Neuigkeiten aus dem WTT


September 2017

Um erfolgreich aus der Wissenschaft auszugründen, benötigen Wissenschaftler nicht nur exzellentes Fachwissen sondern auch gute betriebswirtschaftliche und vor allem soziale Kompetenzen (Management- und Führungsfähigkeiten). Das Fachwissen bringt der Wissenschaftler in der Regel durch die jahrelange und intensive Forschungsarbeit mit. Betriebswirtschaftliche Kompetenzen können problemlos durch den Besuch von verschiedenen Seminaren, Workshops und anderen Weiterbildungsangebote, die bereits über SMILE* am UFZ angeboten werden, abgedeckt. Der soziale Aspekt dagegen wird zur größten Herausforderung- für gründungsinteressierte Wissenschaftler, denn viele erkennen ihre soziale Kompetenzen nicht oder schätzen sie sogar falsch ein.

Um dieses Problem anzugehen wurde ein Pilotversuch am UFZ gestartet. Das wissenschaftlich anerkannte Potenzialanalyseinstrument - DNLA-Management (Discovery of Natural Latent Abilities) - wurde eingesetzt, um das Potenzial von Gründerpersönlichkeiten am UFZ zu ermitteln. Sechs Wissenschaftler, aus unterschiedlichen Forschungsbereichen mit unterschiedlichem Bildungsniveau bei unterschiedlichem Reifegrad des Ausgründungsvorhabens, hatten die Möglichkeit dieses Instrument zu testen. So ließ sich erste Erkenntnisse über die Wirksamkeit des DNLA Instruments bei der Betreuung von Ausgründungsinitiativen am UFZ gewinnen.

Nach einer Onlinebefragung der Probanden wurde ein persönliches Kompetenzprofil erstellt, welches als Grundlage für ein Auswertungsgespräch mit dem Wissenschaftler diente. Basierend auf die zum Vorschein gekommenen individuellen Stärken die Schwächen, wurden für jeden Wissenschaftler ein persönliches Entwicklungsplan erarbeitet. Hierin wurden konkrete Maßnahmen zum Potenzialaufbau vorgeschlagen. Die empfohlenen Maßnahmen waren sehr unterschiedlich und konnten von den Wissenschaftlern selbst umgesetzt werden.

Um eine nachhaltige Entwicklung zu forcieren, werden ca. 6 bis12 Monaten nach dem Auswertungsgespräch mittels des JEC (Jahres-Erfolgs-Check) die Fortschritte der einzelnen Probanden überprüft. Dabei wird festgestellt, ob der Entwicklungsplan eingehalten wurde, welche Kompetenzen sich entwickelt haben und wo es weiterer Handlungsbedarf besteht.

Das Teilnehmer Feedback zur Einsatz und Wirksamkeit des DNLA Instruments war ausnahmslos positiv.

„Ich empfand die DNLA-Analyse und vor allem das Auswertungsgespräch als sehr hilfreich. Es bot in einem gut strukturierten Rahmen sehr viel Raum für Reflexion und bot konkrete Anregungen für Veränderungen und praktikable, nicht sehr aufwendige Hilfestellungen, um diese zu erreichen. Fast wichtiger aber war mir, dass mir im Zuge des Gesprächs einige Dinge klarer geworden sind, so dass ich meine Aktivitäten wieder neu priorisieren kann. In diesem Sinne hat das Gespräch, Klarheit geschaffen und mir wichtige Impulse für anstehende Entscheidungen gegeben.“ - Arbeitsgruppenleiter am UFZ

„Das DNLA Verfahren hat mich sehr bei der Verfolgung meiner Gründungsambitionen unterstützt. In den Bereichen Soziale Kompetenz, Management und Verkäuferisches Potenzial wurden sehr deutlich meine Stärken und Schwächen identifiziert. Und wichtiger noch, aufbauend auf der DNLA Auswertung wurden dann im persönlichen Gespräch auch konkrete Handlungsempfehlungen und Übungen besprochen. Insgesamt waren DLNA Verfahren und Coaching nicht nur inhaltlich unglaublich wertvoll, sondern auch eine starke Motivation, meine Gründungsambitionen weiterzuverfolgen." - Doktorand am UFZ

*SMILE ist ein Kooperationsprojekt der Universität Leipzig, der HHL Leipzig Graduate School of Management, dem Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung (UFZ) und dem Deutschen Biomasseforschungszentrum (DBFZ) und wird aus Mitteln der Europäischen Union, des Freistaates Sachsen und der beteiligten Institutionen finanziert.

Für Fragen stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung: Milina Alber (milina.alber@ufz.de, Tel. 0341/ 235-4782)

Foto: Julia Zimmerhäkel, UiZ Wirtschaftsgespräch im Clusterteam Umwelt zeigt Innovationen und Hindernisse auf

Am 23. August 2017 diskutierten die ca. 30 Teilnehmer des 4. Wirtschaftsgesprächs im Clusterteam Umwelt des NEU e.V., welchen Herausforderungen sich Akteure der Recyclingwirtschaft ausgesetzt sehen, und wie Innovationen in den Bereichen Forschung und Geschäftsmodelle einen nachhaltigeren Umgang mit Rohstoffen befördern können.  

Jeder der vier Impulsvorträge wurde von intensiven Diskussionen begleitet, aus denen sich beispielsweise die unterschiedliche gesetzliche Behandlung von Primar- und Sekundärrohstoffen als für eine Vielzahl von Akteuren und Themen problematisch herauskristallisierte.

Einige Teilnehmer nutzten daher direkt die Möglichkeit, über den Austausch untereinander neue Netzwerke zu knüpfen und Mitgestaltungsoptionen zu erschließen.

Das nächste Wirtschaftsgespräch im Clusterteam Umwelt findet in der zweiten Aprilhälfte 2018 statt und wird sich aufgrund zahlreicher entsprechender Interessensbekundungen theoretisch und praktisch dem Thema „Boden- und Grundwassersanierung“ widmen.

Das vom UFZ geleitete Clusterteam Umwelt im Netzwerk Energie und Umwelt (NEU e.V.) der Stadt Leipzig richtet sich an Unternehmen im Bereich Umwelttechnologien, die in Leipzig und Region aktiv sind oder werden wollen. Ziel des Clusterteams ist es, diese Unternehmen regional zu vernetzen und den Austausch mit Wissenschaft und Verwaltung zu fördern.

Bei Fragen oder Interesse an kommenden Wirtschaftsgesprächen kontaktieren Sie bitte Karen Görner (karen.goerner@ufz.de, Tel. 0341/ 235-4784)


August 2017

Grafik: Susan Walter, UFZ Neue online-Broschüre outcome 2016 zum Technologietransfer am UFZ

Für das UFZ ist eine herausragende Forschung mit breiter Themenvielfalt im Bereich der integrierten Umweltforschung kennzeichnend. Die Integration der wissenschaftlichen Erkenntnisse und technologischen Lösungen zum Erhalt unserer natürlichen Ressourcen in die Gesellschaft ist vorrangiges Ziel und Teil seiner Mission.

Ein wesentlicher Bestandteil unserer Aktivitäten ist dabei der Transfer von neuen Technologien und technischen Know-how in die Wirtschaft. Einblicke in diese Aktivitäten gibt Ihnen jetzt unsere neue Online-Broschüre outcome 2016. Die Broschüre informiert dabei über:

  • unseren UFZ-Technologietransferpreis 2016
  • herausragende Technologieforschungsleistungen vom UFZ
  • unsere innovativen Köpfe
  • News-Meldungen zu aktuellen Transferprojekten
  • Technologieplattformen des UFZ

Die Broschüre outcome 2016 ist auf den Seiten des Wissens- und Technologietransfers des UFZ im Internet unter downloads zu finden.

Für Fragen stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung: Dr. Joachim Nöller (joachim.noeller@ufz.de, Tel. 0341/ 235-1033)

Radiowellen Technologie Feldstandort, Foto: F. Holzer, C. Hoyer (UFZ HTWK) „Eines der großen Probleme nach jedem Hochwasser sind die feuchten Wände in den betroffenen Häusern und Unternehmen. Meist laufen monatelang die Heizlüfter. Eine neue Methode könnte da Abhilfe schaffen.“ - Dr. Ulf Roland, Department Technische Umweltchemie am UFZ, berichtete in einem Rundfunkbeitrag auf MDR Sachsen – Das Sachsenradio über die Mauerwerkstrocknung mit der im UFZ entwickelten Radiowellen-Technologie. Partner in dem Projekt sind neben der HTWK Leipzig, die Innovative Oberflächentechnologien GmbH und die Otto Richter GmbH.


Mit der Radiowellen-Technologie können feuchte Baukörper schnell und effizient getrocknet werden. Hohe Eindringtiefen, gleichmäßige Erwärmung großer Formationen im Kubikmeter-Maßstab, energieeffizienter Wärmeeintrag sowie eine große Flexibilität hinsichtlich der Aufheizrate, der Endtemperaturen und der zu erwärmenden Materialien sind typische Charakteristika des direkten Energieeintrages mit Hilfe von Radiowellen.

Juli 2017

Teilnehmer INCOVER-Stakeholderworkshop / Foto: Mi-Yong Lee, UFZ Chancen für Wertstoffproduktion aus Abwässern auf 1. INCOVER Stakeholder-Workshop diskutiert


Das von der Europäischen Kommission geförderte Projekt INCOVER zielt darauf ab, biogene Abfälle und Abwässer in werthaltige Produkte zu verwandeln. Das Konsortium aus 18 Partnern hat vor einem Jahr damit begonnen, anhand von Fallstudien in Spanien und Deutschland verschiedene Konzepte zu untersuchen. Dieser erste Stakeholder-Workshop diente den Forschern dazu, zu prüfen, wie ihre Ansätze und Zwischenergebnisse „von außen“ bewertet werden und welche Ideen Externe, vor allem aus betroffenen Wirtschaftsbereichen, zur weiteren Entwicklung einbringen.

Der Schwerpunkt dieses Workshops lag auf einer am UFZ implementierten Fallstudie, bei der kohlenstoffreiche Abfälle und Abwässer aus der Lebensmittelindustrie zur biotechnologischen Herstellung von organischen Säuren, z.B. Zitronensäure, genutzt werden. Danach verbleibende Prozessrückstände werden zum Teil energetisch genutzt (Biogasproduktion) undzum anderen mittels hydrothermaler Carbonisierung zu Düngemitteln umgesetzt.

