Bioenergie. Foto: André Künzelmann/UFZ

Department Bioenergie


Wo können morgen und übermorgen erneuerbare Ressourcen die Material- und Energieversorgung übernehmen? Welche Umweltwirkungen und sonstigen Effekte sind damit verbunden? Wie schaffen wir es, eine Balance zwischen dem voraussichtlich steigenden Rohstoffbedarf und einer nachhaltigen Bereitstellung von Material und Energie zu finden? Und was müssen wir wissen, damit diese Balance auch in Zukunft nicht aus den Fugen gerät?

Die Transformation der Rohstoffbasis bietet Chancen, aber auch Risiken. Die Chancen und Risiken sind häufig eng mit den Bedingungen vor Ort verbunden und bisher nur unzureichend bekannt. Gleichzeitig kann aber auch nur gelingen, was technisch verfügbar, bezahlbar und gesellschaftlich akzeptiert ist. Nur wenn diese unterschiedlichen Fragen gemeinsam beantwortet werden, kann der Weg in eine erneuerbare Energieversorgung und ebenso in die Bioökonomie zielgerichtet beschrieben und beschritten werden. Denn eines ist unstrittig: Die Landfläche, die die erneuerbaren Ressourcen liefert, ist begrenzt.

Die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des Departments Bioenergie erfassen und analysieren die Möglichkeiten und Auswirkungen der erneuerbaren Energien und der Bioökonomie auf Natur, Wirtschaft und Gesellschaft. Dazu entwickeln und verwenden wir Modelle und Methoden der Stoffstromanalyse, des erweiterten Lifecycle Assessments, der Technologiebewertung und geographische Informationssysteme und verbinden diese mit den Ansätzen der Markt- und Umweltmodellierung. Unsere Forschungsinteressen dabei sind: Wie können die verschiedene erneuerbaren Energieträger bestmöglich zu einem nachhaltigen, dezentralen Energieversorgungssystem beitragen? Und wie können regionale Bioökonomiesysteme aus bereits existierenden Ansätzen der Nutzung von Biomasse weiterentwickelt werden?

Das Ziel unserer Forschung ist es, ein umfassendes Verständnis der Wechselwirkungen zwischen erneuerbaren Rohstoffquellen, ihren technischen Nutzungsoptionen, der Umwelt und der Gesellschaft zu gewinnen und auf dieser Basis transparente Modellierungsansätze zu entwickeln, die diese Wechselwirkungen beschreiben können. Die Modelle erlauben es, Szenarien von Entwicklungsperspektiven zu simulieren. Sie dienen damit sowohl als Entscheidungsgrundlage für nachhaltige Strategien im Bereich der Erneuerbaren Energien als auch im Bereich der Bioökonomie. Die Forschungsaktivitäten werden in enger Kooperation mit dem Deutschen Biomasseforschungszentrum (DBFZ) sowie verschiedenen umwelt- und sozialwissenschaftlichen Departments des UFZ betrieben.

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Gutachten:

Zielgerichtete Analysen und Handlungsempfehlungen für die Etablierung der Bioökonomie in verschiedenen Ländern aber auch international liefern die Gutachten des IEA bioenergy. Die IEA bioenergy wurde 1978 von der Internationalen Energieagentur (International Energy Agency (IEA)) gegründet. Ziel der IEA ist es, die Zusammenarbeit und den Informationsaustausch zwischen den Ländern zu verbessern, die über nationale Bioenergieforschungs, -entwicklungs- und -umsetzungsprogramme verfügen. Die IEA fungiert als Politikberater in Energiefragen für 28 Mitgliedstaaten sowie der Europäischen Kommission. Die Arbeit der IEA bioenergy organisiert sich in so genannten "tasks" (Aufgaben). Über Prof. Dr.-Ing. Daniela Thrän ist das UFZ hier im task 40 (bioenergy trade) vertreten. Weitere Informationen zur IEA bioenergy finden Sie hier, weitere Informationen zu task 40, hier. Die jüngsten Publikationen aus dem task finden Sie hier:


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Abschlussarbeiten:

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