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Details zur Publikation

Referenztyp Zeitschriften
DOI / URL Link
Titel (primär) Global climate change and local disturbance regimes as interacting drivers for shifting altitudinal vegetation patterns
Autor Jentsch, A.; Beierkuhnlein, C.;
Journal / Serie Erdkunde
Erscheinungsjahr 2003
Department NSF; PB NLLR;
Band/Volume 57
Heft 3
Sprache englisch;
Keywords biodiversity, climate change, high mountains, disturbance regimes, adaptation, altitudinal gradients, resilience
Abstract

Climate change will be a major driving factor for ecosystem development during the next century. It will be most prominent in areas with narrow climatic gradients such as high mountains. However, the life cycles and dispersal potential of species and the longevity of non-mobile specimen are likely to limit the adaptation to gradually but, compared to the temporal scale of ecosystems, rapidly changing environments. Communities may perform inertia to the shift of species composition and delay the development of more competitive communities on a long-term perspective. This in turn may promote a loss of biodiversity and restrictions in ecosystem functioning and resilience. Then in high mountains disturbances such as mud flows or avalanches might cause hazardous effects on human interests (land use, settlements, and infrastructure). In contrast to this perspective, we suggest in this paper that in a gradually changing climate, disturbances will contribute to a faster adaptation of communities. In a shifting environment, single disturbance events, that are part of a specific disturbance regime, can remove inertia (e.g. non-reproductive long-lived individuals) from a system and support the establishment of new species and structures. This is most important in regions where natural processes of ecosystem development predominate and ephemeral anthropogenic ecosystems are of low importance, which is generally the case in high mountains. Here agricultural land use is limited to small areas. Thus disturbances can contribute to the preservation of biodiversity and ecosystem stability.

Zusammenfassung:

Klimaveränderungen werden im kommenden Jahrhundert eine wesentliche Steuergröße für Ökosystementwicklungen sein. Sie werden sich vor allem in Gebieten wie Hochgebirgen mit engen klimatischen Gradienten deutlich bemerkbar machen. Allerdings werden die Lebenszyklen und Ausbreitungsmöglichkeiten von Arten sowie die Langlebigkeit ortsgebundener Organismen die Anpassung an graduelle, aber bezogen auf die Skala von Ökosystemen relativ schnelle Veränderungen, begrenzen. Lebensgemeinschaften werden wahrscheinlich eine gewisse Trägheit in der Veränderung ihrer Artenzusammensetzung zeigen und die Entwicklung langfristig konkurrenzstärkerer Gemeinschaften verzögern. Dies kann wiederum zu einem Verlust von Biodiversität und zu Einschränkungen von Ökosystemfunktionen und Resilienz führen. In Hochgebirgen könnten dann Störungsereignisse, wie Murenabgänge und Lawinen, vermehrt gravierende Einschränkungen menschlicher Interessen bewirken (Landnutzung, Siedlungen, Infrastruktur). Im Kontrast zu dieser Sichtweise entwickeln wir hier den Gedanken, dass in einem sich verändernden Klima Störungen zu einer raschen Anpassung von Lebensgemeinschaften beitragen. In einer sich verschiebenden Umwelt können einzelne Störungsereignisse, die Teil eines übergreifenden Störungsregimes darstellen, Trägheit aus einem System entfernen (z.B. nicht reproduzierende, langlebige Individuen) und die Etablierung neuer Arten und Strukturen fördern. Dies ist vor allem in Gebieten bedeutsam, in welchen natürliche Prozesse der Ökosystementwicklung vorherrschen und kurzlebige menschlich gestaltete Ökosysteme von geringer Bedeutung sind, wie dies in den meisten Hochgebirgen der Fall ist. Landwirtschaftliche Landnutzung ist hier auf geringe Flächen beschränkt. Störungen können folglich zum Erhalt von Biodiversität und ökosystemarer Stabilität beitragen.

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ID 4943
dauerhafte UFZ-Verlinkung https://www.ufz.de/index.php?en=20939&ufzPublicationIdentifier=4943
Jentsch, A., Beierkuhnlein, C. (2003):
Global climate change and local disturbance regimes as interacting drivers for shifting altitudinal vegetation patterns
Erdkunde 57 (3), 216 - 231