Pressemitteilung vom 18. September 2006, Einladung zur Preisverleihung des

BundesUmweltWettbewerb

"Vom Wissen zum nachhaltigen Handeln"

Leipzig. Sind Eierschalen zur Energiegewinnung geeignet? Kann Laub als Ölbinder eingesetzt werden? Wie legt man einen Bienenlehrpfad an? Mit Fragen wie diesen befassen sich Schülerinnen und Schüler im Alter von 13 bis 21 Jahren beim jährlichen "BundesUmweltWettbewerb" (BUW). Die Sieger der Wettbewerbsrunde 2005/2006 werden jetzt in Leipzig geehrt: Am Freitag, dem 22. September, nehmen sie ihre Auszeichnungen im Leipziger Kubus, dem Veranstaltungszentrum des Umweltforschungszentrum (UFZ), entgegen. Die Veranstaltung beginnt um 10 Uhr.

Jugendliche führen den Algen-Biotest im UFZ-Schülerlabor

Jugendliche führen den Algen-Biotest im UFZ-Schülerlabor
Foto: André Künzelmann/UFZ

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Jungforscher mikroskopieren im UFZ-Schülerlabor

Jungforscher mikroskopieren im UFZ-Schülerlabor
Foto: André Künzelmann/UFZ

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Seit 1990 wird der Bundesumweltwettbewerb jährlich ausgeschrieben. Veranstalter ist das Bundesministerium für Bildung und Forschung, organisiert werden Wettbewerb und Preisverleihung vom Leibniz-Institut für die Pädagogik der Naturwissenschaften (IPN) in Kiel. Jedes Jahr können einzelne Schüler oder Schülergruppen ihre Arbeiten bis zum 15. März in schriftlich ausgearbeiteter Form einreichen. In diesem Jahr waren es 489 Schülerinnen und Schüler, mehr als doppelt so viele wie im vergangenen Jahr. Insgesamt werden Preise in Höhe von 25.000 Euro verliehen. Damit es bis zum Schluss spannend bleibt, werden die Namen der Siegerinnen und Sieger erst am Tag der Preisverleihung bekannt gegeben.

Ziel des BundesUmweltWettbewerbes ist es, das Umweltwissen von Jugendlichen sowie ihre Selbständigkeit, Kreativität und Eigeninitiative im Umweltbereich zu fördern. So sollen Teilnehmerinnen und Teilnehmer identifiziert werden, die in besonderem Maße in der Lage sind, Umweltthemen qualifiziert zu bearbeiten. Gefragt sind dabei neben Fachwissen insbesondere Kreativität, Fähigkeiten zu interdisziplinärem Denken, zur Integration von Theorie und Praxis und zur Kommunikation mit Andersdenkenden sowie Durchsetzungsvermögen.
Alle eingereichten und den Wettbewerbsbedingungen formal entsprechenden Arbeiten werden einem dreistufigen Auswahlverfahren unterzogen. Eine Jury aus unabhängigen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern sowie Fachleute verschiedener Bereiche sind für die Beurteilung der Arbeiten zuständig. Das Spektrum der Möglichkeiten, am Wettbewerb teilzunehmen, ist breit: ein Solarspielzeug entwickeln, ein Fledermausfest organisieren, einen Schulgarten oder einen Schulteich anlegen, Schutzmaßnahmen für bedrohte Tier- und Pflanzenarten sowie spezielle Biotope erarbeiten oder Messgeräte für umweltrelevante Faktoren entwickeln.

Juryvorsitzender des BUW II (für 17- bis 21-Jährige) ist der Umweltchemiker Prof. Dr. Gerrit Schüürmann. Seit acht Jahren als Jurymitglied und seit sechs Jahren als Juryvorsitzender engagiert sich der UFZ-Forscher, die Preisträger auszuwählen. Neben originellen Ideen und Untersuchungsansätzen der Jugendlichen finden sich jedes Jahr auch Wettbewerbsarbeiten auf ungewöhnlich hohem wissenschaftlichem Niveau, was alleine aber noch keinen Hauptpreis ausmacht. Denn hierfür wird erwartet, dass die jungen Forscher auch darstellen, wie die von ihnen entwickelte Lösung in die Praxis umgesetzt werden kann. Und das bedeutet, weitere Gruppen wie die Öffentlichkeit, Kommunalpolitik oder Fachverbände einzubeziehen "Die Durchsicht der Wettbewerbsarbeiten macht zwar Arbeit, aber auch Spaß. Dabei werde ich immer wieder überrascht, wie engagiert und kompetent sich Jugendliche um Umweltthemen aus ihrem persönlichen Erfahrungsbereich kümmern", so Gerrit Schüürmann.
Die wachsende Zahl der Teilnehmer, die Zeit, die sie und ihre Betreuer in diese Arbeit investieren, und die Bandbreite der Themen zeigen, wie wichtig der Wettbewerb ist und dass es gelingt, Jugendliche dafür zu gewinnen, etwas für die Umwelt zu tun.

Programm

Zeit und Ort:

Freitag, 22. September 2005, 10.00 bis 12.15 Uhr
UFZ - Umweltforschungszentrum Leipzig-Halle,
Konferenz- und Bildungszentrum KUBUS / Saal 1A (1. OG)
Permoser Str. 15
04318 Leipzig

Begrüßung

Dr. Andreas Schmidt, Administrativer Geschäftsführer UFZ
Ulrich Schüller, Bundesministerium für Bildung und Forschung, Berlin
Dr. Siegfried Haller, Koordinator des Dezernates V für Jugend, Soziales, Gesundheit und Schule der Stadt Leipzig

Festvortrag

Prof. Dr. Hauke Harms, UFZ-Umweltmikrobiologie:
Kanarienvögel für Vietnam – biologische Arsenanalyse

Musikalische Pause

A-Cappella-Chor des Wilhelm-Ostwald-Gymnasiums Leipzig

Preisverleihung

Prof. Dr. Susanne Bögeholz, Vorsitzende der Wettbewerbsjury BUW I
Prof. Dr. Gerrit Schüürmann, Vorsitzender der Wettbewerbsjury BUW II
Ulrich Schüller, Bundesministerium für Bildung und Forschung, Berlin

Moderation

Birgit Rademacher
Dr. Iris Mackensen-Friedrichs

Links & weitere Infos:

www.buw-home.de

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