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Referenztyp Zeitschriften
DOI / URL
Titel (primär) Untersuchungen zur Verbreitung, Ökologie und Morphologie der Elodea- und Myriophyllum-Arten der Leipziger Region
Autor Otto, P.; Kellner, R.; Kindler, A.; Zehnsdorf, A.;
Journal / Serie Berichte der Arbeitsgemeinschaft Sächsischer Botaniker
Erscheinungsjahr 2018
Department SUSOZ; UBZ;
Band/Volume Neue Folge 23
Sprache deutsch;
POF III (gesamt) T13;
Abstract

  Die in der Leipziger Region vorkommenden Arten Elodea canadensis, E. nuttallii, Myriophyllum heterophyllum, M. spicatum und M. verticillatum wurden im Rahmen einer universitären Masterarbeit detailliert untersucht. Anlass für die Studie waren Geländebeobachtungen der letzten Jahre über eine starke Ausbreitung der invasiven E. nuttallii und M. heterophyllum in Nordwestsachsen.  Als Kartierungsraum wurden die das Leipziger Stadtgebiet ein-schließenden Messtischblätter 4639, 4640, 4739 und 4740 gewählt. In diesem Territorium wurden 18 Fließgewässer und 27 Standgewässer auf das Vorkommen von Wasserpest- und Tausendblatt-Arten geprüft. Konnten solche Pflanzen festgestellt werden, wurden Belegmaterial sowie Wasserproben für eine chemische Analyse entnommen. Zur Darstellung der Kartierungsergebnisse wurden Punktverbreitungskarten mit zeitlicher Differenzierung der Nachweise erstellt. Durch diese Methodik lassen sich aus den Karten gut Ausbreitungstendenzen der Arten ableiten. Elodea nuttallii erwies sich als am stärksten invasiv.  Die Untersuchungen der Standorte verdeutlichen eine gewisse Differenzierung der Arten nach Temperatur, pH-Wert und Nährstoffbedürftigkeit. Diese Befunde entsprechen im Wesentlichen den Literaturangaben. Erwähnenswert ist, dass Elodea nuttallii im Vergleich zu E. canadensis an den Leipziger Fundorten in wärmerem und nähr-stoffreicherem Wasser auftrat.

Die Geländestudien wurden durch Kulturversuche wie folgt ergänzt: Es wurden die Wasserpest-Arten sowie das Ähren-Tausendblatt unter verschiedenen Lichtbedingungen kultiviert. Dabei erwiesen sich die Arten u.a. als mäßig lichtbedürftig und erheblich wärmetolerant (gutes Wachstum noch bei 28° C). Bei Elodea fielen nach Kultivierung erhebliche Formveränderungen der Laubblätter auf. Diese waren Anlass, in einem weiteren Kulturversuch den Einfluss von Temperatur und Nährstoffmangel auf die Blattform zu untersuchen. Dabei zeigte sich, dass vor allem Elodea canadensis unter pessimalen Bedingungen lange und sehr schmale Blätter ausbildet. Somit ergibt sich eine Formannäherung an E. nuttallii. Dies kann als Erklärung gelten, warum beide Arten nicht selten fehlbestimmt bzw. verwechselt werden.

ID 20673
dauerhafte UFZ-Verlinkung http://www.ufz.de/index.php?en=20939&ufzPublicationIdentifier=20673
Otto, P., Kellner, R., Kindler, A., Zehnsdorf, A. (2018):
Untersuchungen zur Verbreitung, Ökologie und Morphologie der Elodea- und Myriophyllum-Arten der Leipziger Region
Berichte der Arbeitsgemeinschaft Sächsischer Botaniker Neue Folge 23 , 33 - 69