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So leidet der Wald - Auswirkungen der Trockenheit auf Vegetation und Böden in der Eifel

Drohnenbild vom abgestorbenen Nadelwald (Foto: C. Montzka / FZJ) Die anhaltende Trockenheit und der Borkenkäfer bedrohen den Nadelwald in der Eifel. (Foto: C. Montzka / FZJ).

Trockenheit, Borkenkäfer – insbesondere die Fichten leiden, auch in der Eifel. Seit der extremen Dürre im Jahr 2018 gibt es zu wenig Niederschlag. Die Trockenheit reicht bis in tiefere Bodenschichten. Milde Winter begünstigen das Überleben von Schädlingen. Experten warnen vor einem massiven Baumsterben.


Wissenschaftler aus dem Forschungszentrum Jülich erforschen seit Jahren – nicht nur in der Eifel – sowohl die Langzeitfolgen des Klimawandels als auch Auswirkungen von Extremereignissen wie etwa Dürre. Sie beobachten, wie sich zum Beispiel Hitze und Trockenheit auf die lokalen Fichtenbestände auswirken, aber auch Wiederaufforstungen mit anderen Baumarten. Der Standort Kleinhau wird etwa zur Holzwirtschaft genutzt. 2018 und 2020 wurden dort zahlreiche beschädigte und abgestorbene Fichten abgeholzt und anschließend nordamerikanische Roteichen gepflanzt.


So führen die Jülicher Forscher und ihre Kollegen von anderen Helmholtz-Zentren (UFZ, GFZ und KIT) seit Mai 2020 im Rahmen der "Heat and Drought 2020"-Kampagne umfangreiche Messungen für das Helmholtz-Projekt MOSES durch (siehe MOSES-Blog). Gemessen werden unter anderem Bodenfeuchte, Niederschlag und der Austausch von Gasen wie Wasserdampf und Kohlendioxid (CO2). Gerade Wälder spielen eine wichtige Rolle im CO2-Kreislauf. Infolge der Trockenheit nehmen sie jedoch zum Teil weniger CO2 auf als sonst üblich.


Mehr Informationen gibt es hier.

Update: 23.09.2020



News Archive

ALBIS The research vessel ALBIS on the river Elbe (Foto: UFZ / Schütze).

Am am 4. August startete unter Federführung des UFZ die Testkampagne "Elbe 2020". Sie führt von Schmilka an der tschechischen Grenze bis in die Nordsee. Trotz Corona-bedingter Einschränkungen wollen die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler mehrerer Helmholtz-Zentren das Zusammenspiel ihrer Mess- und Sensorsysteme testen, um die Auswirkungen von Nähr- und Schadstofffrachten auf die Wasserqualität und die Ökosysteme der Elbe und der angrenzenden Nordseeküste abschätzen zu können.

Ursprünglich sollte die Messkampagne "Elbe 2020" als Generalprobe für das Funktionieren des MOSES-Messsystems bereits im Mai dieses Jahres beginnen. Geplant war, die gesamte Wirkungskette hydro-meteorologischer Extremereignisse zu testen - von den Flusseinzugsgebieten der Müglitz im Erzgebirge und der Bode im Harz über deren Abflüsse in die Elbe, die Elbe entlang bis hin zu deren Mündung in die Nordsee. Denn sowohl Starkregen als auch zu geringe Niederschläge haben nicht nur regionale Folgen, sondern wirken überregional auf Flüsse, Böden, Grundwasser und den Küstenbereich.

