Im Fokus: Der Weltbiodiversitätsrat IPBES


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Der Weltbiodiversitätsrat IPBES (Intergovernmental Science-Policy Platform on Biodiversity and Ecosystem Services) ist ein wissenschaftliches, zwischenstaatliches Gremium, das politischen Entscheidungsträgern objektive und zuverlässige Informationen über den Zustand und die Entwicklung der biologischen Vielfalt und ihrer Ökosystemleistungen zur Verfügung stellt.

IPBES besteht aus:

  • Offiziellen Mitgliedern: Diese nehmen an den IPBES-Vollversammlungen (Plenen) teil und fassen Beschlüsse. Bislang sind 125 Staaten, darunter Deutschland, bei IPBES vertreten.
  • Experten: Wissenschaftler und weitere Experten, die von Regierungen und Organisationen für zeitlich befristete Expertengruppen und Task Forces als Autoren und Gutachter nominiert werden.
  • Beobachter: Organisationen wie z.B. zwischenstaatliche Organisationen, Universitäten, Gesellschaften oder Umweltverbände können sich bei IPBES akkreditieren lassen und als Beobachter an IPBES-Plenen teilnehmen.

IPBES berät politische Entscheidungsträger über den Zustand und die Entwicklung der Biodiversität sowie ihrer Ökosystemleistungen. IPBES führt keine eigenen Forschungsarbeiten durch, sondern sammelt und bewertet weltweit vorhandenes Wissen. Aus den Bewertungen werden nicht-vorschreibende Empfehlungen und Handlungsoptionen zum Schutz der biologischen Vielfalt abgeleitet, die politische Entscheidungsträger in ihrer Arbeit unterstützen sollen. IPBES berücksichtigt in seinen Auswertungen und Empfehlungen auch andere Formen des Wissens, wie zum Beispiel die Kenntnisse von indigenen und lokalen Bevölkerungsgruppen.


12. Dezember 2016: Prof. Dr. Josef Settele wurde zu einem der Vorsitzenden für das Globale Assessment des Weltbiodiversitätsrates berufen:

Alles, was wir über Ökosysteme wissen. Und über Artenvielfalt.
Josef Settele im Forschungsquartett von detektor.fm
Podcast anhören

Pressemitteilung UFZ:
http://www.ufz.de/index.php?de=36336&webc_pm=52/2016

Pressemitteilung BMBF / BMU:
https://www.bmbf.de/de/globale-bestandsaufnahme-zur-biologischen-vielfalt-angelaufen-3694.html

Insgesamt sind derzeit sieben UFZ-Expertinnen und -Experten im Weltdiversitätsrat IPBES in unterschiedlichen Funktionen aktiv:

Prof. Dr. Josef Settele. Foto: Sebastian Wiedling/UFZ
Foto: Sebastian Wiedling/UFZ


"Ich finde es wichtig, sich in den IPBES-Prozess aktiv einzubringen, um für den Erhalt des natürlichen wie kulturellen globalen Erbes bessere Rahmenbedingungen zu schaffen."

Prof. Dr. Josef Settele
Wissenschaftler im UFZ-Department Biozönoseforschung, Professor an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg und Mitglied des Deutschen Zentrums für Integrative Biodiversitätsforschung (iDiv)

Aktuelle IPBES-Funktionen:

  • Ko-Vorsitzender für das Globale Assessment zu „Biodiversität und Ökosystemleistungen“ (2016-2019)
  • Leitautor für Kapitel 4 (Treiber) im regionalen Asien-Pazifik- Assessment.
Weitere Informationen zur Person:
http://www.de-ipbes.de/203.php
https://www.ufz.de/index.php?en=38572


Prof. Dr. Ralf Seppelt. Foto: André Künzelmann/UFZ
Foto: André Künzelmann/UFZ


„Zu zeigen, dass es beim Stichwort Biodiversität nicht nur um den Schutz einzigartiger Natur, sondern tatsächlich um unsere Lebensgrundlagen geht, sehe ich als die Hauptaufgabe von IPBES.“

Prof. Dr. Ralf Seppelt
Leiter des UFZ-Departments Landschaftsökologie und in gemeinsamer Berufung Professor an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg

Aktuelle IPBES-Funktion:

  • Leitautor für das Globale Assessment zu „Biodiversität und Ökosystemleistungen“ (2016-2019)

Weitere Informationen zur Person:
http://www.de-ipbes.de/309.php
https://www.ufz.de/index.php?de=37585


