Veranstaltungshinweis vom 06. September 2017

Klimafolgen und Anpassung in Mitteldeutschland

Öffentliche Veranstaltung am 14. September im UFZ in Leipzig

Die Erde befindet sich gegenwärtig ein einem tiefgreifenden Wandel. Die beobachtete Erhöhung der Lufttemperatur, die Erwärmung der Ozeane, die Abnahme der Gletscher, Eisschilde und der Schneebedeckung sowie der globale Meeresspiegelanstieg sind Zeichen einer signifikanten Erderwärmung in den letzten Jahrzehnten. Die Auswirkungen von Klimaveränderungen können regional jedoch sehr unterschiedlich sein. Im Rahmen des Helmholtz-Verbundes "Regionale Klimaänderungen" (REKLIM) bündeln neun Forschungszentren der Helmholtz-Gemeinschaft ihre Kompetenzen zur Erforschung insbesondere des regionalen Klimas. Dieser Forschungsverbund lädt am 14. September 2017 zu seiner 7. Regionalkonferenz an das UFZ nach Leipzig ein.

Niedrigwasserperiode im Sommer 2015 am Rhein bei Krefeld Foto: Andreas Marx / UFZ
Niedrigwasserperiode im Sommer 2015 am Rhein bei Krefeld
Foto: Andreas Marx / UFZ

Im Mittelpunkt der diesjährigen Regionalkonferenz stehen die Fragen:
- Wie entwickeln sich Extremereignisse und welche Auswirkungen erwarten wir?
- Wie kann Anpassung gestaltet werden?
Der aktuelle Stand des Klimawissens und der gesellschaftliche Umgang mit den Folgen des Klimawandels werden in Vorträgen von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern aus dem Forschungsverbund sowie von Vertreterinnen und Vertretern aus den Bundesländern, Kommunen und Verbänden aufgezeigt.

Wann? Donnerstag, 14. September 2017, ab 9:30 Uhr
Wo?
Leipziger KUBUS - UFZ, Permoserstraße 15, 04318 Leipzig

Programm:

9:30 Uhr        Begrüßung/Grußworte

Dr. Frank Messner (Stabsleiter Zentrumsentwicklung am UFZ)

Prof. Dr. Claudia Dalbert (Ministerin für Umwelt, Landwirtschaft und Energie des Landes Sachsen-Anhalt)

Prof. Dr. Peter Lemke (Wissenschaftlicher Koordinator REKLIM, AWI)

10:25 Uhr     Regionaler Klimawandel und Wechselwirkungen

"Was kümmern uns die Polarregionen?", Prof. Dr. Markus Rex (AWI)

"Wechselwirkungen zwischen Landnutzung und Klimawandel: TEEB-DE", Prof. Dr. Bernd Hansjürgens (UFZ)

11:45 Uhr     Regionaler Klimawandel, Extreme und Anpassung

"Hitzewellen und agrarische Dürren", Dr. Luis Samaniego (UFZ)

"Wasserschonende und erosionsmindernde Bodenbearbeitung in Sachsen", Dr. Walter Schmidt (LfULG)

 12:45-13:30 Uhr Mittagspause

 "Hochwasser und hydrologische Dürren bei 1,5 sowie 2 und 3 Grad Erwärmung", Dr. Andreas Marx (UFZ)

 "Kommunale Anpassung an den Klimawandel in Jena", Dr.-Ing. habil. Matthias Lerm (Stadt Jena)

 "Hat der Klimawandel auch einen Einfluss auf schwere Gewitter in Deutschland?", Prof. Dr. Michael Kunz (KIT)

 "Verbraucher brauchen bezahlbaren (Versicherungs-)Schutz gegen Naturgefahren",  Andrea Heyer (Verbraucherzentrale Sachsen)

15:30 Uhr     Wohin geht die Reise in der internationalen Klimapolitik

"Weltklimapolitik ohne die USA?", Prof. Dr. Reimund Schwarze (UFZ)