Doch die Corona-Pandemie machte an der einen oder anderen Stelle einen Strich durch die Rechnung. Die ursprünglichen Einsatzpläne mussten mit Beginn des Lockdowns im März immer wieder an die aktuelle Lage angepasst werden. Auf der ersten Etappe der Kampagne wird die Albis von Schmilka bis Geesthacht fahren und dabei aufeinander abgestimmte Sensor- und Probenahme-Systeme mitnehmen. Ein Teil der Geräte wird dann in Geesthacht wie ein Staffelstab an die nächste Etappe in der Tide-Elbe ab Geesthacht weitergereicht und auch auf der letzten Etappe in der Deutschen Bucht auf den Forschungsschiffen des HZG, GEOMAR und AWI zum Einsatz kommen. „Auf diese Weise kann der Transport von im Wasser gelösten Nähr- und Schadstoffen aber auch von Algen vom Binnenland ins Meer nahezu lückenlos und in Echtzeit verfolgt werden“, sagt Projektleiterin Ute Weber.

Aktuelle Informationen unter #Elbe_2020 und im MOSES-Blog!

Update: 28.08.2020


Actually, the permafrost team wanted to go to Siberia this year. However, due to the corona pandemic, all activities planned for the Lena Delta had to be postponed until next year. Instead, the scientists took the opportunity to test their equipment at Lake Stechlinsee and to get it ready for next year's mission.

The MOSES permafrost thaw Neuglobsow campaign took place from 17. – 20. August at Stechlinsee using the LakeLab facilities of the Leibniz-Institute of Freshwater Ecology and Inland Fisheries (IGB) with cosy 23°C water temperature.

Included were 16 participants from three research institutes and one university:  AWI Potsdam, AWI Helgoland, GFZ, IGB and the University of Applied Science Brandenburg (THB). We tested some of the instruments that are being developed as part of the MOSES project for use in icy Arctic waters in regions affected by rapid permafrost thaw: 

  • a semi-autonomous boat with ambient noise sensor,
  • a CTD (conductivity, temperature and pressure sensor) and methane analyzer,
  • an autonomous bathymetry boat,
  • an echo sounder boat,
  • a sediment sampler,
  • a newly developed temperature lance
  • and thermal conductivity probes.

For more information abaout the campain, please click here (1.5 MB) .

On top of the tower
Under remote observation: The forest climate observatory 'Hohes Holz'. (Foto: S. Gimper, UFZ)

Heat and drought campaign is in progress

As part of the activities of the MOSES “Heat and Drought” working group, the effects of past drought years on different ecosystems will be investigated this summer in two German regions, which were particularly affected: the TERENO- and ICOS-sites in the Harz and in the Eifel regions. Coordinated by the Helmholtz Centre for Environmental Research in Leipzig (UFZ), scientists from Helmholtz Centres in Potsdam, Jülich, Munich and Karlsruhe are participating in this "Heat & Drought Campaign 2020”.
The recent droughts of 2018 and 2019 had devastating effects on the functioning of ecosystems and led to damage beyond the duration of the summer heat waves, such as soil degradation, reduced carbon uptake by vegetation, or increased susceptibility of plants to pests and diseases. This trend continued in spring 2020 after an above-average warm winter (see e.g. UFZ drought monitor). Monitoring of the lasting, complex effects on ecosystems is essential for a better understanding of the causes, development and consequences of heat waves and droughts and is thus crucial for developing and improving adaptation and protection measures.

For some of the investigations, the MOSES teams of the “Heat and Drought” working group will now take off to investigate the consequences of the two consecutive years of drought impacts on agriculture and forestry. In accordance with the new Corona distancing rules, the forest-climate station "Hohes Holz" in the TERENO Harz region as well as surrounding agricultural areas are investigated with remote sensing methods.

The remote sensing campaigns around the "Hohes Holz" site are a central component of the MOSES campaign 2020 and will take place regularly throughout this year’s growing season, starting in May. The site, which runs as a forest-climate observatory since 2014, provides unique sensor equipment for evaluating ecosystem processes and is part of the European Research Infrastructure Integrated Carbon Observation System (ICOS-RI). As remote sensing results, hyperspectral images as well as thermal and optical images of the study area will be available to assess evapotranspiration, soil moisture and the vegetation status at the regional scale. One of the flight campaigns will be carried out simultaneously with the Helmholtz Centre Potsdam (GFZ) and the “Anhalt University of Applied Sciences” to enable comparability for data acquisition and processing of the different sensors and platforms as well as transferability of acquired data in the future.

