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Referenztyp Berichte
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Titel (primär) Arzneimittelrückstände in Trinkwasser und Gewässern
Autor Klauer, B.; Aicher, C.; Bratan, T.; Eberle, U.; Hillenbrand, T.; Kümmerer, K.; Reuter, W.; Schiller, J.; Schulte-Römer, N.; Schramm, E.; Tettenborn, F.; Völker, C.; Walz, A.;
Journal / Serie TAB Arbeitsbericht
Erscheinungsjahr 2019
Department OEKON; SUSOZ; UPOL;
Band/Volume 183
Sprache deutsch;
POF III (gesamt) T32;
Keywords Pharmaka; Arzneimittel; Trinkwasser; Gewässer; Grundwasser; Gesundheit; Umwelt; Gesundheitsgefährdung; Wasserwirtschaft; Abwasserbehandlung; Landwirtschaft; Pharmaceuticals; Drugs; Drinking water; Waters; Groundwater; Health; Environment; Health risk; Water management; Wastewater treatment; Agriculture
UFZ Bestand Leipzig, Bibliothek, Hauptlesesaal, 00535618, 20-0040 DK: 628.19 Kla
Abstract Arzneimittel helfen Krankheiten zu heilen, Schmerzen zu lindern, das Wohlbefinden zu steigern und sind daher in der Medizin unverzichtbar. Sie werden auch verwendet, um Krankheiten vorzubeugen oder zu diagnostizieren oder um bei gesunden Menschen gewisse Körperfunktionen zu beeinflussen. Zu Arzneimitteln zählen somit neben Schmerzmitteln, Antibiotika, Blutdrucksenkern etc. auch Röntgenkontrastmittel und andere Diagnostika, Antibabypillen, Schlafmittel sowie sogenannte Lifestyledrugs wie Potenzmittel und Diätpillen.
Mit Medikamenten werden nicht nur Menschen, sondern auch Tiere behandelt. Tierarzneimittel dienen der Vorsorge und Heilung von Krankheiten, aber beispielsweise auch der Abwehr von Parasiten.
Die den Menschen und Tieren verabreichten Medikamente verbleiben nur zu einem geringen Teil im Organismus. Ein Großteil der eingenommenen Wirkstoffe wird unverändert oder in Form von Stoffwechselprodukten wieder ausgeschieden. Diese Substanzen gelangen in Böden und Gewässer, wo sie Organismen beeinflussen können. Unter Umständen kommen sie über den Nahrungskreislauf oder das Trinkwasser wieder in den Körper von Menschen. Die Analysemethoden erlauben es heute, bereits kleinste Mengen potenzieller Schadstoffe nachzuweisen. Wegen ihres Vorkommens in der aquatischen Umwelt im Konzentrationsbereich μg/l werden Arzneimittelrückstände zur Gruppe der Spuren(schad)stoffe oder Mikroverunreinigungen gezählt, wie auch viele weitere chemische Stoffe, die z. B. aus Bioziden, Pflanzenschutzmitteln, Industriechemikalien oder Körperpflege- und Waschmitteln stammen.
In Politik und Gesellschaft wird zunehmend diskutiert, inwiefern Mikroverunreinigungen von Trinkwasser und Gewässern durch Arzneimittel in Deutschland ein Problem darstellen. Dass das Thema zunehmend Bedeutung
und gesellschaftliche Aufmerksamkeit erlangt, lässt beispielsweise der vom Bundesumweltministerium 2016 initiierte mehrjährige Stakeholderdialog »Spurenstoffstrategie des Bundes« erkennen.
Auf Initiative und im Auftrag des Ausschusses für Bildung, Forschung und Technikfolgenabschätzung des Deutschen Bundestages wurde der vorliegende Bericht erstellt, mit dem Ziel, einen Überblick über Mengen, Qualitäten und Wirkungen der Mikroverunreinigungen auf Mensch und Umwelt zu geben. Es werden Vorschläge zur Vermeidung der Verunreinigungen zusammengetragen, Wissenslücken identifiziert und mögliche Handlungsstrategien erörtert.
ID 22818
dauerhafte UFZ-Verlinkung https://www.ufz.de/index.php?en=20939&ufzPublicationIdentifier=22818
Klauer, B., Aicher, C., Bratan, T., Eberle, U., Hillenbrand, T., Kümmerer, K., Reuter, W., Schiller, J., Schulte-Römer, N., Schramm, E., Tettenborn, F., Völker, C., Walz, A. (2019):
Arzneimittelrückstände in Trinkwasser und Gewässern
TAB Arbeitsbericht 183
Büro für Technikfolgenabschätzung beim Deutschen Bundestag (TAB), Berlin, 208 S.