Interdisziplinäre Forschungsplattform für Auenökologie Mittelelbe
Projektleiter:![]()
PD Dr. Klaus Henle

Bearbeitung: ![]()
Dipl. Ing. Mathias Scholz (Koordination), ![]()
Dr. Holger Rupp, ![]()
Dr. Christiane Ilg, ![]()
Dipl.-Geogr. Franziska Konjuchow, ![]()
Dr. Peter Dietrich
Status: Helmholtzzentrum für Umweltforschung - UFZ
Eine interdisziplinäre Forschungsplattform wurde im ![]()
UNESCO-Biosphärenreservat Mittelelbe im Rahmen des ![]()
UFZ-TERENO-Observatoriums eingerichtet. Verschiedene Forschergruppen innerhalb und außerhalb des UFZ arbeiten hier gemeinsam, um den Kenntnisstand ökologischer Fragestellungen, funktionale Zusammenhänge und das Management in Auen zu verbessern. Die Plattform ist eine Fortsetzung erfolgreicher interdisziplinärer Zusammenarbeit verschiedener Auenaktivitäten am UFZ wie z.B. das ![]()
RIVA - und das ![]()
HABEX-Projekt.

In diesen Projekten wurden bereits umfangreiche abiotische und biotische Daten 1998, 1999 und kontinuierlich seit 2002 auf ausgesuchten Auenstandorten erhoben. Eine Schlüsselaktivität ist die ![]()
Deichrückverlegungsmaßnahme im Roßlauer Oberluch (Stadt Dessau- Roßlau); auch 'Das Rosslau Experiment'; genannt. Hier bietet sich die einmalige Möglichkeit, die erste realisierte Deichrückverlegung an der deutschen Elbe im Biosphärenreservat Mittelelbe wissenschaftlich zu begleiten. Es wird angenommen, dass in renaturierten Auengebieten auentypische Lebensräume wieder hergestellt werden können und die vielfältigen Auenfunktionen wie z.B. Hochwasserretention wieder wirken. Um die Auswirkungen einer solchen Maßnahme jedoch wissenschaftlich erfassen zu können, ist ein interdisziplinärer Langzeitforschungsansatz notwendig. Diese Herangehensweise wurde ausgesucht, um die Auendynamik und die komplexen Zusammenhänge zwischen Tier- und Pflanzenarten und den verschiedenen Umweltfaktoren zielführend zu untersuchen und sie gleichzeitig in einen sozio-ökonomischen Kontext zu stellen.
Das Rosslau-Experiment - ein innovatives Forschungsdesign für eine fächerübergreifenden Forschung an Renaturierungsmaßnahmen in Auen der Mittleren Elbe

Im Sommer 2006 wurde begonnen, diese Forschungsplattform aufzubauen und bereits bestehende Aktivitäten in das Konzept zu integrieren. Im Rosslau Experiment liegt der Schwerpunkt darauf, die kurz-, mittel- und langfristigen ökologischen Auswirkungen der Deichrückverlegung zu erforschen. Um entsprechend abgesicherte Erkenntnisse zu gewinnen, wurde das Gebiet in drei Teilgebiete gegliedert: Rückdeichungsgebiet, aktive Aue und Referenzgebiet in der inaktiven Aue (Altaue bei Klieken ohne Deichrückverlegungsmaßnahmen). Die Probeflächenauswahl erfolgte mit einem stratifizierten Zufallsdesign (stratified randomised study design) und einem interdisziplinären Probeflächenaufbau, der im ![]()
RIVA - und ![]()
HABEX-Projekt entwickelt und getestet wurde.
Es stellt die wissenschaftliche Basis der Plattform für alle teilnehmenden Disziplinen dar. Diese Herangehensweise ermöglicht gemeinsame Untersuchungen auf der gleichen Probefläche für Tiere (Mollusken, Insekten) sowie Pflanzen und abitiosche Standortfaktoren (z.B. Boden, Nährstoffe, Schwermetalle, Hydrologie).
Mehr als 10 UFZ Departments und externe Partner nehmen an diesem Vorhaben teil. Neben der gemeinsamen Datenerhebung und Auswertung, sollen die Rückschlüsse für weitere Deichrückverlegungsprojekte Entscheidungsträgern zur Verfügung gestellt werden.
Ziele
- Untersuchung der Auenfunktionen auf der Grundlage von integrierten Forschungsansätzen (abiotische, biotische und sozio-ökonomische Prozessforschung)
- Quantifizierung von Filter-, Transport- und Pufferprozessen sowie Upscaling von kleinräumigen Beobachtungen
- Einsatz von neuen Erkundungstechnologien im Monitoring von Boden und Hydrologie
- Prognose der Habitatfunktion mit biologischen Eigenschaften und Umweltfaktoren
- Untersuchung möglicher Folgen von Klimaveränderungen auf Biodiversität und abiotische Faktoren
- ökologische Ansätze für ein Mückenmanagement
- Untersuchung von Entscheidungsprozessen im Auenmanagements aus sozio-ökonomischer Sicht
- Übertragung der Ergebnisse auf andere Renaturierungsprojekte in den Elbauen und andere Flusssysteme

Projektpartner
UFZ-Departments:
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Naturschutzforschung
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Bodenphysik
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Monitoring- und Erkundungstechnologien
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Ökonomie, Fachbereich Sozialwissenschaftliche Umweltforschung (ÖKUS)
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Hydrogeologie
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Angewandte Landschaftsökologie
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System-Ökotoxikologie
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Seenforschung
Externe Kooperation:
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Biosphärenreservat Mittelelbe
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BfG - Bundesanstalt für Gewässerkunde
ELANA- Consulting for Soil Science, Falkenberg
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HS Anhalt- Hochschule Anhalt (FH)
ILN - Institut für Landschaftsökologie und Naturschutz-Bühl
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ÖKON - Gesellschaft für Landschaftsökologie Gewässerbiologie Umweltplanung mbH Kallmünz
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TU Berlin- Technische Universität Berlin
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Bergische Univeristät Wuppertal- Abteilung Bauingenieurwesen
Weitere Kooperationen zu einzelnen Themen sind willkommen - ![]()
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