Students of the UFZ-PhD College MOMENT (Model Monitoring EveNTs) closely work with the MOSES teams. The PhD students investigate the interactions between the carbon and water cycles by examining three biomes: forests, grasslands and agriculture, with special emphasis on the effects of extreme hydrological and climatic events and their long-term impacts. Their work will directly incorporate the multi-sensor data from the flight campaigns both for modelling and for improving the process understanding of coupled matter and energy cycles.

See also our MOSES Blog!

Update: 28.08.2020

Eigentlich war eine umfassende Kampagne zur Beobachtung der Entstehung von Starkregenereignissen im Müglitztal südlich von Dresden in Kooperation mit dem KIT, der Uni Hohenheim, dem FZ Jülich und dem GFZ Potsdam von Mai bis Juli geplant. Doch aufgrund der Corona-Pandemie musste eine Vielzahl der Experimente abgesagt oder gemäß den aktuellen Verordnungen angepasst werden. Trotzdem liegt nun ein weiterer interessanter Datensatz aus dem Müglitztal vor.

CRNS Rover Der Cosmic Ray Neutron Rover unterwegs im Müglitztal (Foto: U. Ködel / UFZ).

Schon 2019 beteiligten sich die genannten Helmholtz-Zentren an einer MOSES-Kampagne, um die Entstehung von Starkregenereignissen und deren Einfluss auf den Wasserhaushalt eines Mittelgebirgs-Einzugsgebietes zu untersuchen. Zahlreiche Daten liegen nun vor und die beteiligten Wissenschaftler arbeiten an der Auswertung und Veröffentlichung der Ergebnisse. Auch für dieses Jahr standen umfangreiche Messungen zur Erweiterung der Datenlage und zum Training der Abläufe derartiger Ereignis-getriebener Beobachtungen auf dem Plan. Die Aktivitäten mussten dann aber Corona-bedingt auf die Ermittlung des Niederschlags, der Bodenfeuchte, dem oberflächlichen Abfluss und der Wasserspeicherung im Untergrund an ausgewählten Standorten beschränkt werden.

So war das „Digital Earth“-Team am UFZ um Uta Ködel und Erik Nixdorf und ihre MOSES-Kollegen über den eigentlichen Kampagnenzeitraum hinaus im Einsatz, um mit angepasster Messtechnik kontinuierlich an festen Stationen bzw. mit mobilen Geräten event-getriggert Daten zu erheben.

Mehr Informationen dazu gibt es im MOSES-Blog!

Update: 28.08.2020

MOSES resutls were presented on EGU 2020 in many presentations and discussions using the Sharing Geoscience Online platform. A list with related presentations can be downloaded here MOSES@EGU.pdf .

MOSES hunts Ocean Eddies

Marine and coastal scientists investigate mobile oxygen minimum zones

As part of the Helmholtz observation initiative MOSES, researchers from the GEOMAR Helmholtz Centre for Ocean Research Kiel and the Helmholtz-Zentrum Geesthacht are now on their way to investigate extremely low-oxygen eddies in the tropical Atlantic until Christmas. Autonomous devices are already scouting the ocean around the Cape Verde Islands for eddies suitable for study. On 23 November, the research vessel METEOR left the port of Mindelo / Cape Verde for the detected eddies. A research aircraft will support the search from the air. With the help of researchers from MARUM (Bremen) and the University of Kaiserslautern experts from HZG and GEOMAR will locate and observe the eddies from the air and measure their interaction with the atmosphere.

