KULUNDA


„Verbundvorhaben KULUNDA: Wie verhindert man die nächste „Global Dust Bowl?“ Ökologische und ökonomische Strategien zur nachhaltigen Landnutzung in russischen Steppen“
Verbundprojekt unter Leitung der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg
Laufzeit: 10/2011 – 09/2016
Fördereinrichtung: Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF)
Förderkennzeichen: 01LL0905D

In der südsibirischen Kulunda- Steppe wird unter zentralkontinentalen Klimabedingungen mit geringen und hoch variablen Niederschlägen intensiver Weizenanbau betrieben. Die bisher genutzte Bearbeitungstechnik führte zu schweren Erosionsschäden und Ernterückgang. Das KULUNDA-Projekt verfolgt das Ziel, den Ackerbau in dieser trockenen Region zu erhalten, nachhaltig zu gestalten und Kohlenstoff im Boden zu sequestrieren. Das KULUNDA-Verbundvorhaben besteht aus insgesamt 11 Teilprojekten. Das vom UFZ koordinierte Teilprojekt 2 beschäftigt sich speziell mit der Erforschung des für viele Fragestellungen des Gesamtprojekts relevanten Bodenwasser- und Stoffhaushaltes im Untersuchungsgebiet (ca. 80 000 km²). Zur Realisierung der Zielstellung wird ein Messnetz zur Erfassung von relevanten klimatisch-hydrologischen Parametern aufgebaut und eine eigens an diesen Klimaraum adaptierte Gravitationslysimeteranlage konzipiert und installiert. Damit sollen differenzierten Landbewirtschaftungsmaßnahmen hinsichtlich ihres Einflusses auf den Bodenwasser- und Nährstoffhaushalt bewertet und Empfehlungen für die zukünftige Landbewirtschaftung der Kulunda- Steppe gegeben werden.