Die intensive Diskussion lieferte den Wissenschaftlern wertvolle Hinweise in Bezug auf weitere Versuche und mögliche Kooperationspartner.

Ein zweiter Stakeholder-Workshop soll folgen.

Titel Präsentationsfolie / Quelle: UFZ Szenarienanalyse für die holzbasierte Bioökonomie

Die Erforschung von Transformationsprozessen unseres gesamten Wirtschaftssystems ist ein Schwerpunkt unserer Arbeiten am UFZ. Diese Transformationsprozesse werden durch die ökologische Notwendigkeit ausgelöst, zukünftig weitgehend auf fossile Energieträger zu verzichten. Dies soll durch die Nutzung erneuerbarer Ressourcen sowie effizienter Produktions- und Konsumstrukturen ermöglicht werden.
Dabei wird die Bedeutung einer biobasierten Wirtschaftsweise wird wahrscheinlich weltweit zunehmen. In dem vom BMBF geförderten Spitzencluster „BioEconomy“ arbeiten Partner aus Forschung und Industrie (Holz- und Forstwirtschaft, chemische Industrie, Kunststoffindustrie und Anlagenbau) in einem mitteldeutschen Exzellenz-Cluster an der stofflichen und energetischen Nutzung von Non-Food-Biomasse, insbesondere Holz.

Die Arbeitsgruppe „Recht und Governance der Bioökonomie“ legte jetzt ihre Ergebnisse einer Szenarienanalyse in der Broschüre „Mögliche Zukünfte für die holzbasierte Bioökonomie: Eine Szenarienanalyse für Deutschland“ vor. Diese zeigt auf der Grundlage von Experteneinschätzungen nachvollziehbare Linien künftiger Entwicklungen der holzbasierten Bioökonomie in Deutschland auf und kann damit einen wichtigen Beitrag für die Strategieentwicklung sowohl des Spitzenclusters BioEconomy als auch der künftigen Bioökonomie-Politik leisten

Die vollständigen Ergebnisse der Szenarienanalyse finden Sie als Aufsatz-Veröffentlichung
in der Zeitschrift „Sustainability“:
HAGEMANN , N./GAWEL, E./PURKUS, A./PANNICKE, N./HAUCK, J.: Possible Futures Towards a Wood-Based Bioeconomy – A Scenario Analysis for Germany, in: Sustainability, Vol. 8 (2016), Issue 1, 98.

Der Beitrag ist frei zugänglich (open access) und kann direkt heruntergeladen werden unter
http://www.mdpi.com/2071-1050/8/1/98/pdf

Juni 2017

Logo DE-US.net Mit dem Projekt DE-US.net nahm das UFZ am 2. Mai an dem Scientific Networking Event "Smart Cities & Urban Development" in New York teil. Dr. Stephan Bartke vom Department Ökonomie stellte dabei als Teil der Kampagne „Research in Germany“ des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) am German Center for Research and Innovation (GCRI) New York das Projekt vor rund 200 Interessierten aus Wissenschaft, Politik und Unternehmen vor.

DE-US.net ist ein Expertise-Netzwerk für Fachleute und Interessierte zur „Zukunftsstadt – Future City“. Der Ausbau des Netzwerks wird vom UFZ koordiniert. Es unterstützt den Transfer von Ideen sowie den Zugang zu Fachwissen und Märkten in Deutschland und den USA. Die Mitglieder tauschen sich in diesem Netzwerk aus, um Lösungen für ein nachhaltiges und besseres Leben in der Stadt der Zukunft voranzubringen. DE-US.net unterstützt seine Mitglieder durch

  • das Herausstellen von Personen und Projekten, die innovative Lösungen und Forschungsaktivitäten anbieten,
  • das Bereitstellen einer Plattform zur Diskussion von Ideen und innovativen Ansätzen, um Städte in Deutschland und den USA fit für die Zukunft zu machen,
  • einen Marktplatz für das Etablieren neuer Partnerschaften zur weiteren Optimierung, Anpassung und Implementierung von Innovationen,
  • den Aufbau einer Sammlung von Finanzierungsmöglichkeiten, die bilaterale Projekte und den Austausch fördern.
Das Projekt wird vom BMBF mit dem Förderkennzeichen 01DD17004 unterstützt.

Weitere Informationen finden Sie auf http://DE-US.net oder sprechen Sie Dr. Stephan Bartke direkt an:
Department Ökonomie, stephan.bartke@ufz.de

Teilnehmer des Treffens / Foto: S. Schmidl / PEP Unter dem Motto "lernen von anderen" haben Mitarbeiter der Helmholz-Gemeinschaft und Max-Planck-Gesellschaft im Rahmen des PEP (Professoren als Entrepreneurship-Promotoren) Promotorenprogramms eine spannende Exkursion nach London und Cambridge unternommen, um das Londoner Start-up Ecosystem als Ausgangspunkt für erfolgreiche Ausgründungen zu analysieren. Unter den Teilnehmern war auch Milina Alber, die am UFZ Ausgründungsinitiativen im Rahmen von SMILE [Selbst Management Initiative Leipzig] coacht und unterstützt.

Während der 3-tägigen Reise im Mai 2017 wurden unter der Leitung von Prof. Dr. Klaus Nathusius Forschungsinstitute, Business Schools, Gründer, Venture Capital Gesellschaften, Inkubatoren und Akzeleratoren in London und Cambridge besucht. Dabei standen nicht nur spannende Gründer-Persönlichkeiten für anregende Gespräche und Diskussionen zur Verfügung, sondern auch Lenker und Unterstützer der britischen Gründungsszene. Auch der Austausch unter den Teilnehmern aus den verschiedenen Forschungseinrichtungen lieferten inspirierende Einblicke und Ideen für alle Mitreisenden. So konnte jeder Teilnehmer viele Ansatzpunkte mitnehmen, die nun in der täglichen Arbeit weiterhelfen Ausgründungsinitiativen zu initiieren und zu unterstützen.

Das vom Bundesministerium für Bildung und Forschung geförderte PEP Projekt erforscht Maßnahmen und Strukturen, die unterstützend auf Unternehmensgründun¬gen aus wissenschaftlichen Einrichtungen der Max-Planck-Gesellschaft und Helmholtz Gemeinschaft wirken. Über den Einsatz von Gründungsförderinstrumenten in den beteiligten wissenschaftlichen Einrichtungen soll im Rahmen einer Aktionsforschung ermittelt werden, wie eine größere Anzahl und eine höhere Qualitätsstufe von Aus¬gründungen aus den wissenschaftlichen Einrichtungen zu erreichen ist und durch welche Rahmenbedingungen eine dynamisch wachsende Gründungsszene an den jeweiligen Standorten der Institute geschaffen werden kann.

Zu PEP

SMILE ist ein Kooperationsprojekt der Universität Leipzig, der HHL Leipzig Graduate School of Management, dem Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung (UFZ) und dem Deutschen Biomasseforschungszentrum (DBFZ) und wird aus Mitteln der Europäischen Union, des Freistaates Sachsen und der beteiligten Institutionen finanziert.

Zu SMILE

ARSOLux / Foto: A. Künzelmann, UFZ Innovative4water - UFZ beteiligte sich aktiv an der WaterVent Konferenz in Genf

Am 8. und 9. Juni 2017 vertrat Dr. Joachim Nöller, Leiter der Abteilung für Wissens- und Technologietransfer, das UFZ auf der WaterVent-Konferenz in Genf. WaterVent ist ein Corporate Venturing Forum, das den Austausch innerhalb des Nexus Wasser ermöglicht. Ziel der Plattform ist es, ein globales Netzwerk mit Zugang zu allen wichtigen Experten, Unternehmen, Inkubatoren, Clustern und Innovatoren im Bereich der Wassertechnologie zu schaffen.

Unter dem Motto "innovative4water" richtete die Konferenz an zwei Tagen 130 pitches aus und gab Raum für Diskussionen und Partnerschaften.

Um Kooperationspartner zu finden, präsentierte Dr. Nöller die ARSOlux Biosensoren, erfunden vom UFZ-Wissenschaftler Prof. Hauke Harms, und referierte über die aktuelle Forschung für nachhaltiges Wasserressourcenmanagement. Infolgedessen zeigten relevante Unternehmen Interesse an der Vermarktung innovativer Ideen aus dem UFZ.

Viele wichtige Akteure des Wassersektors waren anwesend, wie Vertreter des Umweltprogramms der Vereinten Nationen (UNEP), der Weltorganisation für geistiges Eigentum (WIPO), der Umweltschutzbehörde der Vereinigten Staaten von Amerika (USEPA) sowie Investoren und Unternehmen aus der ganzen Welt.

Mai 2017

Dipl.-Ing. K. Kauffmann & Dipl.-Ing. S. Geisenberger; Foto: L. Woiterski, UFZ Dipl.-Ing. K. Kauffmann & Dipl.-Ing. S. Geisenberger; Foto: L. Woiterski, UFZ Am 27.4.2017 führten Karsten Kauffmann und Stefan Geisenberger, zwei Experten und Patentprüfer vom Deutschen Patent-und Markenamt, Interessierte aus Wissenschaft und Wissens- und Technologietransfer auf einem eintägigen Exkurs am UFZ durch die Welt einer Patentschrift. Dabei gaben sie auf eine sehr kurzweilige Art und Weise spannende Einblicke in die Voraussetzungen für die Patentierbarkeit einer Idee, den Aufbau eines Patents, Recherchen, die Bedeutung der Patentansprüche sowie zum Verfahren von Anmeldung bis Erteilung.

Ein Nachwuchswissenschaftler schätzte besonders den inhaltlichen Aufbau des Workshops und die praktischen Anwendungsbeispiele zur Erläuterung von Fachbegriffen wie Neuheit oder erfinderischer Tätigkeit. Außerdem ließe sich das Gelernte beim zukünftigen Studium von Patentliteratur sowie beim Verfassen eigener Patentschriften bestens anwenden. Ein erfahrener Wissenschaftler resümierte darüber hinaus, dass die Sichtweise der Patentprüfer interessant gewesen sei und durch den Workshop der Blick für eigene Anmeldungen geschärft wurde.

Im kleinen Teilnehmerkreis wurden mit den Prüfern sehr angeregte Diskussionen über Beispiele aus deren Arbeitswelt sowie eigene Fragen geführt, sodass am Ende des Tages die Angst vor Patentansprüchen in Respekt umgewandelt wurde und als Fazit bleibt, dass Patentprüfer auch Menschen sind.