Prof. Dr. Burkard Baschek, head of the Institute of Coastal Research at the HZG explains the main aims of the campaign: “The small ocean eddies bring nutrients from deeper levels of the water column upwards to the surface. When they enter the sunlit surface layer, they provide ideal conditions for algae growth and thus are decisive for the beginning of the food chain and life in the sea. Now we want to measure and understand the interaction of the small eddies with the large ones.” Furthermore, "the more the research deals with eddies in the ocean, the more we realize that they play an important role in the distribution of energy, oxygen or nutrients, which has so far been insufficiently understood, and that they can also influence the physics and biogeochemistry of entire ocean basins," says Prof. Dr. Arne Körtzinger of GEOMAR, chief scientific of the METEOR expedition.


If you want to follow the eddy hunt you can do so on Twitter, Facebook or Instagram (hashtag: #MOSESeddyhunt). The autonomous devices used can be followed live on here. In the Cape Verde Blog researchers regularly report on their activities.


 

Further Links:

www.ebus-climate-change.de The REEBUS Project

www.oscm.cv The Ocean Science Centre Mindelo

https://www.hzg.de/public_relations_media/news/083559/index.php.de HZG Press Release

https://www.geomar.de/index.php?id=4&no_cache=1&tx_ttnews%5btt_news%5d=6783&tx_ttnews%5bbackPid%5d=185 GEOMAR Press Release

https://youtu.be/yEOdMKFBSyk Video with impressions of Ocean Eddy campaign


Der aktuelle Bericht der Permafrost-Testkampagne 2018 im Mackenzie Delta / Canada ist jetzt verfügbar:

GFZ and AWI organized a small test campaign at IGB on Stechlinsee in Neuglobsow on 23-24 September - one of the last beautiful fall days. This was in preparation for our upcoming permafrost MOSES campaign, planned for 2020 in the Lena River Delta. At AWI, we successfully tested a small autonomous bathymetric measuring boat (see figures). Furthermore, we also tested if continuous methane concentration in water could be measured on the semi-autonomous platform designed and built by GFZ. This platform moves autonomously over a lake, taking spatially distributed measurements of lake water and sediment. The AWI instrumentation necessary for measuring methane (gas cylinder, greenhouse gas analyzer, degassing unit) was attached to the platform, with the water inlet at about 20 cm water depth. Space was rather limited so the operator had to sit on top of the degasser. All sensors performed well and data was successfully collected from all instruments!


Auf mehr als 580 Kilometer zieht sich die Elbe von der deutsch-tschechischen Grenze bei Schmilka bis nach Geesthacht kurz vor Hamburg. Wie sich das extreme Niedrigwasser auf die Wasserqualität auswirkt, ist eine der zentralen Fragen, auf die Wissenschaftler des Helmholtz-Zentrums für Umweltforschung (UFZ) Antworten finden wollen. Mit dem UFZ-Forschungsschiff Albis starteten sie am 29. August von Schmilka aus ihre Forschungsfahrt auf der Elbe und erreichten am 07. September das Geesthachter Wehr.

Probenahme am Messpunkt Torgau (Fotos: C. Schütze).

An 24 Standorten entlang der Elbe, jeweils links- und rechtsseitig sowie mittig im Fluss, erfassen die Wissenschaftler*innen Messdaten und entnehmen Wasserproben. In Absprache mit den Landesbehörden in Sachsen und Sachsen-Anhalt messen sie mit einer Multiparametersonde Temperatur, Sauerstoff, die Konzentrationen schwebender Algen oder die Trübung des Fließgewässers sowie chemische Parameter von Wasserproben wie partikuläre und gelöste Nährstoffe, Schwermetalle, seltene Erden und Mikroschadstoffe.

Siehe auch MOSES-Blog und UFZ-Pressemitteilung.

MOSES Testfahrt 2: Mit Forschungsschiffen und Online-Modellen zu Strömungssimulationen "Hydrologische Extreme" überprüfen.

