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Title (Primary) Transnationale Wirkungen des globalen Klimawandels für Deutschland : Politikempfehlungen aus einer kombinierten Bottom-Up und Top-Down Analyse
Author Peter, M.; Guyer, M.; Flüssler, J.; Knittel, N.; Bednar-Friedl, B.; Bachner, G.; Schwarze, R.
Journal Zeitschrift für Umweltpolitik und Umweltrecht
Year 2021
Department OEKON
Volume 44
Issue 1
Page From 14
Page To 51
Language deutsch
Topic T5 Future Landscapes
Keywords Transnationale Effekte; Klimawandel; Außenhandel; Szenarienanalysen; Politikempfehlungen; Deutsche Anpassungsstrategie; Pariser Übereinkommen; Transnational impacts; climate change; Germany; foreign trade; scenario analyses; policy recommendations; German adaptation strategy; Paris Agreement
Abstract Es ist unbestritten, dass der Klimawandel die Häufigkeit, Intensität und die regionale Verteilung von Extremwetterereignissen verändern wird. Das betrifft auch schleichende klimatische Veränderungen wie den Meeresspiegelanstieg. Der Klimawandel betrifft alle Länder in der einen oder anderen Form, unabhängig ihrer politischen Grenzen. Das Übereinkommen von Paris legt deshalb fest, dass die Herausforderung Anpassung an den Klimawandel global angegangen werden soll. Dieser internationalen Dimension von Anpassung ist bis danhin erst vereinzelt Rechnung getragen worden. Deutschland greift das Thema im Rahmen der Deutschen Anpassungsstrategie (DAS) auf, indem im ersten Fortschrittsbericht zur DAS postuliert wird, dass mehr Forschung zu diesem Thema notwendig sei. Dies auch deshalb, da Auswirkungen des Klimawandels meist nur innerhalb nationaler Grenzen betrachtet und untersucht werden. Je nach Ausmaß globaler Vernetzung oder durch Interaktionen mit vulnerablen Ländern sind Länder jedoch auch von internationalen Auswirkungen
des Klimawandels indirekt betroffen. Die Rückwirkungen des globalen Klimawandels auf die nationale Betroffenheit durch die internationale Vernetzung werden in der Literatur als transnationale Effekte bezeichnet (Kohli et al. 2019, Benzie et al. 2016; Bräuer et al. 2009; Schwank et al. 2007). Diese transnationalen Auswirkungen des globalen Klimawandels können speziell für stark mit der Weltwirtschaft
verflochtene Länder wie Deutschland von Relevanz sein. In der Literatur werden mehrere internationale Einflusskanäle genannt, über welche der globale Klimawandel auf eine Volkswirtschaft Auswirkungen haben kann, beispielsweise über die Finanzmärkte (Devisen- und Kapitalmarkt), Handelsströme (Import, Export), biophysikalischen Einflüsse, Arbeit und Migration (siehe Steinemann et al. 2016), Gesundheit, Technologie, Verfügbarkeit natürlicher Ressourcen oder geopolitischen Risiken etc.
Climate change is a global challenge. It manifests itself through changes in the frequencyand intensity of extreme regional weather events and gradual changes in the climate. Just like the current coronavirus pandemic, the impacts of climate change make themselves felt in every country irrespective of their geophysical and political boundaries. The Paris Agreement therefore stipulates that adapting to climate
change is to be considered as a global challenge. The international dimension of adaptation action has been given too little consideration to date. So far, the impacts of climate change have mostly only been observed and examined within national borders. Depending on the extent of its global integration and interaction with other vulnerable countries, a country may, however, be indirectly affected to varying degrees by the international impacts of climate change. This applies both to developed and developing countries. These so-called transnational effects of global climate change are particularly important for countries that are strongly intertwined with the world economy, such as Germany.
Persistent UFZ Identifier https://www.ufz.de/index.php?en=20939&ufzPublicationIdentifier=24453
Peter, M., Guyer, M., Flüssler, J., Knittel, N., Bednar-Friedl, B., Bachner, G., Schwarze, R. (2021):
Transnationale Wirkungen des globalen Klimawandels für Deutschland : Politikempfehlungen aus einer kombinierten Bottom-Up und Top-Down Analyse
Zeitschrift für Umweltpolitik und Umweltrecht 44 (1), 14 - 51