Stadtklima Leipzig: Vulnerabilität gegenüber Hitzestress

Bearbeitung

Departments Landschaftsökologie, Stadt- und Umweltsoziologie und STUDIEN

Status

Finanziert durch die Programmforschung der Helmholtz-Gemeinschaft (Programm Terrestrische Umwelt, Schwerpunkt: "Mega-Trend Urbanisation: Vulnerability and Environmental Risks")

Kurzbeschreibung

Das Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung begleitet die Thermalbefliegung der Stadt Leipzig im Sommer 2010 durch eigene explorative Untersuchungen zum Stadtklima in Leipzig auf verschiedenen räumlichen Skalen sowie zur sozialräumlichen Vulnerabilität gegenüber Hitzestress. Die zu beantwortenden Forschungsfragen lauten:

  1. Welche stadtklimatischen Eigenschaften haben verschiedene Stadtstrukturtypen?
  2. Wie ist der Zusammenhang von objektiver (gemessener) und subjektiver (Bewohner) Hitze-Belastung? In welchem Zusammenhang steht Hitzebelastung zu soziodemographischen Merkmalen und alltäglicher Lebensführung der Bewohner?
  3. Wie ist der Zusammenhang von Oberflächen-Temperatur und Lufttemperatur? (Groundtruthing)
  4. Wie überlagern sich stadtklimatischen Eigenschaften verschiedener Stadtstrukturtypen mit der sozialräumlichen Differenzierung der Stadt?

Dazu werden die räumlichen Daten zur Oberflächentemperatur im Stadtgebiet ergänzt durch ein Bodenmessprogramm und eine Fragebogenerhebung. Folgende Daten werden erhoben:

  • Lufttemperatur und -feuchte an ausgewählten, räumlich über die Stadt verteilten Standorten, im Außenbereich sowie
  • Lufttemperatur in Wohnräumen an ausgewählten, räumlich über die Stadt verteilten Standorten, und
  • subjektiv wahrgenommene Hitzebelastung seitens der Bewohner mittels Fragebögen

Weiterhin werden für die Analysen dieselben zusätzlichen Datensätze verwendet, insbesondere hinsichtlich der Flächennutzung. Die Integration der verschiedenen Skalen wird erreicht, indem für die Punktmessungen der Lufttemperatur (stationär und mobil) jeweils der exakte Ort per GPS bestimmt wird und im Fragebogen nach dem Wohnort gefragt wird, um später eine räumliche Zuordnung der Antworten zu ermöglichen.

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