Zwischen Überflutung und Dürre: Wetter-Extremereignisse gelten als Vorboten des Klimawandels. Heute treten diese Wetterextreme mit ihren schädigenden Auswirkungen für Mensch und Umwelt immer häufiger auf. Auch Deutschland und Europa werden verstärkt mit den Folgen des Klimawandels konfrontiert. Aktuelle internationale Prognosen rechnen mit einem Anstieg der Häufigkeit und Intensität von Sturmereignissen mit starken Regenfällen und Überschwemmungen um zehn bis 20 Prozent in Mittel- und Nordeuropa bis zum Ende des Jahrhunderts.

Nach einem ersten erfolgreichen Test neuer Sensorik im Rahmen der ersten MOSES-Testkampagne im April 2019 fahren die Forscher der vier Helmholtz Zentren Alfred-Wegener-Institut (AWI), (Helmholtz-Zentrum Geesthacht (HZG), Helmholtz-Zentrum für Ozeanforschung Kiel (GEOMAR) und Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung (UFZ) erneut auf die Nordsee, um einen MOSES-Einsatz unter möglichst realen Bedingungen zu üben. Am 25. und 26. Juni 2016 wollen die Wissenschaftler mit zwei Forschungsschiffen von AWI und HZG einen zuvor bestimmten Wasserkörper in der südlichen Nordsee lokalisieren. Dieser wäre im Falle eines extremen Hochwassers aus der Elbe geflossen und hätte Schadstoffe und Klimagase in erhöhter Konzentration mitgeführt. Unterstützt werden die Forscher auf See von Kollegen der beteiligten Institute sowie durch das zentrale MOSES-Datenmanagement am Helmholtz-Zentrum Potsdam Deutsches Geoforschungszentrum (GFZ). more

Das Forschungsschiff des HZG LUDWIG PRANDTL nimmt an der MOSES-Testfahrt teil.
Das Forschungsschiff des HZG LUDWIG PRANDTL nimmt an der MOSES-Testfahrt teil. [Foto: HZG/Christian Schmid]

Kurzfristiger Wechsel: MOSES-Testkampagne „Hitze & Dürre“ misst Extremniederschläge in Süddeutschland

Montagmorgen am 20. Mai startete die MOSES-Arbeitsgruppe „Hitzewellen/Dürren“ ihre Testkampagne im Untersuchungsgebiet nahe Fendt in Oberbayern – am Nachmittag stand sie im Zentrum von Tief "Axel". Bis Mittwoch fiel in der Region so viel Niederschlag wie sonst in einem Monat, die Ammer trat über die Ufer, Felder standen unter Wasser. Nach einer kurzen Pause geht seit Montag dem 27. Mai erneut Dauerregen in der Region nieder, damit steigt die Gefahr weiterer Überflutungen. 

Die Mess-Systeme, die eigentlich aufgebaut waren, um einen Einsatz bei Hitzewellen oder Trockenheit zu proben, erfassen stattdessen Extremniederschläge. Das Beobachtungskonzept wurde deshalb kurzfristig der neuen Situation angepasst: Im Fokus der Messkampagne stehen nun die Auswirkungen des Starkregens und die Prozesse, die vor, während und nach einem solchen Extremereignis ablaufen. Dank des flexiblen Sensor- und Einsatzkonzepts von MOSES sind solche kurzfristigen Änderungen auch vor Ort noch möglich. Gemeinsam mit der laufenden Testkampagne der Arbeitsgruppe „Hydrologische Extreme“ im Müglitztal (Erzgebirge, Sachsen) werden nun Extremniederschläge an zwei Standorten gleichzeitig erfasst. Im Müglitztal konzentrieren sich die Untersuchungen auf die Entstehung von Starkregen und Hochwasser, bei Fendt vorrangig auf die Folgeprozesse. more

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 Das Team um Andreas Wieser vom Karlsruher Institut für Technologie (KIT) ist im Rahmen der MOSES-Arbeitsgruppe „Hydrologische Extreme“ der Entstehung von Starkregen- und Hochwasserereignissen auf der Spur. An den Untersuchungen sind auch Wissenschafter*innen aus dem Forschungszentrum Jülich, dem Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung und dem Deutschen Geoforschungszentrum beteiligt.

