BGR Sync
BGR Sync stärkt die Sektorkopplung von Wasser und Energie in Stadtquartieren. Ziel ist ein funktionaler Digitaler Zwilling, der hydrologische, thermisch hydraulische und geotechnische Prozesse zusammenführt und damit Planung, Betrieb und Regelung dezentraler BGR Systeme unterstützt. Demonstriert wird dies u. a. über Konzepte wie unterirdische Wärme-/Kältespeicherung (z. B. im Grundwasser) und eine vorausschauende Betriebsstrategie, die Wetter, Nutzung und Energiemarktbedingungen berücksichtigt. Gleichzeitig werden mögliche Auswirkungen auf Wasserqualität und Mikrobiologie im Untergrund untersucht, um Risiken frühzeitig zu erkennen und zu minimieren.
Steckbriefe
Uwe Hampel
Prof. Dr. Uwe Hampel leitet am HZDR die Abteilung Experimentelle Thermofluiddynamik. Er entwickelt hochauflösende Mess- und Bildgebungsverfahren und nutzt mit seinem Team unter anderem TOPFLOW, Hochgeschwindigkeitskameras, Ultraschallbildgebung und ultraschnelle Röntgen-Computertomographie. Seine Arbeit zielt auf effiziente, nachhaltige und sichere Prozesse in Industrie, Energie- und Verfahrenstechnik.
Olaf Kolditz
Prof. Dr.-Ing. habil. Olaf Kolditz leitet am UFZ das Department Umweltinformatik und ist Professor für Angewandte Umweltsystemanalyse an der TU Dresden. Seit 2007 verbindet er am UFZ Modellierung, Umweltinformatik und geowissenschaftliche Systemanalyse. In Geothermie-Kontexten stehen bei ihm besonders Digitalisierungsprozesse, virtuelle Forschungsumgebungen und geothermische Systemanalysen im Vordergrund.
Hannes Hofmann
Prof. Dr. Hannes Hofmann ist Arbeitsgruppenleiter in der GFZ-Sektion Geoenergie und leitet dort die Helmholtz-Nachwuchsgruppe ARES. Zugleich ist er Juniorprofessor für Reservoir Engineering an der TU Berlin. Seine Forschung konzentriert sich auf Enhanced Geothermal Systems, geothermische Reservoirtechnik und Simulation sowie auf die sichere Nutzung tiefer Geothermie in urbanen Räumen, einschließlich Risikominderung und induzierter Seismizität.
Maximilian Dörnbrack
Maximilian Dörnbrack ist Doktorand im UFZ-Department Umweltinformatik. Seit 2022 arbeitet er, gefördert über das Projekt SpeicherCity, an der Simulation von Aquifer Thermal Energy Storage in kontaminiertem Grundwasser und an der Kopplung mit Sanierungstechniken. Sein fachlicher Hintergrund liegt in der Geologie. Seinen Master schloss er 2022 an der TU Freiberg mit Schwerpunkt Hydrogeologie und Ingenieurgeologie ab.
Sebastian Reinecke
Dr. Sebastian Reinecke ist am HZDR im Institut für Fluiddynamik tätig und leitet das Innovation Lab CLEWATEC. Als leitender Wissenschaftler im URBAN-LE-Projekt arbeitet er an integrierten Ansätzen, die Wasserinfrastruktur, städtische Ökosysteme sowie Energie- und Wärmeversorgung zusammenbringen. In CLEWATEC verbindet er Wasser- und Energiesystemforschung mit anwendungsnaher Entwicklung umweltfreundlicher Wasserreinigungstechnologien.
Alejandro Parra
M.Sc. Alejandro Parra ist Business Development Manager im CLEWATEC Innovation Lab des HZDR. Er arbeitet an der Schnittstelle zwischen Forschung und Industrie, identifiziert Marktbedarfe und initiiert Kooperationsprojekte für Wasser- und Abwassertechnologien. Im HyKaPro-Projekt unterstützt er den Technologietransfer; thematisch geht es um hydrodynamische Kavitation und den Abbau schwer abbaubarer Mikroschadstoffe in Prozess- und Abwasser.
Ivonne Nijenhuis
Dr. Ivonne Nijenhuis ist Senior Scientist im UFZ-Department Technische Biogeochemie. Ihre Forschung befasst sich mit der anaeroben Biotransformation halogenierter organischer Schadstoffe und der Anwendung stabiler Isotopenkonzepte. Im Kontext von ATES-Technologien bringt sie Expertise zu mikrobiellen Umwandlungsprozessen und isotopenanalytischen Methoden ein, um Veränderungen in kontaminiertem Grundwasser bei der Nutzung thermischer Aquiferspeicher bewerten zu können.
Carsten Vogt
Dr. Carsten Vogt ist Senior Scientist im UFZ-Department Technische Biogeochemie und leitet die Arbeitsgruppe Geomikrobiologie. Seine Forschung befasst sich mit aerobem und anaerobem mikrobiellem Abbau von Kohlenwasserstoffen sowie mit biogeochemischen Prozessen in subterrestrischen Habitaten, insbesondere Kohlenstoff-, Schwefel- und Stickstoffkreisläufen. Im Kontext von ATES-Technologien bringt er Expertise zu mikrobiellen Prozessen im Untergrund und deren Bedeutung für die sichere Nutzung thermischer Aquiferspeicher ein.