Falls Sie Fragen zu dieser Veranstaltung oder auch Interesse an einem solchen Workshop haben, kontaktieren Sie gerne Milina Alber (Abteilung Wissens- und Technologietransfer; milina.alber@ufz.de ).

Deutsche Patent- und Markenamt (DPMA)


Aufrüstset / Foto: S. Wiedling, UFZ Die ehemals reine Biotechnologie-Messe BIOTECHNICA erfuhr 2017 eine Neuausrichtung zur europäischen Fachmesse für Labortechnik LABVOLUTION. Der Fachbesucheranteil erreichte mit 99 Prozent fast volle Deckung, mit einem internationalen Anteil von rund 15 Prozent.

Das UFZ war vom 16. bis 18. Mai in Hannover auf dem mitteldeutschen Gemeinschaftsstand „Forschen für die Zukunft“ zum Thema „Bioelektrosynthese – Bioreaktoren neu nutzen“ vertreten. Präsentiert wurde das innovative Aufrüstset zur reversiblen Erweiterung konventioneller Bioreaktoren für mikrobielle Bioelektrosynthesen (z.B. Carbonsäuren aus Abfällen).

Zu dieser und anderen Technologien des UFZ kamen die UFZ-Mitarbeiter mit Firmen und Wissenschaftlern ins Gespräch, informierten und knüpften Kontakte.

Falls Sie Fragen zum Aufrüstset oder anderen Produkten und Technologien das UFZ haben, kontaktieren Sie uns bitte unter Abteilung Wissens- und Technologietransfer; wtt@ufz.de

LABVOLUTION

Clusterteam Umwelt diskutiert aktuelle Entwicklungen

Clusterteam Umwelt ; Foto: K. Görner, UFZ Am 17. Mai fand das 3. Wirtschaftsgespräch im Clusterteam Umwelt des NEU e.V. in den Räumen der Arcadis Germany GmbH in Leipzig statt. Die 26 Teilnehmer aus Wissenschaft und vor allem Wirtschaft bekamen in Impulsvorträgen einen Überblick über aktuelle Verfahrensentwicklungen und Praxisbeispiele in der Boden- und Grundwassersanierung.

Auf jeden Vortrag folgten zahlreiche Rückfragen und lebhafte Diskussionen vor dem Hintergrund der eigenen Erfahrungen der Teilnehmer aus Praxisprojekten oder wissenschaftlicher Arbeit.
Umrahmt wurde das Programm von ausreichender Möglichkeit, formlos miteinander ins Gespräch zu kommen, Erfahrungen auszutauschen und neue Kontakte zu knüpfen.
Aufgrund zahlreicher positiver Rückmeldungen der Teilnehmer sowie bereits konkreter Vorschläge wird es voraussichtlich im kommenden Frühjahr eine Folgeveranstaltung mit Exkursionscharakter geben.

Das nächste Wirtschaftsgespräch im Clusterteam Umwelt findet bereits im August 2017 am UiZ Leipzig statt, diesmal zum Thema Recycling/Kreislaufwirtschaft.

Das vom UFZ geleitete Clusterteam Umwelt im Netzwerk Energie und Umwelt (NEU e.V.) der Stadt Leipzig richtet sich an Unternehmen im Bereich Umwelttechnologien, die in Leipzig und Region aktiv sind oder werden wollen. Ziel des Clusterteams ist es, diese Unternehmen regional zu vernetzen und den Austausch mit Wissenschaft und Verwaltung zu fördern.

Bei Fragen oder Interesse an kommenden Wirtschaftsgesprächen kontaktieren Sie bitte Karen Görner, Abteilung Wissens- und Technologietransfer, UFZ ( karen.goerner@ufz.de )

April 2017

Auf den diesjährigen EnergyDays wurden am 16. März 2017 zwei am UFZ entwickelte Entscheidungsunterstützungs-Tools im Bereich Windenergie erläutert und ihr Nutzen sowie die Rahmenbedingungen für ihren Einsatz in der Praxis diskutiert.

Vor dem Hintergrund eines komplizierten, je nach Bundesland und z.T. Region unterschiedlichen Planungs- und Genehmigungsverfahrens sowie zahlreicher Überlegungen in Bezug auf soziale und Naturschutzaspekte ist die Software MaxPlace sowohl interessant für Planer oder Betreiber großer Windparks als auch für die mit der Ausweisung von Gebieten für Windkraft beauftragten Körperschaften, die regionalen Planungsverbände. MaxPlace dient dazu, den Energieertrags aus Windkraft für eine oder beliebig viele potentielle Flächen zu maximieren.

Das Tool FIND wiederum nutzt die Ergebnisse aus MaxPlace sowie Bewertungskriterien wie z.B. „Distanz zu Wohngebieten“ und „Distanz zu Rotmilanhorsten“ als Eingabewerte, um aus den verfügbaren Potentialflächen diejenigen zu ermitteln, mit denen sich vorgegebene Ausbauziele mit möglichst geringen negativen Auswirkungen erreichen lassen.

Es lassen sich verschiedene Szenarien miteinander und mit dem Status quo vergleichen und damit die Konsequenzen veranschaulichen, die sich aus bestimmten Präferenzen und Entscheidungen ergeben würden.

In der lebhaften Diskussion, die sich an die Vorträge anschloss, wurde deutlich, dass MaxPlace und FIND dazu beitragen können, im Planungsverfahren verschiedene Seiten und Gruppen mit objektiven Informationen zu versorgen und das Ergebnis einer Planung für alle Akteure verständlich zu visualisieren.

Speziell von Seiten der Regionalplanung und Ingenieurbüros wurde dies als wesentlicher Fortschritt in der Kommunikation mit Kommunen und Bürgern gesehen.

Falls Sie Fragen zu dieser Veranstaltung haben, kontaktieren Sie gerne Karen Görner, Wissens- und Technologietransfer, karen.goerner@ufz.de


UFZ-Stand auf der TerraTec 2017 / Foto: UFZ Die TerraTec 2017 präsentierte sich erstmalig als Branchentreff für die Entsorgungs-, Kreislauf- und Ressourcenwirtschaft. Über 3.200 Fachbesucher informierten sich vom 05. Bis 07.April auf der Leipziger Messe über aktuelle Themen und Innovationen und knüpften Kontakte zu anderen Branchenvertretern. Unter den 128 Aussteller aus sechs Ländern war auch das UFZ und präsentierte seine entwickelten Technologien und neue Forschungserfolge in diesem Themenbereich, z.B. aus dem Unternehmensnetzwerk „Radiowellentechnologie“ zum chemikalienfreien Holzschutz, zur Mauerwerkstrockung oder zum Asphaltrecycling. Weitere Themen waren Metallrückgewinnung aus Sedimentschlämmen durch Bioleaching und die Sanierung von Grundwasser und Böden.

In verschiedenen Fachforen wurden innovative Ansätze u.a. zur Phoshphatrückgewinnung, Bioenergie, Rohstoffe und Mining diskutiert, an denen sich auch das UFZ thematisch beteiligte. Zum Beispiel referierte Dr. Björn Höhlig für das UFZ zum Thema Asphaltrecycling: „Grüner Asphalt – Herstellung von Recycling-Asphalt mit erneuerbaren Energien“.

Die TerraTec und das UFZ verpasst? Wenn Sie Fragen zu unseren Themen haben, sprechen Sie uns einfach per Email oder telefonisch an.

Falls Sie Fragen zu dieser Veranstaltung haben, kontaktieren Sie gerne Hella Nietsch, Wissens- und Technologietransfer, hella.nietsch@ufz.de

TerraTec

Ein Seminar in Zusammenarbeit mit dem Deutschen Patent- und Markenamt (DPMA)

Am 27. April 2017 (9:00 – 16:00 Uhr) stellen Experten vom Deutschen Patent-und Markenamt (DPMA), Karsten Kauffmann und Stefan Geisenberger, praxisnah und fallorientiert die wichtigsten Schritte für den Schutz von Erfindungen vor und geben eine Einführung in die Schutzrechtsrecherche.

Zu den Inhalten gehören die Einführung in die gewerblichen Schutzrechte, der Aufbau von Patentschriften, die Voraussetzungen für die Patentierung von Erfindungen (insb. die Punkte „Neuheit“ und „Erfinderische Tätigkeit“) oder die Erläuterung von Anmeldeunterlagen und Ablauf des Prüfungsverfahrens. Zudem werden Tipps für die richtige Formulierung von Patentansprüchen und Anpassung von Patentansprüchen im Prüfungsverfahren gegeben. Die Inhalte werden durch Diskussionen von Beispielen zu den oben genannten Themen aus der täglichen Praxis der Patentprüfung abgerundet.

Des Weiteren werden die zwei Internet-Dienste des DPMA, DEPATISnet (Recherche im Archiv der Patentdokumente) und DPMAregister mit elektronischer Akteneinsicht (die amtliche Publikation für den Rechtsstand von gewerblichen Schutzrechten), vorgestellt.

Die Veranstaltung findet in UFZ Leipzig, KUBUS, Saal 1A statt.

Falls Sie Fragen haben oder diese Veranstaltung besuchen möchten, kontaktieren Sie gerne Milina Alber (Abteilung Wissens- und Technologietransfer; milina.alber@ufz.de ).

Deutsche Patent- und Markenamt (DPMA)

März 2017

Logo Cluster Neu e.V. Unter dem Titel „Smart Cities – Ansätze für eine innovative, nachhaltige Stadtentwicklung“ fand am 02.03.2017“ das zweite Wirtschaftsgespräch im Clusterteam Umwelt statt.

Nach kurzen Impulsvorträgen zum Stand des integrierten Stadtentwicklungskonzeptes der Stadt Leipzig, zu Forschungsbeiträgen zur nachhaltigen Quartiersentwicklung und zu innovativen Ansätzen im Wohnungsbau diskutierten die 23 Teilnehmer in drei Gruppen, welches die wesentlichen Herausforderungen in der Zusammenarbeit zwischen verschiedenen Akteuren der smarten Stadtentwicklung sind und wo aktuell der größte Handlungsbedarf besteht.

Die Ergebnisse dieser Gruppenarbeit sowie dem anschließenden Plenum enthielten auch konkrete Projektideen, die nun in kleineren Konsortien umgesetzt werden. Dabei stehen die Projekte weiteren Interessenten offen.
Das nächste Wirtschaftsgespräch wird am 17. Mai 2017 stattfinden. Passend zum Thema Sanierung wird dieses Treffen von Arcadis Germany ausgerichtet. Ideen und Beiträge zum Programm sind noch willkommen.

