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SYMOBIO – Systemisches Monitoring und Modellierung der Bioökonomie

Koordinatorin:

Team:

Status:

BMBF-Logo

Projektlaufzeit:

März.2017 - Februar 2020


Kurzbeschreibung:

SYMOBIO ist ein Forschungsprojekt im Rahmen des Konzepts „Bioökonomie als gesellschaftlicher Wandel“ des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF). Die Förderung dient dazu, die Bioökonomie als inter- und transdisziplinäres Forschungsfeld zu verankern und eine an gesellschaftlichen Herausforderungen orientierte Perspektive auf die Bioökonomie zu eröffnen. Das Projekt entwickelt die wissenschaftlichen Grundlagen für ein systemisches Monitoring und für die Modellierung der Bioökonomie in Deutschland unter Berücksichtigung von Nachhaltigkeitsaspekten auf nationaler und internationaler Ebene.

Struktur des Forschungsprojekts SYMOBIO (AP = Arbeitspakete)
Struktur des Forschungsprojekts SYMOBIO (AP = Arbeitspakete)


Arbeitspakete:

Das Projekt läuft von März 2017 bis Februar 2020 und gliedert sich in folgende sechs Arbeitspakete:

1) Entwicklung eines Rahmens für ein systemisches Monitoring: Die Erwartungen an die Bioökonomie durch Politik, Wirtschaft, Nichtregierungsorganisationen und Wissenschaft werden systematisiert. Wichtige Kriterien und Indikatoren zur Bewertung der Entwicklung der Bioökonomie werden ermittelt.

2) Entwicklung eines Modellierungs- und Bewertungssystems: Ein System zur mehrskaligen Analyse der Bioökonomie und zu ihrer Bewertung unter Nachhaltigkeitsgesichtspunkten wird entwickelt. Stoffstrommodelle, Input-Output-Datenbasen, ökonometrische Modelle und Modelle für die Land- und Wassernutzung werden verknüpft. Die Fußabdrücke der Nutzung von landwirtschaftlichen Flächen, Wald, Wasser und der Emission von Treibhausgasen sowie die sozioökonomische Bilanz der Bioökonomie werden ermittelt.

3) Analyse der Schlüsseltreiber für die Transformation der Bioökonomie: Die trendbestimmenden Faktoren werden analysiert: landwirtschaftliche Produktionssysteme, Ernährungsmuster, Nahrungsmittelabfälle, energetische und stoffliche Verwendung von Biomasse, Kreislaufwirtschaft und Kaskadennutzung sowie neue Technologien.

4) Modellierung der Trends und ihrer umweltbezogenen und sozioökonomischen Auswirkungen: Vergangene Trends und der Status quo werden analysiert. Kontrafaktische Modellierung wird exploriert, um die Effekte der Bioökonomie abschätzen zu können. Künftige Entwicklungstrends und ihre Auswirkungen werden modelliert.

5) Indikatoren und Daten der Zertifizierung und Ökobilanzierung:
Die Nutzungsmöglichkeiten und Erweiterungsoptionen der in Zertifizierungsverfahren und bei der Produktökobilanzierung erhobenen Daten und Indikatoren für ein Monitoring werden geprüft.

6) Entwicklung eines Monitoring-Systems
: Ein prototypischer Monitoring-Bericht zur Bioökonomie in Deutschland wird erstellt und eine interaktive Webseite zur Exploration von Daten und Charakteristika der Bioökonomie wird entwickelt. Methoden der Fernerkundung werden im In- und Ausland erprobt, um Landnutzungsänderungen und Auswirkungen auf die Biodiversität abzubilden und für das Monitoring und die Zertifizierung nutzbar zu machen.

Die Projektkoordination organisiert den Informationsaustausch innerhalb des Projektverbunds und mit zwei parallel laufenden Bioökonomieprojekten unter Leitung des Thünen-Instituts (gefördert vom Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft) und des ifo-Instituts (gefördert vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie) zum Aufbau des Bioökonomie-Monitoring über verschiedene Gremien, Projekttreffen und Statuskonferenzen.

Die Entwicklung des Monitoring-Systems soll durch die Ziele der Agenda 2030 sowie durch einen Bioökonomie-Systemanalyseansatz gerahmt werden:

Rahmen des Monitoring-Systems
Rahmung des Symobio-Monitorings durch die Ziele der Agenda 2030 sowie einen Bioökonomie-Lebenszyklusansatz.
(Adaption: http://www.stockholmresilience.org/images/18.36c25848153d54bdba33ec9b/1465905797608/sdgs-food-azote.jpg)


Folgende Projektpartner sind an SYMOBIO beteiligt:

Sympbio Projektpartner
Symobio-Projektpartner

Das Center for Environmental Systems Research (CESR) der Universität Kassel koordiniert das Gesamtprojekt:

  • Kontakt:
    Universität Kassel / CESR
    Wilhelmshöher Allee 47
    D-34117 Kassel


Das UFZ ist an der Erarbeitung folgender Arbeitspakete beteiligt:


AP 1:

Das Arbeitspaketes 1 des SYMOBIO-Verbundvorhabens dient als Grundlage für die weiteren Arbeitspakete.

Direkter Ansprechpartner am UFZ für dieses Arbeitspaket ist


AP 3.5:

Im Arbeitspaket 3.5 des SYMOBIO-Verbundvorhabens wird in Zusammenarbeit mit den Kollegen von INFRO an der Bewertung der ökologischen und sozio-ökonomischen Effekte der Kaskadennutzung gearbeitet.

Direkter Ansprechpartner am UFZ für dieses Arbeitspaket ist


AP 3.6:

Im Arbeitspaket 3.6 des SYMOBIO-Verbundvorhabens wird das Potenzial neuer, heute noch in der Entwicklung befindlicher, Technologien identifiziert und ermittelt, inwiefern diese disruptiv wirken (alte Technologien verdrängen) und dadurch den BioÖkonomie-Transformationsprozess unterstützen können.

Direkter Ansprechpartner am UFZ für dieses Arbeitspaket ist


Links zu den Projektpartnern:


Externe Homepage: