Department Wirkungsorientierte Analytik

Chemicals

Departmentleiter:
Dr. Werner Brack

Teamassistenz:
Monique Salzmann

phone: 49 341 235 1285

Permoserstr. 15
04318 Leipzig, Germany 

Modernes Leben, das Wohlbefinden, die Wirtschaft und Mobilität sowie die Kommunikation beruhen auf den Gebrauch einer Vielzahl von synthetischen Chemikalien. Darunter sind Kunststoffadditive wie Weichmacher und Flammenschutzmittel, persönliche Körperpflegeprodukte, Färbe- und Arzneimittel, Pestizide und viele andere. Viele von den Chemikalien gelangen in der Umwelt, und finden sich in Wasser, Sedimenten, Boden und Atmosphäre wieder. Sie treten nicht einzeln auf sondern als komplexe Mischungen. Mikroorganismen, Pflanzen, Tiere und Menschen sind damit einem Chemikaliencocktail ausgesetzt, welcher nachteilige Effekte auf die Gesundheit, Fitness und Fortpflanzung haben kann oder auch akut toxisch wirken kann.

Samples

Unsere Mission ist die Entwicklung und Anwendung von Werkzeugen, um diese komplexen Chemikalienmischungen zu enträtseln und Ursache-Wirkungs-Beziehungen zwischen Schadstoffbelastung und Effekten zu verstehen. Indem wir Chemikalien identifizieren, die für nachteilige Effekte auf Organismen verantwortlich sind, unterstützen wir die Risikoabschätzung und die wirksame Verringerung von gefährlichen Umweltbelastungen.
Wir nutzen Wirkungorientierte Analytik (Effect-directed Analysis – EDA) als übergreifenden Ansatz. Dieser Ansatz kann auf verschiedene Umweltmatrices, auf Gewebe sowie Körperflüssigkeiten von Tieren und Menschen als auch auf technische Stoffgemische angewandt werden. Schlüsselelemente der EDA sind

  • Biotests, die es erlauben, Auswirkungen von Proben und Chemikalien auf Zellen, Organismen und Lebensgemeinschaften nachzuweisen
  • Ansätze, die die Komplexität von Stoffgemischen über statistische Verfahren oder durch chromatographische Trennung reduzieren, um Fraktionen und potentiell relevante Chemikalien für beobachtete Auswirkungen zu isolieren
  • Chemische Analysen (multi-target und nontarget), um Kandidatenstrukturen zu identifizieren; dies beinhaltet die Strukturaufklärung unbekannter toxischer Substanzen, welche durch Modelle unterstützt werden, die die Eigenschaften von chemischen Strukturen vorhersagen und um diese dann mit den Beobachtungen zu vergleichen.

EDA-ähnliche Werkzeuge werden gemeinsam mit der Evaluierung von Monitoringdaten, Substanzedatenbanken und Vorhersagewerkzeugen genutzt für

  • Die Bewertung und Priorisierung komplexer Belastungen besonders in Hinblick auf europäische Wasserressourcen
  • Die Charakterisierung der Schadstoffexposition in vielfältig belasteten aquatischen ÖkosystemenUnterstützung bei der Analyse des Exposoms von Menschen und aquatischen Organismen

 

Projekte & Netzwerke

Aktuelle Projekte

Joint Danube Survey 3

EDA-EMERGE

TOX-BOX

SOLUTIONS

Netzwerke

NORMAN

Aktuelles

SOLUTIONS


Stellenangebote

Neben Diplomarbeiten (Bachelor-/Masterarbeiten) besteht in unserem Department auch die Möglichkeit, Forschungsarbeiten im Rahmen einer Doktorarbeit (stipendiengefördert oder je nach Angebot) oder ein Praktikum durchzuführen.