Ausgesucht hat sich das Team dafür ein besonderes Messgebiet im Süden von Sachsen – das Müglitztal. Während der Flutkatastrophe 2002 wurde aus der ruhigen Müglitz ein reißender Fluss – bedingt durch die entsprechende Wetterlage und die Topographie des Tales.

Genau diese Randbedingungen sind die Einflussfaktoren, aus denen Hochwasserereignisse entstehen können. Seit Anfang Mai werden nun über den erzgebirgischen Höhen des Müglitztals und im Talgrund MOSES-Geräte installiert. more

KITcube im Müglitztal

Sturmereignisse mit starken Regenfällen und Überschwemmungen wird es laut globaler Prognosen bis zum Ende dieses Jahrhunderts 10 bis 20 Prozent häufiger geben als bisher. Diese verursachen, ebenso wie extreme Niedrigwasserphasen, erhebliche Schäden und haben somit sozioökonomische aber auch ökologische Auswirkungen. Um diese besser zu verstehen, unternehmen drei Forschungsschiffe des Helmholtz-Programms MOSES am 16. und 17. April 2019 eine gemeinsame Forschungsfahrt von der Elbemündung bis nach Helgoland. more

Sternfahrt MOSES
EGU Intro

MOSES will be presented on EGU 2019 in Vienna. In addition to the MOSES presentations many contributions from our cooperating projects ESM and Digital Earth might be interesting and recommended to include in your personal programme.

A list with related presentations can be downloaded here Contribution list (pdf) .

Ausgerechnet die Feuchtigkeit irdischer Böden stört Astrophysiker bei der Erforschung des Weltalls. Der Physiker Martin Schrön (UFZ) beschreibt, wie aus der Not eine Tugend wurde und wie Sternenexplosionen Bauern bei Trockenheit helfen können.

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Für die derzeit laufende Aufbauphase von MOSES wurde die Elbe als Untersuchungsgebiet für die Arbeitsgruppe der "Hydrologischen Extreme" ausgewählt. Erste Messkampagnen, bei denen das Zusammenspiel der Messgeräte sowie der schnelle Datenaustausch zwischen den Partnern im Vordergrund stehen, finden in den Jahren 2019 und 2020 jeweils von April bis Juli statt. Der KITcube wird dabei im Müglitztal im Osterzgebirge eingesetzt, einem Gebiet in dem es häufig zu extremen Niederschlagsereignissen und Überschwemmungen kommt.

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Katrin Kohnert ist Doktorandin in der GFZ-Sektion Fernerkundung. Sie forscht vor allem im Norden von Alaska und im kanadischen Flussdelta des Mackenzie zur Freisetzung von Treibhausgasen aus Permafrostböden unter dem Einfluss des Klimawandels. Vor wenigen Wochen kehrte sie von ihrer jüngsten Expedition aus dem Mackenzie-Delta zurück.

Das gesamte Interview mit Katrin Kohnert finden Sie hier.

UFZ untersucht Auswirkungen auf Wasserqualität und Ökologie im Rahmen des Sondermess-Programms Niedrigwasser der Flussgebietsgemeinschaft Elbe

Die derzeitige Hitze- und Dürreperiode hat auch gravierende Auswirkungen auf Bäche und Flüsse in Deutschland: Viele sind zu schmalen, langsam fließenden, stark erwärmten Rinnsalen geworden. In Magdeburg lag der Pegel der Elbe am 23. Juli nur noch sieben Zentimeter über dem historischen Tiefststand vom 22. Juli 1934 – man kann also bereits jetzt von einem extremen Niedrigwasser sprechen. Magdeburger Gewässerforscher des Helmholtz-Zentrums für Umweltforschung (UFZ) beteiligen sich am Sondermessprogramm Niedrigwasser der Flussgebietsgemeinschaft Elbe im Bereich der Mittelelbe. Mit Multiparameter-Messsonden, die Teil des Helmholtz-Beobachtungssystem MOSES sind, wollen sie die Auswirkungen auf die Wasserqualität, die Ökologie und viele damit zusammen hängende Nutzungen der Gewässer im Elbe-Einzugsgebiet erfassen.

