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Referenztyp Buchkapitel
DOI / URL
Titel (primär) Das politische Feld
Titel (sekundär) Geschichte der Stadt Leipzig ; Band 4: Vom Ersten Weltkrieg bis zur Gegenwart
Autor Brieler, U.; Rink, D.;
Herausgeber John, U.; von Hehl, U.;
Erscheinungsjahr 2019
Department SUSOZ;
Sprache deutsch;
POF III (gesamt) T12; T13;
Abstract Mit dem Verschwinden der DDR-Institutionen entstand in Leipzig zu Beginn der 1990er Jahre ein völlig neues politisches Feld (Pierre Bourdieu).105 Dieser Neuanfang war von enthusiastischen Hoffnungen und bangen Erwartungen getragen. Die neuen politischen Akteure ‒ eine Mischung aus Dissidenten und Westzugängen, aus jüngst Politisierten und alteingesessenen Mitgliedern der Blockparteien ‒ sahen sich einer außergewöhnlichen Konstellation gegenüber. Von der ersten Minute der Umwälzung an ging es um mehr. Die Stadtpolitik war einem Veränderungsdruck ausgesetzt, der auf zwei unterschiedlichen, aber miteinander verwobenen Ebenen stattfand. Vordergründig war der Aufbau einer effizienten Verwaltung zu organisieren.
Im politischen Kern musste der Umbruch vom „lokalen Staatsorgan“ zur kommunalen Autonomie
westdeutscher Prägung bewältigt werden.106 Die Entfaltung einer bürgerlichen Öffentlichkeit bestimmte die Agenda der neuen Stadtpolitik ebenso wie die Notwendigkeit eines zügigen Neuaufbaus der Verwaltung. Sie bildeten die zwei Seiten der historischen Herausforderung. Das im Eiltempo erfolgte Erlernen von Wissen, Techniken und Regularien einer rechtsstaatlichen Verwaltung verband sich mit der Wiederbelebung einer Mentalität selbstbewusster städtischer Autonomie. Im Folgenden soll das politische Feld in Leipzig aus der
Perspektive seiner wichtigsten Akteure dargestellt werden: der drei Oberbürgermeister, der politischen Parteien und der Zivilgesellschaft.
ID 21838
dauerhafte UFZ-Verlinkung http://www.ufz.de/index.php?en=20939&ufzPublicationIdentifier=21838
Brieler, U., Rink, D. (2019):
Das politische Feld
In: John, U., von Hehl, U. (Hrsg.)
Geschichte der Stadt Leipzig ; Band 4: Vom Ersten Weltkrieg bis zur Gegenwart
Leipziger Universitätsverlag, Leipzig, S. 819 - 842