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Glossar

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A

Adsorption

Bei der Adsorption lagert sich ein Atom oder Molekül aus einem Gas oder einer Flüssigkeit an einer inneren Oberfläche eines Adsorbens (z.B. Aktivkohle) an. Im Unterschied dazu bezeichnet die Absorption die Einlagerung eines Atoms oder Moleküls in das freie Volumen eines Stoffes.

aerob / anaerob

Lebewesen, die zum Leben Sauerstoff benötigen werden als aerob bezeichnet, Lebewesen die keinen Sauerstoff benötigen als anaerob.

Agro-Biodiversität

Im Laufe der Jahrtausende entwickelte sich Landwirtschaft durch den Menschen und es entstanden zum Teil Landschaften mit einer sehr hohen Biodiversität. Die Agro-Biodiversität umfasst jedoch nicht nur die vom Menschen direkt und gezielt ausgewählten Arten, sondern auch Arten, die sich parallel in den von Menschen geschaffenen Landschaften entwickelten.

Agroforst

In Agroforst-Kulturlandschaften verbinden Baumreihen die Anbauflächen von beispielsweise Getreidefeldern. Solche Agroforstsysteme bieten zahlreiche ökologische Vorteile, mindern die Erosion, bieten Schutz für Weidetiere bei extremen Witterungsverhältnissen und tragen zur Erhöhung der Biodiversität bei.

anoxisch

Als Anoxisch wird eine Wasserschicht bezeichnet, die keinen gelösten Sauerstoff enthält. Manche Mikroorganismen nutzen dort Nitrate, Eisen (III) oder Sulfate, um organisches Material zu zersetzen und davon zu leben.

Anthropogene Evolution

Durch landwirtschaftliche Nutzung hat der Mensch Landschaften komplett umgestaltet. Er hat durch Auswahl und Züchtung Pflanzen und Tiere für seine Zwecke verändert und weiterentwickelt. Ebenso haben sich aber auch viele Arten an die neuen Systeme angepasst. Der Prozeß dieser Veränderungen und Anpassungen wird als "anthropogene Evolution" bezeichnet.

Antikörper

Antikörper (auch Immunglobuline) sind Proteine (Eiweiße) aus der Klasse der Globuline. Wirbeltiere bilden Antikörper als Reaktion auf bestimmte eingedrungene Fremdstoffe, die sogenannten Antigene. Antikörper dienen der Abwehr dieser Fremdstoffe (Antigene). Als Antigene wirken fast ausschließlich Makromoleküle oder an Partikel gebundene Moleküle, zum Beispiel Lipopolysaccharide an der Oberfläche von Bakterien. Ein bestimmtes Antigen induziert in der Regel die Bildung eines bestimmten, dazu passenden Antikörpers, der spezifisch nur an dieses eine Antigen bindet. Die spezifische Bindung von Antikörpern an die Antigene bildet einen wesentlichen Teil der Abwehr gegen eingedrungene Fremdstoffe. Gegenüber Krankheitserregern (Pathogenen) kann die Bildung von Antikörpern zur Immunität führen. Antikörper sind also zentrale Bestandteile des Immunsystems höherer Wirbeltiere. Man bezeichnet Antikörper auch als Immunglobuline (Ig).

Aptamer

Ein Aptamer (lat. aptus: passend) ist ein kurzes Einzelstrang-DNA- oder RNA-Oligonukleotid, das aufgrund seiner dreidimensionalen Struktur ein Targetmolekül spezifisch und mit hoher Affinität binden kann. Aptamere werden mittels SELEX-Verfahren, einem in vitro Selektionsprozess, gewonnen. Aptamere werden in der Medizin (Diagnose und Therapie), in der Grundlagenforschung für die Untersuchung von Protein-Funktionen, als molekulare Erkennungselemente in analytischen Systemen (einschl. Biosensoren) sowie als spezifische Bindungspartner in Anreicherungs- und Separationssystemen eingesetzt.

Aquifer

Begriff aus dem englischen Sprachraum für Grundwasserleiter. Dieser ist ein Gesteinskörper mit Hohlräumen, der zur Leitung von Grundwasser geeignet ist.

Arbuskuläre Mykorrhizen

Symbiose zwischen Wurzeln von Bäumen, Gräsern oder Kräutern und Pilzen der Abteilung der Glomeromycota. Die Pilze dringen in die Wurzelzellen, wo sie eine typische Ausstauschstruktur (die Arbuskeln) bilden. Während die Pflanzen mit Mineralien und Wasser von den Pilzpartnern erhalten versorgen sie sie mit Zucker.

Archaea

Archaeen - früher auch Archaebakterien oder Urbakterien genannt - bilden neben den Bakterien und den Eukaryoten eine der drei Domänen, in die alle zellulären Lebewesen eingeteilt werden.