Als Zusammenschluss der Stadt Leipzig über ihr Netzwerk Energie und Umwelt (NEU e.V.) richtet sich das am UFZ geleitete Clusterteam Umwelt an Unternehmen im Bereich Umwelttechnologien, die in Leipzig und Region aktiv sind oder werden wollen. Ziel des Clusterteams Umwelt ist es, diese Unternehmen regional zu vernetzen und den Austausch mit Wissenschaft und Kommunen zu fördern.

Falls Sie Fragen zu dieser Veranstaltung oder Interesse an kommenden Wirtschaftsgesprächen haben, kontaktieren Sie gerne Karen Görner, Wissens- und Technologietransfer, karen.goerner@ufz.de


Erste S2DES-Community-Meeting   / Foto: UFZ Am 6. März fand im Leipziger KUBUS das erste „Smart Sensor-based Digital Ecosystem Services“ (S2DES)-Community-Meeting mit 50 Teilnehmern statt. Das vierjährige Projekt, gefördert von der Sächsischen Aufbaubank (SAB) und dem Europäischen Sozialfonds, beschäftigt sich mit der domänenübergreifenden wirtschaftlichen Nutzung von Sensordaten. Unter Leitung des Instituts für Wirtschaftsinformatik an der Universität Leipzig sind neben dem Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung - UFZ und dem Institut für Angewandte Informatik (InfAI) e.V. weitere sechs Unternehmen aus der Wirtschaft sowie derzeit zwanzig assoziierte Partner zu verschiedenen Anwendungsfeldern beteiligt.

S2DES geht davon aus, dass die in zunehmendem Maße und zunehmender Vielfalt vorhandenen Daten aus zahlreichen Sensoren nicht nur in einem, sondern in mehreren Anwendungsgebieten bzw. Domänen nutzbar sind. So tauschen beispielsweise Agrarbetriebe Daten über Bodenqualität, Schädlingsbefall und weitere wachstumsbeeinflussende Faktoren nicht nur untereinander aus, sondern verknüpfen Umweltdaten mit weiteren Daten und Ergebnissen aus Forschungsprojekten, um ihre Erträge zu verbessern. Gleiches gilt für andere Bereiche: Daten aus der Hausautomatisierung (Smart Home) lassen sich nicht nur von den Bewohnern direkt nutzen (z.B. zur Haussteuerung, Lichtsteuerung oder Energieeinsparung durch intelligente Systeme), sondern auch von anderen Dienstleistern, wie ambulanten Pflegediensten oder Familienservices.

Basis für die Umsetzung sind smarte, hoch flexible und modulare Informationssysteme, die die Bereitstellung und Nutzung von Sensordaten durch unterschiedliche Nutzergruppen unterstützen, große Datenmengen verarbeiten, Expertenwissen in Form von Methoden beliebig integrieren sowie kooperative Marktplatzfunktionalitäten für die wirtschaftliche Verwertung anbieten können. Die dafür erforderliche Referenzarchitektur sowie geeignete integrierte Modelle für eine unternehmensübergreifende Plattform sollen in S2DES entstehen. Ein weiteres Projektziel ist die Erarbeitung eines Qualifizierungskonzeptes für Unternehmen, die Daten und/oder Methoden im Verbund domänenübergreifend nutzen möchten. Eine besondere Bedeutung kommt dabei Validierungsszenarios in den drei Domänen Umwelt, Energie und Gesundheit zu, in welchen S2DES übergreifende Konzepte entwickelt und erprobt.

Ihr Ansprechpartner im UFZ für weitere Informationen ist Dr.-Ing. Jan Bumberger, Department Monitoring- und Erkundungstechnologien; jan.bumberger@ufz.de


Dr. Hans-Christian Woger und Stefan Schreiber / Foto: UFZ Stefan Schreiber und Dr. Hans-Christian Woger / Foto: UFZ Im Rahmen der Start-up-Betreuung für Gründer am UFZ und in Partnerschaft mit der SMILE-Initiative* organisierte die Abteilung WTT am 17. März 2017 ein Gründerseminar im Leipziger KUBUS zum Thema Vertragsrecht.

Die Referenten Stefan Schreiber und Dr. Hans-Christian Woger von der internationalen Anwaltssozietät CMS Hasche Sigle erläuterten, wie Gründer sich optimal auf die rechtlichen Rahmenbedingungen und daraus resultierenden Herausforderungen bei einer Ausgründung vorbereiten können. Die Teilnehmenden gewannen einen Überblick über die unterschiedliche Vertragsarten und deren Besonderheiten. Auch Fallstricke bei der Vertragsgestaltung wurden rege diskutiert.

Für Fragen oder weitere Informationen steht Ihnen Milina Alber (Abteilung Wissens- und Technologietransfer; milina.alber@ufz.de ) gern zur Verfügung.

*SMILE wird durch den Europäischen Sozialfonds, den Freistaat Sachsen und durch die beteiligten Einrichtungen finanziert.

Februar 2017

Validierungspreises 2017 (Copyright: Hannibal Hanschke, Quelle: BMBF) Preisverleihung: die Vorsitzenden des VIP-Gutachterkreises Prof. Neumann und Prof. Welter, Dr. Borsdorf, parlamentarischer Staatssekretär des BMBF Stefan Müller (v.l.n.r.); Copyright: Hannibal Hanschke, Quelle: BMBF Das von Dr. habil. Helko Borsdorf (UFZ, Department Monitoring und Erkundungstechnologien) geleitete Drittmittelprojekt „Geruchsradar: Validierung eines Messsystems zur Lokalisierung und Quantifizierung diffuser Quellen von Gerüchen“ wurde mit dem 3. Platz des VIP / VIP+ Validierungspreises 2017 ausgezeichnet. Das Vorhaben wurde im Rahmen der Fördermaßnahme „Validierung des technologischen Innovationspotenzials wissenschaftlicher Forschung – VIP“ des BMBF (Bundesministerium für Bildung und Forschung) bearbeitet. Die Preisvergabe fand durch den parlamentarischen Staatssekretär der Bundesministerin für Bildung und Forschung, Stefan Müller, im Rahmen der VIP / VIP+ Innovationstagung am 1. Februar 2017 in Berlin statt.

Gerüche als Umweltfaktor erlangen im Umfeld industrieller oder landwirtschaftlicher Betriebe, Biogasanlagen oder im Rahmen der Produktüberwachung eine zunehmende Bedeutung. Die Erfassung von Geruchsemissionen und deren Ausbreitung ist durch verschiedene Gesetze und Regelungen vorgeschrieben. Gegenwärtig erfolgt die Bestimmung von Gerüchen subjektiv über die Wahrnehmung der Gerüche durch Testriecher.

Das UFZ hat im Rahmen des Projektes ein Messsystem entwickelt, das aus am Ort der Geruchsbelästigung mithilfe der Ionenmobilitätsspektrometrie (IMS) gewonnenen Daten, Winddaten, gemessenen Turbulenzen und Positionsdaten direkt auf den Ort der Quelle sowie die Quellstärke des Geruchs schließen kann, auch wenn es sich um eine diffuse Quelle handelt. Die erfolgreiche Validierung hat gezeigt, dass diese Methodik bei einem minimierten Zeit- und Kostenaufwand für die Detektion von Geruchsmustern bei gleichzeitiger Quellenzuordnung geeignet ist. Besonderheit des Vorhabens ist neben dem Nachweis der Praxistauglichkeit auch die Erwirkung der behördlichen Akzeptanz. Im Anschluss an das Projekt lag daher ein Schwerpunkt darin, die Ergebnisse den normgebenden Gremien vorzustellen.
Momentan ist das Verfahren Bestandteil der Diskussionen einer möglichen Norm zur sensorischen Geruchserfassung im Komitee für europäische Normung (CEN) und ist darüber hinaus mehreren nationalen VDI Kommissionen vorgestellt. Das System wird derzeit an mehreren Standorten eingesetzt und eine Weiterentwicklung zur Marktreife soll in einem AiF Projekt realisiert werden.

Weitere Informationen: Dr. habil. Helko Borsdorf, Department Monitoring und Erkundungstechnologien, helko.borsdorf@ufz.de

Video zu den Gweinnern des Validierungspreises 2017


Vertragsunterzeichnung am UFZ / Foto: UFZ Das niederländische Königspaar Willem-Alexander und Máxima im Leipziger Wissenschaftspark. Unterzeichnung der Kooperationsabkommen zwischen dem DBFZ und dem Energy Research Centre of the Netherlands (ECN) sowie der niederländischen Firma Biobased Delta und dem mitteldeutschen Spitzencluster BioEconomy e.V. im Leipziger KUBUS. Foto: Sebastian Wiedling/UFZ Auf ihrer Deutschlandreise durch Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen hat das niederländische Königspaar Willem-Alexander und Máxima am 9. Februar den Leipziger Wissenschaftspark besucht. Auf Einladung des Helmholtz-Zentrums für Umweltforschung (UFZ) und des Deutschen Biomasseforschungszentrums (DBFZ) wohnte das Königspaar der offiziellen Unterzeichnung zweier Kooperationsvereinbarungen (Memorandum of Understanding) zwischen niederländischen und deutschen Forschungsinstituten bei und besichtigte das UFZ-Hightech-Labor ProVIS. Begleitet wurde das Königspaar von einer niederländischen Wirtschaftsdelegation.

Dem royalen Besuch im Leipziger Wissenschaftspark war unter dem Titel „Green Chemistry & Biotechnology“ ein internes Netzwerktreffen deutscher und niederländischer Unternehmen im Bereich der grünen Chemie, Kreislaufwirtschaft und Bioenergie vorausgegangen. Nach sechs Kurzvorträgen (Pitch-Talks) konnten etwa 70 Vertreter beider Nationen in einem 1:1 Matchmaking zu festgelegten Clusterthemen ins Gespräch kommen, Netzwerkkontakte knüpfen und gegenseitige Forschungsideen austauschen.