16:00 Uhr - 17:00 Uhr Networking bei Kaffee und Kuchen

Helmholtz-Verbund "Regionale Klimaänderungen" (REKLIM)
REKLIM wurde 2009 gegründet. Der Forschungsverbund nutzt die in Helmholtz gebündelte Kompetenz für regionale Beobachtungs- und Prozessstudien in Kombination mit Modellsimulationen, um regionale und globale Klimamodelle zu verbessern und so eine solide Basis für klimabezogene Entscheidungshilfen zu bieten. Klimasimulationen werden genutzt, um die Auswirkungen von Klimavariabilität und Klimaänderungen auf regionaler Skala mit verbesserten Modellsystemen für Klimafolgenstudien zu untersuchen. Die aus diesen Studien hervorgehenden Prozessmodule und Parametrisierungen dienen auch zur Verbesserung von  Klimamodellen. Darüber hinaus werden Entscheidungsträger über die Regionalen Klimabüros der Helmholtz-Gemeinschaft und das Climate Service Center bei der Beurteilung von Risiken und Chancen sowie bei der Entwicklung von Vermeidungs- und Anpassungsstrategien unterstützt. Beteiligt sind neun Forschungszentren der Helmholtz-Gemeinschaft:

  • Alfred-Wegener-Institut - Helmholtz-Zentrum für Polar- und Meeresforschung (AWI)
  • Forschungszentrum Jülich
  • GEOMAR Helmholtz-Zentrum für Ozeanforschung Kiel
  • Helmholtz-Zentrum Potsdam - Deutsches GeoForschungsZentrum GFZ
  • Helmholtz-Zentrum Geesthacht - Zentrum für Material- und Küstenforschung (HZG)
  • Helmholtz Zentrum München - Deutsches Forschungszentrum für Gesundheit und Umwelt
  • Karlsruher Institut für Technologie (KIT)
  • Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR)
  • Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung - UFZ

Weiterführende Links:
REKLIM: http://www.reklim.de


Weitere Informationen

Dr. Andreas Marx
Leiter des Mitteldeutschen Klimabüros am UFZ
Telefon: +49 341 235 1074
andreas.marx@ufz.de

UFZ-Pressestelle

Susanne Hufe
Telefon: +49 341 235-1630
presse@ufz.de


Im Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung (UFZ) erforschen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler die Ursachen und Folgen der weit reichenden Veränderungen der Umwelt. Sie befassen sich mit Wasserressourcen, biologischer Vielfalt, den Folgen des Klimawandels und Anpassungsmöglichkeiten, Umwelt- und Biotechnologien, Bioenergie, dem Verhalten von Chemikalien in der Umwelt, ihrer Wirkung auf die Gesundheit, Modellierung und sozialwissenschaftlichen Fragestellungen. Ihr Leitmotiv: Unsere Forschung dient der nachhaltigen Nutzung natürlicher Ressourcen und hilft, diese Lebensgrundlagen unter dem Einfluss des globalen Wandels langfristig zu sichern. Das UFZ beschäftigt an den Standorten Leipzig, Halle und Magdeburg mehr als 1.100 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Es wird vom Bund sowie von Sachsen und Sachsen-Anhalt finanziert.

www.ufz.de

Die Helmholtz-Gemeinschaft leistet Beiträge zur Lösung großer und drängender Fragen von Gesellschaft, Wissenschaft und Wirtschaft durch wissenschaftliche Spitzenleistungen in sechs Forschungsbereichen: Energie, Erde und Umwelt, Gesundheit, Schlüsseltechnologien, Struktur der Materie sowie Luftfahrt, Raumfahrt und Verkehr. Die Helmholtz-Gemeinschaft ist mit 37.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in 18 Forschungszentren und einem Jahresbudget von rund 4 Milliarden Euro die größte Wissenschaftsorganisation Deutschlands. Ihre Arbeit steht in der Tradition des großen Naturforschers Hermann von Helmholtz (1821-1894).

www.helmholtz.de
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