Strip-Till


„Verbesserung der Stickstoff-Effizienz der organischen und mineralischen N-Düngung durch Anwendung des Gülle-Strip-Till-Verfahrens sowie der N-Injektion“
Verbundprojekt unter Leitung der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg,
Laufzeit: 03/2013 – 02/2016
Fördereinrichtung: Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU)
Förderkennzeichen: 31086-34


Die landwirtschaftliche Bodennutzung trägt vor allem aufgrund der Anwendung von stickstoffhaltigen Düngemitteln und einer damit verbundenen intensiven Bodenbearbeitung wesentlich zum diffusen Eintrag von Stickstoff (N)-Verbindungen in die Gewässer sowie zur Produktion von klimarelevanten Emissionen, vor allem Lachgas (N2O)- und Ammoniak (NH3) bei. Vor dem politischen Hintergrund internationaler und europäischer Klima- und Gewässerschutzziele (UNFCC, UNECE CLRTAP, WRRL) ergibt sich die Notwendigkeit, die landwirtschaftliche Bewirtschaftung so zu gestalten, dass eine hohe N-Effizienz erreicht und N-Verluste möglichst vermieden werden. Ziel des Projektes ist es, die N-Effizienz durch geeignete Verfahren der Applikation organischer und mineralischer Düngemittel sowie einer reduzierten Bodenbearbeitung zu erhöhen. Projektschwerpunkte sind dabei die Anwendung des Gülle-Strip-Till-Verfahrens und die N-Injektionsdüngung (CULTAN). Bei dem Gülle-Strip-Till-Verfahren wird eine reduzierte Bodenbearbeitung in Form der Streifenbearbeitung („strip tillage“) mit der Gülle-Injektion in den Oberboden kombiniert. Aufgrund des geringeren Anteils der hier bearbeiteten Fläche (nur in der Saatreihe) soll ein im Vergleich zur ganzflächigen Bodenbearbeitung minimierter N-Umsatz realisiert und dadurch ein geringerer Nitrat-Austrag erzielt werden. Des Weiteren werden infolge der direkten Applikation des Düngers in die Wurzelzone eine höhere N-Ausnutzung sowie reduzierte N2O / NH3-Emissionen erwartet.