Arbeitspaket 6: Stakeholderinformation und Akzeptanzkommunikation von Maßnahmen Oberflächennaher Geothermie
Neuigkeiten
Mai 2026
WissKomm-Symposium 2026 an der Uni Leipzig: Cornelia Wolf und Daniel Bendahan präsentieren das datengetriebene Vorgehen zur Wissenschaftskommunikation. © Nina Vogt
Vortrag beim Amt für Umweltschutz in Leipzig 2026: Cornelia Wolf, Daniel Bendahan und Konstanze Zschoke stellen das Projekt vor. © Anett Richter
In AP6 wurden zentrale Projektergebnisse in Transferformate für Praxis und Öffentlichkeit überführt. Auf Grundlage der Medienanalyse, Stakeholderinterviews und einer Bevölkerungsbefragung bereiten Prof. Dr. Cornelia Wolf und Daniel Bendahan Bitton (M.A.) die Ergebnisse für unterschiedliche Zielgruppen auf – darunter Verwaltung du Behörden, Stadtwerke, Fachverbände, Planungs- und Ingenieurbüros sowie die interessierte Öffentlichkeit. Ziel ist es, Wissen über oberflächennahe Geothermie zu stärken, Missverständnisse abzubauen und Vertrauen in die Technologie sowie ihre Anwendung zu fördern.
Ein zentraler Baustein ist eine Virtual-Reality-Tour zum Demonstrationsstandort von EASyQuart-Plus. Sie zeigt anschaulich, wie eine Geothermieanlage aufgebaut ist und wie oberflächennahe Geothermie zum Heizen und Kühlen genutzt werden kann. Erste Transferformate wurden bereits umgesetzt: Dazu zählen ein Workshop mit dem Leipziger Amt für Umweltschutz, die Präsentation der VR-Tour bei den Sächsischen Energietagen sowie ein Beitrag zum datengetriebenen Vorgehen beim WissKomm-Symposium der Universität Leipzig. Weitere Vorführungen der virtuellen Tour für die Öffentlichkeit folgen im NAWAREUM in Straubing und in Kooperation mit dem Power-to-Change-Energiemobil, das durch Deutschland tourt und über erneuerbare Energien informiert. Das Team beteiligt sich außerdem mit Workshops beim Ostdeutschen Energieforum in Leipzig und beim Geothermiekongress in Potsdam. Die Projektergebnisse der Medienanalyse wurden kürzlich im Fachjournal Journalism and Media, im Branchenmagazin Geothermische Energie und im Blog transforming economies der Bertelsmann Stiftung veröffentlicht. Darüber hinaus werden die Ergebnisse frei zugänglich als Chartberichte für Forschung und Praxis bereitgestellt.
Oktober 2025
Der Chartbericht zur Bevölkerung- und Stakeholderbefragung wurde veröffentlicht. Er ist vollständig einsehbar unter folgendem Link:
Chartbericht
April 2025
Um die Funktionsweise und Auswirkungen oberflächennaher Geothermie erfolgreich kommunizieren zu können, ist eine anschauliche Darstellung aller technischen Komponenten sowie der hydrogeologischen Prozesse im Untergrund notwendig. Zu diesem Zweck wurde in Unity eine interaktive 3D Szene erstellt, in der neben dem Gebäude und der Messtechnik am Demonstrationsstandort auch der geologische Aufbau des Untergrundes und hydrologische Informationen etwa zum Grundwasserfluss gezeigt werden. Innerhalb dieser Szene können nun im Folgenden Messwerte und Simulationsergebnisse gezeigt werden, wie etwa das Heizen und Kühlen des Gebäudes und die daraus resultierenden Temperaturveränderungen im Untergrund. Zum besseren Verständnis kann die Szene um weitere Informationen wie Bilder und Videos ergänzt werden, die mit den gezeigten 3D Objekten verknüpft werden.
November 2024
Die Analyse zum medialen Framing von Geothermie wurde nun abgeschlossen. Die Ergebnisse wurden in Form eines Chartberichtes aufbereitet. Er kann unter folgendem Link abgerufen werden:
Juli 2024
In den letzten Monaten wurde in Arbeitspaket 6 das öffentliche Framing der (oberflächennahen) Geothermie mittels einer quantitativen Inhaltsanalyse untersucht. Insgesamt wurden mehr als 500 Artikel, Radio- und Fernsehbeiträge zur Geothermie im Zeitraum der vergangenen zehn Jahre (2014-2024) analysiert. Der Fokus wurde sowohl auf regionale als auch auf überregionale öffentlich-rechtliche und private Medien in Deutschland gelegt (FAZ, SZ, Bild, WELT, MDR, LVZ, Sächsische Zeitung, Freie Presse, DNN).
Die Ergebnisse geben Aufschluss über die Darstellung von Vor- und Nachteilen der oberflächennahen und tiefen Geothermie, der Differenzierung der beiden Verfahren sowie der Bedeutung relevanter Stakeholder. Die Ergebnisse ermöglichen es weiterhin, Missverständnisse in der Medienberichterstattung und besonders polarisierende Aspekte in der Diskussion über die Geothermie zu identifizieren. Daraus können im nächsten Schritt Informationsbedarfe und Akzeptanzfaktoren abgeleitet werden, die in der Wissenschaftskommunikation zukünftig adressiert werden sollten.