Hier geht's aus der Krise, Foto: Initiative Echte Soziale Marktwirtschaft (IESM) / pixelio

Nachhaltigkeitstransformationen

Wozu wir forschen

Welche Möglichkeiten hat die Politik, gesellschaftliche Transformationen zu mehr Nachhaltigkeit zu verstehen, anzustoßen, zu unterstützen? Wie können diese Möglichkeiten erkannt werden? Wie können (Miss-)Erfolge von Transformation erfasst und bewertet werden?

Nachhaltige Entwicklung ist ein international verankertes Entwicklungsziel, das Politiken von der lokalen bis zur globalen Ebene beeinflusst. Inhaltlich verbinden sich mit nachhaltiger Entwicklung vielfältige und nicht selten konkurrierende Zielvorstellungen. Bestehende Konzeptionen zielen sowohl auf die weltweite Gewährleistung sozialer Mindeststandards (Lebensqualität) als auch auf dauerhaft umweltverträgliche Lebens- und Wirtschaftsstile ab. Der Kontext intra- und intergenerationeller Gerechtigkeit verlangt nach einer Integration traditionell segmentierter Politikbereiche.

Im Forschungsschwerpunkt Nachhaltigkeitstransformation untersuchen wir, wie eine gesellschaftliche Transformation zu mehr Nachhaltigkeit analysiert, organisiert und gefördert werden kann. Anwendungsfelder sind unter anderem Ökosystemleistungen, nachhaltige Lebensstile und lokale Partizipationsprozesse, z.B. bei Energiegenossenschaften im Handlungsfeld Energiewende.

Wie wir forschen

Wir nutzen verschiedene konzeptionelle sowie transdisziplinäre Ansätze, um zu erreichen, dass unsere Analysen und unser Wissen relevant und gesellschaftlich anschlussfähig sind. Derzeit wird z.B. mit dem Ansatz des Transition Management versucht, Nachhaltigkeitstransformationen zu befördern. Dieser Ansatz geht jedoch nur unzureichend auf Individuen als Akteure des Wandels ein. Darüber hinaus fehlt dem Ansatz ein expliziter normativer Rahmen zur Beurteilung des möglichen Beitrags konkreter Transformationen zu Nachhaltigkeitszielen. Der Capability Ansatz und der Human-Scale Development Ansatz können diese Fehlstellen teilweise abdecken, insbesondere wenn sie umweltpsychologisch angereichert sind. Gleichzeitig verwenden diese Ansätze jedoch ein stark vereinfachtes Modell gesellschaftlicher Strukturierung und Differenzierung. Hier können praxistheoretische Ansätze die Zusammenhänge zwischen Individuen, Kultur und Materie besser verstehen helfen. Mit Projektpartnern versuchen wir, einige dieser Lücken zu erforschen und zu schließen.



Projekte

Eine Übersicht über die aktuellen und abgeschlossenen Projekte dieses Forschungsschwerpunktes findet sich in unserer Projekteliste.

Partner (Auswahl)

  • DRIFT, Dutch Research Institute for Transitions, Rotterdam
  • Ecologic, Berlin
  • ICLEI – Local Governments for Sustainability
  • James-Hutton-Institute, Aberdeen
  • SERI –Sustainable Europe Research Institute, Wien,
  • TU Delft
  • Universität Oldenburg
  • Universität Lüneburg
  • Université Libre de Bruxelles