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Titel (primär) Naturschutzfachliches Monitoring des Ausbaus der erneuerbaren Energien im Strombereich und Entwicklung von Instrumenten zur Verminderung der Beeinträchtigung von Natur und Landschaft („EE-Monitor“)
Autor Thrän, D.; Bunzel, K.; Bovet, J.; Eichhorn, M.; Hennig, C.; Keuneke, R.; Kinast, P.; Klenke, R.; Koblenz, B.; Lorenz, C.; Majer, S.; Manske, D.; Massmann, E.; Oehmichen, G.; Peters, W.; Reichmuth, M.; Sachs, M.S.; Scheftelowitz, M.; Schinkel, B.; Schiffler, A.; Thylmann, M.;
Journal / Serie BfN-Skripten
Erscheinungsjahr 2020
Department NSF; UPR; BIOENERGIE;
Band/Volume 562
Sprache deutsch;
POF III (gesamt) T16; T12; Y11;
UFZ Bestand Leipzig, Bibliothek, Hauptlesesaal, 00536899, 20-0236 DK: 349.7 Nat
Abstract Seit Inkrafttreten des Stromeinspeisegesetzes im Jahr 1991 und des Erneuerbaren-Energien-Gesetzes (EEG) im Jahr 2000 entwickeln sich die erneuerbaren Energien (EE) insbesondere im Strombereich rasant. Wurden im Jahr 1990 nur ca. 19 TWh Strom aus EE erzeugt, waren es im Jahr 2017 schon ca. 216 TWh. EE nehmen nach Braun- und Steinkohle damit den zweiten Rang im deutschen Strommix ein. Ihr Anteil am Bruttostromverbrauch lag im Jahr 2017 bereits bei ca. 36 %. Ein weiterer kräftiger Ausbau ist notwendig, um bis zum Jahr 2050 den Zielwert von 80 % Anteil am Bruttostromverbrauch zu erreichen.
Die Notwendigkeit des Umbaus des Energiesystems sowie die positiven Effekte der EE für die Reduktion von Treibhausgasemissionen sind unstrittig. Klimaschutz ist eine wichtige Voraussetzung für den Erhalt von Natur und Landschaft und trägt dazu bei, das Überleben von Arten langfristig zu sichern. Galten EE lange Zeit als per se umweltfreundlich, so treten mit zunehmendem Ausbau Auswirkungen auf Natur und Umwelt deutlicher zu Tage, die zu zunehmenden Konflikten mit den Zielen des Naturschutzes führen können. Eine bundesweite, systematische und wiederkehrende Beschreibung, die die durch die Errichtung und den Betrieb von Anlagen zur Erzeugung und Übertragung von Strom aus EE verursachten Beeinträchtigungen von Natur und Umwelt bündelt, gibt es derzeit noch nicht. Ein solches Monitoringsystem könnte unter anderem sowohl die nationale Berichterstattung zum Ausbau der EE um die Auswirkungen auf Natur und Landschaft erweitern als auch mittelfristig das Wirkungswissen schrittweise verbessern. Problematische Entwicklungen könnten damit frühzeitig erkannt und vermieden werden. Ziel des Forschungsvorhabens „Naturschutzfachliches Monitoring des Ausbaus der erneuerbaren Energien im Strombereich und Entwicklung von Instrumenten zur Verminderung der Beeinträchtigung von Natur und Landschaft“ war daher eine möglichst systematische Erfassung und Darstellung (Monitoring) der Entwicklungen und daraus folgenden Auswirkungen der EE zur Stromerzeugung (Windenergie, Photovoltaik, Bioenergie und Wasserkraft) sowie des zum Energietransport benötigten Stromnetzes insbesondere auf die Schutzgegenstände des Bundesnaturschutzgesetzes.
ID 23199
dauerhafte UFZ-Verlinkung https://www.ufz.de/index.php?en=20939&ufzPublicationIdentifier=23199
Thrän, D., Bunzel, K., Bovet, J., Eichhorn, M., Hennig, C., Keuneke, R., Kinast, P., Klenke, R., Koblenz, B., Lorenz, C., Majer, S., Manske, D., Massmann, E., Oehmichen, G., Peters, W., Reichmuth, M., Sachs, M.S., Scheftelowitz, M., Schinkel, B., Schiffler, A., Thylmann, M. (2020):
Naturschutzfachliches Monitoring des Ausbaus der erneuerbaren Energien im Strombereich und Entwicklung von Instrumenten zur Verminderung der Beeinträchtigung von Natur und Landschaft („EE-Monitor“)
BfN-Skripten 562
Bundesamt für Naturschutz (BfN), Bonn, 318 S.