Prof. Dr. Aletta Bonn. Foto: Stefan Bernhardt/iDiv
Foto: Stefan Bernhardt/iDiv


„IPBES ist einer der wichtigsten internationalen Science-Policy Prozesse zum Biodiversitätsschutz. Ich wünsche mir, dass sich möglichst viele Akteure konstruktiv einbringen, damit wir die globalen 2020-Ziele erreichen können.“

Prof. Dr. Aletta Bonn
Leiterin des UFZ-Departments Ökosystemleistungen und in gemeinsamer Berufung Professorin an der Friedrich-Schiller-Universität Jena sowie Arbeitsgruppenleiterin am Deutschen Zentrum für integrative Biodiversitätsforschung (iDiv)

Aktuelle IPBES-Funktionen:

  • Leitautorin für Kapitel 7 (Szenarien-Entwicklung) im thematischen Assessment „Landdegradierung und Renaturierung“ (2015-2018)
  • Review Editor für das „Verzeichnis relevanter Politikunterstützungsinstrumente und Methoden“.


Weitere Informationen zur Person:
http://www.de-ipbes.de/236.php
http://www.ufz.de/index.php?de=34228


Dr. Matthias Schröter. Foto: Stefan Bernhardt/iDiv
Foto: Stefan Bernhardt/iDiv


„IPBES bringt eine ganze Reihe von Wertvorstellungen zueinander, die Menschen in Bezug auf ihre belebte Umwelt haben können. Das ist ein hohes Gut und zugleich eine große Herausforderung.“

Dr. Matthias Schröter
Wissenschaftler im UFZ-Department Ökosystemleistungen und der gleichnamigen AG am Deutschen Zentrum für integrative Biodiversitätsforschung (iDiv)

Aktuelle IPBES-Funktion:

  • Leitautor im Regionalen Assessment für Europa und Zentralasien (2015-2018)


Weitere Informationen zur Person:
http://www.de-ipbes.de/202.php
https://www.ufz.de/index.php?de=40349


Dr. Jennifer Hauck. Foto: privat
Foto: Die Lichtbildnerei Leipzig


„Ich hoffe, dass wir mit IPBES einen Beitrag leisten können, Debatten in der Gesellschaft auszulösen, verschiedenste Bedürfnisse zu beleuchten und Lösungswege daraufhin abzuklopfen.“

Dr. Jennifer Hauck
Wissenschaftlerin im UFZ-Department Umweltpolitik

Aktuelle IPBES-Funktionen:

  • Koordinierende Leitautorin für Kapitel 5 im Regionalen Assessment für Europa und Zentralasien (2015-2018)
  • Mitglied der Expertengruppe für die zweite Phase der IPBES-Arbeit an Szenarien und Modellierung (2016-2018)


Weitere Informationen zur Person:
http://www.de-ipbes.de/209.php
http://www.ufz.de/index.php?de=36484


Dr. Carsten Neßhöver. Foto: André Künzelmann/UFZ
Foto: André Künzelmann/UFZ


"IPBES ist eine große Chance, die globale Politikberatung zur Biodiversität in Qualität und Relevanz auf eine völlig neue Ebene zu heben."

Dr. Carsten Neßhöver
Wissenschaftler im UFZ-Department Naturschutzforschung

Verbindung zu IPBES:

  • Projektleiter Netzwerk-Forum zur Biodiversitätsforschung (NeFo) als nationale Plattform, die den IPBES-Prozess unterstützt (seit 2012)
  • UFZ Science-Policy Expert Group


Weitere Informationen zur Person:
http://www.ufz.de/index.php?de=38955


Dr. Heidi Wittmer. Foto: André Künzelmann/UFZ
Foto: André Künzelmann/UFZ


 

Dr. Heidi Wittmer
Komm. Leiterin des UFZ-Departments Umweltpolitik

Aktuelle IPBES-Funktion:

  • Mitglied der Taskforce für Politikunterstützungsinstrumente sowie Methoden zur Konzeptualisierung der Werte von Biodiversität (seit 2013)


Weitere Informationen zur Person:
http://www.ufz.de/index.php?de=34256


Weitere Informationen zum IPBES:

März 2016: Prof. Dr. Josef Settele und Dr. Carsten Neßhöver im Resonator-Podcast:
https://resonator-podcast.de/2016/res081-der-weltbiodiversitaetsrat/

März 2016: Standpunkt „Erste Erfolge des Weltbiodiversitätsrates nicht ausbremsen“
http://www.ufz.de/index.php?de=40797

Februar 2016: Interview „Ein guter Bericht, der viele Akteure einbezieht“
http://www.ufz.de/index.php?de=40268

Januar 2015: Interview „Der Weltbiodiversitätsrat IPBES tagt in Bonn“
http://www.ufz.de/index.php?de=36804