Nach der Unterzeichnung von Kooperationsabkommen (Memorandum of Understanding) zwischen dem DBFZ und dem Energy Research Centre of the Netherlands (ECN) sowie der niederländischen Firma Biobased Delta und dem mitteldeutschen Spitzencluster BioEconomy e.V. besichtigte das Königspaar das UFZ-Hightech-Labor ProVIS. Dessen außergewöhnliche Gerätekombination macht es möglich, Zellen, Wechselwirkungen zwischen Zellen, mikrobielle Gemeinschaften und all ihre Stoffwechselleistungen im Detail zu studieren, um sie für biotechnologische Anwendungen nutzbar zu machen. Im Anschluss daran besuchten die Gäste die Gedenkstätte für Zwangsarbeit Leipzig, die sich auf dem UFZ-Gelände befindet. Begleitet wurde das Königspaar hierbei von der niederländischen Ministerin für Außenhandel & Entwicklungszusammenarbeit, Lilianne Ploumen sowie dem sächsischen Staatsminister für Umwelt und Landwirtschaft, Thomas Schmidt sowie von den Geschäftsführern von UFZ und DBFZ, Prof. Dr. Georg Teutsch und Daniel Mayer.

Weitere Informationen: Dr. Joachim Nöller, Abteilung Wissens- und Technologietransfer, joachim.noeller@ufz.de

Frischzellkulturen (Foto André Künzelmann/UFZ) Analyse von Frischzellkulturen (Foto André Künzelmann/UFZ) Zur Präparation mikrobieller Zellen ist es erforderlich, diese aus ihrem Kulturmedium oder der Probenflüssigkeit zu ernten und von der Trägerflüssigkeit zu säubern. Hierfür gibt es vielfältige Methoden, wie Zentrifugieren oder verschiedene Filtrationen.
Mittlerweile ist aber bekannt, dass sich ein Großteil mikrobiellen Lebens im Bereich < 0,2 µm abspielt. Solch kleine Mikroorganismen werden durch gängige Filter nicht zurückgehalten und haben eine zu geringe Dichte für die Zentrifugation. Die neue Technologie der SandTraps erlaubt dagegen die Abtrennung auch sehr kleiner, besonders empfindlicher oder nur in geringer Konzentration vorkommender mikrobieller Zellen.

SandTraps sind silicagefüllte Säulchen zum Ernten und Säubern von mikrobiellen Zellen, die sowohl anaerobes Arbeiten als auch das Arbeiten mit ungewöhnlich kleinen Zellen ermöglichen. Darüber hinaus sind sie besonders geeignet für Anwendungen im Umweltbereich, wo nur kleine Kulturvolumina oder geringe Zelldichten vorliegen.
Die Methode sammelt und konzentriert 50 – 98% aller Zellen unter Beibehaltung ihrer enzymatischen Aktivität und Zellviabilität. Sie ist skalierbar und kann in standardisierten Systemen vervielfältigt werden. Auch eine nach Zellgröße differenzierte Ernte ist möglich.

Die Technologie wurde erfolgreich im Labormaßstab getestet und soll nun weiterentwickelt und standardisiert werden.

Weitere Informationen: Dr. Lorenz Adrian, Department Isotopenbiogeochemie, lorenz.adrian@ufz.de

Januar 2017

Dr. Jennifer Hauck (Foto: UFZ) Dr. Jennifer Hauck (Foto: UFZ) Die promovierte Humangeographin Jennifer Hauck ist seit 2009 Mitarbeiterin des UFZ. Ihre über 10-jährige Erfahrung mit inter- und transdisziplinären Prozessen, die sie am UFZ und auch darüber hinaus gesammelt hat, stellt sie nun in ihrer Beratungsagentur CoKnow (Coproducing Knolwedge for Sustainability) Consulting zur Verfügung.

Konkret organisiert sie mit ihren AuftraggeberInnen inter- und transdisziplinäre Prozesse von der Idee über die Planung, Organisation und Durchführung sowie Dokumentation und unterstützt in Teilschritten, beispielsweise mit Stakeholder- und Netzwerkanalysen. In Seminaren und Trainings gibt sie ihr Wissen und Können weiter und begleitet Prozesse als Coach. Ihre Erfahrungen aus der praxisnahen Forschung bietet sie als Kleinunternehmen (KMU) für entsprechende Arbeitspakete in Drittmittelprojekten an.

Weitere Informationen finden Sie auf ihrer Homepage: www.coknow.de

Derzeit werden im Netzwerk RWTec 7 Drittmittelprojekte unter Beteiligung von insgesamt 15 Unternehmen aus ganz unterschiedlichen Branchen, 6 Forschungseinrichtungen und 2 Stiftungen mit dem Ziel bearbeitet, wissenschaftliche Ergebnisse aus dem Labor und Technikum in praktische und auf dem Markt konkurrenzfähige Anwendungen zu überführen.

Aktuell sind drei Kurzfilme verfügbar, die eindrucksvoll zeigen, wie auf der Basis eines breiten Erfahrungsschatzes und innovativer Ideen neue Produkte und Anwendungen entwickelt werden. Produziert wurden die Filme gemeinsam mit der Leipziger Produktionsfirma in-one-media.

Die Imagefilme sind zunächst für die am weitesten fortgeschrittenen Projekte in der RWTec-Mediathek unter www.ufz.de/rwtec verfügbar.


1. Radiowellen-Technologie – Trocknung von Mauerwerk

Der Kurzfilm stellt das Netzwerkprojekt "HF-Technologie - TMauer" vor und behandelt den Einsatz der Radiowellen-Technologie zur thermisch unterstützten Trocknung von Mauerwerk, welches durch kontinuierlichen Feuchteeintrag oder Akutereignisse wie Überflutungen geschädigt wurde.



2. Radiowellen-Technologie – Recycling von Altasphalt

Der Kurzfilm stellt das Netzwerkprojekt "HF-Technologie - Asphalt" vor und verdeutlicht die Möglichkeiten der Radiowellen-Technologie zur schonenden Erwärmung von Altasphalt mit den Zielen, dessen Materialeigenschaften langfristig zu erhalten, den Recycling-Anteil im Asphalt zu erhöhen und schädliche Umwelteinflüsse zu minimieren.



3. Hochfrequenz-Technologie – Emissionsminderung

Der Kurzfilm stellt das Netzwerkprojekt "HF-Technologie - Abgas" vor und präsentiert den Einsatz der Hochfrequenz-Technologie zur thermo-katalytischen Reduzierung von schädlichen Emissionen aus Biomasse-Kleinfeuerungsanlagen, wobei vergleichende Untersuchungen mit Mikrowellen und Radiowellen vorgestellt werden.



Für weitere Informationen zur Radiowellen-Technologie sprechen Sie bitte Dr. Ulf Trommler unter 0341/ 235-4673 bzw. ulf.trommler@ufz.de an.

Dr. Ulf Trommler, Abteilung Wissens- und Technologietransfer

Brunnen in Vietnam, Foto: UFZ Brunnen in Vietnam; Foto: UFZ Am 15.12.2016 begrüßte das UFZ zwei Gesellschafter des Konzerns AquaOne aus Vietnam sowie einen Vertreter der Stadt Leipzig und diskutierte mögliche Anknüpfungspunkte zu neuen Umweltprojekten in ihrem Land. Initiator der Rundreise und des Treffens war die Tilia GmbH aus Leipzig, mit der das UFZ erfolgreich zusammenarbeitet.

Die Themen reichten von innovativen, dezentralen Abwasserreinigungssystemen, Überwachungsnetzwerken zur Wassergüte in Talsperren bis hin zur Modellierung der Steuerung dieser Systeme. Dabei stellte das UFZ auch die einfache Detektion von Arsen in Trinkwasserbrunnen mit dem Biosensor ARSOLux sowie vorliegende Ergebnisse der Feldstudien vor. Von dieser Kontamination sind allein in Vietnam ca. 10 Mio. Menschen betroffen. In ganz Südostasien sind es wahrscheinlich über 137 Mio. Menschen.

Für Informationen zu unseren Technologien sprechen Sie bitte Dr. Lydia Woiterski unter 0341/ 235-4778 bzw. lydia.woiterski@ufz.de an.

Dr. Joachim Nöller, Abteilung Wissens- und Technologietransfer

Dezember 2016

Erstes Wirtschaftsgespräch (Foto: UFZ) Erstes Wirtschaftsgespräch (Foto: UFZ) Unter dem Titel „Umwelttechnologien für Wirtschaft und Gesellschaft: Identifizierung neuer Geschäftsfelder“ fand am 7. Dezember 2016 das erste Wirtschaftsgespräch im Clusterteam Umwelt statt.

Diese Auftaktveranstaltung bestand einerseits aus Vorträgen und bot andererseits Raum für Diskussionen. Die Vortragenden, Annegret-Claudine Agricola von der Tilia GmbH, Hannes Mollenhauer vom Department Monitoring- und Erkundungstechnologien und Karen Görner vom Wissens- und Technologietransfer, sprachen über Smart Cities, Sensortechnik für Ökosystemleistungen und industrielle Biotechnologie und führten somit die rund 50 Teilnehmenden in mögliche künftige Themen des Clusterteams ein. Gleichzeitig nutzten die Teilnehmenden intensiv die Möglichkeit, sich einzubringen und die künftige Ausrichtung sowie Schwerpunkte des Clusterteams aktiv mitzugestalten. Im Anschluss an die Vorträge gab es Raum für persönliche Gespräche und Diskussionen sowie zwei Führungen durch UFZ-Labore.

Das nächste Wirtschaftsgespräch wird am 2. März 2017 ebenfalls im Leipziger KUBUS stattfinden. Die Themenschwerpunkte dieser kommenden Veranstaltung werden sich aus den Rückmeldungen des ersten Wirtschaftsgesprächs ergeben und sich somit noch mehr an den Interessen und Erwartungen Leipziger Unternehmen ausrichten.

Als Zusammenschluss der Stadt Leipzig über ihr Netzwerk Energie und Umwelt (NEU e.V.) und des UFZ richtet sich das Clusterteam Umwelt an Unternehmen im Bereich der Umwelttechnologien, die ihre Technologien und Produkte aus Leipzig und der Region im Weltmarkt etablieren wollen. Ziel des Clusterteams Umwelt ist es, diese Unternehmen regional zu vernetzen und den Austausch mit Wissenschaft und Kommunen zu fördern.

Falls Sie Fragen zu dieser Veranstaltung oder Interesse an kommenden Wirtschaftsgesprächen haben, kontaktieren sie gerne Karen Görner .

