Details zur Publikation

Referenztyp Buchkapitel
DOI / URL Link
Titel (primär) Der Dürremonitor – Aktuelle Information zur Bodenfeuchte in Deutschland
Titel (sekundär) Wasserressourcen – Wissen im Flussgebieten vernetzen. Beiträge zum Tag der Hydrologie am 17./18. März 2016 in Koblenz, ausgerichtet von der Hochschule Koblenz und der Bundesanstalt für Gewässerkunde
Autor Marx, A.; Samaniego, L.; Kumar, R.; Thober, S.; Mai, J.; Zink, M.;
Herausgeber Wernecke, G.; Ebner von Eschenbach, A.-D.; Strunck, Y.; Kirschbauer, L.; Müller, A.;
Journal / Serie Forum für Hydrologie und Wasserbewirtschaftung
Erscheinungsjahr 2016
Department CHS;
Band/Volume 37
Sprache deutsch;
POF III (gesamt) T34;
UFZ Querschnittsthemen RU5;
Abstract Dürren, wie u.a. im Jahr 2003 in Mitteleuropa, haben gezeigt, dass die eingeschränkte Verfügbarkeit
von Wasser zu messbaren negativen Effekten auf unsere Gesellschaft führen kann. Dazu zählen negative
Auswirkungen wie die Reduktion der Pflanzenproduktivität z.B. in der Landwirtschaft oder das
erhöhte Risiko von Sekundärschäden und Waldbränden in der Forstwirtschaft. Diese sind die Folgen
sogenannter landwirtschaftlicher Dürren, einer Verknappung des verfügbaren Bodenwassers. Im Jahr
2015 hat die Trockenheit des Bodens in weiten Teilen Süd- und Ostdeutschlands zu Ertragsrückgängen
z.B. beim Winterweizen geführt. Gegenüber dem Rekordjahr 2014 ist ein bundesweiter Rückgang
von 12 % festgestellt worden, wobei regional Ertragsrückgänge von bis zu 40 % auftraten.
Am Umweltforschungszentrum (UFZ) wurde der deutsche Dürremonitor entwickelt, welcher hochaufgelöste Informationen zu Trockenheit und Dürre in fast-Echtzeit und leicht verständlich unter
www.ufz.de/duerremonitor frei zur Verfügung stellt. In einer Auflösung von 4x4 km² werden täglich
flächendeckende Informationen zu Trockenheit bereitgestellt. Das operative Modellsystem besteht im
Wesentlichen aus fünf Schritten: (1) der täglichen Aktualisierung der beobachteten meteorologischen
Daten vom Deutschen Wetterdienst, deren Konsistenzprüfung und Interpolation, (2) Simulation der
aktuellen Bodenfeuchte unter Verwendung des mesoskaligen Hydrologischen Modells mHM
(www.ufz.de/mhm), (3) Berechnung des Perzentil-basierten Bodenfeuchteindex (SMI) auf der statistischen
Basis des Zeitraumes 1953-2014, und (4) Klassifikation des SMI in fünf Dürre-Klassen von
„ungewöhnlich trocken“ bis zu „außergewöhnliche Dürre“ und (5) Visualisierung und Veröffentlichung
unter www.ufz.de/duerremonitor. Unsere Analyse zeigt, dass das Ereignis 2003 zwar unter den größten
zehn Ereignissen in Deutschland rangiert, jedoch von anderen Dürren, z.B. in den 50er und 70er
Jahren, übertroffen wurde. Auch das aktuelle Trockenereignis 2015 wird diskutiert, welches zeitweise
bis zu 75 % Deutschlands betraf.
ID 17277
dauerhafte UFZ-Verlinkung https://www.ufz.de/index.php?en=20939&ufzPublicationIdentifier=17277
Marx, A., Samaniego, L., Kumar, R., Thober, S., Mai, J., Zink, M. (2016):
Der Dürremonitor – Aktuelle Information zur Bodenfeuchte in Deutschland
In: Wernecke, G., Ebner von Eschenbach, A.-D., Strunck, Y., Kirschbauer, L., Müller, A. (Hrsg.)
Wasserressourcen – Wissen im Flussgebieten vernetzen. Beiträge zum Tag der Hydrologie am 17./18. März 2016 in Koblenz, ausgerichtet von der Hochschule Koblenz und der Bundesanstalt für Gewässerkunde
Forum für Hydrologie und Wasserbewirtschaftung 37
Deutsche Vereinigung für Wasserwirtschaft, Abwasser und Abfall (DWA), Hennef, S. 131 - 142