Pressemitteilung vom 26. November 2025

UFZ und UNU-FLORES intensivieren Zusammenarbeit

Kooperationsvertrag am 26. November unterzeichnet

Das Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung (UFZ) und das United Nations University Institute for Integrated Management of Material Fluxes and of Resources (UNU-FLORES) vertiefen ihre erfolgreiche Zusammenarbeit. Am Rande der offiziellen Einweihung des Forschungsneubaus am UFZ unterzeichneten beide Partner heute einen neuen Kooperationsvertrag.

<p>v.l.n.r.: Prof. Katrin Böhning-Gaese, Prof. Edeltraud Günther, Dr. Sabine König</p> Foto: Klaus-Dieter Sonntag / UFZ

v.l.n.r.: Prof. Katrin Böhning-Gaese, Prof. Edeltraud Günther, Dr. Sabine König


Foto: Klaus-Dieter Sonntag / UFZ

Die Vertragsparteien erneuern ihre Zusammenarbeit für die kommenden fünf Jahre: Stand zu Beginn der Kooperation vor zehn Jahren vor allem die Wasserforschung im Fokus, wird nun das gemeinsame Themenspektrum deutlich erweitert. Verstärkt rücken neben Forschung und Lehre die Förderung von jungen Wissenschaftler:innen sowie der Wissens- und Technologietransfer in den Mittelpunkt. Thematische Schwerpunkte bilden der Ressourcen-Nexus mit seinen komplexen Wechselwirkungen zwischen Wasser, Energie und Land, planetare Lösungsansätze sowie der Transfer erfolgreicher wissenschaftsbasierter Lösungen in andere Länder.

Prof. Katrin Böhning-Gaese, Wissenschaftliche Geschäftsführerin des UFZ, betont: „Beim UFZ steht die Triple-Krise, verursacht durch Klimawandel, Verlust der biologischen Vielfalt und Umweltverschmutzung, im Focus der Forschung. Ziel der intensivierten Kooperation des UFZ mit UNU-FLORES ist, diese wissenschaftlichen Kompetenzen mit der wissenschaftlichen Expertise und dem internationalen Know-how von UNU-FLORES zu vereinen. Als Konsequenz sollen auch im Globalen Süden zunehmend wissenschaftsbasierte Lösungen erarbeitet werden, die Wirkung entfalten und einen Beitrag zur Lösung der planetaren Krisen leisten.“

Prof. Edeltraud Günther, Präsidentin von UNU-FLORES, erklärt: „UNU-FLORES verfolgt in den Fokusbereichen Resilient Food, Forest and Ecosystems, Transformed Landscapes, Sustainable Buildings and Construction, Responsible Electronics und Circular Textiles einen Ressourcen-Nexus-Ansatz. Diese Schwerpunktbereiche unterstützen praktische Antworten auf die „Triple Planetary Crisis“. Wesentlich hierbei ist, die gesamte Kette von der Wissensgenerierung bis zum Impact, zur Wirkung, der Erzeugung konkreter Ergebnisse in der Praxis, zu berücksichtigen. Gemeinsam mit dem UFZ und seiner langjährigen Expertise in inter- und transdisziplinärer Umweltforschung können wir mit Stakeholdern aus Ländern des Globalen Südens wissensbasierte und tragfähige Lösungen für die dringenden Ressourcenprobleme unserer Zeit entwickeln.“

Das UFZ und das UNU FLORES kooperieren bereits seit 2014. Derzeit forschen sie gemeinsam in zwei von der TU Dresden koordinierten Drittmittelvorhaben: Dem Verbundprojekt KlimaKonform II, einer Plattform zum klimakonformen Handeln auf Gemeinde- und Landkreisebene in Mittelgebirgsregionen, und dem Konsortium der Nationalen Forschungsdateninfrastruktur (NFDI) Earth System Sciences.

Das 2012 gegründete UNU-FLORES ist eines von 13 Instituten der Universität der Vereinten Nationen (UN) und hat seinen Sitz in Dresden.


Weitere Informationen

UFZ-Pressestelle

Susanne Hufe
Telefon: +49 341 6025-1630
presse@ufz.de


Im Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung (UFZ) erforschen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler die Ursachen und Folgen der weit reichenden Veränderungen der Umwelt und erarbeiten Lösungsoptionen. In sechs Themenbereichen befassen sie sich mit Wasserressourcen, Ökosystemen der Zukunft, Umwelt- und Biotechnologien, Chemikalien in der Umwelt, Modellierung und sozialwissenschaftlichen Fragestellungen. Das UFZ beschäftigt an den Standorten Leipzig, Halle und Magdeburg circa 1.100 Mitarbeitende. Es wird vom Bund sowie von Sachsen und Sachsen-Anhalt finanziert.

www.ufz.de

Die Helmholtz-Gemeinschaft identifiziert und bearbeitet große und vor allem drängende Fragen von Gesellschaft, Wissenschaft und Wirtschaft. Ihre Aufgabe ist es, langfristige Forschungsziele von Staat und Gesellschaft zu erreichen. Damit sollen die Lebensgrundlagen der Menschen erhalten und sogar verbessert werden. Helmholtz besteht aus 19 naturwissenschaftlich-technologischen und medizinisch-biologischen Forschungszentren.

www.helmholtz.de
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