Karen Görner, Wissens- und Technologietransfer

Interessante Links:

Programmpunkte
Wirtschaftsförderung der Stadt Leipzig

Leipziger Schaumtester (Foto: UFZ) Leipziger Schaumtester (Foto: UFZ) Der Leipziger Schaumtester wurde von Dr. Lucie Moeller und Prof. Dr. Andreas Zehnsdorf am UFZ-Department Umwelt- und Biotechnologisches Zentrum (UBZ) entwickelt. Bei dem Leipziger Schaumtester handelt es sich um ein Testkit zur Bestimmung der Schäumungsneigung von Substraten in Biogasanlagen. Dabei wird unter Zugabe des zu testenden Substrats die Kulturflasche zur Hälfte mit aktivem Fermentationsmaterial gefüllt und das Gerät eingeschaltet. Bildet sich nach einigen Stunden Schaum in der Kulturflasche, so ist klar, dass das Substrat verstärkt zum Schäumen in der Biogasanlage neigt. Somit bietet der Leipziger Schaumtester die einmalige Möglichkeit, die Schaumneigung eines Substrates in Biogasanlagen mit einem einfachen Laborversuch abzuschätzen und materiellen sowie wirtschaftlichen Schaden zu vermeiden. Schaumbildung in Biogasanlagen kann Gasleitungen verstopfen, Sensoren und andere Einbauten beschädigen und Fermenterdächer zerstören.

Der Leipziger Schaumtester wird von der Eismann & Stöbe GbR gefertigt und vertrieben. Die Eismann & Stöbe GbR ist ein Leipziger Unternehmen und auf Produkte und Dienstleistungen im Bereich der Emissions- und Umweltmesstechnik spezialisiert.

Wenn Sie Fragen zum Leipziger Schaumtester haben, wenden Sie sich gerne an Dr. Lucie Moeller .

Dr. Lucie Moeller, Department Umwelt- und Biotechnologisches Zentrum (UBZ)
Prof. Dr. Andreas Zehnsdorf, Department Umwelt- und Biotechnologisches Zentrum (UBZ)

Interessante Links:

Leipziger Schaumtester
Department Umwelt- und Biotechnologisches Zentrum (UBZ)
Eismann & Stöbe GbR

Capraferm ist ein neuartiges und nachhaltiges Verfahren zur Herstellung mittelkettiger Fettsäuren, vor allem Capron- und Caprylsäure, mittels anaerober Fermentation. Es wurde von Dr. Heike Sträuber am UFZ entwickelt, die am Department Umweltmikrobiologie (UMB) zur Mikrobiologie anaerober Systeme forscht. Das Verfahren kommt ohne die Sterilisierung der Substrate oder des Reaktors aus und ist besonders flexibel beim Aufschluss verschiedener komplexer Substrate und bei Schwankungen der Rohstoffqualität. Außerdem ist die Zugabe teurer Inhibitoren zur Unterdrückung unerwünschter Methanbildung überflüssig. Der Prozess kann im Sinne eines Bioraffinerieverfahrens an andere Prozesse gekoppelt werden, z.B. an die Biogasherstellung. Um Capraferm bis hin zur Industriereife weiterzuentwickeln, sollen Kooperationsprojekte mit Partnern etabliert werden.

Wenn Sie Fragen zu Capraferm haben, wenden Sie sich gerne an Dr. Heike Sträuber .

Dr. Heike Sträuber, Department Umweltmikrobiologie (UMB)

Interessante Links:

Department Umweltmikrobiologie

November 2016

Am 21. Oktober 2016 organisierte die Abteilung WTT ein weiteres Gründerseminar im Leipziger KUBUS. Im Rahmen der Gründerberatung diente das Seminar mit dem Titel „How to write a patent“ als Anleitung zum Schreiben und Anmelden von Patenten. Dozent war der Patentanwalt Dr. Jens Glienke von der Patent- und Rechtsanwaltskanzlei Gulde & Partner aus Berlin. Glienke ist studierter Biologe und war zunächst in der Onkologieforschung und –entwicklung tätig, bevor er als Patentreferent eines Pharmaunternehmens in den gewerblichen Rechtsschutz wechselte. Am UFZ stellte Glienke seine Expertise in den Bereichen der Patentanalyse und Patentanmeldeverfahren zur Verfügung und sprach über Schutzrechte, Patentierungsmöglichkeiten und –bedingungen und bot eine praktische Anleitung zum Verfassen von Patenten. Unter Berücksichtigung möglicher Stolperfallen ging Glienke vor allem auf die Formulierung, Struktur und inhaltlichen Anforderungen einer Patentanmeldung ein.

Falls Sie Fragen zu diesem Gründerseminar oder kommenden Veranstaltungen haben, kontaktieren Sie gerne Milina Alber .    

Milina Alber, Wissens- und Technologietransfer

Weitere Informationen: 

Über Dr. Jens Glienke

Das UFZ freut sich über Intrapore als neuen Vertriebspartner. Intrapore ist ein junges Unternehmen, das 2015 mit Hilfe der EXIST-Förderung gegründet wurde und sich auf die Nanoremediation spezialisiert. Die Nanoremediation ist ein neues Gebiet im Bereich der Umwelttechnologie und umfasst die Nutzung von reaktiven Nano- und Mikropartikeln zur In-situ-Grundwassersanierung.

Intrapore profitiert von der langjährigen Forschungsexpertise des UFZ-Departments TUCHEM, das als Wissenschaftspartner für die Materialentwicklung fungiert. Die TUCHEM hat Carbo-Iron® entwickelt, ein Verbundmaterial aus reaktiven Kohlenstoff- und Eisen-Nanopartikeln, von dem Intrapore Gebrauch machen wird, um Schadstoffe im Grundwasser abzubauen.

Zusätzlich zu dieser Kooperation arbeiten die TUCHEM und Intrapore an dem Projekt ContaSorb zusammen, das die Entwicklung von Kohlestoff-Eisen-Kompositmaterialien für die Sorption und Zerstörung von „konventionellen“ und „neuen“ halogenierten Grundwasserschadstoffen zum Ziel hat.

Intrapore hat Interesse an weiteren Verbundmaterialien der TUCHEM geäußert, z.B. an Trap-Ox Fe-Zeolithen, die momentan als Marke angemeldet werden.

Falls Sie Fragen zu dieser Kooperation haben, kontaktieren Sie gerne Dr. Katrin Mackenzie .

Dr. Katrin Mackenzie, Technische Umweltchemie

Interessante Links:

Department Technische Umweltchemie
Über Carbo-Iron
Intrapore

Nach fast zehnjährigem Bestehen wechselte die Isodetect GmbH 2014 seinen Hauptsitz vom Campus des Helmholtz-Zentrums für Gesundheit und Umwelt in Neuherberg bei München zum UFZ in Leipzig. Als Ausgründung beider Forschungszentren ist Isodetect auf dem Gebiet der Grundwassermikrobiologie und Isotopenbiogeochemie tätig und untersucht, inwieweit Isotopenanalysen Rückschlüsse auf Methanbildungsprozesse und deren Variabilität und Prozessstabilität in Biogasanlagen geben können. Anhand der Untersuchungsergebnisse soll aktuell ein Überwachungskonzept zur Prozessoptimierung und Ausfallverminderung von Biogasanlagen erarbeitet werden. Neben gemeinsamen Konferenzbeiträgen und Fachpublikationen beabsichtigen Isodetect und das UFZ eine weitere Zusammenarbeit im Rahmen des BMBF-Förderprogramms Zwanzig20 und als Teil des Projektkonsortiums Hydrogen Power Storage & Solutions East Germany (HYPOS). Diese Zusammenarbeit hat die Untersuchung mikrobieller Stimulationspotenziale während der Untergrundspeicherung von Wasserstoff zum Ziel.

Falls Sie weitere Fragen zu dieser Kooperation haben, dann kontaktieren Sie gerne Dr. Katrin Mackenzie .

Dr. Katrin Mackenzie, Department Technische Umweltchemie

Interessante Links:

Isodetect
Helmholtz-Zentrum München
Förderprogramm Zwanzig20
HYPOS

Oktober 2016

LVSPE1000 im Einsatz während des Joint Danube Surveys 3
VSPE1000 im Einsatz während des Joint Danube Surveys 3; Foto: UFZ

Eine langjährige Kooperation der UFZ-Wissenschaftler Dr. Tobias Schulze und Dr. Werner Brack (Department Wirkungsorientierte Analytik) mit der MAXX Mess- u. Probenahmetechnik GmbH, Rangendingen, mündet nun in die Markteinführung eines innovativen Festphasenextraktionsgeräts zur automatischen Vor-Ort-Probenahme von bis zu 1000 Litern Wasser (Large Volume Solid Phase Extraction, LSVPE).

Dieses Verfahren wurde zusammen mit dem Unternehmen in gemeinsamen Förderprojekten entwickelt, validiert, in verschiedene, kundenspezifisch konfigurierbare Produkte überführt und von Dr. Schulze für die effekt-basierte und chemische Screeninganalytik etabliert.

Das neue Gerät zeichnet sich dadurch aus, dass große Wasservolumina nach Abtrennung der Schwebstoffe vor Ort extrahiert werden können, ohne sie zuvor aufwendig ins Labor transportieren zu müssen. Das Gerät erweitert somit das Produktportfolio der MAXX GmbH gegenüber klassischen Probenehmern. Es wurde im Juni 2016 erfolgreich auf der Weltleitmesse für Umwelttechnologien IFAT präsentiert.

Die Zusammenarbeit beider Partner wird auch zukünftig fortgeführt. Die gemeinsamen Arbeiten umfassen die Optimierung des LVSPE-Gerätes und die Neu- bzw. Weiterentwicklung von Systemkomponenten. Das LVSPE-Gerät wird erfolgreich im Rahmen des Integrierten Projekts „Intakte Aquatische Ökosysteme“ des UFZ und des internationalen, EU-geförderten Vorhabens „SOLUTIONS“ eingesetzt. Beide Projekte beschäftigen sich mit Lösungen für ein holistisches Gewässermanagement mit dem Ziel, die Funktionalität und den Zustand aquatischer Ökosysteme erheblich zu verbessern.


Dr. Tobias Schulze, Department Wirkungsorientierte Analytik


Für weiterführende Informationen kontaktieren Sie bitte:


Dr. Tobias Schulze
Department Wirkungsorientierte Analytik
Telefon: +49 (0) 341 235 1083
tobias.schulze@ufz.de


Projekt Intakte Aquatische Ökosysteme

CV Dr. Tobias Schulze

www.solutions-project.eu

www.danubesurvey.org

Karl-Heinz Walz
MAXX Mess- u. Probenahmetechnik GmbH
Telefon: +49 (0) 7471 98481 0
info@maxx-gmbh.com


www.maxx-gmbh.com

Radiowellentechnologie
Radiowellentechnologie (Foto: A. Künzelmann, UFZ)

Auf der alle zwei Jahre stattfindenden bedeutenden Messe für Denkmalpflege, Restaurierung und Altbausanierung präsentiert das UFZ das Netzwerk RWTec mit der Anwendung der Radiowellen-Technologie zur Trocknung und Dekontamination von Baustoffen sowie zum chemikalienfreien Holzschutz.

