Forschung für eine gesunde Umwelt und Gesellschaft

Mit unserer Forschung wollen wir dazu beitragen, dass Auswirkungen bestimmter Umweltchemikalien auf unsere Gesundheit aufgedeckt werden.


Pipetten im Labor
Foto von Julia Koblitz auf Unsplash

Forschung aus dem Department Umweltimmunologie 

In den letzten Jahrzehnten ist die Zahl von Allergien und chronischen Entzündungskrankheiten stark gestiegen, wofür auch Umweltfaktoren verantwortlich sind. Besonders empfindlich sind dabei die Zeit in der Schwangerschaft und die frühe Kindheit, in der Umweltbelastungen das Immunsystem von Mutter und Kind sowie die Plazenta (Mutterkuchen) beeinflussen können. Unsere Forschung am Department Umweltimmunologie beschäftigt sich damit, wie solche Belastungen die Entwicklung des Immunsystems prägen und langfristige Gesundheitsrisiken verursachen. Die gewonnenen Erkenntnisse helfen, neue Strategien zur Vorbeugung, Diagnose und Behandlung umweltbedingter Erkrankungen zu entwickeln.

Baby
Foto von Marek Mucha auf Unsplash

Chemikalien wie Phthalate und Bisphenol A (BPA) während der Schwangerschaft können das Immunsystem von Kindern beeinflussen. Usere Untersuchungen zeigen, dass Kinder, deren Mütter stärker belastet waren, häufiger Ekzeme entwickeln. Kinder, die bereits zu Allergien neigen, scheinen besonders betroffen zu sein. Diese Ergebnisse deuten darauf hin, dass eine Belastung von Schwangeren durch chemische Mischungen das Immunsystem von Kindern beeinflussen und das Risiko für Hautallergien erhöhen kann.

Gómez-Olarte, S., Röder, S., Rolle-Kampczyk, U., Sack, U., von Bergen, M., Borte, M., Zenclussen, A.C., Herberth, G. (2025): Prenatal exposure to mixtures of phthalates and bisphenol A and eczema risk: findings in atopic and non-atopic children from the LiNA birth cohort. Environ. Res. 278 , art. 121667 10.1016/j.envres.2025.121667 

Schwangerschaft
Foto von Ömürden Cengiz auf Unsplash

Bisphenol A (BPA) kann wichtige Abläufe in der Plazenta stören und so die normale Entwicklung während der Schwangerschaft gefährden. Wir haben in Laborversuchen mit lebenden Zellen untersucht, wie BPA die Funktion von sogenannten Mastzellen beeinflusst, die eine Schlüsselrolle bei dem Umbau der Gebärmutter‑Blutgefäße spielen, der für ein gesundes Wachstum des Babys nötig ist. Dabei zeigte sich, dass BPA die Beweglichkeit von Zellen verändert und Gene beeinflusst, die für diesen Umbauprozess wichtig sind. Diese Ergebnisse deuten darauf hin, dass BPA potenziell schädliche Wirkungen auf die Schwangerschaft haben kann. 

Romanelli, F., Zhang, N., Bauer, M., Fink, B., Zenclussen, A.C., Schumacher, A., Meyer, N. (2025): Bisphenol A interferes with mast cell-mediated promotion of cellular processes critical for spiral artery remodeling. Int. J. Mol. Sci. 26 (19), art. 9706 10.3390/ijms26199706

Baby
Foto von Solen Feyissa auf Unsplash

Bestimmte Chemikalien aus dem Alltag, sogenannte PFAS, können die Plazenta beeinflussen und damit die Schwangerschaft gefährden. In Laborversuchen mit menschlichen Plazentazellen haben wir untersucht, wie diese Chemikalien wirken. Sie stören wichtige Prozesse wie die Bewegung der Zellen und die Produktion von Hormonen, die für das Wachstum des Babys wichtig sind. Die Ergebnisse zeigen, dass PFAS möglicherweise die Entwicklung des Kindes beeinträchtigen und das Risiko für Probleme in der Schwangerschaft erhöhen können. 

Xia, Y., Fu, Q., Voss, H., Fest, S., Arnold, S., Bauer, M., Fink, B., Zenclussen, A.C., Stojanovska, V. (2025): Real-life per- and polyfluoroalkyl substances mixture impairs placental function: insights from a trophoblast spheroid model. Environ. Res. 287 , art. 123037 10.1016/j.envres.2025.123037 


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