Beobachtungsdaten zur Wassergüte des
Barleber Sees (Magdeburg)

Seit Juni 2018 betreibt das Department Seenforschung des Helmholtz-Zentrums für Umweltforschung (UFZ) eine Monitoring Boje (Bild rechts) zur Überwachung der Wasserqualität des Barleber Sees.

Pressemitteilung

Die Boje wurde von der Firma Envimo GmbH in Kooperation mit dem UFZ entwickelt und ermöglicht die kontinuierliche Messung verschiedener meteorologischer und für die Wassergüte relevanter Messgrößen.

Neben der Überwachung mit der Boje erfolgen auch Probenahmen und chemische Analysen von Wasserproben, z.B. zum Nährstoffgehalt (Bild rechts).


Boje auf dem Barleber See
Probenahme auf dem Barleber See
Probenahme durch MSc-Student M. Seewald und Dr. K. Rinke

Die folgenden Diagramme zeigen die Messdaten der vergangen sieben Tage für Lufttemperatur, Wassertemperatur, Chlorophyll, Phycocyanin, Sauerstoffsättigung und pH-Wert.

Die Lufttemperatur dient als grobes Maß für die Wetterentwicklung. Die Wassertemperatur ist nicht nur für die Nutzung als Badegewässer wichtig, sondern auch für die Lebensbedingungen der Wasserorganismen. Denn mit steigender Temperatur löst sich unter anderem immer weniger Sauerstoff im Wasser. Das Chlorophyll ist der grüne Pflanzenfarbstoff und dient als Maß für die Gesamtmenge aller Algen im Wasser. Phycocyanin dagegen ist ein spezieller Farbstoff der Blaualgen und dient daher als Maß für deren Menge im Wasser. Die Sauerstoffsättigung zeigt, ob genug Sauerstoff für die Wasserorganismen zur Verfügung steht und wird durch die Photosyntheseaktivität der Algen, den Austausch mit der Luft, den Sauerstoffverbrauch durch atmende Wasserorganismen und die Wassertemperatur bestimmt. Bei hoher Photosynthesaktivität wird viel Kohlendioxid verbraucht und der pH-Wert steigt an. Deshalb kann er auch als Maß für die Photosyntheseaktivität dienen. Außerdem reizen hohe pH-Werte (>8,5) zunehmend die Haut, insbesondere bei Menschen mit empfindlicher Haut.

Achtung - es werden Rohdaten dargestellt und Messfehler nicht automatisch korrigiert. Bei aufrahmenden Blaualgen-Massenentwicklungen kommt es zu stark schwankenden Werten für Chlorophyll und Phycocyanin durch verklumpende Algen. Außerdem können Wartungsarbeiten zu einzelnen unsinnigen Rohwerten führen, wie z.B. am 11.07.2018.