Pressemitteilung vom 28. November 2012

Preis für innovative Nutzung von Wasserpflanzen beim "Leipziger Ideenwettbewerb für Existenzgründer - LIFE"


Leipzig. Yvonne Köster und Andreas Zehnsdorf vom Umwelt- und Biotechnologischen Zentrum des UFZ sind mit dem dritten Preis beim "Leipziger Ideenwettbewerb für Existenzgründer - LIFE" ausgezeichnet worden. Sie präsentierten eine Tagescreme für die anspruchsvolle Haut als erstes Produkt einer potentiellen Naturkosmetikserie, die Wirkstoffe aus der Wasserpflanze Elodea nuttallii enthält. Diese Creme ist eine Komposition aus pflanzlichen Inhaltsstoffen, die dazu beitragen sollen, der Haut zu einem gepflegten Aussehen zu verhelfen. Die Elodea-Pflegeserie wurde gemeinsam mit der Chemikerin Dr. Friederike Fellmer und dem Designstudent Denis Rockmann kreiert. 2013 soll die Elodea-Tagescreme die Marktreife erlangen.


dritter Platz bei SMILEDer dritte Preis ging an das Team „Elodea“, Yvonne Köster und Dr.-Ing. Andreas Zehnsdorf, mit der Idee, aus dem Rohstoff der Wasserpflanze Elodea nuttallii Kosmetik herzustellen.
Foto: Franziska fehre/SMILE
Bildverwendung unter Lizenz: CC BY 3.0 (http://creativecommons.org/licenses/by/3.0/de/)
Die ursprünglich aus Nordamerika stammende Schmalblättrige Wasserpest (Elodea nuttallii) ist in den letzten Jahren in vielen Seen und Flüssen Deutschlands zum Problem geworden. Da sie sich rasant vermehrt, sind die Flachwasserbereiche der Seen, aber auch die langsam fließenden oder aufgestauten Bereiche der Flüsse in kurzer Zeit vollkommen zugewachsen. Die für Schwimmer und Boote unpassierbaren Pflanzenteppiche schmälern das Freizeitvergnügen und können auch weitere Nutzungen einschränken. Das Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung (UFZ) sucht daher nach innovativen Lösungen für dieses Umweltproblem. „In Zusammenarbeit mit der Beti Lue Salbenmanufaktur haben wir eine Möglichkeit gefunden, die wertvollen Inhaltsstoffe (Vitamine, Spurenelemente, Chlorophyll) der Elodea-Pflanze so zu gewinnen, dass sie in Naturkosmetik, wie zum Beispiel einer Tagespflegecreme, verwendet werden können“, erläutert Yvonne Köster die Idee.

Insgesamt waren für den 6. Leipziger Ideenwettbewerb für Existenzgründer (LIFE) über 40 Gründungsideen eingereicht worden. Die Finalisten präsentierten sich am 28. November im KUBUS des UFZ. Unterstützt wird der Ideenwettbewerb von verschiedenen Förderern, Preisstiftern und Sponsoren, die alle zusammen wieder einen gelungenen Wettbewerbsabschluss ermöglichten. Alle Ideen wurden nach verschiedenen Kriterien bewertet und schließlich wurden die besten drei Ideen von einer Jury ermittelt.

WasserpestDie Schmalblättrige Wasserpest (Elodea nuttallii) vermehrt sich in Deutschlands Flüssen und Seen sehr stark.
Foto: André Künzelmann/UFZ
Bildverwendung unter Lizenz: CC BY 3.0 (http://creativecommons.org/licenses/by/3.0/de/)
CremeEine Tagescreme für die anspruchsvolle Haut als Endprodukt einer invasiven Pflanzenart? Die Idee überzeugt die LIFE-Jury.
Foto: Dennis Rockmann
Bildverwendung unter Lizenz: CC BY 3.0 (http://creativecommons.org/licenses/by/3.0/de/)
„Die Jury-Entscheidungen waren erneut nicht einfach und gern hätten wir noch mehr Preise vergeben, aber Unternehmensgründer wissen, dass der beste Preis der Erfolg am Markt ist“, sagt Professor Helge Löbler von der Universität Leipzig über die vielen spannenden Einreichungen bei LIFE. Junge Gründer und Gründerinnen trafen im Verlauf des Abends in entspannter Atmosphäre auf Vorbilder, Finanzierer, Berater, Dienstleister und potentielle Partner. Fast 200 Gäste genossen den Abend mit Life-Musik und anregenden Gesprächen. Mit der Unterstützung von Förderern, Preisstiftern, Sponsoren, SMILE-Gründern und Studentengruppen wird es voraussichtlich auch 2013 einen Ideenwettbewerb geben.


Weitere Informationen:

Dr.-Ing. Andreas Zehnsdorf

Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung (UFZ)

Telefon: 0341-235-1850

http://www.ufz.de/index.php?de=18972

oder über

Tilo Arnhold (UFZ-Pressestelle)

Telefon: 0341-235-1635

http://www.ufz.de/index.php?de=640


Weiterführende Links:

Pressemitteilung von SMILE:

http://www.smile.uni-leipzig.de/nc/smile-webseite/smile-aktuell/smile-aktuell-detailansicht/archive/2012/november/article/was-leipzig-voran-bringt-auszeichnungen-fuer-innovative-existenzgruender-herausragendes-10jaehriges.html?tx_ttnews[day]=28&cHash=676ed36bd4f4727634dda420b0e89e82

Fotos:

http://www.smile.uni-leipzig.de/smile-webseite/bildergalerie/life-2012.html


Wettbewerb "Erfindergeist contra Wasserpest" (Pressemitteilung vom 9. Oktober 2009):

http://www.ufz.de/index.php?de=18936

Wasserpest-Invasion im Goitzschesee (Pressemitteilung vom 21. Oktober 2008):

http://www.ufz.de/index.php?de=17288

Im Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung (UFZ) erforschen Wissenschaftler die Ursachen und Folgen der weit reichenden Veränderungen der Umwelt. Sie befassen sich mit Wasserressourcen, biologischer Vielfalt, den Folgen des Klimawandels und Anpassungsmöglichkeiten, Umwelt- und Biotechnologien, Bioenergie, dem Verhalten von Chemikalien in der Umwelt, ihrer Wirkung auf die Gesundheit, Modellierung und sozialwissenschaftlichen Fragestellungen. Ihr Leitmotiv: Unsere Forschung dient der nachhaltigen Nutzung natürlicher Ressourcen und hilft, diese Lebensgrundlagen unter dem Einfluss des globalen Wandels langfristig zu sichern. Das UFZ beschäftigt an den Standorten Leipzig, Halle und Magdeburg über 1.000 Mitarbeiter. Es wird vom Bund sowie von Sachsen und Sachsen-Anhalt finanziert.

Die Helmholtz-Gemeinschaft leistet Beiträge zur Lösung großer und drängender Fragen von Gesellschaft, Wissenschaft und Wirtschaft durch wissenschaftliche Spitzenleistungen in sechs Forschungsbereichen: Energie, Erde und Umwelt, Gesundheit, Schlüsseltechnologien, Struktur der Materie, Verkehr und Weltraum. Die Helmholtz-Gemeinschaft ist mit über 31.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in 18 Forschungszentren und einem Jahresbudget von rund 3,4 Milliarden Euro die größte Wissenschaftsorganisation Deutschlands. Ihre Arbeit steht in der Tradition des Naturforschers Hermann von Helmholtz (1821-1894).

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