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Titel (primär) Nachhaltige Gebührenmodelle in der Abwasserentsorgung Teil 2: Zur Eignung alternativer Grundgebührenmodelle für Schmutzwasser. Sustainable models for wastewater management fees Part 2: The suitability of alternative basic fee models for wastewater
Autor Oelmann, M.; Roters, B.; Gawel, E.;
Journal / Serie KA - Korrespondenz Abwasser, Abfall
Erscheinungsjahr 2018
Department OEKON;
Band/Volume 65
Heft 9
Sprache deutsch;
POF III (gesamt) T13;
Keywords Wirtschaft; Gebühren; Grundgebühr; Schmutzwasser; Nachhaltigkeit; Gebührenmodelle; Bewertung; Vergleichbusiness; fees; basic fee; wastewater; sustainability; fee models; assessment; comparison
Abstract Die Einführung einer Grundgebühr in der Schmutzwasserentsorgung ist unter Nachhaltigkeitsgesichtspunkten vorteilhaft. Dabei kommen unterschiedliche Bemessungsgrundlagen für die Grundgebühr infrage. Der vorliegende Beitrag untersucht drei Modelle anhand von Nachhaltigkeitskriterien und unter Verwendung empirischer Daten aus drei nordrhein-westfälischen Modellkommunen. Die Zahl der Wohneinheiten erweist sich als ein geeigneter Maßstab, der sowohl robust gegenüber Schwankungen der Schmutzwassermenge als auch kostenverursachungsgerecht ist. Die Verursachungsgerechtigkeit ergibt sich aus der hohen Korrelation mit der Schmutzwassermenge, sodass kapazitätsbedingte Vorhaltekosten besser abgebildet werden können. Wichtig bei der Umstellung ist auch eine Minimierung von Friktionen gegenüber dem alten Gebührenmodell. In dieser Hinsicht ist die Wasserzählergröße als potenzielle Bemessungsgrundlage weniger leistungsfähig als das Wohneinheiten-Modell und erweist sich auch als weniger kostenverursachergerecht, sodass letzteres insgesamt empfehlenswert erscheint. Die Degression der Vorhaltekosten in Bezug auf die Wohneinheiten eines Gebäudes bedingt, dass ein leistungsproportionaler Grundgebührentarif diese Degression gerade abbilden muss. Zudem wird eine Äquivalenzregel für gewerbliche Nutzer benötigt.

The introduction of a basic fee for the management of wastewateris beneficial from a sustainability standpoint. A variety of bases for assessment are feasible. This article looks at three models based on sustainability criteria and using empirical data from three sample municipalities in the German state of North Rhine-Westphalia. The number of residential units turns out to be a suitable yardstick that is robust in the face of fluctuations in the quantity of wastewater and fair in allocating costs. The fairness of allocating costs is based on the high correlation with the quantity of wastewater, meaning that capacity-related contingency costs can be better mapped. In making the conversion, it is also important to minimise friction with the old fee model. In this regard, the size of the water meter is less effective as a potential basis for assessment than the residential unit model. It also proves to be less fair in allocating costs so the residential unit model, meaning that the latter appears advisable on the whole. The degression in contingency costs with regards to a building’s number of residential units requires that a basic fee tariff proportionate to efficiency must reflect this degression. What is more, an equivalency rule is needed for commercial users.


ID 20856
dauerhafte UFZ-Verlinkung https://www.ufz.de/index.php?en=20939&ufzPublicationIdentifier=20856
Oelmann, M., Roters, B., Gawel, E. (2018):
Nachhaltige Gebührenmodelle in der Abwasserentsorgung Teil 2: Zur Eignung alternativer Grundgebührenmodelle für Schmutzwasser. Sustainable models for wastewater management fees Part 2: The suitability of alternative basic fee models for wastewater
KA - Korrespondenz Abwasser, Abfall 65 (9), 808 - 817