Derzeit laufen gemeinsam mit Partnern aus dem Netzwerk RWTec in diesem Bereich mehrere Entwicklungen, die vom BMWi und der DBU gefördert werden. Für den langfristigen und nachhaltigen Erhalt bedeutsamer Kulturgüter sollen anhand der wissenschaftlichen Untersuchungen und Entwicklungsarbeiten neue technische Lösungen geliefert werden, die sowohl für stationäre als auch für mobile Exponate anwendbar sind. Es gilt, den Schädlingsbefall zu eliminieren sowie den durch früheren intensiven Einsatz von organischen Holzschutzmitteln hervorgerufenen Schadstoffgehalt, der unter anderem die Raumluft beeinträchtigen kann, zu reduzieren.

Interesse am Unternehmensnetzwerk RWTec?
Treffen Sie uns vom 10. bis 12. November 2016 auf dem Gemeinschaftsstand der Handwerkskammer zu Leipzig in der Halle 2 (Stand 14) um mehr Informationen zu erhalten.
Oder schicken Sie uns einfach eine Nachricht bzw. besuchen Sie diese Seiten:

Netzwerk RWTec

Radiowellentechnologie

denkmal Leipzig


Dr. Ulf Trommler, Abteilung Wissens- und Technologietransfer

Dr. Ulf Roland, Department Technische Umweltchemie

Für weiterführende Informationen kontaktieren Sie bitte:

Dr. Ulf Trommler
Netzwerkmanager RWTec
Telefon: +49 (0) 341 235 4673
ulf.trommler@ufz.de

Dr. Ulf Roland
Wiss. Ansprechpartner RWTec
Telefon: +49 (0) 341 235 1762
ulf.roland@ufz.de


September 2016


Das UFZ bietet für Wissenschaftler in Forschungseinrichtungen und Unternehmen eine on-line Datenbank zur kostenlosen Nutzung an, die eine Berechnung einer Vielzahl von Gleichgewichtsverteilungskoeffizienten für neutrale organische Chemikalien wie Pestizide und Pharmaka mittels des pp-LFER Ansatzes ermöglicht.

Kürzlich konnte diese Datenbank durch eine Kooperation mit dem internationalen Experten Professor Michael Abraham von dem University College London massiv erweitert werden, so dass jetzt Deskriptoren für etwa 8000 Chemikalien und 200 Verteilungssysteme zu Verfügung stehen. Als nächste Erweiterung wird eine QSAR angeboten, die es erlaubt, die Deskriptoren für Chemikalien, die sich nicht in der Datenbank befinden, aus der molekularen Struktur zu berechnen. Damit kann der Einsatzbereich des pp-LFER Ansatzes nochmals stark erweitert werden. Am 14. und 15. November 2016 wird das UFZ im Rahmen eines Workshops diese Datenbank und Ihre Nutzung im Detail vorzustellen. Dabei werden auch ionisierbare Chemikalien einen Programmpunkt bilden. Eine Workshop-Gebühr wird nicht anfallen.

Sind Sie an einer Teilnahme interessiert? Dann schreiben Sie eine Email an nadin.ulrich@ufz.de


Dr. Nadin Ulrich, Department Analytische Umweltchemie


Weitere Informationen:

zur Datenbank

zu den UFZ-Experten


Im Rahmen seiner Forschungsfrage „Wie können stabile Isotopenmessungen helfen, das Schicksal von Chemikalien in anoxischen Umgebungen wie zum Beispiel Boden-Aquifer Systemen, Süßwasser und Tiefseesedimenten, aber auch Bioreaktoren zu verstehen?“ hat das UFZ seine langjährige Partnerschaft mit dem amerikanischen Technologieunternehmen Thermofisher Scientific weiter ausgebaut. UFZ-Forschern um Dr. Matthias Gehre aus dem Department Isotopenbiogeochmie gelang die Entwicklung eines neuartigen Verfahrens als Basis für eine zuverlässige, genaue Detektion von Wasserstoffisotopen mittels Massenspektrometer in Umweltproben. Der Kooperationspartner Thermofisher Scientific hat die angemeldeten internationalen Schutzrechte übernommen und wird sie gemeinsam mit dem UFZ in eine Vermarktung überführen.


Dr. Matthias Gehre, Department Isotopenbiogeochemie


Für weiterführende Informationen kontaktieren Sie bitte:

Dr. Matthias Gehre
Telefon: +49 (0) 341 235 1361
matthias.gehre@ufz.de

CV Dr. Matthias Gehre


Im Rahmen des Besucherprogramms der Bundesrepublik Deutschland organisierte das Ecologic Institut vom 4. bis zum 10. September 2016 eine Themenreise unter dem Titel „Greentech (made) in Germany“. Die 20 ausländischen Teilnehmenden waren hochranginge Experten aus den Bereichen Journalismus, Politik, Wirtschaft und Wissenschaft, die in ihren jeweiligen Funktionen das Deutschlandbild im Ausland prägen. Der Schwerpunkt des einwöchigen Programms lag auf den Grundzügen der deutschen Umweltgesetzgebung sowie auf den Chancen grüner Forschung und grüner Technologien. Nach dem Auftakt in Berlin besuchten die Teilnehmenden am 9. September 2016 auch das UFZ. Hier stellte Andreas Staak (OÄ) die Arbeit und Geschichte des Wissenschaftsparks vor und Dr. Lydia Woiterski (WTT) gab Einblicke in den Wissens- und Technologietransfer am UFZ. Anschließend folgten zwei Fachvorträge, in denen Dr. Heike Sträuber (UMB/UFZ und DBFZ) über die Gewinnung von nachhaltigen Wertstoffen und Energie aus Biomasse sprach sowie Prof. Dr. Bruno Bühler (SOMA) seine Vision von Solaren Materialien und innovatien Biotechnologiekonzepten präsentierte.

Wenn Sie mehr über diese Veranstaltung wissen möchten, kontaktieren Sie gerne Dr. Joachim Nöller von der Abteilung Wissens- und Technologietransfer.

Weitere Informationen finden Sie auf folgenden Seiten:

Besucherprogramm der Bundesrepublik Deutschland
Ecologic Institut EU

August 2016

Modell_Ethanolamin-Aptamer
Modell: Ethanolamin-Aptamer / Grafik: UFZ

Als molekulare Werkzeuge finden Aptamere vielfältige Anwendung in der medizinischen Diagnostik, Umwelt- und Lebensmittelanalytik sowie als Therapeutika. Aptamere sind kurze einzelsträngige Nukleinsäure-Oligomere mit einer komplexen dreidimensionalen Sekundärstruktur. Diese erlaubt Bindungen an nukleinsäurefremde Zielmoleküle mit hoher Spezifität, Sensitivität und Selektivität - vergleichbar mit einer Antigen-Antikörper-Reaktion. Aptamere sind jedoch wesentlich stabiler als Antikörper und können für fast alle Zielmoleküle selektiert werden. Als RNA-bzw. ssDNA-Oligonukleotide lassen sich Aptamere sehr einfach modifizieren, z.B. zur Fixierung auf Oberflächen, mit analytischen Markern oder zur Verbesserung ihrer Stabilität für die Verwendung in harschen Umgebungen. Somit erschließen sich unterschiedlichste Anwendungsfelder und attraktive Märkte.

Am UFZ wurde in langjähriger Forschung umfangreiches Knowhow erarbeitet, aus dem eine Gruppe von Patenten zur Übernahme angeboten wird. Interessenten finden hier

  • Aptamere, die Antibiotika binden (Aminoglykoside, Fluorchinolone, 4-7), z.B. für die Entwicklung von Biosensoren zum Nachweis der Antibiotika in Lebensmittel- oder Umweltproben
  • Aptamere, die hoch-spezifisch Protein A binden (2,3), z.B. für die Aufreinigung von Protein A oder zur Entwicklung von Assays zum Nachweis von Staph.aureus
  • Ethylamin-bindende Aptamere (1), z.B. für die Entwicklung von Biosensoren zum Ethanolamin-Nachweis in Blut- oder Umweltproben.

Patentverzeichnis Aptamere (1-7)


Das UFZ ist alleiniger Inhaber der Rechte. Für weiterführende Informationen kontaktieren Sie bitte:

Dr. Joachim Nöller
Abteilung Wissens- und Technologietransfer
Telefon: +49 (0) 341 235 1033
Dr. Joachim Nöller
Wissens- und Technologietransfer

Dr. Beate Strehlitz
Department Umwelt- und Biotechnologisches Zentrum
Telefon: +49 (0) 341 235 1764
Dr. Beate Strehlitz
Department Umwelt- und Biotechnologisches Zentrum


Stefan Mayer-Ehrling
Stefan Mayer-Ehrling / Foto: UFZ

Im Rahmen der Start-up Betreuung für Gründer am UFZ und in Partnerschaft mit der SMILE-Initiative* Leipzig fand am 26. August 2016 ein weiteres Gründerseminar statt.

Herr Stefan Mayer-Ehrling, Steuerberater bei Ernst & Young GmbH  Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, einer der Marktführer in der Wirtschaftsprüfung, Steuerberatung, Transaktionsberatung und Managementberatung, stand mit seinem Fachwissen überaus kompetent interessierten UFZ Wissenschaftlern aus Leipzig, Halle und Magdeburg Rede und Antwort. Wichtige Aspekte des deutschen Steuerrechts wurden dabei verständlich und ohne „Fachchinesisch“ vermittelt. Er hat Themen wie steuerlich motivierte Unternehmensstrukturen sowie Vorteile der steuerlichen Optimierung bzw. Vermeidung steuerlicher Risiken und den richtigen Rechtsformauswahl in der Startup-Phase überzeugend vorgestellt. Aufgrund der lebendigen Diskussion und großen Teilnehmer-Resonanz plant das UFZ zu diesem Thema eine Fortsetzung.


Für Fragen oder weitere Informationen steht Ihnen Milina Alber gern zur Verfügung.

*SMILE wird durch den Europäischen Sozialfonds, den Freistaat Sachsen und durch die beteiligten Einrichtungen finanziert.
    