Die vollständige Pressemitteilung finden Sie hier.

Jeder weiß: Das Sommerwetter mit zum Teil über 30 Grad Celsius hat nicht nur positive Seiten.

Wie sich Hitzewellen auf die Umwelt und das Klima auswirken, untersuchen derzeit Jülicher Klima- und Bodenforscher und ihre Kollegen aus Potsdam, Leipzig und Garmisch-Partenkirchen auf einem Versuchsfeld in der Nähe von Jülich. Bodenforscher Prof. Nicolas Brüggemann und Atmosphärenforscher Dr. Ralf Tillmann erklären im Interview, warum die Forschung so wichtig ist.

Die vollständige Pressemitteilung mit dem Interview, Bildmaterial und Zusatzinformationen finden Sie hier.

MOSES-Auftakt mit über 100 Vertreterinnen und Vertretern aus Forschung, Politik und Praxis

Das neue Beobachtungssystem MOSES wurde am 21. Juni in Berlin Vertretern aus Forschung, Politik und Praxis vorgestellt: Von 2017 bis 2021 entwickeln die Helmholtz-Zentren des Forschungsbereichs „Erde und Umwelt“ das mobil und flexibel einsatzfähige Mess-System, das darauf ausgerichtet ist, hochdynamische Ereignisse wie beispielsweise Starkregen und Hochwässer oder Hitzewellen und Dürren zu erfassen. Ab 2022 soll MOSES dann für den regulären Einsatz bereit stehen. In den Aufbau der Forschungsinfrastruktur investiert die Helmholtz-Gemeinschaft ca. 28 Millionen Euro.

Im Zentrum der Veranstaltung standen die Forschungsziele der Initiative sowie die technische Innovation und Einsatzmöglichkeiten des modular konzipierten Beobachtungssystems. Dabei ging es auch darum, bereits zu Beginn der 5-jährigen Entwicklungsphase Anknüpfungspunkte für Kooperationen mit Interessenten aus Forschung und Praxis vorzustellen und zu diskutieren.

programm

Die Präsentationen der Redner können über die folgenden Links abgerufen werden: 

Prof. Reinhard F. Hüttl (Forschungsbereichskoordinator und Vizepräsident der Helmholtz-Gemeinschaft, GFZ) stellt die Mission und Kennzahlen der laufenden Programmperiode sowie die strukturelle Weiterentwicklung des Forschungsbereichs „Erde und Umwelt“ vor: Die sieben beteiligten Zentren bündeln ihre Kompetenzen zukünftig in einem gemeinsamen Programm „The Changing Earth – Sustaining our Future“. Zur Präsentation (1.7 MB) (PDF)

Prof. Georg Teutsch (Wissenschaftlicher Geschäftsführer des UFZ, federführendes Zentrum für MOSES) zeigt neue Wege der Erdbeobachtung: Technischer Fortschritt in der Sensorentwicklung und die internationale Vernetzung von Observatorien erlauben zunehmend die Verwirklichung von systemorientierten Beobachtungskonzepten, mit zeit- wie raumübergreifenden Komponenten. Zur Präsentation (2.1 MB) (PDF)

Dr. Ute Weber (Projektleiterin von MOSES, UFZ) fasst die Ziele und das Einrichtungskonzept von MOSES zusammen: Beobachtungsdaten und Forschungsergebnisse zeigen, dass Ereignisse wie Hochwasser oder Hitzewellen das Potenzial haben, Erde und Umwelt langfristig zu verändern. Und es ist davon auszugehen, dass solche Wetterextreme in Zukunft häufiger auftreten. Mit dem neuen  Beobachtungssystem sollen die direkten Auswirkungen mit einem systemorientierten Ansatz erfasst und die langfristigen Folgen untersucht werden. Für den Erfolg von MOSES sind Kooperationen mit der Forschungsgemeinschaft und Praxis maßgeblich; Interessenten sind eingeladen, sich an der Planung und Durchführungen von Testkampagnen zu beteiligen. Zur Präsentation (1.6 MB) (PDF)

