Eltern aufgepasst!
Kleinkinder und Kinder reagieren anders auf Umwelteinflüsse als Erwachsene, da sie sich in Körpergröße, Gewicht und Verhalten unterscheiden – zum Beispiel stecken sie oft die Gegenstände in den Mund.
Auf einen Blick - das kannst du tun:
- Staubkontrolle: Regelmäßig (mind. wöchentlich) saugen und feucht wischen.
- Spielzeug: Achte auf Prüfsiegel und vermeide billige Weich-PVC-Spielzeuge, stattdessen lieber Spielzeug aus Holz kaufen.
- Reinigungs- und Pflegemittel: Sparsamer Einsatz, Produkte mit klarem Inhaltsstoff-Label bevorzugen, Duftsprays und Raumluftsprays meiden.
- Kleidung: Neue Textilien vor dem ersten Tragen waschen und auf Siegen achten.
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Zudem nehmen Kinder im Verhältnis zu ihrem Körpergewicht mehr Luft, Nahrung und Flüssigkeit auf – dadurch gelangen auch relativ mehr Schadstoffe in ihren Körper. Ihr typisches Verhalten, wie Krabbeln, Spielen auf dem Boden oder das Stecken von Gegenständen in den Mund, erhöht zusätzlich die Aufnahme von Chemikalien aus Staub, Spielzeug oder Oberflächen.
Da viele Entwicklungsprozesse sehr empfindlich sind, können Umweltchemikalien bereits in kleinen Mengen langfristige Auswirkungen auf Gesundheit und Entwicklung haben. Deshalb ist es besonders wichtig, Kinder möglichst früh und konsequent vor vermeidbaren Schadstoffen zu schützen.
- in Spielzeugen und Alltagsprodukten aus Plastik
- in Kosmetikprodukten wie Schaumbädern oder Cremes
- im Hausstaub
- über Lebensmittelverpackungen
- in imprägnierten oder stark behandelten Textilien
Beim Kauf von Alltagsprodukten lohnt es sich, genauer hinzusehen – vor allem bei Spielzeug, Kleidung, Kosmetik und Haushaltswaren. Außerdem kann man auf etablierte Prüfzeichen achten, z. B.
- GS-Zeichen („Geprüfte Sicherheit“) für Spielzeug und Gebrauchsgegenstände
- OEKO-TEX® STANDARD 100 für schadstoffgeprüfte Textilien
- Blauer Engel für besonders umwelt- und gesundheitsfreundliche Produkte
- EU Ecolabel für umweltverträglich hergestellte Waren
Darüber hinaus sollten folgende Punkte beachtet werden:
- Inhaltsstoffe prüfen: Produkte mit kurzen Zutatenlisten und ohne Duftstoffe bevorzugen – vor allem bei Kosmetik für Kinder.
- Materialien bewusst wählen: Naturmaterialien wie Holz, Baumwolle oder Edelstahl sind oft die bessere Wahl als weiche Kunststoffe.
- Vorsicht bei Billigprodukten: Sehr günstige Importware erfüllt nicht immer die in der EU geltenden Sicherheitsstandards.
- Hilfreiche Apps nutzen: Anwendungen wie CodeCheck oder ToxFox unterstützen dabei, Produktinhaltsstoffe schnell zu überprüfen.
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