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Title (Primary) Artenspürhunde als vielversprechende Methode zur Erfassung von Amphibien im Landlebensraum – Untersuchungen am Beispiel der Kreuzkröte (Epidalea calamita)
Author Koch, V.P. ORCID logo ; Bolte, L. ORCID logo ; Harms, W.; Henle, K.; Grimm-Seyfarth, A. ORCID logo
Source Titel Zeitschrift für Feldherpetologie
Year 2026
Department NSF
Volume 33
Issue 1/2
Page From 161
Page To 174
Language deutsch
Topic T5 Future Landscapes
Keywords Amphibia; Artenschutz; Artenspürhunde; Epidalea calamita; Künstliche Verstecke; Methodenvergleich; Monitoring; Spürhundtransekte
Abstract Der Einsatz von Artenspürhunden zum Nachweis von Amphibien in ihren terrestrischen Habitaten ist eine in Deutschland bislang vergleichsweise neue Erfassungsmethode. In dieser Studie wurden die Nachweiswahrscheinlichkeiten von Transektbegehungen mit Artenspürhunden und einer etablierten Erfassungsmethode, dem Ausbringen künstlicher Verstecke (KV), am Beispiel der gefährdeten Kreuzkröte
(Epidalea calamita) verglichen. Zunächst wurde untersucht, welche Trainings- und Umweltparameter die Leistungsfähigkeit der vier eingesetzten Spürhunde mit unterschiedlichem Ausbildungsstand beeinflussen. Anschließend wurde der Erfassungserfolg beider Methoden unter realen Feldeinsatzbedingungen verglichen. Die Spürhunde zeigten individuelle Lernkurven; ihre Leistung wurde vor allem durch ihre Kooperationsbereitschaft, Windverhältnisse, Testblindheit und dem Vorkommen von Insekten beeinflusst und stabilisierte sich bei einer durchschnittlichen Nachweiswahrscheinlichkeit von 87,2 % (75,7–94,8 %) über alle Hunde und Suchbedin-
gungen. Beim Methodenvergleich unterschied sich der Erfassungserfolg zwischen juvenilen und (sub-)adulten Kreuzkröten: Bei juvenilen Kröten waren Nachweismethode, Habitattyp und Erfassungsjahr entscheidend, bei adulten Tieren vor allem Habitattyp und Niederschlag während des Erfassungszeitraums. Insgesamt wurden
auf den Spürhundtransekten höhere Erfolgsraten als an den KV erzielt, insbesondere in dicht bewachsenen und strukturreichen Mikrohabitaten. Beide Methoden sind für die terrestrische Erfassung von E. calamita gut geeignet; Spürhunde erweisen sich dabei als besonders effizient in dichter Vegetation, beim Nachweis juveniler Tiere und bei der Abdeckung größerer Flächen.
Koch, V.P., Bolte, L., Harms, W., Henle, K., Grimm-Seyfarth, A. (2026):
Artenspürhunde als vielversprechende Methode zur Erfassung von Amphibien im Landlebensraum – Untersuchungen am Beispiel der Kreuzkröte (Epidalea calamita)
Zeitschrift für Feldherpetologie 33 (1/2), 161 - 174