Prof. Hans Peter Schmid (Leiter des Instituts für Meteorologie und Klimaforschung - Atmosphärische Umweltforschung am KIT, Mitglied der MOSES-AG Hitzewellen) veranschaulicht am Beispiel der Hitzewelle 2003 in Europa die Forschungsthemen, die im Rahmen von MOSES-Kampagnen für Hitzewellen und Dürren untersucht werden: Einfluss auf die Leistungsfähigkeit aquatischer und terrestrischer Ökosysteme, Beeinträchtigung von Luft- und Wasserqualität, Verbesserung der Vorhersagbarkeit von Hitzewellen. Erste Testkampagnen werden im Sommer 2018 und von Frühjahr bis Sommer 2019 durchgeführt. Zur Präsentation (3.1 MB) (PDF)

PD Julia Boike (Leiterin der AG Energie- und Wasserbilanz Permafrostforschung am AWI, Koordinatorin der MOSES-AG Permafrost) führt aus, dass mit der Klimaerwärmung große Bereiche des arktischen Permafrosts auftauen. Dieses Auftauen verläuft aber nicht gleichförmig, sondern man beobachtet plötzliche und begrenzte „Hot Spots“, die einen bedeutenden Teil der prognostizierten arktischen Treibhausgas-Emission ausmachen können. Ab Sommer 2018 werden solche „Hot Spots“ mit MOSES-Testkampagnen erforscht. Zur Präsentation (2.6 MB) (PDF)

Prof. Dietrich Borchardt (Leiter des Themenbereichs Wasserressourcen und Umwelt am UFZ, Koordinator der MOSES-AG Hydrologische Extreme) zeigt anhand des unterschiedlichen Verlaufs von Hoch- und Niedrigwassersituationen an der Elbe die direkten Auswirkungen auf die Wasserqualität vom Oberlauf bis zur Küste. So wurden im Mai/Juni 2013 während des Elbehochwassers 5 – 50fach erhöhte Flussfrachten gemessen. Ein beträchtlicher Teil der Jahresfrachten an Düngern und Schadstoffen gelangte in die Elbe und das Mündungsgebiet. Als Folge entwickelte sich Sommer 2013 eine Algenblüte an der Nordseeküste. Im Rahmen von MOSES-Testkampagnen werden ab Frühjahr 2019 die Entstehung von Hydrologischen Extremen (Starkregen und Hochwasser, Niedrigwasser) sowie deren Auswirkungen untersucht. Zur Präsentation (1.9 MB) (PDF)

Prof. Burkard Baschek (Leiter am Institut für Küstenforschung des HZG – Bereich Operationelle Systeme, Koordinator der MOSES-AG Ozeanwirbel) stellt aktuelle Forschungsergebnisse zur Bedeutung von Ozeanwirbeln für den Energie- und Nährstoffkreislaufs der Weltmeere vor: Während die großen Wirbel mit über 100 km Durchmesser an der Meeresoberfläche gut beobachtet werden können, ist über kleinere Wirbel bislang wenig bekannt. Es gibt aber zunehmend Hinweise, dass sie den marinen Nähstofftransport und damit die Primärproduktion, die Entwicklung von Nahrungsnetzen und so auch die Kohlendioxid-Aufnahme der Meere maßgeblich steuern. Ab Herbst 2019 sollen diese kleinen, hochdynamischen Wirbel mit MOSES-Testkampagnen erforscht werden. Zur Präsentation (2.2 MB) (PDF)

 

Ute Weber, 5. Juli 2018