlinie.
Dieses Projekt baut unmittelbar auf den Ergebnissen des LFP Vorhabens O-2.24 „Niedrigwasserbewertung – Entwicklung von Schwellenwerten und Methoden zur Niedrigwasserbewertung in Fließgewässern und zur Identifizierung von vulnerablen Fließgewässerabschnitten“ auf.
Das Projekt ist in vier Arbeitspakete aufgeteilt:
1) Methodenentwicklung ökologische Niedrigwasserampel für Abfluss, Wassertemperatur und Klarwasseranteil
2) Prüfung der Ergänzung mit weiteren Parametern
3) Anwendung der Ampel an Gewässerabschnitten ohne Pegel
4) Konzept für Prognosemodul
Ansprechpartner: Olaf Büttner