Vom Modell zur Vorhersage

Modelle sind in der Umweltforschung unverzichtbar. Sie bilden komplexe, miteinander gekoppelte Systeme oder Prozesse auf unterschiedlichen zeitlichen und räumlichen Skalen möglichst realistisch ab. Sie werden mit Daten aus verschiedensten Umweltbeobachtungen, Messungen und Analysen gefüttert, um daraus Simulationen und Prognosen abzuleiten. Doch wie gut sind all diese Modelle? Reichen die Daten? Sind die Umweltsysteme nicht viel zu heterogen? Was ist mit Skalenlücken und Unsicherheiten?

Deshalb arbeiten wir an einem systematischen Modellierungsprotokoll, das mit einer systematischen Modellerstellung beginnt und über Mehrskalen-Modellanalysen und Skalierung, Unsicherheitenanalysen, ein konsistentes Messdesign der Modellvariablen bis zur Mehrskalen-Modellparametrisierung reicht. So wollen wir VORHERSAGEN und Aussagen von MODELLEN vergleichbar und besser machen. Die Modelle müssen auf der regionalen Skala formuliert werden und rechnen, denn auf dieser Skala werden Managemententscheidungen getroffen. Eine Herausforderung, denn die regionale Skala ist um ein Vielfaches größer als die Skalen, auf denen Prozessstudien zum Prozessverständnis und zur Modellparametrisierung typischerweise durchgeführt werden.