Weitere Informationen:

Ausgründungen am UFZ

Juli 2016


Das Zukunftsforum Biotechnologie ist eine fachübergreifende Vereinigung junger Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der DECHEMA. Ziel des Zukunftsforums ist die Identifikation von Querschnittsthemen und Forschungstrends in der Biotechnologie und die Gestaltung von Prozessen an den Schnittstellen zwischen Naturwissenschaften, Ingenieurswissenschaften und der Gesellschaft.

Beim halbjährlichen Treffen des Forums am UFZ wurde Dr. Florian Centler (UMB) als Mitglied aufgenommen, Dr. Falk Harnisch (UMB) neu als einer der beiden Vorsitzenden gewählt und Prof. Dr. Bruno Bühler (SOMA) als langjähriges verdientes Mitglied verabschiedet.

Das Zukunftsforum Biotechnologie der DECHEMA tagte am 25. Mai 2016 in Leipzig.
Bei dieser von den Departments SOMA und UMB gemeinsam ausgerichteten Veranstaltung wurden aktuelle Entwicklungen, wie z.B. die Digitalisierung in der Biotechnologie, diskutiert und anstehende Veranstaltungen geplant. Als Ausgleich für ausscheidende Mitglieder stellten sich mehrere Kandidaten mit ihren Forschungsthemen vor, und es wurden fünf neue Mitglieder nach geheimer Wahl in den Kreis des Zukunftsforums aufgenommen.
Zu diesen zählt unter anderem Dr. Florian Centler (UMB), welcher seine Expertise in der Systembiologie einbringen möchte: „Aufgrund der breiten fachlichen Aufstellung des Zukunftsforums erhoffe ich mir einen stimulierenden Austausch und vielfältige Kooperationsmöglichkeiten.“

Zu den ausscheidenden Mitgliedern zählt Prof. Dr. Bruno Bühler (SOMA), welcher aufgrund seiner Berufung statutengemäß das Zukunftsforum verlässt. „Ich habe den fachlichen und persönlichen Austausch im Zukunftsforum immer sehr geschätzt und erachte das Forum als wichtige Plattform für Netzwerktätigkeiten als Grundlage für eine erfolgreiche Karriere“.

Abschließend wurde Dr. Falk Harnisch (UMB) zum neuen Vorsitzender gewählt, ein Amt welches er zusammen mit Dr. Jochem Schmid (TU München) ausfüllen wird. „Ich durfte das Zukunftsforum in den letzten beiden Jahren bereits in seinen zahlreichen Facetten kennenlernen und hoffe die neue Aufgabe und damit verbundenen Möglichkeiten auf vielen Ebenen auch für das UFZ nutzen zu können.“


Dr. Falk Harnisch, Department Umweltmikrobiologie


Weitere Informationen:

Homepage des Zukunftsforums


Wie kann UFZ Expertise die UN-Biodiversitätskonvention unterstützen?

Gerade im Biodiversitätsbereich ist das UFZ auch global in der Politikberatung aktiv (u.a. mit TEEB, Weltbiodiversitätsrat IPBES, GLUES). Wie diese Arbeit auch direkt den UN-Biodiversitätskonvention (CBD) unterstützen kann, diskutierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von vier Departments mit David Cooper, dem Vize-Sekretär der CBD anlässlich seines Besuches der GEO BON Konferenz im KUBUS.

David Cooper arbeitet seit 15 Jahren beim Übereinkommen zur Biologischen Vielfalt (CBD) und war dort lange Zeit Leiter der wissenschaftlichen Abteilung, bevor er zum Vize-Sekretär ernannt wurde. Nach seinem Vortrag zum Bedarf der CBD nach Daten und Indikatoren auf der GEO BON-Konferenz traf er sich zu einem Austausch mit UFZ-Kolleginnen und Kollegen auf dem UFZ-Campus.

Zunächst wurden ihm das UFZ und seine Programmforschung im Bereich Biodiversität und Landnutzung (durch Ralf Seppelt, CLE), aktuelle TEEB-Aktivitäten (durch Irene Ring, ÖKON, und Julian Rode, UPOL) sowie die UFZ-Arbeit an der Schnittstelle zwischen Wissenschaft und Politik (durch Carsten Neßhöver, NSF) vorgestellt. Betont wurden dabei zum einen die Unterstützung der CBD-Arbeit durch das NeFo-Team am UFZ sowie die starke Rolle des UFZ im IPBES-Prozess. David Cooper war von der Breite der UFZ-Expertise im Biodiversitätsbereich beeindruckt, vor allem von der engen Verzahnung der sozial- und naturwissenschaftlichen Forschung und der daraus resultierenden Umsetzungsexpertise.

In der Diskussion kristallisierte sich heraus, was die eigentliche Herausforderung ist: Einen globalen Prozess wie die CBD mit Forschung gezielt zu unterstützen, denn letztlich müssen einerseits die globalen Ziele der CBD auf nationaler und subnationaler Ebene umgesetzt werden, was eher auf diesen Ebene einen konkreten Bedarf generiert. Andererseits müssen aber genauso Erkenntnisse aus (meist) lokalen Projekten auf die politische Ebene der CBD aggregiert und daraus allgemeine Ziele und Handlungsempfehlungen abgeleitet werden. Da die globalen Biodiversitätsziele der CBD nunmehr noch stärker mit sozialen und ökonomischen Aspekten der globalen Nachhaltigkeitsziele (SDGs) verbunden werden müssen, betonte David Cooper den Bedarf nach entsprechender sozialwissenschaftlicher Expertise, um IPBES und auch direkt die CBD zu unterstützen: Dabei geht es einerseits um die noch breitere Umsetzung von integrierten Managementansätzen und Politikmaßnahmen in Land- und Forstwirtschaft, aber auch Grundlagenfragen zu Konsum und zu den Hinderungsgründen für integrierte Managementansätze – denn verfügbare Tools gibt es nach Ansicht der CBD mittlerweile genügend.

Für die Zukunft wurde ein weitergehender Austausch vereinbart, auf den wir uns am UFZ freuen.


Dr. Carsten Neßhöver, Department Naturschutzforschung


Weitere Informationen:

UN-Biodiversitätskonvention (CBD)

Juni 2016


Mobile Wurzelraumkläranlage / Foto: UFZ Mobile Wurzelraumkläranlage / Foto: UFZ In einem Gemeinschaftsprojekt des Helmholtz-Zentrums für Umweltforschung - UFZ, der BAUER-Umwelt GmbH und der Leipziger Wasserwerke wurde die von UFZ und BAUER-Umwelt entwickelte mobile Wurzelraumkläranlage am 11. April 2016 im Leipziger Klärwerk Rosental in Betrieb genommen. Erste Ergebnisse belegen die sehr gute Leistungsfähigkeit der Anlage. Bis September 2016 soll sie für die Behandlung kommunaler Abwässer weiter angepasst werden. Finanziert wird die Optimierung der mobilen Wurzelraumkläranlage durch die beteiligten Partner und durch den Technologie-Transferfonds des UFZ.

Mobile Wurzelkläranlagen zeichnen sich gegenüber zentralen Kläranlagen durch ein gutes Kosten-Nutzen-Verhältnis aus. Sie arbeiten naturnah und sind dezentral dort einsetzbar, wo Abwasser anfällt und zu reinigen ist.

Weitere Informationen:

lydia.woiterski@ufz.de - Ihre Ansprechpartnerin am UFZ


Prof. Dr. Jörg Gabert / Foto: UFZ Prof. Dr. Jörg Gabert / Foto: UFZ Im Rahmen der Start-up Betreuung für Gründer am UFZ und in Partnerschaft mit der SMILE-Initiative* Leipzig war Prof. Dr. Jörg Gabert zum Erfahrungsaustausch am 26. Mai 2016 zu Gast am UFZ.
Der geschäftsführende Gesellschafter der Genolytic GmbH, einem innovativen Leipziger Unternehmen im Bereich der molekularbiologische Diagnostik, sprach dabei über seine umfangreichen Erfahrungen zu Herausforderungen und Risiken sowie die verborgenen Chancen für junge Wissenschaftler. Im kleinen Kreis konnten so Interessierte mit dem Experten ins Gespräch kommen und praktische Tipps aus erster Hand bekommen.

*SMILE wird durch den Europäischen Sozialfonds, den Freistaat Sachsen und durch die beteiligten Einrichtungen finanziert.

Europäischer Sozialfonds und SMWK

Weitere Informationen:

Informationen zu Prof. Dr. Gabert

Ausgründungen am UFZ


Prototyp Mauerwerkstrocknung / Fotos: F. Holzer, C. Hoyer (UFZ / HTWK) Prototyp Mauerwerkstrocknung / Fotos: UFZ & HTWK Vor dem Hintergrund von Hochwasserereignissen und einer zunehmenden Knappheit von bezahlbarem Wohnraum besonders in Ballungsgebieten und den steigenden Immobilienpreisen gewinnt die Sanierung alter Bausubstanz ständig an Bedeutung. Dabei stellt oftmals die Durchfeuchtung verschiedener Bauteile ein zu lösendes Problem dar.
Forscher um Dr. Ulf Roland (Department Technische Umweltchemie) haben im Rahmen des geförderten ZIM-Netzwerkes RWTec gemeinsam mit Kooperationspartnern aus Wirtschaft und Wissenschaft eine innovative Lösung zur schnellen und effizienten Trocknung von Mauerwerk mit Hilfe der Radiowellen-Technologie entwickelt. In einem durchfeuchteten Keller eines bewohnten Mehrfamilienhauses in Radeberg wurde nun erstmals der neu entwickelte Prototyp unter Regie der Otto Richter GmbH - Die Feuchteklinik® unter Praxisbedingungen gemeinsam erprobt. Messungen des Energieeintrags, des Trocknungsverhaltens und zur elektromagnetischen Verträglichkeit (EMV) für eine angestrebte Zertifizierung zeigten, dass sich diese flexible, schnelle und sichere Methode zur Sanierung von Mauerwerk eignet und das Verfahren wirtschaftlich betrachtet großes Anwendungspotenzial vor allem bei räumlich begrenzten Feuchteschäden besitzt. Die nächsten Schritte sind deshalb die Überführung in ein praxistaugliches Gerät und die anschließende Markteinführung durch die Kooperationspartner (Otto Richter GmbH, IOT GmbH und HTWK Leipzig).

Weitere Informationen:

Innovationsnetzwerk RWTec

Kooperationsprojekt TMauer

Kontakt RWTec