April 2013: Standpunkt: „An die Arbeit, aber welche und wer? Der Weltbiodiversitätsrat IPBES startet in sein erstes Jahr“
https://www.ufz.de/index.php?de=36811
 


Archiv "Im Fokus"


Im Wasser spielende Kinder. Foto: André Künzelmann/UFZ

Die Qualität des Wassers – auf dem Weg zu einem weltweiten Assessment (World Water Quality Assessment, WWQA)

Wie sich die Wasserqualität verändert, hat entscheidenden Einfluss auf die Gesundheit der Anrainer und auf ganze ֖kosysteme. In einer groߟ angelegten Studie lässt die Weltumweltorganisation UNEP jetzt erstmals Wissen zusammentragen und analysieren, das zeigt, wie es um die Qualität der Fließgewässer weltweit bestellt ist und welche Folgen das hat. Die Vorstudie, die dazu gerade fertiggestellt wurde, haben Wissenschaftler des UFZ koordiniert.

UFZ-Newsletter: Lesen Sie mehr zu weltweiter Wasserqualität und WWQA
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Podcast mit Prof. Dietrich Borchardt, der die Vorstudie zum WWQA geleitet hat
Podcast von detektor.fm

Weitere Links
WWQA- Website
Weltwassertag am 22. März

Reisanbau in Asien. Foto: PD Dr. Josef Settele/UFZ

Rasant steigt der Bedarf an Ackerland, Nahrungsmitteln und Energie. Deshalb wandelt sich die Landnutzung weltweit in atemberaubendem Tempo. Mit Folgen und Nutzungsstrategien beschäftigt sich seit 2010 die BMBF-Fördermaßnahme „Nachhaltiges Landmanagement“.

Pressemitteilung
Pressemitteilung lesen

Informations-Material (Flyer, Broschüren etc) zu den einzelnen Projekten:
Infomaterial auf nachhaltiges-landmanagement.de

Video-Informationen zu den Projekten
Videobeiträge auf nachhaltiges-landmanagement.de

Podcast „Geht da noch mehr? Die Grenzen des Wachstums“
Podcast auf detektor.fm

UFZ-Newsletter „Ressource Land unter Druck“
E-Paper lesen

Biene auf Blüte. Foto: André Künzelmann/UFZ

Vom 22. bis 28. Februar 2016 trifft sich der Weltbiodiversitätsrat IPBES in Kuala Lumpur/Malaysia. Eines der Kerntheman Kernthemen ist der Assessment-Bericht, der die weltweite Lage der Bestäuber beleuchtet. Als Koordinierender Leitautor mit dabei: Dr. Josef Settele.

Interview mit PD.Dr. Josef Settele
Hintergrundinformationen zur Bestäuber-Thematik
UFZ-Expertenliste
UFZ-Publikationen, die in den Bericht eingeflossen sind

Es gibt nicht nur den Weltklimarat sondern auch den Weltbiodiversitätsrat. Über ihn und die Artenvielfalt berichten Dr. Josef Settele und Dr. Carsten Neßhöver vom UFZ im Resonator-Podcast.

https://resonator-podcast.de


Ziel ist eine von allen Mitgliedsstaaten akzeptierte Wissensbasis für politische Entscheidungen im Bereich Landwirtschaft und Naturschutz. Das könnte klappen, da neben den klassischen Wissenschaften auch die Politik und andere Interessensgruppen beteiligt waren, findet UFZ-Wissenschaftler Dr. Josef Settele. Er hat der als Koordinierender Leitautor des Kapitels zu den Triebkräften und Ursachen der Veränderungen bei Bestäubern und als Mitautor der Zusammenfassung für Entscheidungsträger den Bericht in zentralen Elementen mit verfasst hat und wird auch einer der Herausgeber des Gesamtberichtes sein wird.
Im Interview berichtet er unter anderem, wie das Bestäuber-Assessment zustande kam, wer an der Erarbeitung beteiligt war und welche Hürden es zu nehmen galt. Außerdem finden Sie auf dieser Seite Hintergrundinformationen zur Bestäuber-Thematik und eine Expertenliste, der UFZ-Wissenschaftlerinnen und UFZ-Wissenschaftler, die im Weltbiodiversitätsrat IPBES mitarbeiten, sowie eine Liste wissenschaftlicher UFZ-Publikationen, die in den Bericht eingeflossen sind.


Ausführliche Informationen zum IPBES-Gesamtprozess beim Netzwerk-Forum zur Biodiversitätsforschung Deutschland (NeFo): www.biodiversity.de