Biodiversität - das Netz des Lebens erforschen
Die Biologische Vielfalt oder Biodiversität ist die zentrale Lebensgrundlage auf der Erde. Für den Menschen stellt sie Nahrung und Gebrauchsgüter zur Verfügung, sorgt für die Stabilisierung der Umwelt und hat nicht zuletzt auch eine ethische und ästhetische Bedeutung. Trotzdem ist ihr Erhalt und ihre nachhaltige Nutzung vielfach noch nicht sichergestellt.
Verlust der Artenvielfalt: Ein großer Anteil von Amphibienarten ist beispielsweise vom Aussterben bedroht.
Dies hat zum das Millennium Ecosystem Assessment (2005) eindrücklich gezeigt, zum anderen muss die Politik in vielen Feldern agieren, um Schutz und Nutzung sicherzustellen. Die im November 2007 verabschiedete Nationale Strategie zur Biologischen Vielfalt der Bundesregierung ist ein eindrücklicher Beweis dafür.
Das Jahr 2010 hat die UNO zum Internationalen Jahr der Biodiversität ausgerufen, um den Menschen die Bedeutung der biologischen Vielfalt und deren Schutz nahe zu bringen.
Darüber hinaus arbeiten am UFZ arbeiten mehr als 100 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus den Natur- und Sozialwissenschafen an Fragestellungen aus der Biodiversitätsforschung. Zwei wichtige Argumente
für das UFZ, um aus dem Bereich der Biodiversität zu informieren sowie Schwerpunkte und UFZ-Forschungsthemen vorzustellen:
Biodiversitätsforschung am UFZ
Weltweit gibt es nur noch wenige unberührte Ökosysteme, wie hier ein Regenwald im Amazonasbecken.
Foto: Cordis Images
Die Biodiversitätsforschung am UFZ ist breit gefächert und deckt zahlreiche Themen von grundlagenorientierten Ansätzen bis zu anwendungsbezogenen Themenstellungen ab. Insgesamt arbeiten 11 Departments am UFZ unterschiedlich stark an biodiversitätsrelevanten Projekten, an denen mehr als 100 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler beteiligt sind. Der Schwerpunkt der Arbeit liegt dabei in den Departments Biozönoseforschung (BZF), Bodenökologie (BOEK), Naturschutzforschung (NSF), Ökonomie (ÖKON), Ökologische Systemanalyse (ÖSA) und Umwelt- und Planungsrecht (UPR).
Beispielhaft finden Sie weitere Informationen zu den folgenden Themen:
Angewandte Forschungsthemen

Biodiversität und Klimawandel
Monitoring von Biodiversität
Governanceforschung und Science-Policy-Schnittstelle
Ökonomische Analyse und Umsetzung von Instrumenten des Naturschutzes
Ökosystemdienstleistungen und Ressourcen und Umsetzung des Ökosystemaren Ansatzes der CBD
Landnutzung und Lebensraumverlust
Invasive Arten
Konflikte um Ressourcen und nachhaltige Nutzung
Natura 2000
Grundlagenorientierte Forschung

Experimente zu Ökosystemfunktionen und -ressourcen
Ökologische Grundlagen
Modellierung und theoretische Konzepte
Forschungskonzept & Netzwerken
Die Biodiversitätsforschung am UFZ folgt einem Gesamtkonzept, dass sich zentralen Fragen in unser Gesellschaft zuwendet:
- Landnutzungskonflikte im Zusammenhang mit der Produktion von nachwachsenden Ressourcen und Bioenergie
- Ökologische Konsequenzen und Anpassungsstrategien des Klimawandels
- Institutioneller Wandel für den Erhalt der Biodiversität und ökosystemarer Serviceleistungen
- Risiko-Assessment und Management von Auswirkungen des Globalen Wandels
Hierzu werden die am UFZ vorhanden Kompetenzen in unterschiedlichen Feldern stärker gebündelt. Durch die Einrichtung einer
LTSER-Site Leipzig-Halle (Long-Term Socio-economic and Ecological Research Site) streben wir an, einen Teil der UFZ Forschung
vor Ort räumlich zu bündeln und auch mit anderen Forschungsthemen des UFZ direkt zu verknüpfen.
Die Science-Society-Schnittstelle verstärkt den Austausch zwischen der UFZ-Forschung mit Politik und Gesellschaft. Hier bemüht s
ich das UFZ auch um den Aufbau eines nationalen Netzwerks und Forums zur Biodiversitätsforschung.
Das UFZ führt zahlreiche Projekte in Kooperation mit Partnern aus Deutschland, Europa und der Welt durch. Ein Schwerpunkt liegt dabei auf der europäischen Forschungskooperation. Das UFZ koordiniert augenblicklich 3 Forschungsprojekte des 6. EU-Forschungsrahmenprogramms zur Biodiversität (ALARM, EUMON, MACIS) und ist an 6 weiteren als Partner beteiligt, so etwa auch am europäischen Exzellenznetzwerk ALTER-Net zur terrestrischen Biodiversitätsforschung. Des Weiteren gibt es zahlreiche Projektbeteiligungen an Projekten des Capacity Buildings im europäischen Rahmen.
Beteiligung an Forschungsnetzwerken (Auswahl):
ALTER-NET - Europäisches Exzellenznetzwerk zur terrestrischen Biodiversitätsforschung
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www.alter-net.info (Stefan Klotz, BZF)
EPBRS - Europäische Plattform zur Biodiversitätsforschungsstrategie
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www.epbrs.org (Carsten Neßhöver, NSF)
LTER-D - Koordination der Ökologischen Langzeitforschung in Deutschland
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www.lter-d.ufz.de (Stefan Klotz, BZF)
DIVERSITAS-Deutschland - Plattform zur Biodiversitätsforschung in Deutschland
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www.diversitas-deutschland.de (Klaus Henle, NSF, Irene Ring, ÖKON)